DE520780C - Verfahren zur Herstellung von Spinntoepfen fuer die Kunstseidenerzeugung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Spinntoepfen fuer die Kunstseidenerzeugung

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DE520780C
DE520780C DES66900D DES0066900D DE520780C DE 520780 C DE520780 C DE 520780C DE S66900 D DES66900 D DE S66900D DE S0066900 D DES0066900 D DE S0066900D DE 520780 C DE520780 C DE 520780C
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NUERA ART SILK COMP Inc
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KABELFABRIK AKT GES VORM OTTO
NUERA ART SILK COMP Inc
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D7/00Collecting the newly-spun products
    • D01D7/02Collecting the newly-spun products in centrifugal spinning pots

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
  • Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)

Description

Das Verfahren zur Herstellung von Spinntöpfen für die Kunstseidenerzeugung nach der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß der aus Zylindermantel, Boden und Nabenansatz bestehende Hohlkörper als zusammenhängendes Werkstück aus einer aus Kunstharzen und Faserstoffen bestehenden homogenen plastischen Masse unter gleichzeitiger Einbringung der metallenen Spindelbüchse und etwaiger metallener Randeinlagen gepreßt wird.
Wie im Nachstehenden näher erläutert, lassen sich nach diesem Verfahren Spinntöpfe herstellen, die allen Anforderungen der Kunstseidenindustrie mit Bezug auf Widerstands- fähigkeit gegen mechanische und chemische Einflüsse, Wandungsglätte, Zentrierbarkeit und lange Lebensdauer entsprechen. Diese Spinntöpfe besitzen verhältnismäßig geringes Gewicht und leichte Herstellbarkeit im Wege
ao wirtschaftlicher Massenfertigung.
Die Anforderungen, welche an einen Spinntopf für die Kunstseidenindustrie gestellt werden müssen, sind ganz besonders hohe. Ein solcher Spinntopf muß zunächst den starken Schleuderkräften widerstehen können, welche z. B. während des Spinnens auftreten. Der Spinntopf muß auch aus einem Werkstoff bestehen, der sich bei den hohen Drehzahlen des Spinntopfes während des Spinnvorganges durch keinerlei innere oder äußere Einwirkungen des Betriebes verzieht, schrumpft oder sich sonstwie verformt. Die Spinntopfwände müssen aber auch von genügender Verschleißfestigkeit sein, um der Beanspruchung beim häufigen Säubern durch Bürsten widerstehen zu können. Außerdem muß es möglich sein, den Spinntopf in möglichst ausgewuchteter Form herzustellen, um den Schüttelerscheinungen vorzubeugen. Es hat sich im Laufe der Versuche, welche zur vorliegenden Erfindung geführt haben, herausgestellt, daß im allgemeinen nur solche Spinntöpfe gut auszuwuchten sind, die aus einem Stück bestehen und vermittels einer Hartmetallbüchse auf dem Triebteller oder -konus aufsitzen. Im allgemeinen zeigen die Töpfe um so weniger Schüttelerscheinungen, je leichter sie sind, d.h. je geringer das spezifische Gewicht des Materials ist.
Für Spinntöpfe versuchte man, um den wichtigsten der genannten Anforderungen Genüge zu leisten, Aluminiumtöpfe oder solche aus Aluminiumlegierungen zu verwenden, weil alle anderen Metalle stark gefärbte Verbin-
