DE533347C - Motorisch betriebenes Fahrzeug zur Fahrerausbildung - Google Patents

Motorisch betriebenes Fahrzeug zur Fahrerausbildung

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DE533347C
DE533347C DES88098D DES0088098D DE533347C DE 533347 C DE533347 C DE 533347C DE S88098 D DES88098 D DE S88098D DE S0088098 D DES0088098 D DE S0088098D DE 533347 C DE533347 C DE 533347C
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • motorisch betriebenes Fahrzeug zur Fahrerausbildung Gegenstand der Erfindung ist ein motorisch anzutreibendes Fahrzeug, das, ,abgesehen von seiner für den normalen Betrieb bestimmten Einrichtung, mit Sondervorrichtungen ausgerüstet ist, die eine gründliche, den Betriebsanforderungen in weitgehendem Maße genügende Ausbildung und Prüfung von Fahrzeugführern ermöglichen. Die Erfindung ist für Motorfahrzeuge der verschiedensten Art anwendbar, d. h. die Art der Betriebskraft und der Antriebsmaschinen ist dafür nur von untergeordneter Bedeutung. Besonders wichtig ist die Erfindung für die Ausbildung der Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel, und hier kommen namentlich elektrische Straßenbahnwagen in Betracht, für deren Betriebsleitung die Ausbildung der Fahrer eine schwere Aufgabe bedeutet.
  • Wohl werden die Anwärter für den Fahrdienst einer ärztlichen Untersuchung und psychotechnischen Eignungsprüfung unterzogen, sie können auch eine gründliche theoretische und praktische Ausbildung in der Fahrschule erhalten, auch kann unter Zuhilfenahme der Kinematographie das Schalten nach auf der Fahrstrecke auftretenden Hindernissen geübt werden; es fehlte aber bisher an Ausbildungs- und Prüfungsmitteln, die es ermöglichen, den Fahrlehrling auf der Strecke mit Betriebszuständen, insbesondere Störungen, vertraut zu machen, die während der Fahrt auf dem Fahrzeug selbst unerwartet eintreten können, und festzustellen, ob er im Gefahrmoment die nötige Geistesgegenwart und die erforderlichen Kenntnisse besitzt, um die bei solchen Störungen jeweils notwendigen Handgriffe vorzunehmen.
  • Diese Lücke wird nun durch die Erfindung ausgefüllt, und zwar wird das zur Fahrerausbildung dienende Fahrzeug mit willkürlich steuerbaren Sondervorrichtungen ausgestattet, durch die in den Antriebs-, Steuer-, Melde-und Sicherheitsvorrichtungen, wie sie auch in den gebräuchlichen Fahrzeugen vorhanden sind, Störungen verursacht und wieder ausgeschaltet werden können. Diese Störungen kann ein Fahrmeister, der den auszubildenden und zu prüfenden Fahrer begleitet, in für den letzteren unauffälliger und überraschender Weise hervorrufen; er kann dann beurteilen, ob der Fahrlehrling die durch die Störung bedingte Maßnahme trifft, und er kann schließlich ebenso schnell und unauffällig die Störungsursache wieder verschwinden lassen.
  • Ein so ausgerüstetes betriebsfähiges Fahrzeug ist sicherlich den bisher gebräuchlichen ortsfesten Lehrmodellen von Fahrzeugen überlegen. So hat man z. B. für den Unterricht in der Straßenbahnfahrschule ein Modell benutzt, das aus einem ortsfest aufgebauten, normalen zweiachsigen Straßenbahnwagenuntergestell besteht, auf das die eine Hälfte eines längsgeteilten Wagenkastens aufgesetzt ist, während der Fahrschalter sowie eine Abwicklung desselben neben dem Untergestell und dem Wagenkasten ihren Standort haben. Die sonst liegend auf dem Wagendach montierten Widerstände sind aufrecht stehend angeordnet, und an der Längswand des Wagenkastens ist außerdem ein Leuchtschaltbild angebracht, das bei Vornahme der verschiedenen Schaltungen diese leicht erkennbar macht. Durch Bedienung des Fahrschalters lassen -sich an diesem Modell alle notwendigen Schaltungen vornehmen, insbesondere kann man die Motoren anlassen, sie bremsen, sie hintereinander oder parallel schalten, mehr oder weniger Fahrwiderstände einschalten usw., wobei die jeweils eingeschalteten Widerstände durch Beleuchtung von der Rückseite erkennbar gemacht werden und das schon erwähnte Leuchtschaltbild den zur jeweils eingestellten Schaltung gehörigen Stromverlauf wiedergibt.
