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Doppelanzeigegerät für eine Lastverteilerstelle Es ist vorgeschlagen
worden, in einer Zentrale den Leistungsanteil, welchen das Werk an der Gesamtleistung
tragen soll, dadurch anzuzeigen, daß ein Meßgerät, «-elches die Gesamtbelastung
der zusammenarbeitenden Werke anzeigt, noch einen zweiten Zeiger besitzt, der bei
allen Gesamtbelastungen des Netzes die vorgeschriebene Belastung des Kraftwerkes
anzeigt. Der zweite Zeiger spielt dabei über austauschbare Skalen, damit den verschiedenen
verhältnismäßigen Lastanteilen, welche die Station zu verschiedenen Tageszeiten
planmäßig tragen soll, Rechnung getragen werden kann.
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Die Erfindung betrifft ein Doppelanzeigegerät, welches die Gesamtbelastung
des Netzes und den tatsächlichen Lastanteil des Werkes anzeigt. Dabei stehen erfindungsgemäß
die Meßbereiche der beiden Systeme in dem gleichen Größenverhältnis wie der vorgeschriebene
Anteilsatz des Werkes an der Gesamtbelastung zur Gesamtbelastung. @"enn dann das
Werk seinen vorgeschriebenen Anteil an der Gesamtbelastung trägt, stehen die beiden
Zeiger des Doppelanzeigegerätes gleich.
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Wenn der vorgeschriebene Anteilsatz des Werkes nicht stets der gleiche
ist, wird beispielsweise der Meßbereich desjenigen Systems, welches von der Leistung
des Werkes beeinflußt wird, entsprechend den Änderungen des vorgeschriebenen Anteilsatzes
geändert. Diese Änderungen können von Hand erfolgen, beispieilsweise auf Grund einer
telephonischen Anordnung von dem Hauptwerk aus. An Stelle der telephonischen Verständigung
kann auch eine Fernsteuerung treten. Planmäßige Änderungen des Meßbereiches können
auch durch Uhrwerk, gegebenenfalls durch Fernsteuerung ausgelöst werden.
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Zur Erläuterung der Erfindung dienen zwei Abbildungen, die zwei Ausführungsbeispiele
darstellen.
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In Abb. z ist von dem Doppelanzeigegerät die gemeinsame Skala mit
r, das die Gesamtbelastung des Netzes anzeigende Meßsystem mit a und das den Werksanteil
anzeigende Meßsystem mit 3 bezeichnet. Das die Gesamtbelastung anzeigende System
z besitzt einen Zeiger d.. Das Meßsystem wird mittels einer an sich bekannten Fernmeßeinrichtung,
z. B. nach dem Impulsfrequenzverfahren oder mittels Impulskombinationen entsprechend
der Summe der L eistungsabgab-n aller Werke an der Zentrale aus beeinflußt. Dies
ist durch ein Empfangsrelais 5 angedeutet, welches einen doppelpoligen Umschalter
6 zur Umladung eines Kondensators 7 steuert, wie dies beim Impulsfrequenzverfahren
üblich ist.
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Das den Werksanteil anzeigende Meßgerät 3 besitzt einen Zeiger B.
Die Zeiger .I und ä stehen einander gegenüber, wenn der Anteil des Werkes an der
Gesamtlast die vorgeschriebene
Höhe hat. Zur Messung der Energieabgabe
des Werkes ist in dem Ausführungsbeispiel ein Wattmeter g vorgesehen, welches ein
Zeigerinstrument mit zwei elastisch miteinander gekuppelten Zeigern io und i r ist.
Da es sich auch hierbei um das Anzeigen der Summe der Leistungen aller Generatoren
handelt, ist das Impulsfrequenzverfahren, das sich für die Summierung sehr gut eignet,
auch für die Einstellung des Geräts für den Werksanteil mit Vorteil anwendbar. Auch
die Impulskombinationsmethode ist anwendbar. Das Wattmeter g besitzt zwei Fallbügel
12 und 13, welche abwechselnd den Zeiger io oder den Zeiger i i auf einen Geberwiderstand
14 drücken. Entsprechend der Größe des eingeschalteten Geberwiderstandes 14 stellt
sich die Stärke des Stromes im Meßgerät 3 ein. Meßgerät 3 zeigt die Stärke dieses
Stromes durch den Ausschlag seines Zeigers 8 an. Außerdem ist ein Anzeigegerät 15
vorgesehen, welches die vom Wattmeter g festgestellte Energieabgabe unmittelbar
ablesbar anzeigt.
