DE533261C - Diplex-Telegraphensystem fuer gleichzeitige UEbertragung von zwei getrennten Mitteilungen ueber eine einzige Leitung - Google Patents

Diplex-Telegraphensystem fuer gleichzeitige UEbertragung von zwei getrennten Mitteilungen ueber eine einzige Leitung

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DE533261C
DE533261C DEC34981D DEC0034981D DE533261C DE 533261 C DE533261 C DE 533261C DE C34981 D DEC34981 D DE C34981D DE C0034981 D DEC0034981 D DE C0034981D DE 533261 C DE533261 C DE 533261C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L5/00Arrangements affording multiple use of the transmission path
    • H04L5/02Channels characterised by the type of signal
    • H04L5/04Channels characterised by the type of signal the signals being represented by different amplitudes or polarities, e.g. quadriplex

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)
  • Selective Calling Equipment (AREA)
  • Near-Field Transmission Systems (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Diplex- und
Quadruplex-Telegraphensysteme, bei denen zwei verschiedene Mitteilungen gleichzeitig in einer Richtung über eine einzige Leitung gesandt werden können.
In Systemen dieser Art werden bekanntlich die Signale, welche die eine Mitteilung bilden, durch die wechselnde Polarität und die Signale, welche die zweite Mitteilung bilden, durch die wechselnde Stärke des Leitungsstromes kenntlich gemacht. Die gleichzeitige Übertragung von zwei Mitteilungen in einer Richtung über eine einzige Leitung wird gewöhnlich als Diplex-Telegraphie bezeichnet. Durch Anwendung der bekannten Differential- oder Brücken-Duplexschaltungen können Diplexsysteme auch für gleichzeitige Übertragung in beiden Richtungen verwendungsfähig gemacht werden. In Anlagen dieser Art werden gleichzeitig vier getrennte bzw. verschiedene Mitteilungen übermittelt, nämlich zwei Mitteilungen in der einen und zwei in der anderen Richtung. Diese Übertragungsweise wird gewöhnlich als Quadruplex-Telegraphie bezeichnet.
In Anlagen zur Übertragung von zwei verschiedenen Mitteilungen in derselben Richtung werden die Signale, die durch Veränderung der Stärke des Leitungsstromes kenntlieh gemacht werden, in störender Weise von den Signalen beeinflußt, die durch die wechselnde Polarität des Leitungsstromes kenntlich gemacht sind. Hierdurch wird die Geschwindigkeit verringert, mit welcher die Signalgebung durch Veränderung der Stärke des Leitungsstromes zur Ausführung gebracht werden kann. Die Störung ist darauf zurückzuführen, daß der Leitungsstrom von Signalstärke eine gewisse Zeit benötigt, um sich in einen Strom von gleicher Stärke, aber entgegengesetzter Polarität umzuwandeln.
Gemäß der Erfindung werden zwecks Verringerung der Anzahl Gelegenheiten, bei welchen die Signalströme verschiedener Polarität eine momentane Stoß wirkung in den Signalströmen verschiedener Stärke hervorrufen, die Sender für die beiden getrennten Mitteilungen auf jede Station in Synchronismus gehalten, so daß Punkte der beiden Signalarten gleichzeitig beginnen und auf- g0 hören. Wenn selbsttätig wirkende Streifensender verwendet werden, von denen jeder eine der beiden Mitteilungen übermittelt, sind die Antriebswellen dieser Sender zwecks Aufrechterhaltung des Synchronismus mechanisch miteinander gekuppelt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darin zu ersehen, daß in der Empfangsstation ein polarisiertes Relais vorgesehen ist, das durch ein unpolarisiertes Relais betätigt wird,
welches in bekannter Weise auf die durch die Stärke des Leitungsstromes kenntlich gemachten Signale anspricht. Hierdurch werden die übrigen Stoßwirkungen aufgehoben, die von den Signalströmen wechselnder Polarität hervorgerufen werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beigelegten Zeichnungen dargestellt:
Abb. ι zeigt einen Apparat gemäß der Erfindung, der in Quadruplex-Telegraphensystemen verwendet werden kann.
Abb. 2 zeigt schematisch einen Sender von abweichender Bauart.