  • Dieses Modell ist zwar ein ausgezeichnetes Lehrmittel, aber es genügt doch nicht den Forderungen, die zweifellos erfüllt werden müssen, wenn man sicher sein will, dem praktischen Betriebe Fahrer zur Verfügung zu stellen, welche nicht nur die erforderliche Sachkenntnis, sondern auch genügend Geistesgegenwart besitzen. Es ist eben nicht möglich, mit einem solchen Modell Prüfungsfahrten auszuführen und hierbei zu kontrollieren, ob der Fahrlehrling im Gefahrenmoment ,die jeweils notwendigen Handgriffe vornimmt, um der Gefahr zu begegnen.
  • Gewiß ist es auch möglich, an dem Fahrzeugmodell willkürlich Störungen vorzunehmen, jedoch nur durch Eingriffe, die zu Beschädigungen der Schaltungen führen und nur durch Reparaturen wieder beseitigt werden können, was gewiß nicht, ohne von dem Prüfling beobachtet zu werden, durchführbar ist, und dazu kommt noch, daß der Fahrlehrling oder Prüfling vor dem ortsfesten Modell, wo er sich ja stets in Sicherheit weiß, nicht annähernd so in seiner ruhigen Überlegung beeinträchtigt wird, als wenn er sich auf einem die Straße entlang fahrenden Straßenbahnwagen befindet.
  • Grundsätzlich unterscheidet sich also der Erfindungsgegenstand von dem vorerwähnten Straßenbahnwagenmodell schon dadurch, daß er ein für den öffentlichen Fahrdienst geeignetes Fahrzeug ist, und dann außerdem auch dadurch, daß die Störungen im Betriebszustande des Wagens für den Fahrer völlig unerwartet und unkontrollierbar durch Sondervorrichtungen ein- und ausgeschaltet werden können, die der den Fahrer Prüfende willkürlich steuern kann, ohne daß dabei Be-Schädigungen der Wagenausrüstung eintreten. Dies gibt alle nur wünschenswerten Gelegenheiten, den Fahrer während der Fahrt auf offener Strecke auf- die Probe zu stellen, ob er die betreffende Störung richtig erkennt, ob er weiß, wie er sich in einem solchen Falle zu verhalten hat, und ob er befähigt ist, die richtigen Mittel anzuwenden, um eine solche Störung, falls sie im normalen Betriebe auftritt, wieder zu beseitigen.
  • Für die nähere Erläuterung der Erfindung sei z. B. ein elektrischer Straßenbahnwagen' gewählt. Hier kommen als Störungen, die beim Betriebe auf dem Fahrzeug eintreten können, hauptsächlich die folgenden in Betracht: Störungen in der Stromzuführung, im Fahrschalter, in der Luftbremse oder in der elektrischen Bremse, Durchschlagen von Sicherungen oder Herausfallen der Automaten, Unbrauchbarwerden der Motoren usw.
  • Zur Erzeugung der Störungen ist auf dem Lehrwagen z. B. eine Anzahl elektrischer Hilfsstromkreise vorgesehen, die elektromagnetisch von einer besonderen Niederspannungsstromquelle, z. B. einer i:2-Volt-Sammlerbatterie, gesteuert werden. Die Stromkreise stehen also nicht unter der Fahrbetriebsspannung und können deshalb unmittelbar an Druckknopftafeln angeschlossen werden. Je eine Druckknopftafel, an die sämtliche Störstromkreise angeschlossen sind, ist auf jeder Plattform des Lehrwagens so angebracht, daß der Fährmeister die Druckknöpfe unbeobachtet bedienen kann.
