DE520369C - Verfahren zur Veredelung der Kohle durch Trocknen - Google Patents

Verfahren zur Veredelung der Kohle durch Trocknen

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DE520369C
DE520369C DEB134678D DEB0134678D DE520369C DE 520369 C DE520369 C DE 520369C DE B134678 D DEB134678 D DE B134678D DE B0134678 D DEB0134678 D DE B0134678D DE 520369 C DE520369 C DE 520369C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B3/00Drying solid materials or objects by processes involving the application of heat

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Veredelung der Kohle durch Trocknen Es ist bisher nicht gelungen, Kohle, besonders wertvollere Braunkohle, in gröberen Stücken zu trocknen, ohne daß ein Zerfall stattfindet, und es hat sich daher als unvorteilhaft erwiesen, grobstückige Kohle zu trocknen.
  • Es wurde festgestellt, daß das Aussehen sowie besonders die Festigkeit der durch Trocknen veredelten Kohle von dem Druck und der Temperatur, bei welchen das Trocknen erfolgte, und von der Dauer der Kühlung der getrockneten Kohle abhängig ist. Ein gutes Ergebnis ist dadurch bedungen, daß die Temperatur im Laufe der Envärmung und der Abkühlung der Kohle den Siedepunkt des Wassers bei dem im Trockner herrschenden Drucke nicht übersteigt. Bei Anwendung von höheren Temperaturen über zoo° C erfolgen nicht nur physikalische, sondern auch chemische Änderungen unter Abspaltung von Kohlensäure und Wasser; das Produkt ist fast schwarz, von hohem Heizwert der Reinkohle, hat die kolloide Eigenschaft des Ausgangsmaterials verloren, ebenso auch jede Aufnahme- und Beibehaltungsfähigkeit für praktisch bedeutendere Mengen von Feuchtigkeit.
  • Die bisher bekannt gewordenen Verfahren, bei welchen eine Druckerwärmung der Kohle in geschlossenen, gegebenenfalls auch äußerlich erwärmten Gefäßen mittels gesättigten oder überhitzten Dampfes oder mittels eines anderen erhitzten Gases bei einem höheren als normalen Drucke in Anwendung gebracht wurde, haben sich für diese Veredelung wertvollerer Kohlenamen, besonders gröberer Sortierungen, als ungenügend erwiesen. Bei einigen Kohlenarten konnte ein genügend schneller Arbeitsgang und eine genügende Durchwärmung der zu trocknenden Kohle nicht erzielt werden.
  • Das den Gegenstand der Erfindung bildende Veredelungsverfahren der Kohle durch Trocknen besteht iin wesentlichen darin, daß zur inneren Erwärmung des Trocknungsgefäß@es unmittelbar überhitztes Wasser oder eine andere Flüssigkeit unter einem dieser Temperatur entsprechenden Druck angewendet wird. Diese Flüssigkeit wirkt als Träger der zur Kohlentrocknung ;nötigen Wärme und hat die Eigenschaft, schneller und gleichmäßiger die in das Trocknungsgefäß gebrachte Kohle durchzudringen und dieser rascher die Wärme zu übermitteln, wodurch der ganze Vorgang beschleunigt wird.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: In das mit der zu trocknenden Kohle gefüllte Gefäß wird von einer Seite das auf die entspiiechende Anfangstemperatur erhitzte Druckwasser eingeleitet; die Temperatur des Druckwassers kann im Laufe der Entwässerung @entsprechend gesteigert werden. Das Wasser übermittelt teilweise seine Wärme der in dem Gefäß befindlichen Kohle und wird auf der anderen Seite ausgelassen, so daß solches eventuell noch zur Vorwärmung der Kohle in der nächsten Charge verwendet werden kann. Nach genügender Kohlendurchwärmung wird die Wasserzufuhr abgesperrt und das im Gefäß enthaltene Wasser ausgelassen, wobei die durch das überhitzte Wasser in die Kohlenmasse eingebrachte, in dieser aufgespeicherte Wärme das hygr oskopische @Vasser entweder teilweise oder vollkommen verdampft, wodurch das Trocl-znen der Kohle bewirkt wird. Ausführungsbeispiel 0;ö In das mit 57o kg Rohkohle von 35,20 Wassergehalt gefüllte Druckgefäß von i cbm Rauminhalt wird warmes Wasser von 6o:> C eingelassen, worauf das warme Druckwasser eingeleitet wird.- Dieses wurde in einem Druckkessel von 3o Atm. erzeugt und anfangs durch Drosselung des Eingangsventils bei 5 Atm. eingelassen (Manometer am Zuleitungsrohr). Das vorgefüllte Wasser wird durch das warme Druckwasser verdrängt und dieses warme Druckwasser weiter durchgelassen, bis die Temperatur am Einlaßrohr auf 187' C, am Auslaßrohr auf 178-'C gestiegen ist, wobei der Manometer am Autoklaven i i kg,;`cm° anzeigt. Nach Erreichung dieser Temperatur wird die Zuleitung von warmem Druckwasser abgestellt, das im Druckgefäß sich befindliche Wasser unter Druckverminderung bei offenem Ablaßventil sowie der sich hierbei bildende Dampf abgelassen und das Druckgefäß entleert. Die Austrockmuzg beträgt nach dieser Behandlung 9,65 0,lo und steigt nach Abkühlung des behandelten Gutes auf 16 @'o.
  • Bei Aufstellung von mehreren Druckgefäßen wird das aus dem ersten Autoklaven auslaufende, etwa 178'C warme Wasser in die nächsten Druckgefäße eingeleitet, übergibt der hier befindlichen Kohle seine Wärme und verläßt tief abgekühlt das letzte Druckgefäß.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Veredelung der Kohle durch Trocknen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohle in einem geschlossenen Gefäß mittels stark erhitzten Wassers, dessen Druck der angewendeten Temperatur entspricht," erwärmt wird, so daß eine hohe Erhitzung der Kohlenmasse erfolgt, welche nach Wasser- und Druckentlassung das im Ausgangsmaterial enthaltene Wasser abdampft, wodurch die Kohle ausgetrocknet wird.
DEB134678D 1927-02-03 1927-11-27 Verfahren zur Veredelung der Kohle durch Trocknen Expired DE520369C (de)

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