DE525293C - Sicherheitseinrichtung in Gas- und Fluessigkeitsleitungen - Google Patents
Sicherheitseinrichtung in Gas- und FluessigkeitsleitungenInfo
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- DE525293C DE525293C DE1930525293D DE525293DD DE525293C DE 525293 C DE525293 C DE 525293C DE 1930525293 D DE1930525293 D DE 1930525293D DE 525293D D DE525293D D DE 525293DD DE 525293 C DE525293 C DE 525293C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K17/00—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
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Description
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine vollautomatische Vorrichtung, welche einen
sicheren Schutz gegen Gasunfälle bietet, die aber mit Vorteil auch zur Bewachung von
Flüssigkeitsleitungen verwendet werden kann. Die bekannten, stets von Hand aus einzustellenden
Gasschutz- u. dgl. Vorrichtungen kann man in zwei Gruppen trennen, und zwar erstens in solche, die einen Schutz nur
während des Betriebes gewähren und zweitens in solche, die auch außerhalb dieser
Periode wirksam sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft Vorrichtungen der zweiten Gruppe und unterscheidet
sich von den bekannten halbautomatischen Vorrichtungen dieser Art insbesondere durch
ihre vollkommen selbsttätige Wirkungsweise, was dadurch erzielt wird, daß in die zu bewachende
Leitung ein selbsttätig sie schließendes Organ eingebaut ist, daß sich bei jeder durch öffnen eines Auslaßhahnes an
der Verbrauchstelle oder durch Undichtwerden der zu überwachenden Leitung hervorgerufenen
Druckminderung in dieser Leitung selbsttätig öffnet und dabei elektrisch oder mechanisch ein Laufwerk in Gang setzt,
welches dann nach Abgabe von Alarmzeichen eine Vorrichtung auslöst, die das Schließorgan
zwangsweise schließt und derart verriegelt, daß ein neuerlich selbsttätiges öffnen
des Schließorgans nicht mehr möglich ist. Gemäß der Erfindung braucht bei gewollter
Gasentnahme nur das Laufwerk für eine bestimmte Zeit vorgedreht werden, wodurch für diese Zeit die Alarm- und Schließvorrichlung
außer Tätigkeit gesetzt wird. Wird die Entnahmestelle vor Ablauf dieser Zeit geschlossen,
stellt sich die Vorrichtung selbsttätig ohne Abgabe von Alarmzeichen in Alarmstellung ein. '
Auf diesem Gebiete sind nun insbesondere nur von Hand aus einzustellende Gasschutzvorrichtungen
bekannt, die so konstruiert sind, daß beim Undichtwerden oder Offenstehen der zu bewachenden Leitung die Gasgefahr
angezeigt wird. Diese Apparate beschränken sich jedoch gewöhnlich lediglich auf Abgabe von Alarmzeichen, so daß die Abstellung
der Gefahr durch Schließen der offenen Auslässe oder bei Rohrbruch durch Außerbetriebsetzung der bewachten Leitung
von Hand aus erfolgen muß. Solche halbautomatische Vorrichtungen bieten also beim
Versagen der Alarmvorrichtung überhaupt keinen Schutz. Andere Gasschutzvorrichtungen,
bei welchen die zu bewachende Leitung im Falle der Gefahr durch Schließen eines
am Anfang der Leitung eingebauten Schließorgans außer Betrieb gesetzt wird, lassen
aber wieder die durch einen Rohrbruch, Abgleiten des Gasschlauches, Undichtwerden
der Gashähne u. dgl. entstehende Gefahr ganz außer acht. Das rechtzeitige Schließen des
Abschließorgans wird bei diesen Vorrichtungen nur bei ungewolltem Entweichen von
Gas an einer der vorgesehenen und gesicherten Verbrauchsstellen herbeigeführt, da nur
diese Stellen durch entsprechende Vorrich-
