DE70232C - Bewegliche und in Schlaf lager umwandelbare Sitze für Eisenbahnwagen - Google Patents
Bewegliche und in Schlaf lager umwandelbare Sitze für EisenbahnwagenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D31/00—Sleeping accommodation
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Seats For Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT;
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die Erfindung betrifft bewegliche Sitze für Eisenbahnwagen, die zum Gebrauch bei Tage
in verschiedene Stellungen gebracht und zum Gebrauch bei Nacht in Verbindung mit den
gegenüberliegenden Sitzen in Schlaflager verwandelt werden können, Neu ist besonders
die Anordnung und Beschaffenheit derjenigen Theile, aus denen die beiden über einander
liegenden Schlaflager gebildet werden.
Auf den Zeichnungen ist Fig. 1 eine Seitenansicht des Sitzes, Fig. 2 eine ähnliche Seitenansicht,
zwei gegenüberstehende Sitze in Schlaflager umgewandelt, Fig. 3 eine Unteransicht
des oberen Lagers, Fig. 4 ein Schaubild eines zwecks Herstellung der Schlaflager aufgeklappten
Sitzes, die Matratze des unteren Lagers weggelassen, Fig. 5 ein Theil des Schaubildes
der Angel und Hebevorrichtung für den Rücken des Sitzes, Fig. 6 ein Theil des Schaubildes
der Klemmvorrichtung für den Tragzapfen des Sitzes, Fig. 7 ein senkrechter
Längsschnitt durch die Mitte des Sitzes, Fig. 8 ein waagrechter Schnitt nach Linie x-x der
Fig. 2, das untere fertige Lager zeigend, Fig. 9 ein Theil des Schaubildes, die Befestigung der
Gummituchdecke auf dem unteren Lager, und Fig. 10 ein eben solches, die Befestigung der
Gummituchdecke auf dem oberen Lager zeigend.
Das auf Rollen 4 ruhende Gestell 1 des Sitzes ist in gewöhnlicher Weise mit einer
Rücklehne 2 und mit seitlichen Armen 3 versehen. Diesem Sitz ist jedoch nur eine beschränkte
Bewegung im Wagen gestattet. Zu diesem Zweck ist ein Bolzen 5 angeordnet (Fig. 7), der durch einen Schlitz 6 des Wagenbodens
sowie durch den Boden des Sitzgestelles ι hindurchgeht und an seinem oberen
Ende von einer Mutter 7 festgehalten wird. Unter dieser Mutter 7 befindet sich eine
Gummiunterlegscheibe 8, die beim Drehen auf der· an einem Ende drehbar mit dem Sitzgestell
verbundenen Platte 9 aufliegt.
Die unter der Platte 9 hindurchgehende, zu beiden Seiten derselben gelagerte Achse ι ο
trägt einen Daumen 11,. der beim Drehen der
Achse gegen die Unterseite der Platte 10 drückt. An dem einen Ende ist die Achse 10
mit einem . Vierkant zum Aufsetzen eines Schlüssels zwecks Drehung der Achse versehen.
Beim Drehen der Achse drückt der Daumen 11 gegen die Platte 9 und diese
preist infolge dessen die Gummiunterlegscheibe 8 fest gegen die Mutter 7, so dafs der Sitz in
seiner Lage festgeklemmt wird.
In dieser festgeklemmten Lage kann man den Sitz nur um seinen Zapfen drehen, während
eine Längsverschiebnng im Schlitz 6 nicht möglich ist. Man kann nun ganz nach Wunsch den Sitz nach jeder Richtung, nach
dem Fenster, dem Durchgang oder einem anderen Sitz zu drehen; dreht man den Daumen
ι ι wieder nieder, so wird die Unterlegscheibe
gelockert und man kann den Sitz nun sowohl im Schlitz 6 hin- und herschieben,
als auch um seinen Zapfen drehen. Auf diese Weise ist es möglich, den Sitz in jede gewünschte
Stellung zu bringen. Um das Klappern des Bolzens und der anderen Verbindungstheile
zu verhindern, ist es vortheilhaft, den Sitz, wie oben gezeigt, in jeder Lage
festklemmen zu können.
Die Rücklehne 12 des Sitzes ist mit einer
Polsterung 13 versehen, die nicht ganz bis an das untere Ende der Lehne heranreicht, sondern
dort einen freien Raum läfst. Wie Fig. 7 zeigt, reicht beim Gebrauch des Sitzes als
solchen die Lehne mit diesem ungepolsterten Stück in das Innere des Gestelles hinein. An
der Rücklehne ist die mit einer Oese versehene Platte 15 angebracht (Fig. 4), die durch
einen Stift mit der in Nuthen 17 an der Innenseite des Gestellrückens geführten Stange 16
drehbar verbunden ist.
Die Bügel 18 vervollständigen und sichern die Führung der Stange 16. Auf diese Weise
ist die Rücklehne des Sitzes mit dem Rücken des Gestelles gelenkig und lösbar verbunden,
so dafs beim Reinigen der Sitze die Rücklehne abgenommen werden kann.
An der inneren Seite sind die Stangen 16 mit Zahnstangen 19 ausgerüstet, die mit den
auf der Welle 21 aufgekeilten Getrieben 20 in Eingriff stehen. Die Welle 21 ist in dem
Gestellrücken gelagert und trägt an ihrem aus demselben hervorragenden Ende ein Vierkant 22,
auf welches zwecks Drehung der Welle eine Kurbel aufgesetzt wird. Durch diese Drehung
der Welle wird die Stange 16 gehoben und gesenkt und gleichzeitig auch das mit dieser
drehbar verbundene Ende der Sitzlehne, um diese beim Gebrauch als oberes Schlaflager
einstellen zu können, wie Fig. 4 zeigt.
