DE515997C - Sicherheitsvorrichtung bei Ohnmacht des Fahrzeugfuehrers in Einmannwagen elektrischer Bahnen - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung bei Ohnmacht des Fahrzeugfuehrers in Einmannwagen elektrischer BahnenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60L—PROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
- B60L3/00—Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
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Description
- Sicherheitsvorrichtung bei Ohnmacht des Fahrzeugführers in Einmannwagen elektrischer Bahnen Die bekannten Sicherheitsvorrichtungen in Einmannwagen elektrischer Bahnen, die bei Ohnmacht des Fahrzeugführers das Fahrzeug bzw. einen Eisenbahnzug durch Ausschaltung des Betriebsstromes und Betätigung der Bremsen zum Halten bringen sollen, sind nach dem sogenannten Ruhestromprinzip ausgebildet, das sich bekanntlich bei Feuermeldeanlagen, Alarmeinrichtungen usw., d. h. bei ortsfesten Anlagen, bewährt hat, da bei solchen ein Schutz gegen äußere Einflüsse durch geeignete Bauart, Einkapselung usw. sich unschwer erreichen läßt. Bei dem rauhen Fahrbetrieb elektrischer Bahnen muß aber mit Erschütterungen in einem solchen Maße gerechnet werden, daß eine ungewollte Unterbrechung des Ruhestromkreises eintreten kann, so daß dann die Sicherheitsvorrichtung unbeabsichtigt in Wirksamkeit tritt und zu den bekannten unangenehmen Folgen führt.
- Auch die Kontakteinrichtungen, die man bei dem mit Ruhestrom wirkenden Anlagen bisher benutzt hat, waren nicht einwandfrei. Eine gebräuchliche Ausführung bestand darin, daß man im Führerstande einen pedalartigen Druckknopf am Boden und einen weiteren Druckknopf in Höhe der Schalteinrichtungen anbrachte, so, daß der erstere durch den auf ihm stehenden Führer, der letztere durch die Hand des Führers einzuschalten waren. Die Handhabung erfolgte so, daß, wenn der Führer seinen Standort wechseln und damit das Pedal-freigeben mußte, er den zweiten Druckknopf von Hand betätigte. Bei solchen Einrichtungen war eine unvorschriftsmäßige Betriebsweise nicht ausgeschlossen, indem der eine oder andere Druckknopf durch künstliche Beschwerung dauernd niedergehalten wurde; damit war die Sicherung praktisch beseitigt. Weiter bestand die Gefahr, daß bei einem Unfall-(Ohnmacht) des Führers dieser mit seinem Körper den Pedalschalter ungewollt in der Einschaltstellung hielt, so daß der Zug dann tatsächlich führerlos weiterfuhr.
- Man hat deswegen auch schon vorgeschlagen, einen Steckkontakt zur Unterbrechung des Ruhestroms anzuwenden und den Stecker durch eine Schnur o. dgl. mit der Kleidung des Fahrers zu verbinden. Um die Wirkung dieser Einrichtung zu sichern, konnte die Verbindungsschnur nur verhältnismäßig kurz bemessen werden, so daß der Stecker auch dann ausgezogen wurde, wenn der Fahrer in seinem Führerstand nicht ganz zu Boden ging, sondern nur in eine knieende Stellung kam. Mußte der Fahrer bei dieser Einrichtung seinen normalen Standplatz aus irgendwelchen Gründen wechseln, derart, daß er sich von dieser Steckkontakteinrichtung entfernte, dann kam sehr leicht ein ungewolltes Ausziehen des Steckers und damit die ungewollte Unterbrechung der Fahrt vor.
- Die Nachteile der- bekannten Einrichtungen werden durch die Erfindung beseitigt, indem einmal die Sicherungsvorrichtung selbst nach dem Arbeitsstromprinzip durchgebildet und weiterhin. eine Verbindung der Sicherungsschaltung, die den Arbeitsstrom im Gefahrenfalle einzuschalten hat, mit dem Fahrer durch eine schwer lösbare Vorrichtung hergestellt wurde, die dem Fahrer die freie Bewegung von der einen zur anderen Seite des Führerstandes gestattet. Das Zugglied, das an dem den Arbeitsstromkreis schließenden Schalter sitzt, wird am Gürtel des Fahrers befestigt, während der sogenannte Notschalter selbst an einer Querstange an dem Führerstand frei beweglich ist, so daß er den Bewegungen des Fahrers innerhalb des Führerstandes leicht folgt.
- Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung dargestellt. Abb. = zeigt eine Ansicht mit teilweisem Schnitt, Abb. z einen Querschnitt.
- Quer durch den Füherrstand ist eine Kontaktstange gelagert, die aus einer mittleren nicht leitenden Schiene a und zwei auf deren beiden Breitseiten sitzenden Kontaktschienen b besteht. An der Schiene a läuft das an den Stirnseiten offene Schaltergehäuse c mit den zweckmäßig verteilten Führungsrollen d.
- Zwei Kontaktfinger e sind bei e' im Gehäuse c schwenkbar gelagert. Eine Feder f strebt, die Kontaktfinger zusammenzuziehen, d. h. an den Schienen b zur Herstellung des Kontaktes zur Anlage zu bringen. Diese Wirkung wird normalerweise verhindert durch einen Zapfen g, der von unten her zwischen die Kontaktfinger e geschoben ist, und der gemäß Abb. i durch im Gehäuse befestigte Querwände h auch eine weitere Führung erhält. An dem freien Ende des Zapfens g greift eine Schnur oder ein Riemen k an, welcher mit seinem anderen Ende an dem Riemen, den der Fahrer trägt, befestigt ist. Die Kontaktteile sind mit ihren Führungsrollen d an der Schiene a leicht beweglich, so daß sie unter dem Zuge des Riemens k allen Bewegungen des Fahrers leicht folgen. Bei einer größeren Bewegung des Fahrers hingegen, etwa infolge eines Ohnmachtsanfalles, erfolgt das Ausziehen des Zapfens g, so daß die Finger e sich dann sogleich an die Kontaktschienen b anlegen und so den Arbeitsstromkreis schließen. Eine im Sinne der Erfindung, liegende bauliche Abänderung, die eine Vereinfachung gegenüber dem Zeichnungsbeispiel mit sich führt, besteht darin, daß man den an dem Fahrergürtel befestigten Riemen k an einer auf die Stange a aufgesetzten einfachen Laufrolle befestigt, in welchem Falle die Schiene a an dem einen Ende schwenkbar zu lagern ist, während sie mit ihrem anderen Ende bei einer Schwenkung aus der Ruhestellung heraus mit einem Leiterteil selbst zwischen die ortsfesten Lamellen eines Schalters geführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Sicherheitsvorrichtung bei Ohnmacht des Fahrzeugführers in Einmannwagen elektrischer Bahnen mit einem an der Kleidung des Fahrzeugführers befestigten Zugglied zur Beeinflussung des elektrischen Zustandes der Sicherheitsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugglied am Gürtel des Fahrers befestigt ist und mit einem an einer Querstange im Führerstand frei beweglichen Notschalter verbunden ist, der den Arbeitsstrom der Sicherheitsvorrichtung schließt, wenn das Zugglied wirksam wird. z. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange, an welcher der Schalter frei beweglich geführt ist, gleichzeitig als Schalterkontakt ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB144488D DE515997C (de) | 1929-07-04 | 1929-07-04 | Sicherheitsvorrichtung bei Ohnmacht des Fahrzeugfuehrers in Einmannwagen elektrischer Bahnen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEB144488D DE515997C (de) | 1929-07-04 | 1929-07-04 | Sicherheitsvorrichtung bei Ohnmacht des Fahrzeugfuehrers in Einmannwagen elektrischer Bahnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE515997C true DE515997C (de) | 1931-01-16 |
Family
ID=7000802
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB144488D Expired DE515997C (de) | 1929-07-04 | 1929-07-04 | Sicherheitsvorrichtung bei Ohnmacht des Fahrzeugfuehrers in Einmannwagen elektrischer Bahnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE515997C (de) |
-
1929
- 1929-07-04 DE DEB144488D patent/DE515997C/de not_active Expired
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