DE532991C - Herstellung von Wolframmetall - Google Patents

Herstellung von Wolframmetall

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DE532991C
DE532991C DEI40290D DEI0040290D DE532991C DE 532991 C DE532991 C DE 532991C DE I40290 D DEI40290 D DE I40290D DE I0040290 D DEI0040290 D DE I0040290D DE 532991 C DE532991 C DE 532991C
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Dr Ernst Pokorny
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/30Obtaining chromium, molybdenum or tungsten
    • C22B34/36Obtaining tungsten

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Description

  • Herstellung von Wolframmetall Es sind verschiedene Verfahren bekannt, um Wolframit durch Behandlung mit Halogen, beispielsweise Chlor, bei erhöhter Temperatur aufzuschließen. Es ist auch bekannt, hierbei in Gegenwart von Wasserstoffmengen zu arbeiten, die zur Bildung des betreffenden Halogenwasserstoffes ausreichen. Die Verfahren liefern sämtlich Halogenverbindungen des Wolframs als Enderzeugnisse, diese jedoch, wenigstens zum größten Teil, vermischt mit den Chloriden der anderen Bestandteile des Erzes.
  • Es ist andererseits auch bekannt, daß man die Chloride des Wolframs durch Wasserstoff zu Metall reduzieren kann. Diese Reduktion erfolgt jedoch erst in Temperaturbereichen, in denen das Wolframchlorid flüchtig ist, was die technische Ausführung erschwert. Eine Anwendung für die unmittelbare technische Herstellung von Wolframmetall hat diese Arbeitsmethode bisher jedenfalls nicht erlangen können.
  • Endlich ist bereits vorgeschlagen worden, Wolframmetall durch Reduktion von Alkali-bzw. Erdalkaliwolframaten, also reinen wolframhaltigen Ausgangsstoffen, mit Wasserstoff in Gegenwart von Aminonchlorid darzustellen. Die Anwendbarkeit eines derartigen Verfahrens auf die unmittelbare Verarbeitung von Wolframerzen zu Wolframmetall war jedoch aus diesem Vorschlag in keiner Weise zu entnehmen.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, das es gestattet, Wolframmetall unmittelbar aus seinen Erzen, insbesondere aus Wolframit, zu gewinnen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man die wolframhaltigen Erze mit Chlor und Wasserstoff: in einem Mischungsverhältnis zueinander behandelt, in dem der Wasserstoff nach dem Volumen vielfach überwiegt. 'je nach der Temperatur und nach dem Verhältnis von Chlor zu Wasserstoff können die verschiedenen das Wolframit begleitenden Fremdstoffe in verschiedenem Maße hloriert und verflüchtigt werden.
  • Bei der Verarbeitung z. B. von angereichertem Wolframit auf metallisches Wolfram hat sich als zweckmäßige Arbeitsbedingung die Verwendung eines Gasgemisches von i Volumenteil Chlor und 3 bis 12 Volumenteilen Wasserstoff bei Temperaturen oberhalb Rotglut, vorzugsweise bei etwa 85o bis 95o' C, ergeben. !n jedem Falle soll die Menge des verwendeten Wasserstoffes erheblich größer sein als die zur Bildung von Chlorwasserstoff erforderliche Menge. Hierbei wird sämtliches Eisen und Mangan in Form der Chloride verflüchtigt. Im Rückstand verbleibt Wolfram in metallischem Zustand, lediglich mit der Gangart des Erzes (Quarz) vermengt.
  • Ein besonderer Vorteil bei dieser Arbeitsweise ist, daß ein etwaiger Arsen- und Zinngehalt im Erz; ebenso wie Schwefel, unter den genannten Bedingungen verflüchtigt wird, so daß bei Erz von handelsüblicher Zusammensetzung ein technisches Wolframmetall von. etwa 7o°%" Wolfram, Rest Kieselsäure, erhalten wird, welches keine für stahl- und metallindustrielle Zwecke schädlichen Bestandteile enthält, insbesondere auch kohlefrei ist und daher als Veredlungszusatz unmittelbar verwendet werden kann. Zu diesem Zweck wird es vorteilhaft brikettiert und gegebenenfalls gesintert.
  • . An Stelle von oder neben Chlor kann sinngemäß ein anderes Halogen verwendet werden, soweit dieses zur Bildung von bei der Arbeitstemperatur flüchtigen Verbindungen mit den hauptsächlich das Wolfram verunreinigenden Stoffen befähigt ist. Daneben kann auch die Bildung von Halogenverbindungen derselben, die sich von dem zurückbleibenden metallischen Wolfram durch Wasser herauslösen oder abschwemmen lassen, herbeigeführt werden. Ebenso können an Stelle von Wasserstoff Verbindungen, die Wasserstoff abspalten, benutzt werden, wie Kohlenwasserstoffes wenn auf Kohlefreiheit des Enderzeugnisses kein Wert gelegt wird. 1n letzterem Falle kann man auch die Chlorierung gemäß Erfindung durch Beimischung von Koks oder einem anderen kohlenstoffhaltigen Reduktionsmittel zum Erz erleichtern.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Wolframmetall aus wolframhaltigen Ausgangsstoffen durch Reduktion mit Wasserstoff bei Temperaturen oberhalb Rotglut, dadurch gekennzeichnet, daß Wasserstoff, dem elementares Halogen in zum Volumen des verwendeten Wasserstoffs vielfach geringerer Menge beigemischt ist, mit Wolframerzen, insbesondere Wolframit, -zur Reaktion gebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Chlor in -Mischung mit etwa der 3- bis i2fachen, vorzugsweise etwa mit der 8fachen Menge Wasserstoff angewendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Temperatur von etwa 85o bis 95o' C angewendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Wasserstoff bei erhöhter Temperatur Wasserstoff abspaltende Verbindungen verwendet werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man dem wolframhaltigen Rohstoff Kohle oder ein kohlehaltiges Reduktionsmittel beimischt.
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