DE52333C - Kämmmaschine - Google Patents

Kämmmaschine

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DE52333C
DE52333C DENDAT52333D DE52333DA DE52333C DE 52333 C DE52333 C DE 52333C DE NDAT52333 D DENDAT52333 D DE NDAT52333D DE 52333D A DE52333D A DE 52333DA DE 52333 C DE52333 C DE 52333C
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DE
Germany
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needles
combing
drum
fibers
needle
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52333D
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English (en)
Original Assignee
L. OFFERMANN in Leipzig und G. ZIEGLER in Mülhausen i. Eis
Publication of DE52333C publication Critical patent/DE52333C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G19/00Combing machines
    • D01G19/06Details
    • D01G19/10Construction, mounting, or operating features of combing elements
    • D01G19/105Combing cylinders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 76: Spinnerei.
Kämm-Maschine.
Bei der Heilmann'schen Kämm-Maschine benutzt man zum Auskämmen des Faserbartes bisher ein Segment, welches mit Nadelreihen α b c ... r s, Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung, besetzt ist, welche hinter einander angeordnet sind, aber parallel zur Achse der Kämmtrommel A und senkrecht zur Bewegungsrichtung derselben, also auch senkrecht zur Faserrichtung stehen. . Denkt man sich das Segment abgewickelt (Fig. 2), so ist ersichtlich, wie die Nadeln der Reihe a, welche zuerst in den Faserbart dringen, am gröbsten sind, während die Nadeln der folgenden Reihen bc... immer feiner werden und die letzte Reihe s schliefslich die feinsten Nadeln enthält. Sämmtliche Nadeln je einer Reihe treten aber, wie aus Fig. ι , zu ersehen, gleichzeitig an der scharfen Kante der Zange Z vorbei in die Fasermasse, so dafs sich die Fasern gleichzeitig durch die Zwischenräume der Nadeln hindurchzwängen müssen, wie dies Fig. 3 in gröfserem Mafsstabe veranschaulicht. Die Parallellegung der Fasern durch ein solches Nadelgebilde wird also in der Weise erfolgen, dafs die in den quer zur Faserrichtung liegenden Ebenen befindlichen Faserkreuzungen und Verschlingungen gleichzeitig beseitigt werden. Bei dieser Arbeitsweise wird aber von den letzten Nadelfeihen, welche behufs Reinkämmens der Wolle sehr fein sein müssen, ein Zug auf die Wollfasern ausgeübt, der die Elasticitätsgrenze schwächerer Fasern übersteigt, so dafs dieselben übermä'fsig angegriffen, weniger kräftige Wollen aber ihrer natürlichen Kräuselung beraubt werden. Dieser Uebelstand wird noch dadurch erhöht, dafs die Zwischenräume der Nadeln durch pflanzliche Unreinigkeiten, wie Kletten, Stroh etc.,. vielfach verengt werden.
Zur Vermeidung dieser Nachtheile werden nach der vorliegenden Erfindung die Nadelgebilde nicht mehr senkrecht zur Faserrichtung, sondern parallel zu derselben in der Weise angeordnet, dafs die hinter einander stehenden Nadeln der einzelnen Nadelgebilde η nach hinten an Feinheit zunehmen (Fig. 5). Die Zuführung der Wollfasern durch die Zange Z bleibt hierbei dieselbe, wie bei den bisher üblichen Heilmann'schen Kämm - Maschinen. Während jedoch bei der alten Anordnung sämmtliche Nadeln einer jeden Nadelreihe gleichzeitig in den Faserbart eintreten, treten die Nadeln der in Fig. 5 dargestellten Nadelreihen hinter einander in den Faserbart ein, und zwar zuerst die gröbsten, zuletzt die feinsten Nadeln. Damit nun aber eine jede Nadel auch eine kämmende Wirkung auf den Bart ausüben kann, erhält die Kämmtrömmel aufser der rohrenden noch eine axiale Bewegung. Jede Nadel wird sich dann infolge dieser beiden Bewegungen in der aus denselben resultirenden Richtung bewegen, welche in Fig. 5 durch den Pfeil dargestellt ist und mit der Faserrichtung einen mehr oder minder spitzen Winkel a." bildet. Da die Richtung der aus der Zange heraushängenden Fasern senkrecht zur Achse der Kämmtrommel steht, so wird also durch diese doppelte Bewegung der Kämmtrommel dieselbe Wirkung erzielt, als
