-
Schaltungsanordnung zur Ferneinstellung zweier elektrischer Widerstandsmeßeinrichtungen
in Abhängigkeit von einem gemeinsamen Widerstandsgeber Es sind Schaltungsanordnungen
bekannt zur Einstellung von Kreuzspuleninstrumenten mit Hilfe eines gemeinsamen
Regelwiderstandes. Der gemeinsam mit einem Anschluß und einem Abgriff versehene
Regelwiderstand ist dabei parallel zu je einer Spule jedes Kreuzspuleninstrumentes
geschaltet und in Reihe mit je einem Zusatzwiderstand an die Betriebsstromquelle
angeschlossen.
-
Weiter sind auch Schaltungsanordnungen bekannt, bei welchen zwei getrennte
Regelwiderstände oder die beiden Teile eines einzigen Regelwiderstandes in die Stromkreise
der beiden Spulen eines einzigen Quotienteninessers eingeschaltet sind.
-
Diese bekannten Schaltungsanordnungen sind weder dazu bestimmt noch
dafür geeignet, um wahlweise eine oder zwei gleichartig oder beliebig anders ausgebildete
Widerstandsmeßeinrichtungen von einem gemeinsainen Geberwiderstand aus einzustellen,
also z. B. zum Anschluß zweier Kreuzspuleninstrumente oder eines Kreuzspuleninstruinentes
und einer Brückenschaltung. Um diese Aufgabe zu lösen, wird gemäß der Erfindung
das eine Ende des gemeinsamen Geberwiderstandes über die eine Meßeinrichtung mit
dem einen Pol und das andere Ende über eine gleichartige oder verschiedene zweite
Meßeinrichtung mit dem gleichen Pol der Betriebsstromquelle verbunden und ein a
n dem Geberwiderstand vorgesehener Abgriff unmittelbar an den anderen Pol der Stromquelle
und außerdem an beide Meßeinrichtungen angeschlossen. Bei der neuen Schaltungsanordnung
besteht dabei gegenüber den bekannten auch noch der Vorteil, daß man jede der Widerstandseinrichtungen
be-Liebig ein- und ausschalten kann, ohne die eingeschaltet bleibende irgendwie
zu beeinflussen. Außerdem wird auch noch der Vorteil erreicht, daß man gewünschtenfalls
eine der Widerstandsmeßeinrichtungen auch ohne jedwede Schwierigkeiten auf irgendeinen
anders ausgebildeten Widerstandsgeber, insbesondere auf einen gewöhnlichen Regelwiderstand,
umschalten kann, ohne dadurch das Arbeiten der Schaltungsanordnung zu beeinträchtigen.
Eine derartige Anordnung kann beispielsweise beim Anschluß von llehrfachregistriergeräten
vorteilhaft verwendet werden. Schließlich besteht auch noch der Vorteil, da.ß man
mit dem einen Teil 32s Geberwiderstandes bei der neuen Schaltungsanordnung einen
Einzelwert messen, registrieren oder zählen kann und mit der anderen Seite Summenschaltungen
auf anderen gleichartig ausgeführten Meßanordnungen ausführen-kann.
-
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der neuen Einrichtung
dargestellt. In Abb. i werden durch einen nach Art eines Potentiometers geschalteten
Geber a zwei Kreuzspuleninstruinente b und c ferneingestellt.
Das
eine Ende des Geberwiderstandes d ist mittels einer Leitung e mit
der einen Spule b1 des Kreuzspuleninstrumentes b verbunden, während das andere Ende
des Geberwiderstandes d über eine Leitung f mit der Spule cl des Kreuzspuleninstrumentes
c in Verbindung steht. Der Abgriff g des Geberwiderstandes ist einerseits mit dem
einen Pol einer Batterie lt und anderseits mittels der Leitungen i und k mit dem
einen Ende der Spulen b2 und c2 der beiden Kreuzspuleninstrumente b und c verbunden.
Beide Spulen jedes Kreuzspuleninstrumentes stehen mittels einer Leitung
L bzw. in mit dem anderen Pol der Batterie lt in Verbindung. Die Widerstände
iz und o, welche für jedes der beiden Kreuzspuleninstrumente vorgesehen sind, dienen
zur Eichung. Wird der Abgriff ä des Gebers a aus seiner Nullstellung verstellt,
so wird die Größe dieser Verstellung durch die beiden Kreuzspuleninstrumente b und
c angezeigt, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß beide Kreuzspuleninstrumente
nach der gleichen Richtung hin ausschlagen. Gewünschtenfalls kann natürlich auch
das eine oder beide Kreuzspul;.ninstrumente als Registriergerät ausgebildet sein.
