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Vorrichtung zum Auslaugen von Rübenschnitzeln u. dgl. Die vorliegende
Erfindung betrifft Abänderungen der durch das Hauptpatent geschützten Einrichtung,
welche die Ausführung vereinfachen und die Wirkung verbessern sollen.
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So ist es ein Merkmal der vorliegenden Erfindung, daß die senkrechten
Rohre, welche im Zusammenhange den Arbeitskanal für das auszulaugende Arbeitsgut
bilden, von verschiedener Länge bzw. Höhe sind, und zwar so, daß ihre Höhe von der
Eintrittsstelle für die Auslaugeflüssigkeit bis zu deren Austrittsstelle abnimmt.
Infolgedessen überwindet die Flüssigkeit, da ihr Eigengewicht mitwirkt, leichter
die Reibungswiderstände usw. beim Durchströmen des mit dem Arbeitsgut gefüllten
zusammengesetzten Rohres. Außerdem haben die den Arbeitskanal bildenden Rohre runden
und nicht rechteckigen Querschnitt, wodurch die Konstruktion und Montage des Apparates
vereinfacht und ihm größere Starrheit und Widerstandsfähigkeit gegeben wird. Weiter
erlauben diese im Querschnitt runden Führungen, den Mitnehmerscheiben eine entsprechend
runde Form zu geben, welche Verklemmungen ausschließt, die sich notwendigerweise
bei Scheiben von rechteckiger Form einstellen müssen, wenn sich diese um eine zu
ihrer Fläche senkrechte Achse verdrehen. Andere Besonderheiten der abgeänderten
Einrichtung sind in der nachfolgenden Beschreibung erläutert.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Abb. i zeigt eine Seitenansicht der Gesamteinrichtung.
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Abb. 2 zeigt einen schematischen' Grundriß. Abb. 3 zeigt in einer
Ansicht einen Teil der endlosen Fördervorrichtung für das Arbeitsgut. ` Abb. ¢ zeigt
eine zu der Fördervorrichtung gehörige gelochte Scheibe.
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Abb.5 zeigt ein Leit- oder Antriebsrad für die Förderkette.
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Abb. 6 zeigt einen Schnitt durch einen doppelwandigen Teil des Rohrstranges
B der Abb. i.
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Abb. 7 zeigt eine gegenüber Abb. i veränderte Ausführungsform.
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Wie die Einrichtung des Hauptpatentes besteht die Vorrichtung im wesentlichen
aus einem schlangenförmig geführten mehrteiligen Rohr, dessen Teile mit
B, C, D" E, F, Q, Q
und 12 bezeichnet sind.
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Das Arbeitsgut tritt aus einem Zerkleinerer i bei A in das Rohr ein.
Die in dem Rohr wirkende Fördervorrichtung besteht aus zwei endlosen Gelenkketten
4 (Abb. 3), welche in geeigneten Abständen gelochte Scheiben 3 zwischen sich einschließen,
wobei die Scheiben in geeigneter Weise an den Kettengliedern befestigt sind. An
Stelle von Ketten können natürlich auch Drahtseile Anwendung finden. Die Fördervorrichtung
bewegt sich im Sinne der eingezeichneten Pfeile a und führt das Arbeitsgut mit sich
durch den gesamten Rohrkanal hindurch, da der Durchmesser der zweckmäßig aus Stahl
bestehenden und an zwei gegenüberliegenden Stellen von den Ketten- oder Drahtseilen
gestützten Scheiben 3 dem Lichtmaß des Schlangenrohres entspricht. An jeder Umbiegungsstelle
zwischen zwei Rohrsträngen sind je zwei Zahnräder 7 gelagert, und zwar innerhalb
von haubenförmigen Verbindungsstücken der Rohrzweige; über diese Räder 7 sind die
Ketten 4' (Abb.3) geführt. Es genügt, ein oder einige Räder 7 anzutreiben, um die
Ketten in ihrer Gesamtlänge in Bewegung zu setzen und die
Scheiben
mit dem Arbeitsgut von der Zuführungsstelle A bis zu der oben angeordneten Austrittsstelle
bei P zu befördern. Bei i i ist ein Vorgelege angedeutet, welches gleichzeitig auf
zwei an verschiedenen Stellen befindliche Zahnräder 7 treibend einwirkt; je nach
Bedarf kann der Antrieb sich auf noch mehrere Räder 7 erstrecken, um die Einzelheiten
der Fördervorrichtung verhältnismäßig niedrig zu beanspruchen. Die Auslaugeflüssigkeit
gelangt aus dem Behälter 16 durch den Einlauf 17 in das Rohrsystem und durchströmt
unter dem Einfluß der Schwerkraft das Schlangenrohr und das in ihm befindliche Arbeitsgut,
und zwar in Richtung der Pfeile a', so daß Gegenstrom zwischen Arbeitsgut und Flüssigkeit
besteht. Die Flüssigkeit tritt durch den Hahn 18 aus. Man kann auch etwa am unteren
Teil des Rohrzweiges G eine geeignete Pumpe anordnen, um die Flüssigkeit unter konstanten
Druck zu setzen, welches ausreicht, um den durch das Arbeitsgut gebildeten Strömungswiderstand
usw. zu überwinden.
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Wie eingangs gesagt, weisen die einzelnen Rohrzweige verschiedene
Länge oder Höhe auf, um die Strömung der Flüssigkeit zu erleichtern. Die Abb. i
macht ersichtlich, daß der Rohrzweig G höher als die Zweige E, F ist, und daß diese
wieder höher als die Rohrzweige C, D, sind. Die überhöhung des einen Rohrzweiges
gegenüber dem folgenden ermöglicht es der Flüssigkeit, die Energieverluste auszugleichen,
welche durch Reibung und die Gegenstrombewegung zum Arbeitsgut entstehen.
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Die Ausführungsform nach Abb.7 unterscheidet sich von der nach Abb.
i im wesentlichen dadurch, daß der Austritt des Arbeitsgutes bei P' in gleicher
Höhe wie der Eintritt A' unterhalb des Zerkleinerers i oder irgendeiner anderen
Einfüllvorrichtung erfolgt. Die nach der Abbildung angewandten Rohrzweige C und
D, sind hier vermieden, die Einführungsstelle A' befindet sich am Kopf des ersten
Rohrstranges B, das nach Abb. i von Arbeitsgut freie, nur zur Zurückführung der
Fördervorrichtung dienende Rohr R ist bei Abb.7 durch ein geneigt gelagertes Rohr
H ersetzt, welches mit Arbeitsgut gefüllt ist und an dessen unterem Ende bei P'
die Entleerung erfolgt. Während des Durchgangs durch den Rohrzweig H hat das Arbeitsgut
Zeit, sich abzukühlen; gegenüber der Ausbildung nach Abb. i wird bei der nach Abb.7
im oberen Teil der Vorrichtung ein Förderräderpaar 7 erspart.
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Die Rohrzweige B, D und F, in welchen die Flüssigkeit aufsteigt, sind
mit Doppelmantel versehen, so daß sie durch heißes Wasser oder Dampf beheizt werden
können. Der letzte aufsteigende Rohrzweig G kann ebenfalls einen Doppelmantel für
Kühlzwecke erhalten, teils um Wärmeverlust, teils um eine Erweichung und ein Zerquetschen
des später in eine Preßvorrichtung gelangenden Arbeitsgutes zu verhindern.