Auf dem Gestell 1 ruht ein Polster 23 in gewöhnlicher Weise.
In dem Sitzgestell ist die zusammenklappbare Matratze 24 herausnehmbar untergebracht, deren
eines Ende 25 sich in senkrechter Lage parallel zur Vorderseite des Gestelles befindet, wie
aus Fig. 7 ersehbar.
Die Vorderseite des Gestelles kann herausnehmbar oder drehbar angeordnet sein, auch
kann sie, wie Fig. 4 zeigt, zweckmäfsig aus zwei Theilen 44 bestehen, die mit Bändern 26
drehbar mit dem Gestell verbunden sind.
Sollen die Sitze in Schlaflager umgewandelt werden, so werden zwei gegenüberliegende
Sitze einander zugekehrt und in dieser Lage festgeklemmt (Fig. 2 und 4). Hierauf werden
die Polster 23 entfernt und die Sitzlehnen 12 so weit nach oben gedreht, bis sie mit dem
Boden des Wagens parallel stehen. In dieser Stellung werden sie durch gelenkige Stangen 27,
die zweckmäfsig an der Aufsenkante der Sitze angebracht sind, gehalten; die inneren Kanten
werden durch drehbare Riegel 28, die sich an der Unterseite der Sitzlehnen befinden, gehalten.
Diese Riegel greifen, wenn sie um 90° gegen ihre Ruhelage verdreht werden, mit
Haken 29 in Bügel 30 ein, die an der Innenseite des Wagens angebracht sind (Fig. 3). Auf
diese Weise werden die inneren Kanten der Lehnen nicht nur unterstützt, sondern die
Lehnen werden auch an der seitlichen Bewegung gehindert.
Nun wird eines der Polster 23, wie Fig. 2 zeigt, auf die freien Enden 14 der Sitzlehnen 12
aufgelegt, so dafs die beiden Lehnenpolster 13 in Verbindung mit diesem eingeschobenen
Polster 23 eine vollständige Matratze für das obere Lager bilden. An diesem oberen Lager
befindet sich ein Geländer 31, das mit seinen
nach unten gerichteten Armen 32 in Oesen 33
eingreift, wie Fig. 2 zeigt.
Sodann werden die aus den Theilen 44 bestehenden Vorderseiten des Sitzgestelles so weit
aufgeklappt, dafs sie parallel zu einander gerichtet sind, worauf die zusammenstofsenden
Endender einander gegenüberliegenden Theile 44 durch Bügel 34, die mit Stiften 35 in Löcher 36
von 44 eingreifen, mit einander verbunden werden. Die beiden gegenüberliegenden Sitze
bilden nunmehr ein einziges Gestell, in dem sich die Schlaflager befinden. Jetzt wird der
Theil 25 der Matratze 26 niedergeklappt und vorher im Sitzgestell verborgene Keilstücke 45
(s. Fig. 7) werden im Innern des Gestelles zu beiden Seiten aufgestellt, während mit einander
verzapfte Balken 46 kreuzweise auf dem Boden entlang gelegt werden.
Hierauf werden die Matratzen 26 auf die Keilstücke 45 und die Balken 46 gelegt. Der
zwischen· ihnen befindliche Raum wird durch das noch übrige Sitzpolster 23 ausgefüllt, so
dafs diese drei Theile eine vollständige Matratze für das untere Lager bilden. Hierbei
kann man den auf den Keilstücken 45 ruhenden Theilen der Matratzen durch Verschieben dieser
Keilstücke eine gröfsere oder geringere Neigung geben, je nachdem der das Lager Benutzende
seinen Kopf hoch oder tief legen will. Nunmehr werden beide Matratzen mit gewöhnlichen
Bettdecken' belegt, über die noch eine Gummituchdecke 37 gelegt wird. Die Gummidecke
für das untere Lager greift mit Augen 38 in Haken 39 ein und bildet so eine glatte und
reine Unterlage für die ganze Matratze. Das die obere Matratze bedeckende Gummituch hat
Augen 41, worin die Haken 42 eingreifen.
Die einzelnen Schlaflager können auf irgend eine Weise von einander abgesondert werden,
beispielsweise durch Vorhänge 43. Diese Vorhänge bestehen zweckmäfsig aus Tuch, das an
Metallstäben verschiebbar aufgehängt ist und seitlich befestigt wird, so dafs sich jedes Lager
in einem abgeschlossenen Raum befindet (Fig. 2).
Claims (1)
- Patεντ-AnSpruche:Bewegliche und in Schlaflager umwandelbare Sitze für Eisenbahnwagen, dadurch gekennzeichnet, dafs dieselben im Wagenboden drehbar und verschiebbar sind und in verschiedenen Stellungen festgestellt werden können, wobei je ein Paar einander gegenüberliegender Sitze in der Weise zur Bildung von oberen Schlaflagern mit einander verbunden werden, dafs die mit dem oberen Theil (2) des Sitzgestelles (1) drehbar und senkrecht verschiebbar verbundenen Rücklehnen (12) in1 waagrechte Lage gebracht und in dieser gehalten werden, während zur Vervollständigung des Lagers ein Sitzpolster (13) auf die zusammenstofsenden freien Enden der Bahnen (12).gelegt wird. Bei den unter 1. gekennzeichneten Sitzen die Anordnung der drehbaren Vorderseiten (44) des Sitzgestelles (1), die aufgeklappt, in parallele Stellung mit einander gebracht und mit den in gleicher Weise eingerichteten Vorderseiten (44) des gegenüberliegenden Sitzes verbunden werden, worauf in den hierdurch abgegrenzten Raum zur Bildung eines unteren Schlaflagers im Innern des Sitzgestelles (1) untergebrachte Matratzen (24) mit dem noch übrigen Sitzpolster (23) gelegt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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