DE528583C - Verfahren zur Herstellung von in Mineraloelen und fetten OElen Ioeslichen Metallsalzen von Sulfonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in Mineraloelen und fetten OElen Ioeslichen Metallsalzen von Sulfonsaeuren

Info

Publication number
DE528583C
DE528583C DEN31154D DEN0031154D DE528583C DE 528583 C DE528583 C DE 528583C DE N31154 D DEN31154 D DE N31154D DE N0031154 D DEN0031154 D DE N0031154D DE 528583 C DE528583 C DE 528583C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal salts
soluble
oil
sulfonic acids
oils
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN31154D
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Leonard Langedijk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Application granted granted Critical
Publication of DE528583C publication Critical patent/DE528583C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/62Sulfonated fats, oils or waxes of undetermined constitution

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von in 1Kineralölen und fetten Ölen löslichen 1Vletallsalzen von Sulfonsäuren Gewisse in Mineralölen und in fetten Ölen lösliche Stoffe sind bekanntlich besonders wertvoll, weil sie beispielsweise als Sikkative in der Farbenindustrie und in Mischung mit Anstrichfarben u. dgl. zur Verhinderung des Wachstums von in Wasser lebenden Organismen an Schiffsböden, Fischnetzen, Garnen, Takelagen u. dgl. verwendet werden können. Zur Schädlingsbekämpfung, insbesondere zur Vernichtung von Insekten, werden Lösungen gewisser Schädlingsbekämpfungsmittel in Petroleum u. dgl. verwendet, so daß auch hierfür Nachfrage nach bestimmten, in Mineralöl löslichen Erzeugnissen vorhanden ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man eine Reihe derartiger in Mineralölen und fetten Ölen leicht löslicher, zur Verwendung als Sikkative, zur Schädlingsbekämpfung, zur Verhinderung des Wachstums von in Wasser lebenden Organismen an Schiffsböden u. dgl. geeigneter Verbindungen erhält, wenn man die bei der Sulfonierung von vorher von den in flüssigem Schwefeldioxyd löslichen Bestandteilen befreiten Mineralölen entstehenden, im Öl löslichen Sulfonsäuren in Metallsalze, mit Ausnahme der Alkali- oder Erdalkalisalze, insbesondere in Schwermetallsalze umwandelt. Das erfolgt besonders vorteilhaft durch Umsetzen von Lösungen der Alkalisalze der in Frage kommenden Sulfonsäuren mit den entsprechenden Metallsalzlösungen. Beispiel Aus dem Mineralöl oder Mineralölerzeugnis oder aus der Mineralölfabrikation werden zunächst die in flüssiger schwefliger Säure löslichen Teile entfernt, indem man die Rohstoffe zunächst mit flüssiger schwefliger Säure, Furfurol oder ähnlichen Verbindungen behandelt, die ein gleiches oder ähnliches Lösungsvermögen für gewisse aromatische und ungesättigte Kohlenwasserstoffe, wie flüssige schweflige Säure besitzen. Der dabei verbleibende Mineralölrückstand wird mit einem Sulfonierungsmittel, beispielsweise Schwefelsäure oder Oleum, behandelt, wodurch zwei Schichten, nämlich eine Säureschicht und eine Ölschicht, gebildet werden. Beide Schichten enthalten Sulfonsäuren; gemäß der Erfindung werden jedoch nur diejenigen Sulfonsäuren weiterverarbeitet, die in der Ölschicht vorhanden sind.