  • Im allgemeinen ist es empfehlenswert, die Einrichtung so -zu, treffen, daß beim Niederdrücken des Druckknopfes die vom ' Fahr-' meister beabsichtigte Störung eintritt und beim Loslassen des Druckknopfes, womit der Störstromkreis geöffnet wird, wieder verschwindet.. Letzteres tritt auch ein, wenn durch einen Zufall der Batteriestrom unterbrochen wird. Diese leichte Behebbarkeit der willkürlich verursachten Störungen ist bei der Fahrt des Lehrwagens auf offener Strecke sehr wichtig, damit der Wagen nicht durch Fehlgriffe des auszubildenden Fahrers selbst in Gefahr # kommt oder andere gefährdet. Einige der Störvorrichtungen sind übrigens so ausgebildet, daß die Störung auch ohne Freigabe des entsprechenden Druckknopfes nach einem gewissen Zeitraum von selbst wieder verschwindet, indem ihre Ursache z. B. durch Zeitrelais selbsttätig beseitigt wird.
  • Mit dieser Einrichtung kann man z. B. folgende.Maßnahmen ausführen: Durch einen Druckknopf kann man die beim Fahrer befindliche Signalglocke zum Ansprechen bringen. Durch einen anderen Druckknopf kann man einen Zusatzmagneten im Hauptschalter (Automaten) einschalten und dadurch den Automaten ausspringen lassen. Ein dritter Druckknopf schließt einen Hilfsstromkreis,, durch den ein Sperrnocken in die Fahrschalterwalze eingeschoben wird, was wie eine im gewöhnlichen Fahrbetriebe zuweilen vorkommende Hemmung wirkt. Der Fahrschalter läßt sich dann nicht mehr drehen; der- Fahrer kann nicht mehr ausschalten und muß sofort den Automaten herausreißen. Durch Eindrücken eines weiteren Druckknopfes kann man die Luftbremsleitung luftleer machen, so daß ein Bremsen mit der Luftbremse nicht mehr möglich ist. Hierdurch kann man also die Geistesgegenwart des Fahrers beim Versagen der Luftdruckbremse feststellen. Da hierbei auch der Luftdruck im Manometer fällt, kann - man beobachten, ob der Fahrer gelernt hat, gelegentlich nach dem Manometer zu sehen. Ferner ist ein Druckknopf vorgesehen, der die elektrische Bremse ausschaltet, und ein Druckknopf, der die Bleisicherung zum Durchschmelzen bringt. Ein weiterer Druckknopf bedient einen elektrischen Geschwindigkeitsmesser. Der Fahrmeister wird bei der Ausbildung den Fahrer die Fahrgeschwindigkeit schätzen lassen und ihm dann durch Einschalten des Geschwindigkeitsmessers die tatsächlich erreichte Geschwindigkeit anzeigen. Auch ein Verzögerungs- und Beschleunigungsmesser kann in dem Wagen vorgesehen sein und von der Druckknopftafel aus eingeschaltet werden, um dem Fahrer Gelegenheit zu geben, die Gefahren der Überbremsung kennenzulernen, z. B. indem die Luftdruckbremse betätigt und dann die Handbremse angezogen wird. Wenn jetzt der Wagen zum Stillstand kommt, muß der Beschleunigungsmesser eine geringere Verzögerung anzeigen.
  • Außerdem können in den Wagen Stromschalter eingebaut sein, die durch Druckknöpfe zu bedienen sind und den Motorstromkreis unterbrechen, so daß der zugehörige Motor scheinbar unbrauchbar wird. Der Fahrer hat dann nach dem Fehler zu suchen und den angeblich kranken Motor abzuschalten. Schließlich kann noch ein Schalter vorgesehen sein, der vor der Lichtabzweigung im Hauptstromkreise liegt und mit dem eine Stromunterbrechung im Werk angedeutet werden soll. Der zu diesem Stromkreis gehörige Druckknopf schältet vorteilhaft ein Zeitrelais ein, das seinerseits den Oberleitungsschalter löst und nach Ablauf einer gewissen Zeit das Fahrzeug wieder an das Netz anschaltet. Auch andere Störungen lassen sich gewünschtenfalls in derselben Weise hervorbringen.
