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Luftgekühlter Rührarm für mechanische Röstöfen Im Patent a.82511 ist
ein mechanischer Röstofen beschrieben, welcher aus mehrer,-n waagerecht übereinanderliegenden,
feststehenden Röstkammern besteht, welche mittels Durchfallöhnungen miteinander
in Verbindung stehen. Die Durchfallöffnungen sind abwechselnd in der Mitte und am
äußeren Umfange des Ofens angeordnet. Das Röstgut durchwandert den Ofen von oben
nach unten und erhält seine Bewegung durch ein Rührwerk, dessen Arme mit ihren Enden
einerseits an einer Mittelhohlwelle und andererseits an einem Tragringe befestigt
sind, welcher an der Peripherie jeder Röstkammer angeordnet ist und von außen durch
einen am Tragringe angebrachten Zahnkranz angetrieben wird, in welchen Antriebsräder
eingreifen. Die Antriebsräder sind ihrerseits an einer außerhalb des Ofens angebrachten
vertikalen Welle befestigt, welche durch motorisclie Kraft angetrieben wird. An
den Rührarmen sitzen Rührzähne, welche bei ihrem Vorwärtsgang unter stetem Umr üliren
das Röstgut von den Einfallöffnungen aus langsam zu den Entleerungsöffnungen der
einzelnen Röstkammern führen, so daß das Röstgut entsprechend der Lage dieser öffnungen
in den einzelnen Röstkammern entweder von innen nach außen oder umgekehrt wandert.
Da infolge der mechanisch günstigen Befestigung die Ouerschnitte der Rührarme schwach
gehalten «erden können, kann hierbei auch die Bauhöhe der Röstkammern niedrig gehalten
werden, so daß die Luftgeschwindigkeit im Ofen vergrößert wird. Die Herdsohlen werden
hierbei an einem den ganzen Ofen umgebenden Eisengerüst aufgehängt. Die Mittelhohlwelle
dient zur Zuführung von Kühlluft in den Röstofen an denjenigen Stellen des Röstweges,
an welchen die höchste Temperaturbildung erfolgt. Bekannt ist weiterhin die Verwendung
der Hohlwelle zur Einführung von Kühlluft in die Rührarme luftgekühlter Rührwerke
und zur Ableitung derselben. Die hierdurch gewonnene Heißluft wird dein Ofen unten
als primäre Röstluft zugeführt.
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Gegenstand der Erfindung ist ein neuer Rührarm für derartige luftgekühlte
Rührwerke, welche aus einer Mittelliohlwelle bestehen, an welcher die in den einzelnen
Röstkammern befindlichen Rührarme befestigt sind. Die Befestigung der äußeren Enden
der Rührarme erfolgt gemäß dem Hauptpatent an einem in der Peripherie des Ofens
angeordneten kreisenden Ringe, welcher mit einem Antriebszahnkranz versehen ist.
Die neuen Rührarme bestehen aus je drei horizontal nebeneinanderliegenden Luftrohren,
von denen das innere der Luftzuführung
dient und zu diesem Zwecke
an das innere Rohr der Doppelhohlwelle angeschlossen ist. Die beiden horizontal
daneben angeordneten äußeren Luftführungsrohre der Rührarme dienen zur Rückleitung
der Kühlluft und sind demgemäß an den äußeren Hohlraum der Mittelhohlwelle .angeschlossen.
Auf die erwähnten Luftführungsrohre der Rührarme sind abwechselnd Paßstücke und
Krählerstücke aufgesetzt, welche im Innern einen Mantelhohlraum besitzen, so daß
die Luftzuführungsrohre mit einem Luftmantel umgeben sind. Die .aufgeschobenen Paß-
und Krählerstücke sind durch Dichtungen gegeneinander abgedichtet, so daß die heiße
Röstluft nicht in den inneren Mantelhohlraum der Rührarme gelangen kann. Die Umleitung
der Kühlluft an den Enden der Rührarme erfolgt durch Endstücke, welche Umleitungskanäle,besitzen.