Abb. 3 ist ein Schaltschema für die An-Ordnung gemäß Abb. 1.
Abb. 3 zeigt, wie erwähnt, die Schaltung einer Qradruplex-Telegraphieanlage, welche nach dem Differential-Duplexverfahren geschaltet ist. Die wichtigsten Teile dieser Anao lage sind mit C1 D1 H und / bezeichnet. C ist die Wicklung eines polarisierten Relais, welches auf die Signalströme wechselnder Polarität anspricht, die von der fernen Station übermittelt werden. (Die ferne Station, welche nicht dargestellt ist, weist dieselbe Schaltung wie Abb. 3 auf.) D ist ein nichtpolarisiertes Relais, welches nur auf die Veränderungen in der Stärke des Leitungsstromes und nicht auf Polaritätsveränderungen anspricht. Der Kontakthebel des Senders H in Abb. 1 ist mit H1 bezeichnet, während die Kontakthebel des Senders J die Bezeichnungen P bzw. J3 tragen. Die Hebel P und P werden vom Sender I gemeinsam betätigt. Bei Signalgebung legen diese Kontakthebel entweder die beiden äußersten positiven und negativen Potentiale der Batterie oder die beiden mittleren positiven und negativen Potentiale der Batterie an die Kontakte des Kontakthebels H1 an. Der Kontakthebel H1 drückt den Duplexverbindungen ein positives oder negatives Potential auf, dessen Wert Von der Stellung der Hebel P und P des Senders / abhängig ist. Es ist leicht zu ersehen, daß das Hauptmerkmal der Erfindung darin besteht, daß diejenigen Perioden, während welcher der Hebel H1 sich von einem Kontakt zum anderen bewegt, mit denjenigen Perioden zusammenfallen, während welcher die Hebel P und P in Übereinstimmung mit den in der einen oder der anderen Richtung gesandten Signalen bewegt (oder nicht bewegt) werden. Daß diese Wirkungsweise eintreten muß, ergibt sich daraus, daß sämtliche Signalarten, die in diesem System verwendet werden können, aus Vielfachen einer einheitlichen Zeitperiode zusammengesetzt sind.
In Abb. 3 bezeichnen 13 und 9- die Wicklungen der von dem Relais C bzw. D be-So tätigten Empfänger. G ist ein polarisiertes . Relais, welches zwischen dem nichtpolarisierten Relais D und dem Empfänger 9 angeordnet ist.
Der Einfachheit halber sollen in der weiteren Beschreibung die Mittel zum Senden 6g und Empfangen von Signalen, die durch die •wechselnde Polarität kenntlich gemacht sind, gemeinsam die νί-Seite benannt werden. Diejenigen Mittel, die zur Übermittlung und Empfang von Signalen, welche durch die wechselnde Stärke des Leitungsstromes kenntlich gemacht sind, werden gemeinsam die ß-Seite benannt werden. Die Störungen, die durch die Polaritätsumkehrungen des Leitungsstromes in den Signalen der 2?-Seite hervorgerufen werden, sind in der weiteren Beschreibung S-Stöße genannt worden.
Bei der in Abb. 1 gezeigten Anordnung ist auf der ^4-Seite jeder der zwei verbundenen Stationen ein Stromrichtungstaster vorgesehen, der aus einem beweglichen Kontakthebel / besteht, welcher zwischen festen und beweglichen Kontakten α und b liegt und von einer Feder d beeinflußt wird, die das Bestreben hat, ihn nach dem festen Kontakt a zu ziehen. Der bewegliche Kontakt b wird von der Zunge e eines kräftigen polarisierten Relais E getragen, das von einem bei H schematisch gezeigten Sender für hohe Geschwindigkeiten des Wheatstone- oder eines anderen Typs beeinflußt wird. Die festen und beweglichen Kontakte α und b sind mit dem Mechanismus des Stromstärkentasters der I?-Seite derselben Station verbunden. Der unter der Federwirkung stehende Kontakthebel I ist mit der Leitung/ und der Hilfsleitung/1 durch Leiter g, ein unpolarisiertes Relais D und ein polarisiertes Relais C derselben Station.zum Empfang von Signalen, die von der zweiten in gleicher Weise ausgerüsteten Station übermittelt werden, verbunden. Die beiden Relais C und D sind in der Weise gebaut und an die Hauptleitung/ und die Hilfsleitung f1 angeschlossen, wie es bei Doppelgegensprechsystemen üblich ist, mit der Ausnahme, daß die Zunge h des Relais D so angeordnet ist, daß sie zwischen zwei Kontakten i und j arbeitet.