  • Es ist selbstverständlich nicht notwendig, daß die einzelnen Störstromkreise durch Druckknöpfe bedient werden, sondern man kann dafür auch andere Schalter verwenden; ferner kann der Betrieb der Störvorrichtungen statt durch den elektrischen Strom auch pneumatisch oder hydraulisch, z. B. mit Hilfe von Öl, durchgeführt werden, wesentlich ist nur, daß möglichst alle im Fahrbetriebe vorkommenden Zwischenfälle und Störungen, soweit die Fehlerquellen im Fahrzeug selbst liegen, durch die Sondervorrichtungen erfaßt werden.
  • Auf der Zeichnung ist die Schaltung der Störvorrichtungen eines als Ausführungsbeispiel gewählten Lehrwagens für elektrische Straßenbahnwagen dargestellt. Die beiden Druckknopftafeln, von denen sich j e eine in der Nähe jedes Führerstandes befindet, sind mit t, t2 bezeichnet. Eine jede hat Druckknöpfe dl, d2 , : , d,..; die zugehörigen, mit Hilfe dieser Druckknöpfe zu schließenden und zu unterbrechenden Störungsstromkreise tragen die Benennungen i, 2, 3... 13, sie werden von einer Hilfsbatterie 2o gespeist, deren Plusleitung mit 21 und deren Minusleitung mit 22 bezeichnet ist. I, II, III bis XVIII bedeuten die Apparate des Wagens, in denen man willkürlich Störungen hervorrufen will, bzw. Hilfsvorrichtungen, z. B. Relais, durch' welche die zu störenden Apparate beeinflußt werden können. So bedeutet z. B. I die Auslösung des Hauptschalters (Automaten), II den Bremsstrrnnschalter, III einen StromstörungsschalterIV die Ventilauslösung und das Abschlußventil der Luftbremse, V einen Geschwindigkeitsmesser, VI ,die Signalglocke, VII die Fahrschaltersperrung, VIII die Auslösung der Bleisicherung, IX die Abschaltung des einen Motors und X diejenige des anderen, XIV .einen Schutzschalter für die Vorrichtungen VIII, IX und X, 23 die Schutzschalterleitung, an die der Schutzschalter angeschlossen ist, der mit einer Seite an der Minusleitung 22 der Leitung 23 liegt, XV eine Schaltuhr, XVI eine Tourendynamo, XVII ein Amperemeter, XVIII einen Schiebewiderstand hierfür. Der mit V bezeichnete Geschwindigkeitsmesser ist ein Spannungsmesser.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Motorisch betriebenes Fahrzeug zur Fahrerausbildung, gekennzeichnet durch willkürlich steuerbare Sondervorrichtungen, durch die in den Antriebs-, Steuer-, Melde- und Sicherheitsvorrichtungen des Fahrzeuges Störungen verursacht und wieder ausgeschaltet werden können.
  2. 2. Fahrzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Kraftquelle für -die Störvorrichtungen eine Niederspannungshilfsstromquelle dient, von der aus die die einzelnen Störungen hervorbringenden Vorrichtungen über Schalter, vorzugsweise Druckknöpfe, zu erregen sind.
  3. 3. Fahrzeug nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß bei Freigabe des eingedrückten Druckknopfes die Störung verschwindet. q.. Fahrzeug nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Störung auch ohne Freigabe des Druckknopfes durch ein Zeitrelais selbsttätig wieder aufgehoben wird.
DES88098D 1928-10-24 1928-10-24 Motorisch betriebenes Fahrzeug zur Fahrerausbildung Expired DE533347C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT393656B (de) * 1988-12-15 1991-11-25 Rossmann Viktor Kraftfahrzeug-kennzeichentafel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT393656B (de) * 1988-12-15 1991-11-25 Rossmann Viktor Kraftfahrzeug-kennzeichentafel

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