DieMittelhohlwelle, welche, wie bereits erwähnt, aus einem inneren und einem äußeren
Rohr besteht, wird zweckmäßig aus einzelnen Rohrstutzen zusammengesetzt, zwischen
welchen sich Paßstücke an sich bekannter Art befinden, welche zum Anschluß der Luftrohre
an die Mittelhohlwelle dienen. Letztere sind in entsprechenden muffenartigen Führungen
der Paßstücke verschiebbar gelagert, um die Wärmeausdehnung der Rohre zu ermöglichen.
Die zwischen den Paßstücken befindlichen Rohrstutzen der Mittelhohlwelle besitzen
eine geeignete Länge, so daß nach dem Einbau des Rührwerks in den Ofen die Rührwerksarme
sich genau in der erforderlichen Höhenlage der Röstkammer befinden.
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Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i den oberen Teil eines mechanischen Röstofens
teilweise im Vertikalschnitt, Abb. 2 einen vertikalen OOuerschnitt durch die Mittellinie
eines Rührarmes und der Mittelsäule, Abb. 3 einen Horizontalschnitt nach Linie 3-3
der Abb. 2, Abb. .4 einen vergrößerten vertikalen Querschnitt durch einen Teil des
Rührarmes, Abb. 5a einen Querschnitt nach Linie 5-5 der Abb. a, Abb.5b die Seitenansicht
eines Krählerstücke-s, Abb. 6 einen vergrößerten vertikalen Querschnitt durch das
Ende eines Rührarmes mit dem äußeren Befestigungsring samt dem Antriebszahnkranz,
Abb. 7 einen Horizontalschnitt nach Linie 7-7 der Abb. 6.
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Wie aus Abb. i ersichtlich, besteht der mechanische Röstofen gemäß
dem gewählten Ausführungsbeispiel äus einer an sich beliebigen Anzahl, beispielsweise
vier Röstkammern 1, welche an dem außen den ganzen Ofen umfassenden Traggerüst z
aufgehängt sind. Die einzelnen Röstkammern stehen durch die abwechselnd außen und
innen angeordneten Durchfallöffnungen 3 für das Röstgut miteinander in Verbindung.
Am oberen Ende des Ofens befindet sich die Sammelkammer q. für die dem unteren Teile
des Ofens zugeleitete, denselben im Gegenstrom zur Bewegungsrichtung des Röstgutes
durchströmende Röstluft, die von hier aus durch das Abzugsrohr 5 abgeleitet wird.
In der Mitte des Ofens befindet sich eine hohle Doppelwelle 6, an welcher die Rührarme
7 angebracht sind, welche mit ihren äußeren Enden aus dem Ofen herausragen und hier
an einem Tragringe 8 (Abb. 6) befestigt sind. Außerdem ist an den Enden der Rührarm
der aus einzelnen Segmenten zusammengesetzte Zahnkranz 9 (Abb. 6) angebracht, welcher
zum Antrieb des Rührwerkes mittels an einer Vertikalwelle befestigter, in der Zeichnung
nicht dargestellter Antriebsräder dient. Die Austrittsstellen der Rührarme sowie
diejenigen des Tragringes aus dem Ofen ins Freie sind sorgfältig abgedichtet.