Der Stromstärkentaster der 5-Seite jeder Station umfaßt zwei bewegliche, unter Federdruck stehende Kontakthebel 2 und 3, von denen einer, nämlich 2, zwischen festen und beweglichen Kontakten ο -und p, und der. andere, nämlich 3, zwischen anderen festen und beweglichen Kontakten r und ί arbeitet. Der Kontakt α ist über einen Leiter α1 mit dem Hebel 3 verbunden und der Kontakt b über einen Leiter b1 mit dem Hebel 2, Der Kontakt 0 ist durch einen .Leiter o1 und einen Widerstand a2 mit einem Zwischenpunkt w1 der Batterie m derart verbunden, daß ein Drittel der Batterie zwischen diesem Punkt
und einem positiven, bei t geerdeten Pol m2 liegt. Der Kontakt p ist durch einen Leiter p1 und einen Widerstand p2 mit dem entgegengesetzten oder negativen Pol ms so verbunden, daß die ganze Batterie m zwischen dem Kontakt p und der Erdung t liegt. Der Kontakt r ist durch einen Leiter r1 und einen Widerstand r2 mit dem positiven Pol n1 der zweiten Batterie η verbunden, deren negativer
ίο Pol n2 bei t geerdet ist. Der Kontakt s ist durch einen Leiter s1 und einen Widerstand s2 mit einem Punkt ns der zweiten Batterie η derart verbunden, daß ein Drittel der Batterie zwischen diesem Punkt und dem negativen Pol nz liegt. Beide Batterien m und η können eine gemeinsame Erdungsklemme t1 haben.
Die Kontakte p und j sind voneinander isoliert und werden von der Zunge u eines anderen kräftigen, polarisierten Relais F getragen, das von einem anderen Sender des Wheatstone- oder eines anderen bei / schematisch dargestellten Typs beeinflußt wird. Wenn man sich den Hebel 2 unter der Wirkung seiner Feder ze/ gegen den Kontakt 0 anliegend denkt und die Zunge u des Relais F in ihrer rechten Grenzstellung von dem besagten Hebel weg liegt, schlägt beim Bewegen der Zunge nach links, der von dieser getragene Kontakt ρ unmittelbar an den Hebel 2 an, so daß der linke Teil der dazugehörigen Batterie m über den Kontakt 0,. Leiter o1, Widerstand o2, linken Teil der Batterie m, Widerstand p2, Leiter p1, Kontakt p und Hebel 2 für einen Augenblick kurzgeschlossen wird. Die Zunge u bewegt dann den. Hebel 2 entgegen der Wirkung seiner Feder ze/ von dem Kontakt 0 weg und bleibt mit diesem Hebel während der Weiterbewegung der Zunge nach links und auch' während ihrer Bewegung nach rechts in Berührung, bis der Hebel 2 wieder durch seine Feder veranlaßt wird, sich gegen den Kontakt 0 zu legen. Bei dieser weiteren Bewegung der Zunge u nach rechts legt sich der Kontakt .r an den Hebel 3 und schließt den rechten Teil der dazugehörigen Batterien über den Kontaktr, Leiterr\ Widerstand r2, rechten Teil der Batterie n, Widerstand s2, Leiter s1, Kontakt s und Hebel 3 für einen Augenblick kurz. Die Zunge bewegt dann diesen Hebel 3 unmittelbar von dem Kontakt r weg und legt sich unter der Wirkung der mit dem Hebel 3 verbundenen Feder χ weiter gegen diesen Hebel während des Bewegungsrestes der Zunge nach rechts und auch während der Bewegung der Zunge nach links an, bis sich der Hebel 3 wieder gegen den Kontakt r legt, wenn die Verbindung zwischen dem Kontakt s. und dem Hebel 3 geöffnet wird.
