DE89776C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE89776C DE89776C DENDAT89776D DE89776DA DE89776C DE 89776 C DE89776 C DE 89776C DE NDAT89776 D DENDAT89776 D DE NDAT89776D DE 89776D A DE89776D A DE 89776DA DE 89776 C DE89776 C DE 89776C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sulphate
- grinding
- acid
- sand
- coal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 16
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 12
- 238000000227 grinding Methods 0.000 claims description 10
- 239000004576 sand Substances 0.000 claims description 8
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 6
- 239000003245 coal Substances 0.000 claims description 5
- 239000011521 glass Substances 0.000 claims description 5
- 235000019353 potassium silicate Nutrition 0.000 claims description 4
- 239000000377 silicon dioxide Substances 0.000 claims description 4
- NTHWMYGWWRZVTN-UHFFFAOYSA-N sodium silicate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-][Si]([O-])=O NTHWMYGWWRZVTN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 238000009833 condensation Methods 0.000 claims description 2
- 230000005494 condensation Effects 0.000 claims description 2
- 239000011872 intimate mixture Substances 0.000 claims description 2
- 239000003638 chemical reducing agent Substances 0.000 claims 2
- KZBUYRJDOAKODT-UHFFFAOYSA-N Chlorine Chemical compound ClCl KZBUYRJDOAKODT-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 239000003513 alkali Substances 0.000 claims 1
- 229910052801 chlorine Inorganic materials 0.000 claims 1
- 239000000460 chlorine Substances 0.000 claims 1
- 150000001805 chlorine compounds Chemical class 0.000 claims 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 claims 1
- 239000011541 reaction mixture Substances 0.000 claims 1
- RMAQACBXLXPBSY-UHFFFAOYSA-N silicic acid Chemical compound O[Si](O)(O)O RMAQACBXLXPBSY-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 235000012239 silicon dioxide Nutrition 0.000 claims 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims 1
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L Sulfate Chemical compound [O-]S([O-])(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 18
- 229910021653 sulphate ion Inorganic materials 0.000 description 14
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 10
- 235000002639 sodium chloride Nutrition 0.000 description 8
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 description 6
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 6
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 5
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 4
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 4
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 4
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 3
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical compound [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 2
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 2
- 239000011780 sodium chloride Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- CWYNVVGOOAEACU-UHFFFAOYSA-N Fe2+ Chemical compound [Fe+2] CWYNVVGOOAEACU-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 210000000941 bile Anatomy 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-M bisulphate group Chemical group S([O-])(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 235000013312 flour Nutrition 0.000 description 1
- 239000006260 foam Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000011874 heated mixture Substances 0.000 description 1
- 230000001795 light effect Effects 0.000 description 1
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 239000003415 peat Substances 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 238000007873 sieving Methods 0.000 description 1
- 159000000000 sodium salts Chemical class 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B33/00—Silicon; Compounds thereof
- C01B33/20—Silicates
- C01B33/32—Alkali metal silicates
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Glass Compositions (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Apparate und Processe.
Dr. HEINR. PROPFE in MANNHEIM. Darstellung von Wasserglas.
Die Wasserglasfabrikation ist bis ■ jetzt genöthigt,
ihr Sulfat von den Sulfatfabriken oft sehr weit per Bahn zu beziehen. Dasselbe ist
stets eisenhaltig und liefert ein minderwerthiges Glas. Sogenanntes eisenfreies, raffinirtes Sulfat
kostet den zwei- bis dreifachen Betrag und ist daher zu theuer. Der Eisengehalt kommt
hauptsächlich von den Sulfatpfannen. Sodann ist die Herstellung von Sulfat für sich schon
ein grofser Fabrikationszweig. Bekanntlich wird dasselbe in den Sulfatöfen erzeugt, welche
grofse, oft 5 cm starke Sulfatpfannen enthalten. Trotz dieser Stärke halten dieselben kaum ein
Jahr, springen und nutzen sich ab und das Eisen geht ins Sulfat.
Der Procefs selbst ist nicht einfach; die Masse schäumt gewaltig auf, es bilden sich
zunächst Bisulfat und Klumpen, welche mit eisernen Geräthen und Werkzeugen zerkleinert
und bearbeitet werden müssen; aufserdem bedarf es einer hohen Temperatur, um die Salzsäure
auszutreiben. Sodann wird die Masse herausgezogen, erkalten gelassen, fein gemahlen,
event, gesiebt und alsdann erst verladen.
