DE533011C - Anordnung zum Loesen oder Sperren von Haltegliedern in Seeminen in Abhaengigkeit vom Minenstande - Google Patents
Anordnung zum Loesen oder Sperren von Haltegliedern in Seeminen in Abhaengigkeit vom MinenstandeInfo
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- DE533011C DE533011C DES83249D DES0083249D DE533011C DE 533011 C DE533011 C DE 533011C DE S83249 D DES83249 D DE S83249D DE S0083249 D DES0083249 D DE S0083249D DE 533011 C DE533011 C DE 533011C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B22/00—Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
- F42B22/10—Moored mines
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Emergency Lowering Means (AREA)
Description
- Anordnung zum Lösen oder Sperren von Haltegliedern in Seeminen in Abhängigkeit vom Minenstande Nach dem Abwurf einer Seemine sind in ihr verschiedene Vorgänge zu steuern, von denen zwei vor allem wichtig sind, nämlich das Lösen der Mine vom Anker und ihre Einstellung in einer bestimmten Tiefe. Hierzu kommen unter Umständen noch andere Vorgänge, z. B. das Versenken der Mine nach einer gewissen Liegezeit oder beim ungewollten Hochsteigen.
- Die für die Mine in Frage kommenden. Vorgänge sollen gemäß der Erfindung dadurch. ausgelöst werden, daß durch einen elektrischen Strom Sprenglcapseln gezündet werden, die entweder selbst als Halteglieder dienen, oder die an den Haltegliedern befestigt sind und diese bei der Zündung zerstören, so daß das bisher gesperrte Glied freigegeben wird.
- Der Vorteil der neuen Anordnung liegt darin, daß die Kräfte, die für die Auslösung der einzelnen Vorgänge erforderlich sind, ganz gering sind, so daß Störungen infolge der auftretenden Bewegungswiderstände praktisch nicht auftreten können.
- Beim Tiefensteller, z. B. der zur Feststellung der Mine in einer gewissen Tiefe dient, hat man bisher die Bewegungen des Steuerventils mechanisch auf die Fixiervorrichtungen übertragen. Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß bei den, immerhin nicht unbedeutenden Kräften, die zur Sperrung erforderlich sind, die auslösenden Kräfte des Tiefenstellers groß sein müssen. Da nun die frei werdende Kraft sich als Differenzkraft zwischen einer Flüssigkeitssäule und einer Feder darstellt, so muß die Feder stark bemessen werden, damit sie wirksam werden kann. Hat jedoch der Tiefensteller lediglich einen elektrischen Kontakt zu schließen, so reichen schon ganz geringe Kräfte aus, um den Bewegungsvorgang auszulösen. Ähnliche Gesichtspunkte gelten für die Auslösung der anderen in Frage kommenden Vorgänge.
- Man könnte die Anordnung so treffen,.daß man die Mine mit gebrauchsfertigen Elementen ausrüstet. Die Lagerzeit der Mine ist jedoch unbestimmt, und es kann daher vorkommen, daß die Elemente unbrauchbar sind, wenn die Mine verlegt werden soll. Man müßte also für reichliche Reserven sorgen, die wiederum einer sorgfältigen Überwachung bedürfen. Deshalb ist es zweckmäßig, die Anordnung so zu treffen, daß die Elemente erst angesetzt werden, wenn die Mine geworfen wird. Man versieht das Element dabei mit einer an sich bekannten Zeitauslösung, so daß ein Strom erst entsteht, wenn die Mine vor Anker liegt. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise in einen Zuflußkanal für Wasser einen Salzpfropfen setzen, der erst wegschmelzen muß, ehe das Wasser zum Element gelangt.
- Für das Lösen der Mine würde die Anordnung derart wirken, daß eine gewisse Zeit, nachdem die Mine mit dem Anker auf den Boden gesunken ist, der Salzpfropfen gelöst. ist und das Element Strom liefert. Dieser Strom bringt einen Draht zum Glühen und entzündet dadurch eine Sprengkapsel, die die Mine vom Anker löst. Sie steigt in die Höhe, und zwar so weit, bis der Tiefensteller in Tätigkeit tritt. Dieser schließt einen weiteren Stromkreis einer zweiten Sprengkapsel, die dann auf irgendeine Sperrvorrichtung für das Ankertau einwirkt und dieses feststellt. Sowohl das Lösen der Mine wie auch das Feststellen wird also durch die Einwirkung eines elektrischen Stromes gesteuert.
- Zweckmäßig ordnet man das Element, das den Steuerstrom liefert, im Minenanker an und verbindet es durch ein Kabel mit den Schaltvorrichtungen in der Mine. Dabei braucht das Kabel nicht auf eine Trommel aufgewickelt zu sein, sondern es wird derart in einen Behälter eingelegt, daß es sich beim Aufsteigen der Mine um das Ankertau herumwickelt. Man vermeidet dabei Zugbeanspruchungen, die zu seiner Zerstörung führen können. Außerdem kann man die bei der Verwendung einer Kabeltrommel erforderlichen Schleifkontakte vermeiden.