Wenn man sich den Kontakthebel / durch seine Feder d in Berührung mit dem festen Kontakt α und die Zunge e des polarisierten Relais F1 die den Kontakt b trägt, gegen ihren Anschlag k anliegend denkt, und sich dann die Zunge unmittelbar bei ihrer Vorwärtsbewegung nach rechts an den Kontakthebel / mit ihrem beweglichen Kontakt b an legt, werden die Teile der Batterie m und η zwischen den Punkten m1 und n1 oder die Gesamtheit der beiden Batterien m und η je nach der Stellung der Hebel. 2 und 3 für einen Augenblick kurzgeschlossen; der Hebel 1 unterbricht dann die Verbindung mit dem Kontakt a.
Wenn in dem Augenblick, wo der Kontakt b an dem Hebel 1 anliegt, die Hebel 2 und 3 in der in Abb. r und 2 gezeigten Stellung sind, werden die beiden Teile der Batterien m und μ zwischen den Punkten m1 und n3 für einen Augenblick über den Kontakte, Leiter a1, Feder x, Hebel 3, Kontakt s, Leiter j1, Widerstands2, die beiden erwähnten Teile der Batterien, Widerstand o2, Leiter o1, Kontakte, Hebel 2, Feder ze/, Leiter b1, Kontakt b und Hebel 1 kurzgeschlossen. Wenn die beiden Hebel 2 und 3 in der entgegengesetzten Stellung sind, wie sie in Abb. 1 gezeigt ist, während der Kontakt b an dem Hebel 1 anliegt und dieser Hebel mit dem Kontakt α in Berührung ist, wird die Gesamt1 heit der beiden Batterien m und η für einen Augenblick über den Kontakt a, Leiter a\ Feder x, Hebel 3, Kontakt r, Leiter r1, Widerstand r2, Batterien n, n2, m2, ni, Widerstand^2, Leiter p1, Kontakt p, Hebel 2, Feder w, Leiter b1, Kontakt b und Hebel k kurzgeschlossen. Die Verbindung zwischen dem Kontakt a und dem Hebel/ wird darauf unterbrochen; aber die Verbindung zwischen dem Kontakt b und dem Kontakthebel I wird während der weiteren Vorwärtsbewegung der Zunge nach rechts und infolge der Wirkung der Feder d bei der Rückwärtsbewegung der Zunge aufrechterhalten, bis sich der Kontakthebel Z unter der Wirkung der Feder wieder gegen den Kontakt α anlegt, worauf die Verbindung zwischen dem beweglichen Kontakt b und dem Hebel I unterbrochen wird.
Wenn die Hebel 1 und 3 von den Kontakten α bzw. r wegbewegt werden, wird ein positiver Strom, dessen Stärke dem rechten Teil der Batterie m entspricht, von dem positiven Pol der Batterie m durch die Erdung t nach dem Empfangsapparat einer entfernten Station gesendet und kehrt von da durch die Leitung f, das polarisierte Relais C, das unpolarisierte Relais D, Leiter g, Feder d, Hebel I, Kontakt b,. Leiter b\ Feder ze/, Hebel 2, Kontakto, Leiter o1 und dem Widerstände2 nach dem negativen Ende des rechten Teiles der Batterie m zurück. Wenn sich die Zun-
gen e und u so weit nach links bewegt haben, daß die Kontakte b und s nicht mehr an, den Hebeln ι und 3 anliegen und diese Hebel mit den Kontakten α bzw. r in Berührung sind, fließt ein positiver Strom, dessen Stärke der ganzen Batterie η entspricht, in der umgekehrten Richtung von dem positiven Pol der Batterie η durch Widerstand r2, Leiter r1, Kontakt r, Hebel 3, Feder x, Leiter a1, Kontakt ß, Hebel 1, Feder d, Leiter g, unpolarisiertes Relais D1 polarisiertes Relais C und Leitung f nach dem Empfangsapparat einer entfernten Station und von da zurück durch die Erdung t nach dem negativen Pol der Batterie n.
