-
Einstellvorrichtung für Tastenrechenmaschinen Die Erfindung betrifft
eine Einstellvorrichtung für Tastenrechenmaschinen nach Patent50945i.
-
Nach dem Hauptpatent wurden durch Druck auf die Einstelltasten Wellen
verschwenkt. Diese Verschwenkung wird auf Schwenkhebel übertragen, an deren Ende
Gabeln sitzen, deren jede einen Teil der Antriebszähne umfaßt. Hierbei ist das Tastensystem
einer Dezimalstelle mit den zugehörigen Schwenkwellen ein Ganzes für sich. Unabhängig
davon sind die Schwenkhebel im Gestell der Maschine eingebaut. Die dabei verwendeten
Gabeln müssen schräge Seitenwände haben, die entsprechend dem Schwenkwinkel nach
dem Drehpunkt des Schwenkhebels hin zusammenlaufen. Hierdurch wird der diesem Drehpunkt
zunächst liegende Antriebszahn dicht umfaßt, während der diesem Drehpunkt am weitesten
entfernte Zahn nur lose mit viel Spielraum umfaßt wird. Ungenau eingestellte Antriebszähne
werden sich also beim Drehen der Antriebsscheibe in der einen Richtung von selbst
in die richtige Lage stellen, indem sie wie in einen Trichter hineinlaufen. Beim
Drehen in der anderen Richtung aber werden etwa ungenau eingestellte Antriebszähne
gegen die Kante der Seitenwände der anderen Gabel gestoßen. Hierdurch wird die Drehung
entweder aufgehalten, oder die Gabeln und Antriebszähne werden beschädigt, selbst
wenn die Kanten abgeschrägt werden. Diese mangelhafte Wirkungsweise und die teure
Herstellung der schrägen Gabeln, die sehr genau sein müssen, wird durch vorliegende
Erfindung vermieden. Hierzu kommt noch ein weiterer Fortschritt. Das Tastungssystem
einer Dezimalstelle nebst den Schwenkstellen, den Schwenkhebeln, den Hebeldrehpunkten,
den Gabeln und ihren Führungen ist nunmehr zu einem Ganzen zusammengefaßt. Hierdurch
ist es nun möglich, das ganze System außerhalb der Maschine lehrenhaltig zusammenzubauen
und unabhängig von der Maschine zu justieren und auf gute Arbeit zu prüfen. Die
erforderliche Anzahl geprüfter Systeme wird dann einfach nebeneinander in die Maschine
eingesetzt. Die Arbeit wird dabei gut und billig.
-
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform als Beispiel
dargestellt.
-
Abb. i ist ein Querschnitt durch das Einstellwerk, rechts vom Rechner
aus gesehen, und Abb. 2 eine Oberansicht zur Abb. i. Das Maschinengestell, das Zählwerk
und der Antrieb sind fortgelassen. Abb. 3 ist ein Schnitt nach A -B der Abb.
i.
-
Die Tasten i sind in dem Halter 2 beweglich geführt, dessen Wange
3 bis unter die auf Welle 4 befestigten Einstellscheiben 5 vorgezogen ist. Die Einstellscheiben
tragen die durch axiale Schwenkung einstellbaren Antriebszähne 6 sowie die radial
herausziehbaren Zehnerübertragungszähne 7.
An der Wange ist ein
Lager 1i mit Schlitzen befestigt, in denen auf Bolzen 12 die Schwenkhebel 13, 14
lose sitzen.
-
Diese Schwenkhebel sind zum Zwecke einer langen Lagerung auf dem -Bolzen
12 U-förmig gebogenen Naben versehen. Die Naben der verschiedenen Hebel greifen
ineinander, so daß mit einer viel kürzeren Gesamtlänge des Lagerstückes 1i ausgekommen
wird, als es bei gleich guter Lagerung mit Nabenbüchsen möglich wäre (Abb. 3). Die
Arme 13 der auf Bolzen 12 sitzenden Doppelhebel sind am Ende mit Schlitzen 16 versehen,
in welche die Kurbelstifte To eingreifen. Die anderen Arme 14 enden in Stifte 17.
-
Kreisförmig um Welle 4 als Mittelpunkt sind an der Wange 3 Führungsstifte
18 eingenietet. Auf je zwei dieser Führungsstifte sitzen Gabeln, die aus zwei Wänden
1g bestehen, die durch zwischengenietete Hülsen 2o verbunden sind. Die Hülsen sind
auf den Führungsstiften 18 verschiebbar und halten die beiden Wände 1g in einem
solchen Abstand, daß diese einerseits die Antriebszähne 6, andererseits die Stifte
17 der Arme 14 umfassen.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende.
-
Beim Druck auf eine der Einstelltasten i wird eine entsprechende Anzahl
der Wellen 8 verschwenkt, wobei durch die Kurbelstifte To die entsprechenden Hebel
13, 14 um Bolzen 12 ebenfalls verschwenkt werden. Hierdurch werden durch die in
die auf den Stiften 18 sitzenden Gabeln eingreifenden Stifte 17 der Arme 14 die
betreffenden Gabeln auf den Führungsstiften 18 axial verschoben und hierdurch gleichzeitig
die in diese Gabeln eingreifenden Antriebszähne 6 von diesen Gabeln in die Arbeitslage
geschwenkt.
-
Beim Drehen der Einstellscheibe 5 werden die nicht eingestellten Zähne
6 teils in den in wirkungsloser Lage verbliebenen Gabeln geführt, teils gleiten
sie an den Außenseiten der eingestellten Gabeln entlang. Außerhalb des Gesamtbereiches
der Gabeln werden die Zähne von einer nicht dargestellten, da nicht zur Erfindung
gehörige, innerhalb der Antriebsscheibe liegenden Sperre gehalten.
-
Die eingestellten Zähne 6 führen sich entsprechend in den eingestellten
Gabeln bzw. an den Außenseiten der nicht eingestellten Gabeln.
-
Wesentlich bei dieser Ausführung ist auch, daß sich an den Antriebszähnen
6, an den Gabeln und den Hebeln 13, 14 keinerlei Federn befinden.