DE52952C - Neuerung an Mähmaschinen mit Garbenbindern - Google Patents
Neuerung an Mähmaschinen mit GarbenbindernInfo
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- DE52952C DE52952C DE188952952D DE52952DD DE52952C DE 52952 C DE52952 C DE 52952C DE 188952952 D DE188952952 D DE 188952952D DE 52952D D DE52952D D DE 52952DD DE 52952 C DE52952 C DE 52952C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D59/00—Equipment for binding harvested produce
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Mähmaschinen mit Garbenbindevornchtung und
betrifft den Garbenpresser und das Fallbrett. Der das Fallbrett tragende Halter ist an einer
am äufseren Rand des Gestellrahmens, unabhängig von dem Antriebsmechanismus der
Bindevorrichtung, gelagerten Welle befestigt. Der Halter ist nach unten über die Welle hinaus
verlängert und sein unteres Ende durch einen Lenker mit dem vorderen Ende eines neben der Binderplattform drehbar gelagerten
Hebels verbunden. Der Fadenführer (Nadelarm) trägt an seinem hinteren Ende eine Nase,
welche diesen Hebel beeinflufst und dadurch bewirkt, dafs das Fallbrett und mit ihm der
Garbenpresser sich senken, um das Abschieben der Garbe zu gestatten, und sich nachher
wieder aufrichten, um die nächste Garbe zu halten. Der den Hebel mit dem unteren Arm
des Fallbretthalters verbindende Lenker bildet mit diesem Arm ein Sperrgelenk, durch welches
der Garbenpresser und das Fallbrett1 in der. aufrechten Lage festgehalten werden.
Dieser Apparat ist in den Fig. 1 bis 9 dargestellt, und zwar ist nur so viel von dem
Bindeapparat gezeichnet, als zur Veranschaulichung der Erfindung erforderlich ist. Fig. 1
ist eine Seitenansicht des Garbenpressers und des Fallbrettes, welche in derjenigen Stellung
gezeichnet sind, welche sie während der Herstellung und Bindung der Garbe einnehmen.
Der Fadenführer befindet sich unter der Bindeplattform in der Ruhelage. Fig. .2 ist
eine Seitenansicht, in welcher der Fadenführer im Abwärtsgange begriffen ist und der Garbenpresser
pnd das Fallbrett sich theilweise gesenkt haben. Fig. 3 ist eine Seitenansicht, . in
welcher die einzelnen Theile in derjenigen Stellung gezeichnet sind, welche sie während
des Abschiebens der Garbe einnehmen. Die Fig. 4 bis 9 zeigen Einzelheiten.
E ist der verticale Pfosten des üblichen Gestelles des Bindeapparates. An seinem unteren
Ende ist eine Welle F drehbar gelagert, welche an ihrem hinteren Ende den Fadenführer G
trägt. C ist die Plattform des Bindeapparates und D eine an derselben drehbar befestigte
Leiste, welche mit einem Schlitz versehen ist, durch welchen der Fadenführer nach oben
geht, um den Faden über den Knotenbilder zu legen. ■
An dem vorderen Ende des Querbalkens A des Gestellrahmens ist das Gufsstück H befestigt,
welches ebenfalls zum Tragen der Plattform dient. , An dem Gufsstück H ist die
kurze Welle h gelagert, und ferner sind mit demselben aus einem Stück auch ein Lager
der Welle F des Fadenführers und dasjenige des schwingenden Hebels O hergestellt. Auf
der Welle h ist der Halter / befestigt, welchem
durch die Welle h eine schwingende Bewegung ertheilt wird. Durch die Bohrung i des
Halters /, Fig. 6, ist die . Welle h gesteckt. Die drei Augen i1!2?3 des Halters I dienen
zur Befestigung des Fallbrettes / an demselben. An dem Arm ζ4 des Halters / ist der Garbenpresserhebel
K mit seinem unteren Ende k drehbar befestigt. An dem Mittelpunkt W2 des
Hebels K, Fig. 7, ist ein Bolzen L, Fig. 8, drehbar angebracht, dessen äufseres Ende durch
das Loch is des Halters /, Fig. 6, bindurcbgesteckt
ist. Dieses äufsere Ende des Bolzens L trägt zwei Nasen ι 6 i 7, welche beim Hindurchstecken
des Bolzens durch den Halter I durch die Schlitze i9 i 10 desselben gleiten. Wenn der
Bolzen!, alsdann gedreht wird, so verhindern die Nasen, dafs der Bolzen wieder aus dem
Halter / herausgleiten kann, dagegen ist dem Hebel K gestattet, eine Bewegung nach dem
Halter / hin zu machen. Eine auf den Bolzen aufgeschobene Spiralfeder M ist indessen stets
bestrebt, den Hebel K. und den Fanbretthälter I aus einander zu drücken. Der Bolzen L
ist mit zwei oder mehreren Löchern Z/1, Fig. 8, versehen, um die Entfernung zwischen K und 7
gröfser oder kleiner machen und dadurch die Gröfse des Bindebehälters reguliren zu können.