tungen überwacht werden. Auch solche Vorrichtungen können somit die Gasgefahr nicht
ausreichend beseitigen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welchem die Vorrichtung
auf zwei Gehäuse aufgeteilt ist. Abb. ι zeigt den im ersten Gehäuse eingeschlossenen
Teil der Kontrollvorrichtung in Vorderansicht bei abgenommenem Deckel. Abb. 2 ist
ein Schnitt nach C-D in Abb. 3, welche einen Schnitt nach A-B in Abb. 1 darstellt. Abb. 4
bis 9 veranschaulichen den zweiten Teil der Kontrollvorrichtung, und zwar in der Abb. 4
in Vorderansicht, in der Abb. 5 im Schnitt nach E-F in Abb. 6, in dieser im Schnitt
nach G-H in Abb. 4 und in der Abb. 7 im Schnitt nach I-K in Abb. 6. Abb. 8 und 9
zeigen zwei Details und Abb. 10 das Schaltungsschema der elektrischen Einrichtung,
Das Gas oder die Flüssigkeit wird in die Kontrollvorrichtung durch den Rohrstutzen 1
zugeleitet und gelangt aus diesem in einen nach außen dicht abgeschlossenen Raum 2, in
welchem ein Abschlußorgan 3 für den Rohrstutzen ι pendelnd gelagert ist. Gegenüber
dem Rohrstutzen 1 befindet sich ein Anguß 4, in welchen die zu der Verbrauchsstelle führende
Rohrleitung eingeschraubt wird. Das Abschlußorgan 3 ist mit einer Achse 5 fest
verbunden, welche an dem aus dem Räume 2 des Gehäuses I herausragenden Ende einen
zweiarmigen Betätigungshebel 5' trägt, welcher einen in einem abgedichteten Gehäuse II
eingebauten Schalthebel 6 schließt oder öffnet. Quer zum Hebel S' ist eine Achse 7 drehbar
gelagert, mit welcher eine Sperrklinke 8 und ein Mitnehmer 9 fest verbunden sind.
Um die Achse 7 ist eine Schraubenfeder 10 gelegt, welche nach Freigabe der Klinke 8
den Mitnehmer 9 gegen das untere Ende des Betätigungshebels S' drückt. Auf dem Gehäuse
I ist, durch eine Hartgummiplatte 17 isoliert, ein Magnetsystem 11 befestigt, dessen
Anker 12 eine Nase 13 besitzt, welche bei abgezogenem
Anker mit der Klinke 8 im Eingriff steht. Für den Anschluß der elektrischen
Leitungen sind in dem Gehäuse I drei Klemmen 14 und ein röhrenförmiger Anguß 15
vorgesehen, welch letzterer nach beendigter Montage der Kontrollvorrichtung luftdicht
abgeschlossen wird. Der Abschluß des Gehäuses I nach vorn erfolgt durch eine luftdicht
schließende Glas- oder Metallplatte 15. Die Schraube 16 schließt eine Öffnung ab,
durch welche die durch Anziehen des Ankers 12 ausgelöste Achse 7 wieder in ihre gespannte
Lage gebracht werden kann.
Der zweite Teil des Kontrollapparates ist
in einem Gehäuse III eingeschlossen, welches mit einem Deckel 18 versehen ist. Durch
den Deckel 18 ist eine Achse 19 hindurchgeführt, auf deren aus dem Deckel vorragendem
Ende eine Zeitscheibe 20 befestigt und ein
Betätigungsgriff 21 drehbar gelagert ist. Die Zahlen auf der Zeitscheibe 20 zeigen die Ab- 6j
laufszeit des im Gehäuse III eingebauten Laufwerks in Minuten an. Der Betätigungsgriff 21 ist mit der Achse 19 mittels eines
Freilaufes 22 derart gekuppelt, daß der Griff in der einen Richtung frei auf der Achse 7c
gedreht werden kann, bei der Drehung im entgegengesetzten Sinne aber die Achse mitnimmt.
Der Freilauf 22 und der Anschlag 24 haben lediglich den Zweck, eine Beschädigung
der Vorrichtung durch unrichtige bzw. gewaltsame Behandlung zu verhüten. Der
Handgriff und der Freilauf werden in ihrer Lage durch eine auf das Ende der Achse
19 aufgeschraubte Rundmutter 23 gehalten. Außer dem Handgriff 21 ist mit der Achse 19 8a
noch ein Anschlag 24, die das Laufwerk betätigende Feder und die Schalttrommel 25
fest verbunden.
