DE299620C - - Google Patents

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DE299620C
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mine
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rope
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B22/00Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
    • F42B22/10Moored mines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

Es kommt aus den verschiedensten Ursachen vor, daß zu Wasser gebrachte Seeminen unbeabsichtigterweise an die Oberfläche steigen. Solche Ursachen sind z. B., daß die Tief ein Stellvorrichtung, die die Mine am Ankertau festhalten soll, wenn sie nach dem Zuwasserbringen bis auf eine bestimmte Tiefe unter. Wasser aufgestiegen ist, nicht in Wirksamkeit tritt, oder daß eine richtig verankerte Mine
ίο durch den Sturm von ihrer Verankerung losgerissen wird, oder daß sie durch Suchvorrichtungen vom Feind von der Verankerung getrennt wird. .
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, durch die in allen derartigen Fällen eine erneute Verankerung der Seemine selbsttätig eintritt, sobald diese an die Oberfläche steigt. Diese Aufgabe ist nach der Erfindung dadurch gelöst, daß am Minengefäß ein mit Auftrieb versehener besonderer Anker angebracht ist, der auch seinerseits mit dem Minenkörper durch ein Ankertau verbunden ist und von dem Minengefäß selbsttätig getrennt wird, wenn die Mine von ihrer Verankerung losgerissen wird. Er fällt dann von dem Minengefäß ab und bewirkt eine neue Verankerung desselben.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung er läutert, und zwar zeigt Fig. 1 einen Querschnitt, während Fig. 2 und 3 in verkleinertem Maßstab die zuerst hergestellte ordnungsmäßige Verankerung der Mine und die zweite, nach der Trennung der Mine von ihrem Anker wieder hergestellte Not verankerung darstellen.
• Das eigentliche Minengefäß α ist mit einer in irgendwelcher bekannten Weise ausgeführten Ladung und Zündvorrichtung α' ausgestattet.
Die Anstoßvorrichtungen sind nicht mitgezeichnet. Am unteren äußeren Teil des Minen- ' gefäßes sitzt auf ihm der mit Luftauftrieb ausgestattete Notanker b auf, der auf seinem Sitz abgedichtet ist. Angepreßt wird er an das Minengefäß durch Verbindungsschrauben c, die in der notwendigen Anzahl im Kreis herum angeordnet sind und ein im Wasser auflösbares Schmelzstück d enthalten, nach dessen Schmelzung die Verbindungsschrauben sich lösen. Durch das Minengefäß ist seitlich ein Luftrohr e geführt, das den Auftriebsraum des Notankers b mit dem Außenraum verbindet und mit einem Lippenventil f so verschlossen ist, daß Wasser in den Auftriebsraum von b nicht eindringen kann. In dem Auftriebsraum ist ferner eine Ankertautrommel g von beliebiger Anordnung vorgesehen, die durch das Hilfsankertau g' mit dem Minengefäß verbunden ist. An der Ankertautronimel g oder dem Hilfsankertau g' ist eine beliebige Tiefeneinstellvorrichtung angebracht. Am unteren Teil des Auftriebskörpers b ist ein Gehäuse h befestigt, das nach dem Auftriebsraum hin durch eine von außen leicht durchzuschlagende Platte i abgedichtet ist. Unter der Platte i ist in dem Gehäuse h ein Hohlkolben /■ verschiebbar gelagert, den eine Feder k gegen die Platte i zu schnellen sucht. Der Hohlkolben j wird gegen den Federdruck zunächst durch den Vorstecker I festgehalten, der durch die Wandung des Gehäuses h hindurch in den Kolben eingreift. Am unteren Ende des Kolbens ist die Zange m angebracht, die das Hauptankertau m' festhält. Der Hauptanker, an dem dieses Ankertau m' angreift, ist von beliebiger bekannter Ausführungsart und in Fig. ϊ
nicht mitdargestellt. In Fig. 2 ist dieser Hauptanker mit m2 bezeichnet: Über der Platte i schließlich- ist eine Kontaktfeder η auf dem Anker b isoliert befestigt, die mit einem Pol einer Stromquelle 0 verbunden ist. Der andere Pol dieser Stromquelle führt über einen Zünder^ mit Ladung zum Gestell des Ankers b, mit dem auch der Hohlkolben j in leitender Verbindung steht. Berührt der Hohlkolben j die Kontaktfeder n, so ist der Stromkreis der Batterie 0 geschlossen und die ■ Ladung ft wird zur Explosion gebracht. Seitlich vom Gehäuse h sind an dem Hilfsanker b noch einige gekrümmte Bolzen q, q' vorgesehen.
Die Wirkungsweise der Mine ist die folgende: Wird die Mine zu Wasser gebracht, löst sich von ihrem Anker und steigt auf, so wird durch den Auftrieb vom Ankertau ein Zug auf den Hohlkolben /.ausgeübt. Die Feder wird dabei etwas stärker gespannt, dadurch wird der Vorstecker 1 entlastet und fällt ab. Sobald die Mine dann in der vorausbestimmten Tiefe unter Wasser angelangt ist, tritt normalerweise die Tiefenstellvorrichtung in Tätigkeit und hält die Mine fest, so daß diese nun ordnungsmäßig verankert
■ ■ .. Versagt nun aber die Tiefenstellvorrichtung, so steigt die Mine bis auf die Wasseroberfläche
,. ■ auf. Sobald sie dort angelangt ist, hört aber der Zug am Ankertau auf. Dadurch wird der Hohlkolben / frei, wird von der gespannten Feder gegen die Platte i geschnellt und schlägt diese durch, worauf er zur Berührung mit der Kontaktfeder η gelangt. Nun wird der Stromkreis der Batterie 0 durch den Zünder ft geschlossen,, die Ladung des letzteren kommt zur. Explosion und schlägt ein Loch in die Wandung des Auftriebkörpers b. Durch dieses
, tritt nun sofort Wasser in den Hohlraum des Hilfsankers b ein, drückt die Luft durch das Rohre und das Lippen ventil f hinaus und füllt den Hohlraum aus. Dadurch verliert der Anker seine Auftriebskraft und wird so schwer,
- daß er die Mine alsbald wieder unter Wasser zieht; sie sinkt auf den Grund. Das ' Wasser umspült aber die Schmelzstücke d, die nach einiger, in beliebiger Weise regelbarer Zeit wegschmelzen, so daß die Verbindungsschrauben c das Minengefäß α freigeben. Dieses, das für sich genügend Wasserverdrängung und Auftriebskraft besitzt, steigt nun von neuem auf, und zwar an dem Hilfsankertau g', bis die Mine in der eingestellten Höhe unter Wasser durch die an diesem Hilfsankertau angebrachte Tiefeneinstellvorrichtung zum Stillstand gebracht wird. Der Auftriebskörper b wirkt jetzt durch sein eigenes Gewicht als Anker.
Ganz dieselben Vorgänge spielen sich ab, wenn die Mine ursprünglich ganz ordnungsmäßig verankert war, aber durch den Sturm oder eine andere Ursache losgerissen wurde und die Wasseroberfläche erreicht. Unter diesen anderen möglichen Ursachen ist insbesondere auf die Einwirkung von Minensuchvorrichtungen hinzuweisen, bei denen ein Schleppseil durch das Wasser gezogen wird. Am Hilfsanker b sind die Finger q, q' vorgesehen. Zwischen diesen und dem Gehäuse h verfängt sich das Schleppseil und verhindert das Ubergleiten über das Minengefäß und die Zündung der Mine durch Verletzung der Stoßzünder. Wird dann das Schleppseil weiterbewegt, so entsteht schließlich ein so starker Zug am Ankertau m', daß die Feder k ganz zusammengedrückt wird und die Zange m aus dem Gehäuse h herausgleitet, so daß sie das Ankertau freigibt. Die Mine steigt dann auf die Oberfläche und es spielen sich die oben geschilderten Vorgänge ab. Der Feind glaubt, die Mine geräumt zu haben, in Wirklichkeit wird sie nach der eingestellten Zeit ungefähr an der alten Stelle stehen.
Die Vorrichtung kann auch bei solchen Minen Verwendung, finden, bei denen die Tiefeneinstellung durch ein Voreilgewicht o. dgl. bewirkt wird. Am äußeren Umfang des Auftriebskörpers b wird dann ein Voreilgewicht angebracht, das durch eine Feder nach Aufhören des Ankertauzuges ebenfalls gelöst wird. Hierbei können die Verbindungsschrauben c mit dem Schmelzstück d wegfallen, und das Minengefäß α wird dann durch die festgestellte Ankertautrommel g auf ihren Sitz gepreßt, bis diese vom Voreilgewicht ausgelöst wird. Das Minengefäß kommt dann nach Einströmen des Wassers in den Auftriebsraum des Hilfsankers nicht erst wieder auf den Meeresgrund, sondern wird von dem herabfallenden Hilfsanker b nur so tief herabgezogen, als es die Einstellung des Voreilwinkels zuläßt. .