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düngen unter der Einwirkung der üblichen Fällbäder ergeben und dadurch ein Beschmutzen und Unbrauchbarmachen der Seide verursachen. Es zeigte sich jedoch, daß ungeschütztes Aluminium von den Chemikalien, welchen die Spinntopfwände während des Spinnprozeßes ausgesetzt sind, rasch zerstört wird. Dieser chemischeAngriff zusammen mit der mechanischen Beanspruchung des Spinn-ίο fadens verursacht bald auch eine ungleichmäßige rauhe Innenoberfläche und vorzeitiges Unbrauchwerden der Aluminiumspinntöpfe. Bei Spinntöpfen aus Metall treten überdies im Betriebe leicht Yerbeulungen auf, wodurch die Töpfe unbrauchbar werden. Die bekannten Hartgummiüberzüge von Alumiumspinntöpfen können absplittern und verleihen den Topfen im übrigen alle jene Nach teile, die für alle nicht aus einheitlichem Werkstoff und aus mehreren Teilen hergestellte Spinntöpfe gelten.
Die sonst noch in derKunstseidenerzeügung verwendeten Baustoffe, wie Glas, Porzellan, Eichen- oder Buchenholz, haben sich für Spinntöpfe noch weniger als Aluminum bewährt. Man war und ist wchl noch heute der Meinung, daß für solche Spinntöpfe unbedingt säure- und laugefeste Massen verwendet werden müßten. Diejenigen Massen, welche wirklich annähernd säure- und laugefest sind, nämlich Porzellan und Glas, sind jedoch, wie bereits erwähnt, wegen ihrer ungenügenden mechanischen Eigenschaften für Spinntöpfe unverwendbar.
Die Verwendung von anderen Baustoffen, wie z. B. von Kunstharzen oder Kunstharzpreßmassen, erschien zunächst aussichtslos, weil solche Stoffe nicht vollkommen säurefest und nicht laugefest sind. Bei diesen Versuchen zeigte es sich überdies, daß Kunstharze ohne Zusatz zu spröde sind, um die geforderten mechanischen Beanspruchungen auf sich nehmen zu können.
Man versuchte es daher, geschichtetes, aus Kunstharzen und Faserstoffen bestehendes Material, z. B. Hartpapier, dessen ausgezeichnete mechanische Eigenschaften bekannt sind, für die vorliegenden Zwecke verwendbar zu machen. Trotz der verschiedensten Misehungs-Verhältnisse von Fasersubstanz und Kunstharz und trotz der verschiedensten Tränkungen und Lackierungen zeigte es sich immer wieder, daß diese Art Baustoff den chemischen Angriffen des Kunstseidenspinnens nicht gewachsen ist, abgesehen davon, daß daraus einheitliche Körper aus Boden und Wandung nicht einwandfrei, d.h. fugenlos herstellbar waren. Diese und andere Versuche haben den Erfinder zur Einsicht gebracht, daß das Problem einen Baustoff zu finden, welcher genügende mechanische Eigenschaften aufweist und dabei säure- und laugefest oder aber auch nur säurefest ist, mit den Mitteln, weiche zur Arerfügung stehen, unlösbar ist.
Der Erfinder machte sich daher von dem Gedanken frei, vollkommen säurefeste oder säure- und laugefeste Massen zu schaffen und zu verwenden. Es mußte vielmehr zunächst darauf verzichtet werden, einen Spinntopf zu schaffen, der allen Säuren und allen Säurekonzentrationen gegenüber vollkommen widerstandsfähig ist und versucht werden, ein solches Ziel nach Möglichkeit für diejenigen Säuren und Konzentrationen anzustreben, welche beim Spinnvorgang in der Kunstseiden-Industrie eine Rolle spielen. Auf der anderen Seite jedoch war zu bedenken, daß bei der bekannten Empfindlichkeit des Kunstseidenspinnens und des Kunstseidenerzeugnisses Verunreinigungen in selbst kleinsten Spuren von Reaktionsprodukten zwischen Spinntopf und Fällbad genügen konnten, um das Erzeugnis unbrauchbar zu machen.