Das Laufwerk ist zwischen zwei feststehenden
Platten 26 eingebaut und dient zum Schließen des Stromes zwischen der Schaltfeder
27 und den Schaltfedern 28, 29 und 30, die auf einem gemeinsamen Sockel 31 montiert
sind. Auf der inneren Platte 26 ist ferner ein Magnetsystem 32 angeschraubt,
dessen Anker 33 über ein Gelenkstück 33' mit einem Hebel 34 gelenkig verbunden ist, welcher
seinerseits mit dem Sperrhebel 35 verschraubt ist und durch eine Torsionsfeder 36
in Arretierstellung gehalten wird (Abb. 5 und 8).
Die Arretierung besorgt eine am Sperrhebel 35 angebrachte Metallzunge 37, welche
in einer Richtung als Klinke wirkt und je nach der Stellung des Sperrhebels die Unruhe 10c
38 des Laufwerks hemmt oder freigibt. Mit
der Schalttrommel 25 ist ferner eine Scheibe 25' fest verbunden, welche während der durch
die Zeitscheibe 20 eingestellten Laufzeit die Funktion des während dieser Zeit stromlosen ioj
Magnetsystems 32 übernimmt. Hinter dem Magnetsystem 32 ist in dem Gehäuse III noch
ein Läutewerk 39 vorgesehen, an welchem sich drei Anschlußklemmen 40 für die von den
Schaltfedern 28, 29 und 30 führenden Lei tungen befinden.
Wie der Zeichnung entnommen werden kann, wird während der eingestellten Laufzeit
(von ο bis 45') Strom nicht verbraucht, sondern nur während des Ablaufes der Zeit- 1x5
Scheibe der Gefahrzone«
Die beschriebene Kontrollvorrichtung wirkt in folgender Weise: Bei normaler Entnahme
von Gas ο. dgL wird zuerst der Verbrauchshahn geöffnet und die Verwertungsstelle in
üblicher Weise in Betrieb gesetzt. Dabei drückt das aus der Einströmöffnung 1 aus-
strömende Gas den Hebel 3 zur Seite, wodurch der mit ihm fest verbundene Betätigungshebel
5' verschwenkt und der Schalthebel 6 geschlossen wird. Das hat zur Folge, daß das Magnetsystem 32 unter Strom gesetzt,
der Anker 33 angezogen und hierdurch auch der Sperrhebel 35 sowie die Sperrklinke
37 betätigt bzw. die Arretierung des Hemmwerks 38 des Laufwerks aufgehoben wird. Das Laufwerk beginnt zu laufen und
es ertönt das erste Glockensignal, welches das einwandfreie Arbeiten der Vorrichtung anzeigt.
Während oder nach dem Ertönen des ersten
Signals kann durch Betätigung des Handgriffes 21 die Zeitscheibe 20 auf die Dauer, während
welcher das Gas benötigt wird, eingestellt und dadurch das Magnetsystem 32 für
diese Dauer aus dem Stromkreis ausgeschaltet werden. Bei dem hierzu erforderliehen
Verdrehen der Zeitscheibe 20 wird auch die Schalttrommel 25 entsprechend gedreht
und dadurch sämtliche Kontakte 27 bis 30 unterbrochen, worauf das Laufwerk nahezu
geräuschlos in dieNullstellung zurückgeht. Wird nun während der eingestellten Zeit die Gasentnahme
beendigt und der Auslaßhahn geschlossen, so schließt auch das Absperrorgan 3 automatisch die Einströmöffnung 1 ab,
und die ganze Kontrollvorrichtung wird durch das Laufwerk ohne Abgabe von weiteren
Warnungssignalen in die Nullstellung gebracht.