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Die Rührarme bestehen aus mehreren, beispielsweise je drei horizontal
nebeneinanderliegenden Luftrohren, auf welche abwechselnd mit Rührzähnen besetzte
Krählerstücke i i und Paßstücke 12 aufgeschoben sind. In den Abb. q., 5a und Sb
sind diese Teile vergrößert dargestellt, und man erkennt, daß die Krähler-und Paßstücke
Aussparungen besitzen, so daß nach dem Zusammenbau die Rohre io mit Luftpolstern
13 umgeben sind, welche zur Schonung der Luftrohre dienen. Zwischen den einzelnen
Paß- und Krählerstücken befinden sich Dichtungsringe 1q., welche das Eindringen
der Röstgase in die Luftpolster 13 verhindern sollen. Die äußeren Enden der drei
zu einem Rührarm gehörigen Luftrohre io sind lose in die Führungsmuffen der Endstücke
15 gesteekt (Abb. 6), welche sich ihrerseits an das letzte Paßstück 12 oder Krählerstück
i i anschließen und auch wie diese untereinander an der Anschlußstelle einen Dichtungsring
14 tragen. Wie aus Abb. 7 zu ersehen, ist das Endstück 15 mit- einer Aussparung
16 versehen, so daß die aus dem inneren Rohre io austretende Kühlluft im Sinne des
Pfeiles 17 in die beiden äußeren Rohre io übertreten kann, welche zur Rückleitung
der Kühlluft dienen. Das Endstück 15 endet in einer Platte 18, mittels welcher dasselbe
am äußeren Tragringe 8 sowie am Zahnkranz 9 befestigt ist. Der Tragring 8 läuft
auf Walzen oder Rollen, um die Reibung zu verringern und wird durch äußere, an seinem
Umfange laufende Führungsrollen
in zentraler Lage erhalten. Die
Anbringung des Zahnkranzes o erfolgt in der aus Abb. (> deutlich ersichtlichen Weise.
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Die inneren Enden der Luftrohre io sind lose in die Führungsmuffen
ig eines MittelstüCkes 2o eingesteckt, welches einen Teil der hohlen Welle 6 bildet.
Die Länge der Rohre io wird etwas kürzer gewählt, als der Armlänge vom Boden der
Führungsmuffe ig bis zur Führungsmuffe des Endstückes 15 entspricht, um denselben
die bei der starken Temperatursteigerung notwendige '.L%Iögliclikeit zur Ausdehnung
zu geben.
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Die Mittelsäule 6 besteht aus zwei konzentrischen Rohren 21 und 22
bekannter Art, die in Höhe jeder Herdsohle unterbrochen und mit den bereits erwähnten
Zwischenstücken 20 versehen sind. Wie Abb. 2 und 3 zeigt, bestehen die Zwischenstücke
zo aus einem Formstück geeigneten Materials, «-elches der Weise des inneren Rohres
21 entsprechend hohl ausgeführt ist und außen die je dreifach angeordneten Führungsmuffen
i9 für die Luftkühlungsrohre io trägt. Die mittelste Führungsmuffe ig jedes Rührarmes
7 steht durch eine Öffnung 23 mit dem Innenraum des innersten Säulenrohres 21, welches
zur Luftzuführung dient, in Verhindung, so daß die Luft in das innere Rohr io jedes
Rührarmes eintreten kann. Die beiden äußeren Führungsmuffen ig jedes Rührarmes tragen
seitliche Öffnungen 2.1, so daß die in den beiden äußeren Rohren io zurückkehrende
Kühlluft in den Zwischenraum zwischen dein äußeren Säulenrohr 22 und dem inneren
Säulenrohr 21 austritt. Die Säulenrohre 21 und 22 sind gegenüber den Zwischenstücken
2o gut abgedichtet, so daß ein gegenseitiger Luftaustausch zwischen der inneren
und der äußeren Luftsäule ausgeschlossen ist.
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Der Vorzug der neuen Bauart der Rührarme liegt auf der Hand. Es wird
hierdurch ermöglicht, infolge der mechanisch günstigen Lagerung derselben weniger
starke Rührarme zu verwenden. Diese Anordnung gestattet, die Rührarme dicht unter
der Ge-«-ölbedecke der Röstkammern gehen zu lassen, ohne Gefahr zu laufen, daß dieselben
bei Druck von unten an der Decke hängenbleiben. Infolgedessen können auch die Röstkammern
niedrig gehalten werden, was für die Erlangung einer vergrößerten Luftgeschwindigkeit
und einer guten Durchlüftung des Röstgutes mit Röstluft unerläßlich notwendig ist.