DE5155C - Kabel-Sonde - Google Patents

Kabel-Sonde

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DE5155C
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Dr. H. ArON, Lehrer an der König], Artillerie- und Ingenieur-Schule in Charlottenburg, Berlinerstrafse 126
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  • Testing Of Short-Circuits, Discontinuities, Leakage, Or Incorrect Line Connections (AREA)

Description

1878.
Klasse 21.
Dr. H. ARON in CHARLOTTENBURG. Kabel-Sonde.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. März 1878 ab.
Die Kabelsonde besteht im wesentlichen aus einer Rolle von isolirtem Draht; zur Verstärkung ihrer Wirkung dienen Drähte von geglühtem Eisen, welche die Rolle entweder ganz erfüllen oder an der inneren Peripherie eine stärkere Schicht bilden. Die Enden der Rolle werden zu den Polen eines oder zweier Telephone geführt. ^
Die Kabelsonde kann nun dazu dienen, Stromschwankungen von kürzerer Periode innerhalb eines in der Nachbarschaft sich befindenden Drahtes wahrzunehmen, ohne dafs man mit demselben in leitender Verbindung ist.
Diese Eigenschaft befähigt insbesondere die Sonde, bei der Auffindung von Fehlern in Kabeln behülflich zu sein.
Sonst mufste man nämlich das Kabel bis zur nächsten Löthstelle aufgraben, dieselbe öffnen und sich durch directe Correspondenz mit der Endstation darüber versichern, ob man das gewünschte Kabel gefafst hatte oder nicht. Mit Hülfe der Sonde kann man sich darüber in einfacherer Weise Gewifsheit verschaffen.
i. Fig. ι und 2 zeigen die Gestalt der Sonde, wie sie für diesen Zweck sich eignet. Es stellt α einen Holzkern dar, der beiderseits mit geglühtem Eisendraht b belegt ist; darüber ist die Rolle c von isolirtem Kupferdraht gewickelt. Das Ganze ist sodann in einen Holzkasten eingeschlossen, durch dessen obere Wand die Pole der Rolle herauskommen und in Klemmschrauben endigen.
Aus Fig. 2 ist das Verfahren zu ersehen. Hat man z. B. zwei Kabel, von denen das eine fehlerhaft ist, so schickt man von der Endstation einen durch einen Selbstunterbrecher continuirlich geschlossenen und geöffneten Strom durch das beschädigte Kabel. Man wird alsdann, nachdem man die Sonde auf das Kabel gesetzt hat, den Ton des Selbstunterbrechers mit Hülfe der Telephone hören können. Aber man wird infolge der Induction der Kurbeln auf einander auch in den Nachbarkabeln den Ton hören. Wenn es der Betrieb erlaubt, wird man gut thun, die Enden der Nachbarkabeln für die kurze Zeit dieser Untersuchung zu isoliren. Aber wegen der Gapacität der Kabel bleibt selbst dann noch den Inductionsströmen die Möglichkeit, sich auszubilden. Man wird daher vortheilhaft die Isolirung in den beiderseitigen Nachbarstationen von der untersuchten Stelle aus vornehmen. Obwohl, wie man es auch machen mag, der Unterschied der beiden Tonstärken nicht unerheblich ist, so würde es doch, wenn man die Sonde erst von dem einen Kabel nehmen und auf das andere setzen müfste, meist nicht möglich sein, anzugeben, wann der Ton stärker ist. Dazu ist nöthig, dafs man die beiden Töne kurz nach einander mit einer sehr geringen Pause hört, da nur dann dem Ohr eine gewisse Schärfe in der Vergleichung von Tonstärken zukommt. Man setze daher auf die Kabel zwei gleiche Sonden, zwei Pole derselben, von je einer Sonde einer, werden durch einen Draht verbunden, und von diesem ein Leitungsdraht zu dem einen Pol des ersten Telephons geführt. Von dem anderen Pol dieses Telephons geht ein Draht zu dem zweiten Telephon, dessen anderer Pol mit dem Mittelcontact eines Telegraphentasters verbunden ist. Die beiden Endcontacte des Tasters werden schliefslich, am besten mittelst verschiedenfarbigen Drahtes, mit je einem der noch freien Pole der Sonden verbunden. Geht man nun am Taster von dem einen Contact zu dem anderen über, so hört man beide Töne kurz nach einander, wodurch sehr geringe Stärkemmterschiede im Tone noch wahrgenommen werden können. Das Kabel, in welchem der Ton am stärksten gehört wird, ist alsdann dasjenige, in welchem der primäre Strom fliefst.