wenn die Na'delreihen auf der Kämmtrommel in der aus der rotirenden und der axialen Bewegung Resultirenden angeordnet sind, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist, und dann der Kämmtrommel nur eine rotirende Bewegung ertheilt würde. Die Lage des' Faserbartes in der bekannten Zange bleibt dabei natürlich unverändert. Man kann also infolge dieser doppelten Bewegung der Kämmtrommel die Zange in Richtung der Achse der Kämmtrommel unbeweglich lassen und dennoch die in Fig. 5 dargestellte Wirkung erzielen. Diese Wirkung ergiebt sich noch aus der Fig. 4, in welcher einzelne Fasern und die Aufeinanderfolge der Nadeln einer Reihe in der Lage dargestellt sind, welche sich infolge der doppelten Bewegung der Trommel, nämlich deren Drehung und Axialverschiebung in der Ebene der Fasern abgewickelt ergiebt. Die Richtung der Fasern ist bestimmt durch die Zange Z, Fig. 1, aus deren parallel zur Trommelachse gelegenen spaltförmiger Oeffhung die Fasern senkrecht zur Trommelachse gerichtet heraushängen. Würde die mit den Nadelreihen η nach Fig. 5 besetzte Trommel nun einfach rotiren, so würden die in Fig. 4 durch kleine Kreise angedeuteten Nadeln etwa die durch punktirte Linien angedeuteten Wege beschreiben. Da aber die Trommel sich bei der Drehung gleichzeitig axial, beispielsweise nach links, verschiebt, so weicht die Bahn der einzelnen Nadeln von diesen Linien ab, so dafs sie etwa den Winkel α mit jenen Wegen, also auch mit der Faserrichtung, bildet und die einzelnen nach einander in den Faserbart dringenden Nadeln der einzelnen Reihen, also auch in der aus der Fig. 4 ersichtlichen Weise zur Wirkung gelangen.
Es leuchtet ein, dafs hierdurch die Beanspruchung der Fasern ungleich geringer ausfallen wird als bisher. Hierzu kommt aber noch ein weiterer, für das Auskämmen ebenso wichtiger Umstand. Die Anzahl der Faserkreuzungen, welche durch eine Nadelreihe beseitigt werden können, ist abhängig von der Anzahl der Nadeln, welche durch den Faserbart streichen. Es wird also eine Nadelreihe', deren Nadelabstand x, Fig. 4, auf eine Ebene senkrecht zur Faserrichtung projicirt, dieselbe Gröfse y ergiebt wie der Abstand y der Nadeln einer Reihe alten Systems (Fig. 3) gleich viel Faserkreuzungen beseitigen können. Nun darf aber einerseits der Nadelabstand x, Fig. 4, ebenso eng genommen werden wie der Nadelabstand y in Fig. 3, ohne dafs das Fasermaterial angegriffen würde, weil, wie gesagt, die Nadeln hinter einander an der Zangenkante vorübergehen; andererseits können die Nadelreihen in Abständen von 3 bis 4 mm, Fig. 5, neben einander angeordnet werden, während diejenigen des alten Segments der Kämmlingsausscheidung wegen mindestens 10 mm aus einander stehen müssen, so dafs das neue Segment dreimal mehr Nadeln auf der gleichen Segmentoberfläche tragen kann als das alte. Die kam- mende Wirkung bezw. die Reinheit des gekämmten Materials ist also auch entsprechend gröfser. Wenn sich somit während des Kämmens im Faserbart gleichzeitig dreimal mehr Nadeln befinden als beim alten Segment, so dafs die Ausnutzung eine dreifach gröfsere ist, so sind im Gegentheil auf derjenigen Stelle, wo das Material angegriffen wird, nämlich in der Nähe der Zangenkante, dreimal weniger Nadeln in Wirkung, und es befinden sich also bei gleicher Bartstärke dreimal weniger Fasern zwischen je zwei Nadeln des Segments. Daraus ergiebt sich aber, dafs man mit diesem Segment dreimal so stark arbeiten darf, bevor die gleiche Zusammenpressung der Fasern zwischen den Nadeln bezw. die gleiche Inanspruchnahme der Fasern eintritt. Bleibt man unter dieser höchst zulässigen Production, so ergiebt sich im gleichen Verhältnifs eine gröfsere Reinheit und Schonung des Materials.
Aus diesen Ausführungen geht also hervor, dafs bei der neuen Kämmtrommel die Fasern weniger beansprucht werden und dafs man unter Beibehalt,ung der alten feinen Nadeltheilung ungleich feiner wie bisher kämmen oder die Nadeltheilung gröber halten kann, wenn man ebenso fein kämmen will wie bisher. '
Das abgewickelte Nadelgebilde (Fig. 5) einer nach diesen neuen Grundsätzen eingerichteten Kämmtrommel setzt sich demgemäfs aus einer Anzahl Nadelreihen η zusammen, welche unter sich gleich sein können, deren Nadeln aber der Bewegungsrichtung entgegengesetzt feiner werden und feiner gestellt sind.