  • Zu diesem Zweck kann das Öl, das die gewünschten Sulfonsäuren nach der Schwefelsäureraffinierung in Lösung enthält, einmal oder mehrere Male mit alkoholischer Alkalilauge behandelt werden, wodurch Klie Sulfonsäuren als Alkalimetallseifen, ausgefällt werden, aus deüen die freien Sülfonsäuren durch Zusatz von Säure gewonnen werden können. Um diese Sulfonsäuren in die entsprechenden Metallsalze umzuwandeln, empfiehlt sich der Zusatz von Wasser zu ihnen und die darauffolgende sorgfältige Neutralisierung mit Natronlauge, wodurch man eine Lösung von Natriumseifen erhält. Dieser Lösung wird dann eine Lösung des entsprechenden Metallsalzes zugesetzt; dabei fallen die Metallseifen als pastenartige Masse aus. Die wäßrige Flüssigkeit kann leicht durch Dekantieren abgetrennt werden. Die Seifen können in Benzol, Leuchtpetroleum, Benzin u. dgl. leicht gelöst werden und aus ihren Lösungen hinterher durch Verdampfung des Lösungsmittels in reiner Form abgeschieden werden. Alkohol eignet sich nicht als Lösungsmittel für diese Metallseifen, da er ein schlechtes Losungsmittel für die Seifen ist.
  • Aus den Sulfonsäuren kann man verschiedene Metallsalze in der oben beschriebenen Art und Weise mit Lösungen von Ferrichlorid, Bleiacetat, Kobaltnitrat, Chromalaun, Vanadiumchlorid, Nickelnitrat, Manganosulfat, Kupfersulfat u. dgl. herstellen.
  • Bei der Behandlung des Öls mit der alkoliolischen Lauge wird häufig mit der Seife eine gewisse Menge Öl entfernt, das während der Ausfällung der Sulfonsäuren selbst und der Herstellung der Metallsalze anwesend ist. Wenn es erwünscht ist, die Sulfonsäuresalze ölfrei herzustellen, was nicht immer erforderlich ist, kann man die einzelnen Bestandteile, beispielsweise durch Waschen mit einer Flüssigkeit, die das Öl. löst, die Seifen aber nicht, trennen; man erhält dann Seifen der Sulfonsäuren in reiner Form.
  • Versuche haben gezeigt, daß nach der Erfindung hergestellte Metallseifen vorzügliche Sikkative in der Farbenindustrie sind. Sie sind leicht in Leinöl löslich. Für Farben, an die bezüglich ihrer Farbkraft hohe Ansprüche gestellt werden, sind die Manganosalze der Sulfonsäuren besonders geeignet, da sie die Farbe des Leinöls nicht oder nur ganz wenig beeinflussen. Bei dunklen Farben empfiehlt sich die Verwendung von Kupfersalzen der Sulfonsäuren, da diese das Leinöl stark färben.
  • Die Kupferverbindungen der Sulfonsäuren können als Bestandteile von Farben u. dgl., die für Anstriche unter Wasser verwendet werden sollen, mit Vorteil angewendet werden, da sie das Wachstum von Organismen verhindern. Es gibt natürlich weitere Anwendungsgebiete für die nach der Erfindung hergestellten Salze, die im allgemeinen überall dort Anwendung finden können, wo man bisher Metallsalze der Fettsäuren verwendet hat.
  • Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung von Mineralöl als Ausgangsprodukt beschränkt, es können auch gleiche Salze von Sulfonsäuren aus anderen Ausgangsprodukten, beispielsweise den bei der Hydrierung von Braunkohle u. dgl. erhaltenen Ölen hergestellt werden.
  • Es ist an sich bekannt, die beim Raffinieren von 'Mineralölen mit Schwefelsäure entstehenden öllöslichen Sulfonsäuren durch Extraktion der raffinierten Mineralöle mit alkoholischer Anzahlauge zu gewinnen. Es ist ferner nicht neu, in Wasser leicht lösliche Alkalimetallsalze von Sulfonsäuren durch Zusatz von Schwermetallsalzlösungen in schwerlösliche Schwermetallsalze umzuwandeln. Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung dadurch, daß nicht alle öllöslichen Sulfonsäuren, die bei der Sulfonierung von Mineralölen entstehen, in Schwermetallsalze umgewandelt werden, sondern nur die öllöslichen Sulfonsäuren, die man durch Sulfonierung von Mineralölen erhält, denen vorher die in flüssiger schwefliger Säure löslichen Bestandteile entzogen wurden. Nur diese öllöslichen Sulfonsäuren sind es, die die hochwertigen Schwermetallsalze mit den oben beschriebenen Vorzügen und wertvollen Eigenschaften besitzen.