Durch den erwähnten Tastmechanismus wird ein Pol der Batterie m oder η mit der Leitung f durch die Kontakte α oder b, Hebel/, Leiterg und Relais C und D in demselben Augenblick verbunden, wo ein Pol der anderen Batterie davon abgeschaltet wird. Infolgedessen wird die Zeit zwischen dem Fallen des Stromes von einem Arbeitswert der einen Polarität und dem Ansteigen des Stromes auf einen ähnlichen Wert der entgegengesetzten Polarität im Vergleich zu der mit bekannten Doppelgegensprech-Telegraphensystemen der erwähnten Art erhaltenen Zeit beträchtlich verringert. Daraus folgt, daß der bisher bei den bekannten Doppelgegensprech-Telegraphensystemen vorhandene Nachteil, der Unterbrechung des Stromkreises und der Spaltung der Signale zu der erwähnten Zeit beträchtlich verringert, wenn auch nicht vollkommen aufgehoben wird. Am Empfangsende der Leitung sind jedoch im nachstehenden beschriebene Mittel vorgesehen, die. den jB-Stoß vollkommen aufheben.
Damit die Unterbrechung und Spaltung des Stromes vollkommen beseitigt wird, ist mit dem unpolarisierten Relais D derjenigen Station, durch die die Doppelgegensprech-Telegraphensignale gehen, ein polarisiertes • Relais G für hohe Geschwindigkeiten verbunden. Dieses Relais G wird durch die Kontakte h, i und j des unpolarisierten Relais D gesteuert und Ortsbatterie 4 gespeist. Eine Klemme 5 des Relais G ist mit der Zunge h des Relais D verbunden und die zweite Klemme 6 des Relais G mit dem Mittelpunkt 4? der Ortsbatterie 4. Die Zunge 7 des Relais G ist mit einem Empfangsapparat 9 auf der 5-Seite des Doppelgegensprechapparates verbunden und arbeitet zwischen zwei festen Kontakten 10 und 11, die mit den entgegengesetzten Klemmen einer zweiten Ortsbatterie 12 verbunden sind. Die Widerstände 14 -bzw. I4a liegen vor dem Empfänger 13 bzw. 9.
Die vom Relais D empfangenen Signale werden noch gebrochen· empfangen während der_ Stromrichtungstaster der ^4-Seite der anderen Station vor- und zurückgelegt wird; die Unterbrechungen werden jedoch klein und nicht von genügender Dauer sein, um die Zunge h des besagten Relais D nach dem durch einen Zwischenraum getrennten Kontakt i des Relais hin zu bewegen, vielmehr werden sie nur ein Zittern der Zunge veranlassen. Infolgedessen kann die Zunge 7 des Relais G sich nicht eher an den Kontakt 11 dieses Relais anlegen, bis die Zunge h des Relais D endgültig mit dem Kontakt i des Relais D in Berührung kommt, was nur beim Durchgang eines verstärkten Stromes während einer hinreichenden Zeit stattfindet. Dadurch wird der Übelstand der Spaltung des Stromes durch den Strotnrichtungstaster beim Wechseln der Polarität des Stromes vollständig beseitigt. Durch die beschriebenen Mittel können somit die von der jB-Seite des Doppelgegensprechapparates einer Station gegebenen Signale durch das Relais D einer zweiten Station aufgenommen werden und von dem Relais G genau reproduziert und zum Betreiben des Telegraphenempfängers 9 der 5-Seite des Apparates der zweiten Station verwendet werden. Es ist wesentlich, daß das polarisierte Relais G einen hohen Kontaktdruck erhält, selbst dann, wenn zu irgendeiner Zeit der Strom durch Null geht. Diese Bedingung ist bei den polarisierten Relais der erwähnten Art erfüllt. Jede Tastervorrichtung wird von dem beweglichen Glied oder der Zunge e oder u. eines polarisierten . Relais E oder F gesteuert; die beiden Relais £ und F werden von zwei Sendern H und I des Wheatstone- oder eines anderen geeigneten Typs gesteuert. Ferner sind zwei selbsttätige Empfangsapparate 13 und 9 auf der A- bzw. S-Seite jeder Station zusammen mit den Relais C, D und G angeordnet, um die zwei von der entgegengesetzten Station gesendeten Signale aufzunehmen.