- Ein Ausführungsbeispiel für den Schalter am Tiefensteller und für die Entkupplung der Mine vom Anker ist in den Abb. i und :2 dargestellt. Der Tiefensteller enthält in bekannter Weise ein Ventil i, das unter dem Druck einer Feder 2 steht. Diese legt sich gegen einen Federteller 3, der mit Hilfe einer Schraubenspindel q. verstellt werden kann, um die Spannung der Feder 2 und damit die Wirkung des Tiefenstellers zu verändern. Das Ventil i besitzt eine Aussparung 5, in die die Nase 6 eines Schalthebels 7 hineinragt. Der Schalthebel ? gehört zu Kontakten B. Die gesamte -Kontaktvorrichtung ist in einem wasserdichten Stutzen 9 angeordnet, der mit dem Druckraum io des Tiefenstellers in Verbindung steht. Vor der Öffnungsbewegung des Ventils i kann also keine Flüssigkeit in den Schalter eintreten, -sondern erst dann, wenn er geschlossen ist, also zu einem Zeitpunkt, wo sie unschädlich ist. Spricht der Tiefensteller in der gewünschten Wassertiefe an, so wird durch das hochgehende Ventil i die Nase 6 durch die Unterkante i i der Aussparung 5 im Uhrzeigersinn bewegt und dadurch der Schalter 7, 8 geschlossen. Hierdurch wird eine Sprengkapsel zur Entzündung gebracht, die die Sperrung des Ankertaues hervorruft.
- Eine Vorrichtung zum Entkuppeln der Mine vom Anker ist in der Abb.2 dargestellt. Die Mine i wird durch ein Zugstück 2 gehalten, das am Anker befestigt ist, , und zwar durch Klauen 3 und q., die um ein Gelenk 5 drehbar sind und in einen Ring 6 der Mine eingreifen. Durch den zum Entkuppeln dienenden elektrischen Strom wird ein Zünddraht zum Glühen gebracht, der in eine Sprengkapsel 9 hineinragt. Durch die Sprengkapsel 9 stützt sich der Arm 7 der Klaue q. gegen das Halteglied :2 ab, d. h. die Klaue q. wird durch den Zug der Mine zur Seite gedrückt, wenn die Sprengkapsel 9 zerstört ist.
- Um die Sprengkapsel 9 vor dem Verlegen der Mine von Beanspruchungen zu entlasten, ist ferner eine Druckschraube 15 vorgesehen, die beim Verlegen der Mine herausgeschraubt wird.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zum Lösen oder Sperren von Haltegliedern in Seeminen in Abhängigkeit vom Minenstande, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteglieder selbst als Sprengköxper ausgebildet oder durch Sprengkörper abgestützt werden, die zur Einleitung des Bewegungsvorganges durch elektrische Ströme gesprengt werden.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das den elektrischen Strom liefernde Element mit einer an sich bekannten Zeitauslösung, z. B. in Form eines Salzstückes, versehen ist, durch -die das Element erst angesetzt wird; wenn die Mine abgeworfen ist.
- 3. Anordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Element am Minenanker angeordnet ist und durch Kabel mit den Schalteinrichtungen der Mine verbunden ist. wobei das Kabel so in einem Behälter liegt. daß es sich beim Auslaufen um das Ankertau herumlegt. q..
- Anordnung nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß der Schalthebel und die Kontakte wasserdicht abgeschlossen sind und der Schalthebel in den Druckraum des Tiefenstellers hineinragt.
- 5. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mine an einer am Anker befestigten Klaue hängt, die durch die Sprengkapsel in ihrer Schließstellung gehalten wird.
- 6. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Tiefensteller ein Schalter betätigt wird, der den Stromkreis einer Sprengkapsel zur Fixierung des Ankertaues schließt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES83249D DE533011C (de) | 1927-12-20 | 1927-12-20 | Anordnung zum Loesen oder Sperren von Haltegliedern in Seeminen in Abhaengigkeit vom Minenstande |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES83249D DE533011C (de) | 1927-12-20 | 1927-12-20 | Anordnung zum Loesen oder Sperren von Haltegliedern in Seeminen in Abhaengigkeit vom Minenstande |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE533011C true DE533011C (de) | 1931-09-07 |
Family
ID=7510892
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES83249D Expired DE533011C (de) | 1927-12-20 | 1927-12-20 | Anordnung zum Loesen oder Sperren von Haltegliedern in Seeminen in Abhaengigkeit vom Minenstande |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE533011C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2843773A1 (de) * | 1977-10-07 | 1979-04-12 | Sab Industri Ab | Vorrichtung zum verankern einer auftriebmine in einer vorbestimmten tiefe |
-
1927
- 1927-12-20 DE DES83249D patent/DE533011C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2843773A1 (de) * | 1977-10-07 | 1979-04-12 | Sab Industri Ab | Vorrichtung zum verankern einer auftriebmine in einer vorbestimmten tiefe |
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