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Saugmundstück für Staubsauger Den Gegenstand der Erfindung bildet
ein neues Saugmundstück für Staubsauger aller Art, das so ausgebildet ist, daß es
sich außer zum normalen Saugbetriebe besonders dazu eignet, Federn, Haare u. dgl.
oder auch schwerere Gegenstände, die bekanntlich mittels normaler Saugmundstücke
nicht gut aufgenommen werden können, aufzunehmen. Zu diesem Zwecke ist das .mit
mehreren Saugöffnungen verschiedener Größe oder Ausgestaltung versehene Saugmundstück
in seiner Handhabe, dem Saugrohr o. dgl. oder einem besonderen Anschlußstück, das
mit dem Saugrohr in Verbindung gebracht werden kann, schwenkbar befestigt. Infolge
dieser schwenkbaren Anordnung des Mundstückes am Saugrohr oder einem. Zwischenstück
ist einmal die Möglichkeit gegeben, das Saugmundstück in einfachster Weise so zu
bewegen, daß je nach Wunsch die eine oder andere Saugöffnung zur Wirkung kommt.
Der drehbare Anschluß des Mundstückes an denn Saugrohr oder dem Zwischenstück bietet
aber ferner die Möglichkeit, die Handhabe, nämlich das Saugrohr, das der Bequemlichkeit
des Bedienenden wegen beim normalen Arbeiten schräg nach oben gerichtet ist, nach
der einen oder anderen Seite hin herunterzuklappen, und zwar, wenn erwünscht, bis
auf .die zu reinigende Ebene, wodurch der Vorteil erzielt wird, daß das Mundstück
mittels der niedergelegten Handhabe auch unter Möbel o. dgl. geschoben, also an
Stellen gebracht werden kann, die bei schräg nach oben gerichteter Handhabe für
gewöhnliche Mundstücke unzugänglich sind. Besonders vorteilhaft ist es, die Drehachse
des Mundstückes parallel oder nahezu parallel mit der Auflageebene des Saugmundstückes
bzw. der zu saugenden Fläche anzuordnen. Die Saugöffnungen verschiedener Größe oder
Gestaltung werden zweckmäßig um etwa i@ o° gegeneinander versetzt.
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Ein weiteres kennzeichnendes Merkmal der Erfindung liegt in einer
solchen Ausbildung des Mundstückes. daß beim Aufheben der Handhabe eine selbsttätige
Schwenkbewegung des Mundstückes eingeleitet wird, die dazu ausreicht, die eine oder
andere Saugöffnung in Arbeitsstellung überzuführen.
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In der beiliegenden Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der
Erfindung erläutert. Abb. i zeigt einen vollständigen Staubsauger mit einem mit
zwei (einer größeren und einer kleineren) Saugöffnungen versehenem Saugmundstück.
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Abb. 2 zeigt in vergrößertem Maßstabe einen senkrechten Schnitt in
der Längsrichtung des um i8o° gedrehten Saugmundstückes der Abb. i.
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Abb. 3 zeigt eine Aufsicht auf das Saugmundstück und Anschlußstück
der A-bb. 2. Abb. q. zeigt dasselbe wie Abb. 3, nur ist das Anschlußstück gegenüber
dieser Abbildung uni 9o° gedreht.
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Abb.5 zeigt einen Querschnitt durch das Saugmu -dstück und Anschlußstück
der Abb. 2 nach der Linie 5-5 dieser Abbildung.
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Die Abb.6 und 7 zeigen je einen Schnitt
durch Saugmundstücke,
ähnlich denen der Abb.2, deren Anschlußstücke jedoch wie in Abb. 4 bis über die
zu reinigende Ebene heruntergeklappt sind.
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Abb. 8 zeigt einen Schnitt durch das Mundstück nach Abb. i senkrecht
zur Längsachse des Saugmundstückes.