2. In gleicher Weise, wie man zur Unterscheidung der verschiedenen Kabeln verfährt, kann man nach Entfernung der Schutzdrähte verfahren, um die verletzte Ader im Kabel herauszufinden.
3. Das Verfahren kann auch dazu dienen, wenn der Fehler nicht sehr klein ist, um innerhalb einer kürzeren, anderweitig als fehlerhaft ermittelten Strecke einer Leitung die genaue Stelle des Fehlers zu finden, auch dann, wenn man aus irgend einem Grunde nicht unmittelbar zu' der Leitung gelangen kann. Sei es, <X&L· man z. B. die Schutzdrähte oder ein anderes Hindernifs nicht eher entfernen will, als bis man den Ort des Fehlers genauer festgestellt hat. Man verfährt dabei in folgender Weise: Man wendet zwei Sonden mit der Einrichtung wie oben beschrieben an, nur mit dem Unterschiede, dafs man sie nicht neben einander auf
verschiedene Kabel, sondern hinter einander auf dasselbe Kabel setzt. So lange der Fehler nicht zwischen den beiden Sonden liegt, wird der Ton unter sonst gleichen Bedingungen in beiden gleich erscheinen. Im anderen Falle aber wird der Ton hinter der Fehlerstelle schwächer als vor derselben erscheinen. Es könnte dies aber auch noch davon herrühren, dafs die beiden Sonden nicht völlig gleich gegen die Leitung gestellt sind. Zur Controle mufs man daher Elemente mit Selbstunterbrecher an beiden Kabelenden wirken lassen. Ist in der That die Fehlerquelle zwischen den Sonden die Ursache des Stärkenunterschiedes im Ton, so wird die Sonde, die einmal den schwächeren Ton gab, das andere mal den stärkeren geben und umgekehrt. Dies wird nicht eintreten, wenn die verschiedene Stellung der Sonden allein die Ursache des Tonunterschiedes ist. Indem man die Sonden allmälig einander näher rückt, kann man die Lage des Fehlers genauer bestimmen.
4. Die bisher beschriebene Methode ist einer vollkommenen Umkehrung fähig. Man kann an die Stellung der Telephone in der Schliefsung der beiden Sonden die Elemente mit dem Selbstunterbrecher, an deren Stelle aber, in die Leitung, die Telephone einschalten. Es induciren - alsdami die Sonden das· Kabel, und mit Hülfe des Tasters in der Schliefsung der beiden Sonden kann man den Einflufs der einen oder der anderen Sonde auf dasselbe Kabel beobachten, und danach seine Schlüsse ebenso wie oben machen.
Dies Verfahren wird besonders in den unter 2. und 3. behandelten Fällen vortheilhaft sein, wobei es im Interesse der Einfachheit der Beobachtung am zweckmäfsigsten sein würde, die nächsten Löthstellen diesseits und jenseits des Fehlers zu öffnen und das beschädigte Kabelende an Stelle des ganzen Kabels zu behandeln. Dies wird oft, wegen des vielleicht nicht zu vermeidenden Geräusches auf der Strafse, nicht angehen, alsdann wird man an den Nachbarstationen beobachten und mit denselben sich durch eine der Adern des Kabels von einer Löthstelle aus verständigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Einrichtung der Kabelsonde, wie be-" schrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT5155D Kabel-Sonde Active DE5155C (de)

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