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Seemine, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Minengefäß (a) ein Hilfsanker (δ) mit Auftriebsraum durch auflösbare Schmelzstücke (d) abgedichtet befestigt ist, welcher mit dem Minengefäß durch ein Hilfsankertau (gr) verbunden ist, das auf eine am Hilfsanker befestigte Ankertautrommel (g) aufgewickelt und mit einer beliebigen Tiefeneinstellvorrichtung versehen ist, und in den im Fall des unbeabsichtigten Aufsteigens der Mine an die Wasseroberfläche das Wasser eintritt, so daß die Schmelzstücke aufgelöst werden und der Hilfsanker versinkt, der dann seinerseits die Mine von neuem verankert. .
2, Seemine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptankertau (mr) an dem Hilfsanker (b) unter Vermittlung
eines unter Federdruck stehenden Kolbens (/) angreift, der, wenn sich die Mine vom Ankertau löst, unter dem Druck der Feder (k) den Stromkreis eines elektrischen Zünders mit Ladung (fi) schließt, durch dessen Explosion ein Loch in die Wandung des Hilfsankers (b) geschlagen wird, so daß in dessen Auftriebsraum das Wasser eintritt, das die Schmelzstücke auflöst und so daß Herablassen des Hilfsankers bewirkt. .
3. Seemine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ankertau (m') an dem Hilfsanker bzw· dem Hohlkolben (j) durch eine Zange (m) angreift, die beim Eintreten eines übergroßen Zuges am Ankertau, infolge Verschleppens der Mine durch eine Suchleine, das Ankertau freigibt.
4. Seemine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der unteren Fläche des Hilfsankers (b) gekrümmte Fin- g&r(q,'q') angebracht sind, die ein ■Übergleiten der Suchleine über die Minenboje und deren Stoßzünder verhindern.
5. Seemine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Ankertauzug in Verbindung stehende Vorrichtung durch das Aufhören des Zuges ein an dem Auftriebskörper angebrachtes Voreilgewicht löst, das in bekannter Weise als Tiefeneinstellvorrichtung wirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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