Die hin- und hergehende axiale Bewegung der Trommel kann auf verschiedene Weise er- ' zielt werden. Eine Ausführungsform ist in den Fig. 10 und 1 1 als Beispiel dargestellt. Die Welle der Kämmtrommel A wird an. ihrem einen Ende von einem Hebel ρ umfafst, der um den Zapfen q drehbar ist. An diesem Hebel ρ sind zwei Gleitrollen p1 angebracht, welche den Rand einer Curvenscheibe O umfassen. Diese Curvenscheibe wird von der Hauptantriebswelle η aus mittelst der Räder 1,2,3,4 und 5 in Umdrehung versetzt und versetzt dadurch ihrerseits den Hebel ρ und somit. die Trommel A in eine hin- und hergehende Bewegung.
Die Fig. 6 und 7 der Zeichnung veranschaulichen eine Kämmtrommel A mit Segment k für eine Kämm-Maschine nach Heilmann's oder einem ähnlichen System. Hier sind die Nadeln an Platten /, Fig. 8 und 9, befestigt, welche senkrecht zur Achse neben einander in Abständen von 3 bis 4 mm angeordnet sind. Die Segmentplatte k besitzt zu diesem Zwecke
eingedrehte Nutheri, welche die Nadelplatten aufnehmen. Zur Befestigung letzterer auf der Segmentplatte k dienen die Schienen m. Die in Fig. 8 und 9 dargestellte Nadelplatte wird gebildet aus sieben Nadelgruppen von zunehmender Feinheit. Die Querbewegung der Kämmtrommel mufs der Länge ijeder Nadelgruppe und dem Abstande der Nadelplatten von einander entsprechen. Wenn also die . Nadelplatten in Abständen von 4. mm· angeordnet sind und die einzelnen Nadelgruppen 20 mm Länge haben, so mufs die Kämmtrommel auf je 20 mm Drehbewegung 4 mm Querbewegung machen, mithin im vorliegenden Falle im Ganzen 28 mm, damit die Fasermasse gleichmäfsig von allen Nadelgruppen ausgekämmt wird. Die Nadeln der Platte /, Fig. 8 und 9, sind angelöthet, man kann aber auch die gröberen Nadeln^ in Metall einsetzen und nur die feineren anlöthen. Der vordere Theil des Segments bildet dann eine Platte, während der hintere Theil aus deni einzelnen Nadelgruppen, wie beschrieben, zusammengesetzt ist.
Die Reinigung x dieses,. Kammes durch die Kämmlingsbürste zeigt gegenüber derjenigen des Heilmann'sehen Segments ebenfalls einen Vortheil. Bei letzterem spritzt die Bürste sehr stark, weil die elastischen Borsten heftig von einer Nadelreihe gegen die andere geschleudert werden, und bildet den sogen. Kammstaub, der zum grofsen Theil aus Fasern besteht. Bei dem vorliegenden Segment dagegen taucht die Bürste ungehindert in die von den Nadelreihen gebildeten Zwischenräume, hebt den Kämmling ab und tritt heraus, ohne'zu spritzen, so dafs nur schwere Schmutztheile als Kammstaub abgeworfen werden, die Fasern aber auf die Auftragwalze gelangen und als Kämmling ausgeschieden werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Heil mann'sehe Kämm-Maschine, bei welcher eine mehr schonende Behandlung der Wollhaare, als bisher, dadurch 'erreicht wird, dafs die zum Kämmen des Faserbartes dienende Kämmtrommel mit Nadelreihen besetzt ist, deren geneigt stehende Nadeln hinter einander gereiht sind, so dafs sie sich als senkrecht zur Trommelachse stehende Nadelringabschnitte darstellen und dafs gleichzeitig während des Kämmens der Kämmtrommel eine axiale Verschiebung ertheilt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT52333D Kämmmaschine Expired - Lifetime DE52333C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1022150B (de) * 1954-07-21 1958-01-02 Morgan Fairest Ltd Etikettiermaschine fuer aufrecht stehende Flaschen
FR2449144A1 (fr) * 1979-02-16 1980-09-12 Burckhardt Christoph Ag Peigne circulaire pour peigneuse pour le coton ou la laine
DE4007324A1 (de) * 1990-03-08 1991-09-12 Staedtler & Uhl Saegezahn-garnitur fuer walzen und tragsegmente von textilmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1022150B (de) * 1954-07-21 1958-01-02 Morgan Fairest Ltd Etikettiermaschine fuer aufrecht stehende Flaschen
FR2449144A1 (fr) * 1979-02-16 1980-09-12 Burckhardt Christoph Ag Peigne circulaire pour peigneuse pour le coton ou la laine
DE4007324A1 (de) * 1990-03-08 1991-09-12 Staedtler & Uhl Saegezahn-garnitur fuer walzen und tragsegmente von textilmaschinen

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