Wenn man nach dem Diplexsystem arbeitet, ist natürlich nur die Verwendung von Stromrichtungs- und Stromstärketastervorrichtungen mit vereinigten selbsttätigen Sendern H und J und Relais E und F auf der Sendestation und von nur zwei Empfangsapparaten 13 und 9 auf der Empfangsstation mit vereinigten Relais C, D und G nötig. Für die von Hand gegebenen Telegramme muß selbstverständlich ein Morsetaster auf der einen Station und ein Summer oder Morsefarbschreiber auf der anderen Station zugefügt werden.
Statt einen Wheatstone- oder einen anderen Sender zum Steuern des Kontakthebels / mittels eines Relais E und einem anderen Sender / zum Steuern der Kontakthebel 2 und 3 mittels des Relais F zu benutzen, können der
Hebel ι und die Hebel 2-und 3 auch mechanisch von einem besonderen Sender gesteuert werden. Abb. 2 zeigt schematisch eine für diesen Zweck geeignete Anordnung für die Hebel 2 und 3. In diesem Ausführungsbeispiel ist 15 das Bandvorschubrad, 16 sind die hin und her gehenden Abfühlnadeln, 17, 17° die unter Federdruck stehenden Winkelhebel, die mit den Abfühlnadeln verbunden sind, und 18 ist der hin und her schwingende Hebel oder Balken, der durch die Antriebswelle eines üblichen Wheatstone-S enders betätigt wird. 20 ist ein Hebel, der um eine Achse 21 durch Verbindungsstücke 22 und 23 von den Hebeln 17 und 17° geschwungen wird, und 24 ist eine unter Federdruck stehende Reiterscheibe, die auf ein Ende des Hebels 20 einwirkt, um eine scharfe und bestimmte Wirkung des Hebels 20 zu sichern, in der-
ao selben Weise, wie der Kontakthebel beim Wheatstonesender gesteuert wird. Der Hebel 20 ist mit einöm Arm 25 versehen, der ein gegabeltes Ende 2$a hat, das ein Glied einer Hemmvorrichtung bildet, deren anderes Glied durch eine Scheibe 26 mit einem Zahn 26s gebildet wird, der abwechselnd mit den beiden Spitzen des gegabelten Gliedes 250 zusammenwirken kann. Das Hemmglied 26 ist auf einer Spindel 27 befestigt, die durch eine Reibungskupplung 28 von einer Welle 29 angetrieben wird, welche ihrerseits mit einer geeigneten Geschwindigkeit von der Antriebswelle des ruckweise hin und her bewegten Balkens 18, dem Vorschubrad 15 und damit vereinigten
Teilen angetrieben wird. Auf der Spindel 27 sitzt ein Exzenter 30, dessen Stange 31 einen Hebel 32 schwingen kann, der bei 32" gelenkig ist und die Zunge μ (Abb. 1) zum Handhaben der Hebel 2 und 3 des PoI-wechseltastmechanismus oder die Zunge u zum Steuern der Hebel 2 und 3 ersetzt. Eine gleiche Anordnung kann zum Schwingen des Hebels 1 des Polwechseltasters verwendet werden. Man ersieht daraus, daß die Hemmung bei jeder Handhabung des Senders die Spindel freigibt und ihr durch die Welle 27 eine halbe Drehung gestattet sowie durch das Exzenter 30 und- die Stange 31 den Hebel in der einen oder der anderen Richtung bewegt.
Die Punktsignale werden durch die Stromrichtungs- und Stromstärketaster, die beide genau in Phase miteinander sind, erzeugt, und zwar durch Antreiben der beiden Wheatstone- oder anderen Sender H und I, die auf jeder der zwei verbundenen Stationen-eines Doppelgegensprechsystems oder auf einer Station eines Diplextelegraphensystems gemäß der Erfindung Verwendung finden, mit derselben oder einer solchen Geschwindigkeit, daß die von den zwei Sendern erzeugten und nach der Leitung gesendeten Punktsignale genau in Phase miteinander sind. Das- Anfangen' eines .Stromimpulses durch den Stromrichtungstaster unter der Steuerung des Senders H und des Relais E zur Erzeugung eines Punktsignals und das Anfangen eines Stromimpulses erhöhter Stärke durch den Stromstärkentaster unter Steuerung seines Senders I und des Relais F ebenfalls zur Erzeugung eines Punktsignals wird infolgedessen gleichzeitig stattfinden, was auch für das Ende der beiden Stromimpulse zutrifft, so daß die beiden Stromimpulse in Phase sind. Auf diese Weise kann ein Zerreißen des zuletzt erwähnten oder erhöhten Stromimpulses beim Senden eines Punktes vermieden werden. Wenn ein Strich auf der S-Seite gesendet wird, tritt ein Zerreißen oder Spalten des Stromes auf der 5-Seite auf, falls gleichzeitig Punkte auf der ^4-Seite gesendet werden; der Strich wird jedoch nicht in seiner Länge gekürzt, da er in Phase mit den Punktsignalen beginnt und aufhört.