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In Abb. i bezeichnet io einen Staubsauger beliebiger bekannter Art,
der mittels eines Schlauches 12 eines aus mehreren Teilen zusammengesetzten Saugrohres
2 i und.mittels eines besonderen Anschlußstückes 14 mit dem Saugmundstück i i in
Verbindung steht. Erfindungsgemäß ist die Verbindung zwischen den Teilen 14 und
i i schwenkbar. Das Saugmundstück i i hat, wie die Abb. a erkennen läßt, zwei Saugöffnungen
12 und 13, von denen sich (in Abb. 2) die größere, nach unten gerichtete, in ihrer
Arbeitslage befindet, d. h. auf der zu reinigenden Ebene aufliegt. Die kleinere
Saugöffnung 13 ist gegenüber der größeren um etwa i8o° versetzt, also nach oben
gerichtet. Das Anschlußstück 14 ist an dem Saugmundstück i i unter Vermittlung einer
Lagerbuchse 18 o. dgl. drehbar angelenkt und mitsamt der Buchse 18 so ausgestaltet,
daß es in der in Abb.2dargestellten Lage des Saugmundstückes die Verbindung zwischen
dessen großer Saugöffnung und dem An.schlußstück 14 bzw. dem Saugrohr 21 freigibt,
während es die Verbindung zwischen der kleinen Saugöffnung und dem Anschlußstück
bzw. Saugrohr geschlossen hält. Im linken Schenkel der größeren Saugöffnung ist
eine besondere Metalleinlage: 16 vorgesehen, die beim Aufheben des Mundstückes vom
Boden eine Schwenkbewegung des Mundstückes um das Anschlußstück 14 einleitet. Eine
Art der schwenkbaren Anordnung des Saugmundstückes i i am Anschlußstück 14 ist aus
Abb.5 ersichtlich. Das Anschlußstück 14 hat einen Bund 17, der in eine Nut des Mundstückes
eingreift, die gebildet wird einerseits durch die Lagerbuchse 18 und andererseits
durch den Araßenring icg, der mittels Schrauben 2o (Abb. 3) am Saugmundstück befestigt
ist. Diese Anordnung verhindert, daß sich das Saugmundstück von seinem Anschlußstück
14 lösen kann. Soll das Mundstück aus seiner in Abb.2 dargestellten Arbeitslage
für normalen Saugbetrieb in die Arbeitslage nach den Abb. i oder 8 zum Aufsaugen
von schweren Gegenständen oder Federn o. dgl., die sich mit der großen Saugöffnung
nicht gut aufnehmen lassen, übergeführt werden, so wird. das Mundstück einfach mit
der Handhabe 2i vom Boden abgehoben, wobei die Metalleinlage 16 (Abb. 2), die beispielsweise
aus Blei bestehen kann, eine Schwenkbewegung des Mundstückes auf dem Anschlußstück
14 im entgegengesetzten Sinn des Uhrzeigers hervorruft, die so groß ist, daß das
Saugmundstück über 9o° hinaus pendelt, so daß durch unmittelbar darauf erfolgenden
Andruck des Mundstückes auf den Boden seine kleine Saugöffnung auf den zu reinigenden
Teppich o. dgl. zu liegen kommt, wähnend die große Saugöffnung jetzt nach oben zeigt.
In dieser Lage ist jetzt die nach offen gerichtete große Saugöffnung durch das Anschlußstück
14 gegenüber dem Saugrohr 21 abgeschlossen, wie dieses die Abb. 8 klar erkennen
läßt. Diese Arbeitsweise mit dem Saugmundstück ist so außerordentlich einfach, daß
das Saugmundstück in kürzester Zeit und ohne jegliche Mühe in der beschriebenen
Weise auf- große oder kleine Saugöffnungen umgeschaltet werden kann, wozu ein einfaches
Anheben und Niederführen der Handhabe ausreicht. Andererseits kann man das Mundstück
aber auch vom Boden lüften, ohne daß es eine vollständige Schwenkung in eine neue
Arbeitslage vollführt, indem man es nur so weit anhebt, daß sich der gewichtsbelastete
Schenkel nicht unter der Handhabe hindurchzubewegen vermag. Auch kann man warten,
bis dieser Schenkel zurückgependelt ist, und Oas Mundstück von neuem mit der großen
Saugöffnung gegen seine Unterlage aufdrücken.