Claims (1)

  1. hATENTANSPIR,ÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von in Mineralölen und fetten Ölen löslichen Metallsalzen von Sulfonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß, man Mineralölen u. dgl. die in flüssiger schwefliger Säure löslichen Bestandteile entzieht, den Rückstand mit einem Sulfonierungsmittel, beispielsweise Schwefelsäure, behandelt und die im Öl gelöst bleibenden Sulfonsäuren in Metallsalze, mit Ausnahme der Alkali-und Erdalkalisalze, insbesondere in Schwermetallsalze umwandelt. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß wäßrige Lösungen von Alkalisalzen der isolierten, öllöslichen Sulfonsäuren mit Lösungen der entsprechenden Metallsalze umgesetzt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallsalze der öllöslichen Sulfonsäuren durch Lösen in geeigneten organischen Lösungsmitteln, beispielsweise Mineralöldestillaten, und Verdampfung des Lösungsmittels gereinigt werden.
DEN31154D 1928-11-20 1929-11-13 Verfahren zur Herstellung von in Mineraloelen und fetten OElen Ioeslichen Metallsalzen von Sulfonsaeuren Expired DE528583C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL528583X 1928-11-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE528583C true DE528583C (de) 1931-07-06

Family

ID=19787104

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN31154D Expired DE528583C (de) 1928-11-20 1929-11-13 Verfahren zur Herstellung von in Mineraloelen und fetten OElen Ioeslichen Metallsalzen von Sulfonsaeuren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE528583C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE528583C (de) Verfahren zur Herstellung von in Mineraloelen und fetten OElen Ioeslichen Metallsalzen von Sulfonsaeuren
AT151008B (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten aus Mineralölen, Teerölen oder ihren bei gewöhnlicher Temperatur flüssigen Destillaten bzw. Fraktionen.
DE403134C (de) Verfahren zur Reinigung von Roherdoelen
DE325712C (de) Verfahren zur Abscheidung von Thionaphthen aus Steinkohlenteer
DE728182C (de) Verfahren zur Herstellung von Trockenstoffen
DE725487C (de) Verfahren zur Aufarbeitung der Dialysenablaugen von Sulfonsaeuren schwefelhaltiger Mineral- oder Teeroele oder deren Ammoniumsalzen
DE694481C (de) Verfahren zur Herstellung klar bleibender neutralisierter Sulfonierungsprodukte
DE594555C (de) Verfahren zur Raffination von Erdoel u. dgl.
DE360274C (de) Verfahren zur Raffination von Mineraloelen
DE456353C (de) Verfahren zur Gewinnung sulfoaromatischer Fettsaeuren
DE406345C (de) Verfahren zur Herstellung von Seifen aus Naphthensaeuren
DE595987C (de) Verfahren zur Gewinnung von Produkten mit besonders hohem Emulgierungsvermoegen aus den alkalischen Raffinationsabfaellen der Mineraloele
DE971003C (de) Verfahren zur Herstellung emulgierbarer OEle und Fette
AT87999B (de) Verfahren zur Trennung von Emulsionen, insbesondere solcher, die beim Waschen sulfurierter Mineralöle entstehen.
DE505930C (de) Verfahren zum Nutzbarmachen von Rueckstaenden der OElraffination
DE616029C (de) Verfahren zur Herstellung von Seifen mit einem hohen Gehalt an Pineoel
DE714489C (de) Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Herstellung und Gewinnung von Fettsaeuren durch Oxydation von Kohlenwasserstoffen
DE522864C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Emulgierungs- und Hydrolysierungsmitteln
AT92473B (de) Verfahren zur Herstellung eines gebrauchsfertigen, kombinierten Chromextraktes.
AT154886B (de) Verfahren zur Herstellung beständiger, wässeriger Emulsionen.
DE445645C (de) Verfahren zur Gewinnung von Sulfosaeuren
DE604641C (de) Verfahren zur Gewinnung von Sulfonaten aus Saeureteeren
DE614702C (de) Verfahren zur Absonderung von Fettschwefelsaeureestern aus Sulfonierungsgemischen
AT86770B (de) Verfahren zur Gewinnung von sulfosauren und alkylschwefelsauren Salzen aus Säureharzen.
DE392090C (de) Verfahren zur Gewinnung von harzartigen Polymerisationsprodukten aus Rohbenzolen