Die Einzelteile eines Apparates gemäß der Erfindung können abgeändert werden, ohne daß man sich von der Erfindung entfernt.
Doppelgegensprech- und Diplextelegraphenapparate gemäß der Erfindung können nicht nur zum Senden und Empfangen von Signalen des internationalen Morsealphabets, sondern auch zum Senden und Empfangen von Signalen nach dem Fünfer- oder einem anderen Mehrfachalphabet sowie nach den Geh-Steh-Systemen verwendet werden. Für die Fünferoder anderen Mehrfachalphabete, die TeIegraphenalphabete mit gleich langen Zeichen sind, werden die Stromverteiler verwendet, die man üblicherweise bei derartigen Alphabeten sowohl am Sende- wie am Empfangsende der Leitung benutzt; diese Verteiler sind jedoch derart angeordnet, daß sie die umgekehrten Stromsignale und die verstärkten Stromsignale genau in Phase miteinander senden, so daß die Änderung der Stromstärke nur in demselben Augenblick wie die Umkehrung der Polarität stattfinden kann. Statt den Apparat zur Bildung eines einzigen beschriebenen einwegigen Systems zu benutzen, kann man schließlich mehrere Reihen solcher Apparate zur Bildung eines mehrwegigen Systems verwenden.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Diplex-Telegraphensystem für gleichzeitige Übertragung von zwei getrennten Mitteilungen über eine einzige Leitung, bei der die Signale, welche die eine Mitteilung bilden, durch die wechselnde Polarität und die Signale, welche die zweite Mitteilung bilden, durch die wechselnde Stärke des Leitungsstromes kenntlich ge-
    macht werden, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verringerung der Störungsgelegenheiten, bei welchen die Signalströme verschiedener Polarität eine momentane Stoßwirkung in den Signalströmen verschiedener Stärke hervorrufen, die Sender der getrennten Mitteilungen beider Arten in Synchronismus gehalten werden, so daß Punkte der beiden Signalarten gleichzeitig beginnen und aufhören.
  2. 2. Diplex-Telegraphensystem nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei selbsttätig wirkende Streifensender verwendet werden, von denen jeder eine der beiden Mitteilungen übermittelt, und daß die Antriebswellen dieser Sender zwecks Aufrechterhaltung des Synchronismus mechanisch miteinander verbunden sind.
  3. 3. Diplex-Telegraphensystem nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter ' Weise " von Streifensendern elektrisch gesteuerte Relais verwendet werden, um die Sende-Kontakthebel für die beiden Signalarten zu betätigen.
  4. 4. Diplex-Telegraphensystem nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der Sende-Kontakthebel drehbare Glieder verwendet werden, die von Streifensendern mechanisch gesteuert werden.
  5. 5. Diplex-Telegraphensystem nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Aufhebung der übrigen Stoßwirkungen, die die Signalströme verschiedener Richtung in den Signalströmen verschiedener Starke hervorrufen, ein polarisiertes Relais in der Empfangsstation durch ein unpolarisiertes Relais betätigt wird, welches in bekannter Weise auf die durch die Stärke des Leitungsstromes kenntlich gemachten Signale anspricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEC34981D 1923-06-11 1924-06-12 Diplex-Telegraphensystem fuer gleichzeitige UEbertragung von zwei getrennten Mitteilungen ueber eine einzige Leitung Expired DE533261C (de)

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