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Infolge der dreh- oder schwenkbaren Befestigung des Mundstückes am
Anschlußstück wird weiterhin der große Vorteil erreicht, daß die am Anschlußstück
sitzende Handhabe des Saugers, die der Bequemlichkeit .des Bedienenden wegen normalerweise
schräg nach oben gerichtet ist, nach beiden Seiten hin bis über die zu reinigende
Ebene heruntergeklappt werden kann, wodurch die Möglichkeit geboten ist, mit dem
Saugmundstück auch unter Möbeln mit niedrigen Füßen o. dgl. zu arbeiten (Abb. 4).
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Abb.6 zeigt im Schnitt, welche Stellung das Zwischenstück 14 dabei
einnimmt. Die Abb. 7 unterscheidet sich von der Abb. 6 nur durch eine etwas einfachere
ringförmige Ausbildung der kleineren Saugöffnung. Das Zwischenstuck 14 der Abb:
7 ist nach der anderen Seite heruntergeklappt gedacht als das der Abb.6. Aus beiden
Abbildungen ist aber ersichtlich, daß auch bei dieser Stellung des Zwischenstückes,
d. h. bei bis über den Boden niedergeklappter Handhabe, jeweils diejenige Saugöffnung
des Saugmundstückes, die nach oben steht, also unwirksam sein soll, gegenüber denn
Anschluß-stück 14 bzw. gegenüber dem Saugrohr »21 abgeschlossen ist. An Stelle eines
besonderen Zwischenstückes 14, wie es die Abbildungen sämtlich zeigen, kann naturgemäß
auch das untere Ende der Handhabe 2i entsprechend ausgebildet sein, das sonst .in
die etwas kegelförmig ausgeweitete
()ffnung des Zwischenstückes
1d. hineingreift. Die schwenkbare Lagerung des Saugmundstückes auf dem Zwischenstück
oder auf der Handhabe kann naturgemäß in der mannigfachsten Weise ausgeführt werden.
So kann beispielsweise die besondere Buchse 18 der Abb. 5, die aus Bakelit oder
einem geeigneten Lagermetall bestehen kann, ganz wegfallen. An Stelle eines Bundes,
der das Abgleiten des Saugmundstückes vom Anschlußs.tück i.@ verhindert, können
andere passende Einrichtungen Anwendung finden, und insbesondere kann das Saugmundstück,
um eine leichte Schwenkbewegung hervorzubringen, auch beispIelsweise mittels eines
Kugellagers o. dgl. auf dem Zwischenstück 1q. bzw. auf der Handhabe 21 gelagert
sein. Die Einrichtung kann auch so ausgestaltet sein, daß das schwenkbare Mundstück
von vorn auf das Zwischenstück i q. auswechselbar aufgeschoben werden kann, wobei
es mittels Federn, deren Enden sich in einer Nut o. dgl. des Zwischenstückes drehen
können, am Abgleiten von diesem verhindert wird. An Stelle der besonderen Metalleinlage
16 der Abb. 2 kann naturgemäß auch einer der seitlichen Schenkel der großen Saugöffnung
von vornherein schwerer hergestellt sein als der andere. Es können auch an Stelle
zweier Saugöffnungen gegebenenfalls deren mehrere an ein und demselben Saugmundstück
vorgesehen sein, die beim Drehen des Saugmundstückes wahlweise in der beschriebenen
Art und Weise in Arbeitsstellung gebracht werden können. Zweckmäßig ist es, an den
Auflageflächen der Mundstücke kleine Rillen, Nuten o. dgl. vorzusehen, die das Aufnehmen
von Fäden u. dgl. erleichtern (Abb. 6). Die Saugmundstücke können weiterhin mit
all den Ausrüstungen versehen sein, die für solche Einrichtungen bekannt sind. Da
infolge der drehbaren Anordnung des Saugmundstückes auf dem Zwischenstück unter
Umständen kleinere Undichtigkeiten entstehen können, durch die Luft unbeabsichtigt
hindurchtritt, kann es zweckmäßig sein, diditende Zwischenlagen o. dgl. vorzusehen,
die natürlich so ausgebildet sein müssen, daß sie der Drehbewegung des Mundstückes
keine großen Widerstände entgegensetzen, damit das Mundstück, vom Boden aufgehoben,
frei schwenken kann.