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Der Meßbereich des Meßgerätes 3 muß sich nun entsprechend den Änderungen
des vorgeschriebenen Anteilsatzes für das Werk ändern. Die Änderung des Meßbereiches
wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch die Änderung eines Nebenschlußwiderstandes
16 erreicht. Auf dem Nebenschlußwiderstand 16 schleift ein Kontakt 17, der mittels
einer Spindel 18 durch einen Motor ig verstellt werden kann. Während sich der Ausschlag
des Zeigers 8 bei einer Verstellung des Schleifkontaktes 17 ändert, trifft dies
für das Anzeigegerät 15 nicht zu. Dieses zeigt also stets die tatsächliche Belastung
des Werkes richtig an. Damit nun der Meßbereich des Systems 3 den Änderungen des
vorgeschriebenen Anteilsatzes selbsttätig folgt, ist eine Brückenschaltung 2o vorgesehen.
Mit dem Schleifkontakt i7 starr verbunden ist ein Schleifkontakt 2i, der auf einem
Brückenwiderstand 22 schleift und ebenfalls seine Stellung ändert, wenn Motor ig
in Bewegung ist. Auf dem Widerstand des anderen Brückenzweiges 23 schleift ein Kontakt
24, der auf einer Metallschiene 25 verstellbar ist. Von der leitenden Schiene 25
zum Schleifkontakt 2i ist eine Diagonalverbindung gezogen, welche ein polarisiertes
Relais 26 enthält. Solange die Schleifkontakte 21 und 24 entsprechend gleiche Stellungen
einnehmen, ist Relais 26 stromlos. Bei einer Verschiebung des Schleifköntaktes 24
dagegen wird der Anker 27 des polarisierten Relais 26 gegen einen seiner beiden
Gegenkontakte gelegt. Dadurch wird der Motor ig eingeschaltet und bewirkt in bekannter
Weise, daß Schleifkontakt 21 in die der Stellung des Schleifkontaktes 2.4 entsprechende
Lage gebracht wird.
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Jede Verstellung des Schleifkontaktes 21 ist aber mit einer Änderung
des Meßbereiches des Meßsystems 3 verbunden. Wenn infolgedessen Kontakt 24, wie
in der Einleitung beschrieben, von Hand oder durch eine Fernsteuerung oder durch
ein Uhrwerk entsprechend einem Fahrplan verschoben wird, so folgt der Meßbereich
des Meßsystems 3 diesen planmäßigen Bewegungen. Wenn währenddessen die Stellung
des Zeigers 4 die gleiche geblieben ist, so muß der Zeiger 8, der vorher den gleichen
Wert anzeigte wie der Zeiger 4., infolge der Verstellung des Schleifkontaktes 24
nunmehr einen anderen Wert anzeigen. Erst wenn infolge Nachregelung der Maschinen
des Werkes der Zeiger 8 wieder mit dem Zeiger ,4 in Deckung gebracht ist, -trägt
das Werk zu der Gesamtlast den vorgeschriebenen Anteil bei. Mit dem Träger der Schleifkontakte
17 und 21 läßt sich ein Zeiger 28 verbinden, der auf einer Skala den Anteilsatz
unmittelbar anzeigen kann, den das Werk trägt, wenn die Zeiger 4 und 8 auf dem gleichen
Skalenstrich stehen.
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Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß die beiden Meßsysteme 2 und
3 jeder einen besonderen Zeiger besitzen. Die Anordnung kann vielmehr auch so getroffen
werden, wie in Abb. 2 beispielsweise wiedergegeben ist.
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Dort dient als Anzeigegerät 3o ein Quotientengerät, dessen eine Spule
31 von einem Strom durchflossen wird, der der Gesamtbelastung des Netzes entspricht.
Die andere Spule 32 des Quotientengerätes wird von einem Strom- durchflossen, welcher
der Werksbelastung etspricht. Durch einen veränderlichen Nebenschluß 33 zur Spule
31 läßt sich erreichen, daß der Zeiger 34 des Quotientengerätes dann auf Null steht,
wenn das Werk den vorgeschriebenen Anteilsatz an der gesamten Belastung trägt. Die
Änderungen des Nebenschlusses 33 zur Spule 31 folgen wiederum den fahrplanmäßigen
Änderungen des Anteilsatzes des Werkes, oder sie erfolgen auf Grund besonderer Anweisungen
von der Hauptstelle aus.
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Sowohl bei der in der Abb. i als auch bei der in Abb.2 wiedergegebenen
Anordnung kann mit der Anzeige zugleich eine selbsttätige Regelung verbunden werden.
Zu dem Zweck kann beispielsweise der Zeiger 4 des Systems :2 in Abb. i an der Spitze
gegabelt und mit zwei Innenkontakten versehen sein, während der Zeiger 8 zwischen
diesen beiden Kontakten spielt und Regeleinrichtungen in Gang setzt, sofern er einen
von den beiden Gegenkontakten am Zeiger .4 berührt. Bei der Anordnung in Abb. 2
können rechts und links der Nullstellung des Zeigers Gegenkontakte
angeordnet
werden, die der Zeiger 34. schließt, ,venn er die Nullstellung verläßt.