Wird nun das Gas langer gebraucht als während der Zeit, für welche die Zeitscheibe
20 eingestellt wurde, so kann man noch vor Ablauf dieser Zeit die Zeitscheibe neuerlich
vordrehen und so die Dauer der Gasentnahme wieder verlängern. Wird jedoch die Zeitscheibe
nicht rechtzeitig vorgedreht, so ertönt bei Erreichung der Nullstellung ein Warnungssignal,
welches nach einem bestimmten Intervall wiederholt wird, um das Bedienungspersonal
darauf aufmerksam zu machen, daß die Zeitscheibe noch vorgedreht werden kann. Falls jedoch auch das letzte Signal
nicht beachtet wird, wird nach vorher bestimmter Zeitdauer durch Ablaufen der Schalttrommel der an den Kontakt 30 angeschlossene
Stromkreis geschlossen, wodurch das im Gehäuse I befindliche Magnetsystem 11 unter Strom gesetzt wird. Dadurch wird
der Anker 12 angezogen, die Nase 13 gibt die
Sperrklinke 8 frei, und die Schraubenfeder 10 verdreht die Achse 7. Der Mitnehmer 9 trifft
dabei auf das untere Ende des Betätigungshebels 5' auf, schließt und verriegelt das Absperrorgan
3. Ein weiteres Zuströmen von Gas durch die Einströmöffnung 1 ist dadurch
verhindert, gleichzeitig werden aber auch durch öffnen des Schalthebels 6 beide Teile
der Vorrichtung stromlos.
Tritt nun dieser Fall ein, so ist es dem Verbraucher unmöglich, ohne Verletzung der
Plombe und Lüften der Schraube 16 die Kontrollvorrichtung wieder in Betrieb zu
setzen oder das Gas zu entnehmen. Dies kann nur durch eine hierzu berufene Person vorgenommen
werden, und zwar dadurch, daß die Achse 7 mit einem Schraubenzieher o. dgl. entgegen dem Druck der Feder 10 so weit
verdreht wird, daß die Nase 13 des frei herabfallenden Ankers vor die Sperrklinke 8 zu
liegen kommt. Die Kontrollvorrichtung ist dann wieder betriebsfertig bzw. zur Gasentnahme
bereit.
Beim Rohrbruch, ungewolltem öffnen des Gashahnes durch Kinder, Abgleiten des Gasochlauches,
etwaigen Undichtheiten der zu kontrollierenden Leitung o. dgl. wird die Kontrollvorrichtung durch öffnen des Absperrorgans
3 in oben beschriebener Weise in Gang gesetzt, die Warnungssignale folgen jedoch bald dem ersten Zeichen nach, und es
muß daher, wenn man der Verriegelung des Absperrorgans vorbeugen will, entweder die
Ursache des ungewollten Entweichens von Gas beseitigt oder aber, namentlich bei Rohrbruch
oder Undichtheiten, die Einströmung von Gas in den kontrollierten Teil der Leitung
durch Absperren der Zuleitung verhindert werden.
Claims (2)
1. Sicherheitseinrichtung in Gas- und Flüssigkeitsleitungen, bestehend aus
einem Klappventil als Schließorgan, einer elektromechanischen Sperre, einem Laufwerk
und einer Warnungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des strömenden Gases oder der Flüssigkeit
das Schließorgan innerhalb der Sicherheitseinrichtung selbsttätig öffnet und die
Warnungszone des Laufwerks unter Warnung in Gang setzt, worauf das Schließorgan nach ein- oder mehrmaliger
Warnung oder nach Ablauf des eingestellten Laufwerks geschlossen und verriegelt wird.
2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
nach Schließen der Verbrauchsstelle die Einrichtung durch die gespannte Feder des Laufwerks automatisch in die Alarmstellung
gebracht wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE525293T | 1930-01-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE525293C true DE525293C (de) | 1931-05-26 |
Family
ID=6552553
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930525293D Expired DE525293C (de) | 1930-01-26 | 1930-01-26 | Sicherheitseinrichtung in Gas- und Fluessigkeitsleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE525293C (de) |
-
1930
- 1930-01-26 DE DE1930525293D patent/DE525293C/de not_active Expired
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