An dem Gufsstück H ist bei ο der Hebel O
drehbar gelagert. Sein vorderes Ende ist durch einen Lenker L1,. Fig. 4 und 5, mit dem
Arm i5 des Halters / verbunden. Das hintere Ende des Hebels O ist mit einer drehbaren
Klinke P versehen, welche um einen Bolzenjp, Fig.! 4, drehbar an dem Hebel befestigt ist und
einen Anschlag p2, Fig. 9, besitzt, welcher ihre Drehung nadh einer Richtung 'begrenzt. Zwischen
einem Ohr ρ3 der Klinke P und einem
Ohr ο1 des Hebels O ist eine Spiralfeder o2
ausgespannt, welche das Bestreben hat, sich auszudehnen. Der Hebel O trägt ferner eine
Gleitrolle r2, Fig. 5.
Der Fadenführer oder Nadelarm G ist nicht .auf der Welle F selbst, sondern an einem auf
dieser Welle befestigten .Arm i?, Fig. 5, mit-•telst
einer Schraube g befestigt, welche durch einen Schlitz gx des Armes R hindurchgeht,
so dafs der Fadenführer in Bezug auf die Welle F verstellt werden kann. An dem
Ann R ist eine nach unten vorstehende Naser1
angebracht, an deren .Aufsenfläche die Gleitrolle r2 des Hebels O anliegt. Die Nase r1
.hat .den Zweck, dem Garbenpresser und-dem Fallbnett eine allmälige Abwärtsbewegung gleichzeitig
-mit dem Fadenführer zu er.theilen.
Der Arm R ist ferner mit einer den schwingenden Hebel O beeinflussenden Gleitrolle r
verse'hen. An dem Gufsstück H ist ein Anschlag h1, Fig.'2-, -angebracht, an 'welchen das
■vordere Ende des Hebels 1O anliegt, wenn
^derselbe die in Fig. ;i gezeichnete Lage einnimmt.
In dieser Lage des Hebels O liegt der !Punkt,. an welchem er mit dem Lenker L1
verbunden ist, unterhalb der Verbindungslinie id.er Drehpunkte 0 und τ7. Es ist nun klar,
dafs jedes "Bestreben des Garbenpressers K ■und des Fallbrettes J, sich abwärts (in Fig. 1.