(Das Ha r graves'sehe Verfahren übergehe
ich, weil hierzu grofse Anlagen nöthig sind und der Procefs wochenlang dauert.)
Während ich nun diese Operation als die erste bezeichne, komme ich zur Beschreibung
der zweiten.
In der Wasserglasfabrik ist das Sulfat auszuladen, wobei es verstaubt und sich verunreinigt,
alsdann wird es mit Sand und gemahlenen Holzkohlen gemischt und verschmolzen. Dieses Mischen ist indessen nie so innig
zu vollführen, wie es eigentlich sein sollte; das Gemenge mufs vielmehr nochmals einen
Mahlgang passiren oder es hat ein wiederholtes Sieben stattzufinden.
Alle diese Manipulationen werden nach meinem Verfahren viel einfacher erreicht, indem
gewogene Mengen Sand, Salz und grobe Kohle über einen Mahlgang oder sonstigen Zerkleinerungs- bezw. Mischungsapparat geleitet
und direct in eine Art Muffel- oder von Steinen construirte Kammer hinter dem Schmelzofen,
durch abziehende Gase erwärmt, transportirt werden; daselbst läuft von einem höher
stehenden Behälter das nöthige Quantum Schwefelsäure hinzu und es entwickelt sich
sofort bei ganz niedriger Temperatur die Salzsäure , und nach beendeter Reaction wird die
erwärmte Mischung im Schmelzofen verschmolzen.
Es zeigt sich nun, dafs das Feinmahlen der drei Substanzen: Sand, Salz und' Holzkohle
bei weitem nicht so unangenehm ist, als das von Sulfat und Holzkohle je für sich.
Während bei ersterem nur 58 Theile Salz zu mahlen sind, müssen theoretisch 71 Theile Sulfat
gemahlen werden, was umsomehr ins Gewicht fällt, als das Mahlen von Sulfat eine unangenehme
Arbeit ist, weil Sulfat meistens etwas freie Säure enthält, noch Salzsäure entwickelt,
sehr staubt und die Organe der Arbeiter dadurch belästigt; ebenso unangenehm ist auch das Mahlen der Holzkohle.
Dagegen sind die drei Körper: Sand, Salz und Kohle vorzüglich passend zum Mahlen;
es entsteht ein aufserordentlich inniges Gemenge, und weil der Sand auch zu feinstem Mehl
mitvermahlen wird, schmilzt das Ganze in viel
(2. Auflage, ausgegeben am 2g. Dezember i8g6.)
kürzerer Zeit. Den Sand allein zu mahlen, würde sehr stauben, mit dem feuchten Kochsalz
und der weichen Holzkohle geht es vorzüglich und der Kostenpunkt ist gleich Null,
da. ja weniger Natronsalz zu mahlen ist.
Die Einwirkung der Schwefelsäure auf dieses feine Gemenge ist, da die Anwesenheit von
Kieselsäure nebst Holzkohle günstig zu wirken scheint, eine so intensive, dafs ein grofser Th.eil
der Salzsäure schon ohne Erwärmung fortgeht, weshalb die Condensation dieser nicht heifsen
Gase sehr' leicht ist. Bei 200 ° C. ist die Säure entwichen, während es bei der reinen
Sulfatfabrikation wohl Temperaturen bis 6oo° bedarf, um aus dem compacten Sulfathaufen,
welches sich meist in Knollen ballt, die Säure auszutreiben.
Hauptsächlich kommt aber in Betracht, dafs nach meinem Verfahren nicht nöthig ist, Eisen
oder Blei in Anwendung zu bringen, sondern man in schwach geheizten Muffelöfen den
Procefs beenden kann.
Daher kommt es, dafs das Sulfat eisenfrei bleibt und ein vorzügliches Wasserglas ergiebt.
Da das erwärmte Gemenge sofort im Schmelzofen zu Glas verschmolzen wird, so findet kein
Wärmeverlust statt, während das glühende Sulfat aus dem Sulfatofen erst zum Erkalten
zu bringen ist, bevor es transportirt und gemahlen werden kann. Dafs die Arbeitslöhne
sich bei meinem Verfahren ganz gewaltig reduciren,'liegt auf der Hand.
Soll kein Steinsalz, sondern billige gesättigte Salzsoole verwendet werden, so läfst man
solche von Sagemehl oder Torf aufsaugen, durch Luft trocknen, mit Sand mengen und
mahlen und dann mit Schwefelsäure behandeln.
