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Eisenbahnsitz, der in ein oberes und unteres Bett verwandelt werden
kann Gegenstand der Erfindung ist ein Eisenbahnsitz, der in ein oberes und unteres
Bett verwandelt werden kann und zu diesem Zweck mit einer in eine horizontale Lage
schwenkbaren, als oberes Bett ,benutzbaren Rückenlehne versehen ist. Bei den bekannten
Eisenbahnsitzen dieser Art ist nun die Rückenlehne stets im Wege, wenn lediglich
der Sitzteil des Sitzes als unteres Bett benutzt werden soll. Man kann zwar die
Rückenlehne waagerecht nach aufwärts schwenken in diejenige Lage, die sie als oberes
Bett einnimmt, in dieser Lage ist sie jedoch unnötigerweise der .das untere Bett
benutzenden Person im Wege und trägt keineswegs dazu bei, das Aussehen des Eisenbahnabteils
zu verschönern, um namentlich bei langen Reisen den Aufenthalt darin gemütlich zu
machen.
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Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil in sehr einfacher und billiger
Weise beseitigt, indem das Kissen der Rückenlehne verschiebbar in einem Rahmen angeordnet
wird, der an seinen beiden oberen Enden nach auswärts ragende Drehzapfen hat, die
in Stützen drehbar und verschiebbar ,gelagert sind, so daß bei Nichtbenutzung der
Rückenlehne als oberes Bett diese ganz nach aufwärts, mit ihrer Kissenseite gegen
die Wand anliegend, aus (lern Bereich des unteren Bettes herausgeschwenkt werden
kann. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i den Eisenbahnsitz in seitlicher Ansicht, teilweise
im Schnitt, Abb. a die Einrichtung in der Lage, in welcher sie in einem Schlafraum
zweiter Klasse ein unteres und ein oberes Bett bildet, Abb. 3 im größeren Maßstabe
einen Längsschnitt durch das obere Bett und Abb. d. eine Ansicht einer Ausführungsform
der Stützen, welche dazu dienen, das obere Bett ausschwenkbar zu unterstützen. Die
Verbindung ist in Verbindung mit einem Eisenbahnwagen gezeigt, der eine quer verlaufende
Zwischenwand 5 hat, entlang welcher sich ein Sitz ,6 erstreckt. Der Sitz 6 besteht
aus einem Rahmen 7, welcher in die in gestrichelten Linien in Abb. i .dargestellte
Lage geschwungen werden kann, so daß man Zutritt zu einem darunterliegenden Raum
8 erhält, in welchem das Bettzeug o. .dgl. :aufbewahrt wird. Ein Stützgelenk 9 dient
dazu, um den nach aufwärtsgeschwungenen Sitz 6 in der Hochstellung festzuhalten.
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An der Zwischenwand 5 ,ist oberhalb des Sitzes 6 ein schwenkbarer
Rahmen io angeordnet, welcher mit Polsterkissen i i versehen
ist.
Dieser Rahmen io mit dem Kissen i i dient gewöhnlich als Rückenlehne für den Sitz
6 und kann als oberes Bett benutzt wer-@den, wenn ex gemäß der Abb. 2 in eine horizontale
Lage geschwungen und in dieser unterstützt wird. Wenn lediglich das untere Bett
6 benutzt werden soll, dann wird der Rahmen io ganz nach aufwärts geschwenkt, wie
in Abb. i und 3 in gestrichelten Linien dargestellt ist. In dieser Lage ist der
Rahmen io mit dem Kissen ii vollständig aas dem Weg des unteren Bettes herausgeschwenkt.
Um die Rückenlehne io in der oberen senkrechten Lage festzuhalten, kann irgendwelche
nicht besonders dargestellte Haltevorrichtung angeordnet werden.
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Der Rahmen io ist mit Stützen 12 versehen, welche an den oberen Ecken
des Rahmens io befestigt sind. jede Stütze 12 ist mit einem nach auswärts ragenden
Zapfen 13 versehen, welcher gleitbar in eine Tasche 14 hineinragt, die sich in .der
nächstliegenden Fläche einer Stütze 15 befindet, die an der Zwischenwand 15 befestigt
ist. Diese Tasche 14 in jedem Stützglied 15 ist, wie dargestellt, mit einer gekrümmten
Außenwand versehen, damit der Rahmen io nach abwärts hängen kann und dabei gegen
einen Anschlag 17 o. dgl. anliegt. In dieser Lage bildet der Rahmen i o eine Rückenlehne
für ,den Sitz 6. Wenn der Rahmen in die in Abb. 2 dargestellte horizontale Lage
geschwenkt ist und von Stützstangen 18 getragen wird, welche mit Stützen ig versehen
werden, die sich an den äußeren Ecken des Rahmens befinden und an Haken 2o oder
Stützen 211 hängen, :die an den Endwänden des Wagenabteiles befestigt sind, dann
dient ,die Rückenlehne io als oberes Bett.
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Damit man die Einrichtung leicht zusammensetzen kann, ist jede Stütze
15 mit einem Schlitz 25 versehen, welcher sich nach einwärts bis in die Tasche 14
hinein erstreckt, und zwar von der Vorderfläche der Stütze 15 aus, so daß man die
Zapfen 13 durch diesen Schlitz 15 in die Tasche 14 einführen kann. Das offene Ende
-des Schlitzes 15 kann durch einen Pfropfen verschlossen werden.
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Wenn der Rahmen io nach abwärts hängt, dann kann man den unteren Teil
des Kissens i i aus dem Rahmen herauskippen, um eine schräge Rückenlehne zu bilden.
Das Polsterkissen besteht aus zwei Kissen, die bei 22 gelenkig miteinarider verbunden
sind. Die Kissen verschieben sich beim Heraussohwenken aus dem Rahmen io nach abwärts
in die in Abb. i dargestellte Lage, und der untere Teil des Kissens bildet die schräge
Rückenlehne. Die obere Längskante des oberen Kissenteils i i ist durch ein elastisches
Band 23 o. dgl. mit der oberen waagerechten Kante des Rahmens io verbunden, so .daß
durch dieses Band derjenige Raum abgedeckt wird, welcher bei - der Abwärtsverschiebung
der Kissen i i zwischen ihrem oberen Ende und dem oberen Ende des Rahmens io entsteht.