mach rechts) zu bewegen, zur Folge hat, dafs ■der !Hebel O fester gegen den Anschlag h1
geprefst wird, und es wird also durch den Hebel O und den Lenker L1 ein Verschlufs
gebildet, welcher verhindert, dafs der Garbenpresser und das Fallbrett zurückgedrückt werden
können. Durch die Lagerung der Fadenführerwelle, des Hebels O und der Welle h
in einem und demselben Gufsstück H ist erreicht , dafs diese Theile sich nicht aus ihrer
gegenseitigen Lage verrücken können.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Es sei angenommen, dafs die einzelnen Theile die in Fig. 1 gezeichnete Lage einnehmen, in
welcher der Garbenpresser K und das Fallbrett J durch das Sperrgelenk O L1 in aufrechter
Lage .festgehalten werden. Das Getreide wird von der "Vorschubvorrichtung gegen
den Garbenpresser K und unter den Tasterhebel befördert, bis sich genügend viel davon
angesammelt hat, um den Tasterhebel genügend hoch zu heben, so dafs derselbe
den Fadenführer G in Bewegung setzt. Letzterer preist die Garbe gegen den Garbenpresser
K, welcher entgegen der Wirkung der Feder M etwas nachgeben kann, um
sich einer ungewöhnlich grofsen Garbe anzupassen. Während der Aufwärtsbewegung des
Fadenführers stöfst die Gleitrolle r 'gegen die Klinke P des Hebels O und schiebt dieselbe
zur Seite, indem sie die Feder o2 zusammenprefst. Der Hebel O wird hierbei nicht :beeinflufst
und der Sperrverschlufs O L1 -nicht
gelöst. Nachdem die Garbe gebunden worden ist, bewegt sich der Fadenführer wieder ;abwärts,
die Rolle τ stöfst von Oben gegen die durch die Feder ό2 wieder in ihre Normallage
zurückgeführte Klinke P und drückt letztere ,mitsammt dem hinteren Ende des Hebels O
nach unten. Dadurch wird das .vordere Ende des letzteren gehoben, der Sperrverschlufs gelöst
und der Garbenpresser K und das FaIlbrett J senken sich. Hierbei verhindert die
Nase r1 des Fadenführers, an welcher die Gleitrolle r2 des Hebels O anliegt, ein zu
rasches Fallen des Garbenpressers und des Fallbrettes; dieselben senken sich vielmehr
gleich schnell wie der Fadenführer. Nachdem der Garbenpresser K und das Fallbrett J sich
vollständig gesenkt haben, wird die Garbe durch die Äuswerferhebel T, Fig. 3, aus dem
Apparat hinausbefördert. Nach dem Abschieben der Garbe bewegt sich der Fadenführer G
noch weiter abwärts, die ;Gleitrolle τ gleitet
nun -an dem vorderen Arm des Hebels O >entlang
und drückt denselben nach unten, ?bis ;er an dem .Anschlag hl anliegt. Dadurch sind
der Garbenpresser K und das Fällbrett J wieder gehoben, und sodann ist der Sperrverschlufs
zwischen O und L1 wieder hergestellt worden,
so dafs nun alles zur Aufnahme der nächsten Garbe bereit ist.
Claims (1)
- Es wird noch bemerkt, dafs der Garbenpresser und das Fallbrett nicht mit einem Bewegungstheil der Bindevorrichtung verbunden sind, sondern nur durch das Sperrgelenk, in ihrer aufrechten Lage festgehalten werden, so dafs die Maschine keine Kraft abzugeben braucht, um dieselbe entgegen der Druckwirkung des Fadenführers festzuhalten.Pateντ-Anspruch:An Mähmaschinen mit Garbenbindeapparat eine Einrichtung zum Bewegen des Garbenpressers und des Fallbrettes mittelst des Nadelarmes, dadurch gekennzeichnet, dafs der Nadelarm G:a) bei seinem Abwärtsgange durch einen mit ihm verbundenen Stift oder eine Rolle r erst auf den einen und dann auf den anderen Arm eines doppelarmigen Hebels O, dessen einer Arm mit dem Garbenpresser K und dem Fallbrett J durch einen Lenker L1 in Verbindung steht, so einwirkt, dafs der Garbenpresser K und das Fallbrett J zunächst gesenkt und dann wieder gehoben werden;b) bei seinem darauf folgenden Aufwärtsgange aber den Hebel O und die durch diesen und den Lenker L1 festgestellten Theile K und J nicht beeinfiufst, sondern nur mittelst der Rolle r eine an O federnd angebrachte Klinke P bei Seite drückt, welche, nachdem r von ihr abgeglitten ist, zurückfedert und beim nächsten Rückgange des Nadelarmes G einen Anschlag für r bildet bezw. das Mitnehmen des Hebels Ό sichert.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE52952T | 1889-07-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52952C true DE52952C (de) | 1890-08-04 |
Family
ID=34427844
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188952952D Expired DE52952C (de) | 1889-07-02 | 1889-07-02 | Neuerung an Mähmaschinen mit Garbenbindern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52952C (de) |
-
1889
- 1889-07-02 DE DE188952952D patent/DE52952C/de not_active Expired
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