Das beschriebene Verfahren bietet in der Hauptsache folgende sehr wesentliche Vortheile:
Infolge der feingemahlenen Bestandteile wirkt die Schwefelsäure aufserordentlich leicht
auf die zu zersetzenden Salze ein und durch die beizumengende Kieselsäure und Staubkohle
geht der Procefs viel rascher vor sich; dieser Procefs kann bei niedriger Temperatur in
schwach geheizten Muffelöfen oder sonst geeigneten Behältern vorgenommen werden.
Die Gase sind leicht zu condensiren, und hauptsächlich kommt jedes Eisen aufser Betracht,
wodurch also ein eisenfreies Product geliefert werden kann.
Beim Verschmelzen des in beschriebener Weise hergestellten Gemenges ergiebt sich gegenüber dem seitherigen Verfahren eine wesentliche
Ersparnifs dadurch, dafs aus schon erwähnten Gründen das Schmelzen rascher vor sich geht
und ganz besonders hierbei die Schmelzöfen bez\v. Wannen nicht vorzeitig angegriffen werden
Und der Bildung von Glasgalle mehr vorgebeugt wird. >
Ganz besonders ist noch hervorzuheben, dafs zwei Fabrikationen in eine einzige zusammengefafst
werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Darstellung von Wasserglas aus Chlor-! alkalien, Schwefelsäure und Kieselsäure unter Gewinnung von Salzsäure, darin bestehend, dafs ein inniges Gemenge von Kieselsäure, Reductionsmittel (Kohle) und; Chloralkalien mit Schwefelsäure unter gleichzeitiger Condensation der Salzsäure erhitzt und sodann zu festem Glas verschmolzen wird.
- 2. Eine Ausführungsform des durch Anspruch i; geschützten Verfahrens, darin bestehend, dafs das Reactionsgemisch durch Vermählen der Bestandteile oder der Kieselsäure (Sand)! mit dem mit Chloralkalilösung getränkten1 und dann getrockneten Reductionsmittel· (Kohle, Sägemehl) hergestellt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89776C true DE89776C (de) |
Family
ID=361564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89776D Active DE89776C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89776C (de) |
-
0
- DE DENDAT89776D patent/DE89776C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE89776C (de) | ||
| DE2010572A1 (de) | Verfahren zur Beschleunigung der Auf lösung von Kalk beim basischen Sauerstoff ofenverfahren | |
| DE2843128C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Portlandzementklinker | |
| AT136817B (de) | Verfahren zur Herstellung von Wolframmetall. | |
| DE579960C (de) | Verfahren zur Umwandlung von Quarz | |
| DE562757C (de) | Russhaltige Kautschukmischung | |
| DE269239C (de) | ||
| DE181991C (de) | ||
| DE2344324A1 (de) | Verfahren zur behandlung schwefelhaltiger schlacke und nach diesem verfahren hergestelltes erzeugnis | |
| DE458705C (de) | Verfahren zur Herstellung von Detektorsteinen | |
| US1424120A (en) | Making of zinc retorts and other refractory shapes | |
| DE670462C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gluehphosphaten | |
| DE176389C (de) | ||
| AT234124B (de) | Verfahren zum Verhütten von Eisenerzen im Hochofen | |
| DE263120C (de) | ||
| DE891251C (de) | Verfahren zur Herstellung von fuer die Schmelzelektrolyse geeigneten, geschmolzenen und oxydfreien Mischmetallchloriden der seltenen Erdmetalle durch unmittelbare Aufbereitung von Erzen seltener Erd-metalle, vorzugsweise Bastnaesit u. dgl. | |
| DE687330C (de) | Metallverbindungen | |
| DE500584C (de) | Verfahren zum Aufschliessen von Titaneisenerzen durch Behandlung mit einem Reduktionsmittel und Chlor | |
| DE81906C (de) | ||
| DE2055564C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von metallischem Silicium | |
| DE558750C (de) | Sodaverfahren mit Nebengewinnung von Ammoniak oder Ammonsulfat | |
| DE1092449B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung der Dampfblasenbildung bei druckwasserbeheizten und gekuehlten Reaktionsbehaeltern | |
| DE467637C (de) | Herstellung von Siliciumfluorid | |
| DE860866C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Aluminium-Silicium-Vorlegierung im elektrothermischen Ofen | |
| DE833949C (de) | Verfahren zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes von Reaktionsteilnehmern unter Aufrechterhaltung des festen Zustandes des Reaktionsgutes |