-
Um der häufig gestellten Forderung, daß eines der Instrumente mit
einem oder mehreren anderen Widerstandsgebern verbindbar sein soll, zu genügen,
ist in den Zuleitungen k und fein Umschalter p angedeutet, mit welchem das Kreuzspuleninstrument
c gewünschtenfalls mit einem zweiten Widerstandsgeber q, der gegebenenfalls auch
nach Art eines Potentiometers ausgeführt sein kann, verbunden werden kann.
-
Bei der Anordnung nach Abb.2 ist ein Kreuzspuleninstrument b in entsprechender
Weise mit einem Geberwiderstand d verbunden, wie dies oben mit Bezug auf Abb. i
beschrieben ist. Für das Kreuzspuleninstrument ist lediglich noch zum Unterschied
von Abb. i ein zusätzlicher Widerstand r vorgesehen, der eine Dämpfung der beweglichen
Kreuzspulen bewirkt. Ein derartiger Widerstand kann natürlich auch bei den Kreuzspuleninstrumenten
derAbb. i vorgesehen sein. Zum Unterschied von Abb. i ist an Stelle des zweiten
Kreuzspuleninstrumentes in Abb.2 eine Wheatstonesche Brückenschaltung s als zweites
Meßgerät dargestellt. Der Abgriff g des Gebers a und das eine Ende des Geberwiderstandes
d sind mittels der Zuleitungen t und iz in die Brückenschaltung s eingeschaltet,
wobei der Regelkontakt g wiederum mit dem einen Pol der Batterie la verbunden ist.
In die Verbindungsleitung v zwischen dem anderen Pol der Batterie lt und
der Brückenschaltung s ist ein Regelwiderstand w für die an der Brücke liegende
Spannung eingefügt. Die Ausbildung und Anordnung des Umschalters p' und des zweiten
Widerstandsgebers q' entspricht im wesentlichen derjenigen der mit p und q bezeichneten
Teile der Abb. i.
-
Auch bei der Einrichtung nach Abb.2 können die beiden Einrichtungen
b und s so geschaltet sein, daß ihre Ausschläge in der gleichen Richtung erfolgen.
Als Geberwiderstand kann man gewünschtenfalls ein sogenanntes Ringrohr mit drei
Anschlüssen verwenden. Bei diesem ist innerhalb eines geschlossenen Hohlringes aus
Isoliermaterial ein Widerstandsdraht und eine größere Menge Quecksilber angeordnet,
wobei zwei Zuleitungen zu den Enden des Widerstandes und die dritte Zuleitung zum
Quecksilber führen, so daß offene Kontaktstellen, die leicht zur Bildung von übergangswiderständen
neigen, vermieden sind. Ein derartiges Quecksilberringrohr kann gewünschtenfalls
unmittelbar auf der Achse eines be-
liebigen Meßinstrumentes angeordnet sein,
so daß in diesem Falle die Einstellung der beiden an das Ringrohr angeschlossenen
Meßgeräte vollkommen selbsttätig inAbhängigkeit von dem den Widerstand einstellenden
Gebermeßgerät erfolgt.
-
Die neue Einrichtung hat in der gezeichneten Ausführung insbesondere
den Vorteil, daß Widerstandsänderungen in den Zuleitungen zu den einzelnen Instrumenten,
zu der Batterie oder zu dem Geber, wie sie besonders durch Änderungen der Temperatur
eintreten können, keinen merkbaren Einfluß auf die Messungen ausüben, da die Widerstandsänderungen
gleichmäßig in die Meß-und Vergleichsstromkreise eingehen. Im Falle der Anwendung
einer Brückenschaltung kann man diese durch passende Bemessung der Zuleitungen ebenfalls
so ausbilden, daß die durch Temperaturschwankungen bedingten Widerstandsänderungen
der Zuleitungen keinen Einfluß auf das Meßergebnis haben. Gewünschtenfalls kann
man auch eine Brükkenschaltung mit Kreuzspuleninstrument verwenden, wobei die eine
Spule des Kreazspuleninstrumentes an den Diagonalzweig der Brücke und die andere
Spule an die Betriebsspannung der Brücke anzuschließen ist.