Es mußte daher, wenn schon eine geringe Löslichkeit in Kauf genommen wurde, dar- 8g nach gestrebt werden, eine ungünstige chemische Beeinflussung des Fällbodens durch das aufgelöste Spinntopfmaterial zu vermeiden. Mit Hilfe neuer und verfeinerter Methoden (Messung des elektrischen Isolations-Widerstandes vor und nach dem chemischen Bade) gelang es, Spuren des chemischen Angriffes nach verhältnismäßig kurzer Zeit auch dort nachzuweisen, wo die heute üblichen Wägemethoden versagen. Diese Untersuchungen haben gezeigt, daß es außer den als praktisch unangreifbar bekannten Stoffen, wie etwa Glas und glasiertes Porzellan, keine Stoffe gibt welche dem Fällbade gegenüber vollkommen widerstehen würden. Eine Mischung von Kunstharz und Faserstoffen in Form von Hartpapier erweist sich nach dieser Meßmethode als unbrauchbar, abgesehen von der erwähnten Schwierigkeit, daraus, Töpfe mit Boden aus einem Stück herzustellen. Es wurde jedoch gefunden, daß eine bedeutende Steigerung an chemischer Festigkeit erzielt werden kann, wenn eine Mischung in Form eines ungeschichteten innigen Gemisches von zerkleinertem Faserstoff und Kunstharz hergestellt wird. Diese Massen erwriesen' sich zwar als nicht vollkommen säurest oder vom Fällbade unangreifbar. Doch zeigten dies Kunstharzmassen ausgezeichnete mechanische Eigenschaften, welche auf eine erhöhte Lebensdauer schließen ließen. Es wurde daher der Versuch gemacht, diese Massen als Spinntopfmaterial zu verwenden. Praktische Versuche an Topfen haben ergeben, daß die erwähnte geringe Angreifbarkeit der Massen einerseits nicht hinreicht, um eine vorzeitige Alterung des Spinntopfes her-
beizuführen oder dem Erzeugnis zu schaden. Da diese Massen sich außerdem so verarbeiten lassen, daß zu Sprengungen führende Haarrisse vermieden werden, glatte Wandungen erhalten und Metallteile beim Erzeugungsvorgange durchaus fest eingepreßt werden können, kann der Spinntopf aus einem praktisch einheitlichen Werkstück bestehen und eine in der Form miteingepreßte Hartmetallbüchse zum Aufsetzen auf den Spinntopfantrieb erhalten. Damit ist es, wie oben erwähnt, auch möglich, gut ausgewuchtete und ausgewuchtet bleibende Spinntöpfe zu erhalten. Das niedrige spezifische Gewicht der Kunstharz-Faserstoffmassen ermöglicht es ferner, im Wege wirtschaftlicher Massenfertigung Töpfe herzustellen, welche keine unzulässigen Schüttelerscheinungen aufweisen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: 2u
    Verfahren zur Herstellung von Spinntöpfen für die Kunstseidenerzeugung, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Zylindermantel, Boden- und Nabenansatz bestehende Hohlkörper als zusammenhängendes Werkstück aus einer aus Kunstharzen und Faserstoffen bestehenden homogenen plastischen Masse unter gleichzeitiger Einbringung der metallenen Spindelbüchse und etwaiger metallener Randeinlagen gepreßt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES66900D 1924-02-02 1924-08-24 Verfahren zur Herstellung von Spinntoepfen fuer die Kunstseidenerzeugung Expired DE520780C (de)

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FR (1) FR585539A (de)
GB (1) GB228497A (de)
NL (1) NL14687C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1037332B (de) * 1954-11-03 1958-08-21 Spinnbau G M B H Krempelwalze oder -trommel
DE1125159B (de) * 1956-03-20 1962-03-08 Beteiligungs & Patentverw Gmbh Vorrichtung zur Herstellung von Toepfen, vorzugsweise Spinntoepfen, aus Kunststoffen, insbesondere auf der Basis der Polyester
DE1143134B (de) * 1952-11-03 1963-01-31 Hugo Schaffeld Spinnvorrichtung fuer Dosenspinnmaschinen

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DE1037332B (de) * 1954-11-03 1958-08-21 Spinnbau G M B H Krempelwalze oder -trommel
DE1125159B (de) * 1956-03-20 1962-03-08 Beteiligungs & Patentverw Gmbh Vorrichtung zur Herstellung von Toepfen, vorzugsweise Spinntoepfen, aus Kunststoffen, insbesondere auf der Basis der Polyester

Also Published As

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GB228497A (en) 1925-06-18
FR585539A (fr) 1925-03-03
NL14687C (de)

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