DE525645C - Verfahren zum Mattieren von Seide oder Kunstseide - Google Patents

Verfahren zum Mattieren von Seide oder Kunstseide

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DE525645C
DE525645C DEI37918D DEI0037918D DE525645C DE 525645 C DE525645 C DE 525645C DE I37918 D DEI37918 D DE I37918D DE I0037918 D DEI0037918 D DE I0037918D DE 525645 C DE525645 C DE 525645C
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DE
Germany
Prior art keywords
silk
rayon
matting
cellulose
thread
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Expired
Application number
DEI37918D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Fink
Dr-Ing Rolf Gutsch
Dr Johannes Probst
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/03Polysaccharides or derivatives thereof
    • D06M15/05Cellulose or derivatives thereof
    • D06M15/07Cellulose esters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zum mattieren von Seide oder Kunstseide Es ist eine große Anzahl von Verfahren bekannt, die dazu dienen, den Glanz der Kunstseide zu mildern, um ihn dem der Naturseide anzupassen. Zur Herstellung solcher Seiden mit verringertem Glanz arbeitet man bisher mit Beimengungen zur Spinnlösung vor der Bildung des Fadens, oder man imprägniert den fertigen Faden mit Metallsalzlösungen, die im Faden durch geeignete Umsetzungen weiße Niederschläge zu erzeugen gestatten. Alle diese Verfahren haben den Nachteil, daß fremde, meist sogar mineralische Bestandteile dem Faden einverleibt werden, die entweder beim Tragen der Kunstseidegewebe oder schon beim Verarbeiten, z. B. beim Färben, störend wirken können.
  • Es wurde gefunden, daß es möglich ist, eine matte Seide herzustellen, ohne der Spinnlösung oder dem Faden Fremdkörper einzuverleiben. Es ist nur notwendig, den fertigen Seidenstrang mit Lösungen von Cellulose zu imprägnieren und aus den Lösungen im Faden den Zellstoff zu regenerieren. Der erzielte Matteffekt hängt vor allem von dem Prozentgehalt der verwendeten Celluloselösung ab. Er läßt sich beliebig variieren.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren dürfen die einzelnen Fäden bei der Imprägnierung nicht miteinander verkleben. Die Verklebung der Einzelfäden mittels Lösungen von Cellulose oder Cellulosederivaten ist bekannt, führt aber zu ganz anderen Erzeugnissen als das vorliegende Verfahren.
  • Folgende Beispiele sollen die Arbeitsweise klarstellen.
  • Beispiele z. Mit einer Viskoselösung von z. B. o,5 Zellstoff werden die zu mattierenden Stränge gleichmäßig durchnetzt, und hierauf wird die Cellulose im Strang durch Eintauchen in ein Fällbad mit 2 °1o Schwefelsäure bei gewöhnlicher Temperatur wieder .gefällt. Der säurefrei gewaschene Strang ist nach dem Trocknen deutlich mattiert. Zweckmäßig wird die Einverleibung des Celluloseniederschlages vor der Nachbehandlung der Stränge durchgeführt; jedoch kann die geschilderte Mattierung in jedem Stadium der Nachbehandlung der Seidenstränge vorgenommen werden.
  • 2. Mit einer Zellstofflösung in Kupferoxvdammoniak wird ein Strang Kunstseide genetzt, die überschüssige Lösung wird schwach abgeschleudert und die Cellulose im Strang durch eine verdünnte, 5of°ige Schwefelsäure regeneriert. Die mattierte Seide wird in einem Säurebad entkupfert, säurefrei gewaschen und getrocknet. Zur Regenerierung der Cellulose ist man nicht beschränkt auf Schwefelsäure. Es ist möglich, jedes Mittel, das fällend auf die Zellstofflösung wirkt, - zur Anwendung zu bringen. Zum Beispiel können Salzsäure, Ammoniümsalzlösung, Wasserdampf u. dgl, zur Regenerierung des Zellstoffs verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Mattieren von Seide oder Kunstseide durch Nachbehandeln der spinnfertigen Fäden, dadurch gekennzeichnet, daß man den zu mattierenden Faden mit Zellstofflösungen imprägniert und im Faden eine Fällung von Zellstoff hervorruft.
DEI37918D 1929-05-02 1929-05-02 Verfahren zum Mattieren von Seide oder Kunstseide Expired DE525645C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742393C (de) * 1938-08-02 1943-12-01 Fritz Drechsel Verfahren zum Veredeln von Faserflocke

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