DE515385C - Verfahren zum Aufbau eines Gas- bzw. Kokserzeugungsofens - Google Patents

Verfahren zum Aufbau eines Gas- bzw. Kokserzeugungsofens

Info

Publication number
DE515385C
DE515385C DEST45167D DEST045167D DE515385C DE 515385 C DE515385 C DE 515385C DE ST45167 D DEST45167 D DE ST45167D DE ST045167 D DEST045167 D DE ST045167D DE 515385 C DE515385 C DE 515385C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stones
furnace
chamber
binder
chambers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEST45167D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
STETTINER CHAMOTTE FABRIK ACT
Original Assignee
STETTINER CHAMOTTE FABRIK ACT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by STETTINER CHAMOTTE FABRIK ACT filed Critical STETTINER CHAMOTTE FABRIK ACT
Priority to DEST45167D priority Critical patent/DE515385C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE515385C publication Critical patent/DE515385C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B29/00Other details of coke ovens
    • C10B29/02Brickwork, e.g. casings, linings, walls

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufbau eines Gas- bzw. Kokserzeugungsofens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbau eines Ofens zur Erzeugung von Gas bzw. Koks mit Hilfe von Formsteinen und bezweckt, das Aufbauverfahren nach Möglichkeit zu vereinfachen und auf diese Weise die Herstellung des Ofens zu verbilligen.
  • Die bisher im Ofenbau bekannten Verfahren zum Aufbau von Ofenkammern unter Anwendung von Formsteinen verwenden entweder eine große Anzahl verschiedener Formsteine, oder es werden zum Aufbau der Kammerwände Formsteine und Normalsteine zusammen angewandt. Beide Verfahren haben den Nachteil, daß eine größere Anzahl verschiedener Steine zur Verwendung gelangt, was den Bau teuer und umständlich macht; bei gleichzeitiger Verwendung von Normalsteinen in Kammerwänden, deren Dichte für einen ordnungsmäßigen Betrieb wichtig ist, besteht zudem der Nachteil, daß die Fugen sich mit solchen Steinen nie so dicht herstellen lassen wie mit Formsteinen, die Nut und Feder besitzen.
  • Die genannten Nachteile werden nach der Erfindung dadurch vermieden, daß zur Errich-' tung der Kammerwände ausschließlich Formsteine, und zwar lediglich zwei verschiedene Arten derartiger Steine verwendet werden. Die Benutzung von nur zwei verschieden geformten Steinarten hat den Vorteil, daß das zur Errichtung des Mauerwerkes erforderliche Steinmaterial leicht und billig herstellbar ist und ohne Schwierigkeiten bautechnischer Art bei Errichtung des Ofens Anwendung finden kann. Außerdem sind die infolge von Temperatur-Schwankungen entstehenden Materialspannungen in den Kammerwänden durch die Anwendung von nur zwei verschiedenartig geformten Steinen auf ein Mindestmaß verringert. Die Folge hiervon und von der Vermeidung von Normalsteinen in den Kammerwänden ist eine weit größere Dichte der Kammerwände als bei den bisherigen Aufbauverfahren.
  • Bei der Errichtung von mehreren Ofenkammern übereinander wurden bisher die waagerechten Trennwände zwischen den Kammern stets durch besondere gewölbeartige Formsteine gebildet. Diese Ausführungsform bedingt wieder eine erhöhte Anzahl von Steinformaten und beansprucht zudem durch die Stärke der bisher üblichen Trennwände unnötig viel Raum in Richtung der Kammerhöhe. Nach der Erfindung wird das vorbeschriebene Verfahren zum Aufbau von Ofenkammern aus nur zwei Formsteinen auf die Errichtung von übereinanderliegenden Entgasungsräumen angewandt, indem eine sich etwa über die ganze Höhe des Ofens erstreckende Kammer durch in einfacher Lage angeordnete Bindersteine in eine Anzahl voneinander getrennte Entgasungsräume geteilt wird. Haben die Entgasungsräume und Heizzüge des Ofens gleiche Breiten, so können die die Ofenkammer unterteilenden Bindersteine die gleiche Form und Größe wie die zum Aufbau der Kammerwände verwendeten Formsteine haben, so daß ein Aufbau von mehreren übereinanderliegenden Entgasungsräumen mit nur zwei verschiedenen Arten von Formsteinen ausgeführt werden kann. Haben die Entgasungsräume und Heizzüge verschiedene Breiten, so werden erfindungsgemäß für die die Kammer unterteilenden Bindersteine Steine verwendet, die die gleiche Form wie die zum Aufbau der Kammerwände verwendeten Formsteine haben, jedoch eine beliebige, der Breite der Kammern entsprechende Länge besitzen. Dies hat den großen Vorteil, daß außer den zwei für die Kammerwände erforderlichen Steinarten nur noch ein dritter Stein zur Verwendung gelangt, der durch einfaches Verlängern oder Verkürzen der für einen der andren Formsteine benutzten Form hergestellt werden kann.
  • Um einen guten Mauerwerksverband zu erzielen, wird der Aufbau so vorgenommen, daß die die Ofenkammern in einzelne übereinanderliegende Entgasungsräume unterteilenden Bindersteine in den Mauerwerksverband der Kammerseitenwände eingreifen.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung veranschaulicht. Abb. i zeigt einen Querschnitt durch einen Horizontalkammerofen nach der Linie A-B der Abb. 2. Abb. 2 ist ein Längsschnitt durch den Ofen nach der Linie C-D der Abb. i. Die Abb. 3 und 4 veranschaulichen Teile des iVIauerwerksverbandes nach Abb. i in größerem Maßstabe. Abb. 5 zeigt einen Teil des in Abb. -- veranschaulichten Schnittes in größerem Maßstabe. In den Abb. 6 und 7 sind Grundrisse des Mauerwerksverbandes nach den Abb. 3 bzw. 4 in verschiedenen Steinschichten veranschaulicht.
  • Beim Aufbau eines Ofens nach den Abb. i und 2 finden Formsteine z und 2 Anwendung. Die Formsteine i sind, wie z. B. aus den Abb. 3 und 4 erkennbar ist, mit Feder und Nut ausgerüstet und dienen zur Errichtung der Seitenwände der Ofenkammern 3. Diese Ofenkammern 3 erstrecken sich etwa über die ganze Höhe h des Ofens.
  • Mit Hilfe der Formsteine 2 werden die zwischen benachbarten Ofenkammern 3 liegenden Heizzugpfeiler 4 errichtet. Auch die Formsteine 2 sind, wie insbesondere aus Abb. 3 erkennbar ist, mit Feder und' ut ausgerüstet, um einen sicheren Verband und eine gute Dichtung zu gewährleisten.
  • Bei den dargestellten Ofen sind nun die nebeneinanderliegenden Horizontalkammern 3 durch in der Längsrichtung dieser Kammern hindurchgeführte Trennwände 5 (Abb. i und 2) in drei übereinanderliegende, voneinander getrennte Entgasungsräume 6 geteilt. Die Trennwände 5 sind aus Bindersteinen 7 errichtet, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel als besondere Formsteine mit Nut und Federn. versehen sind, in die seitlichen Kammerwände eingreifen und auf diese Weise Teile dieser Wände bilden (Abb. 3 und 4).
  • Abweichend von der dargestellten Ausführungsform des Ofens können die Ofenkammern 3 vorteilhaft ebenso breit ausgeführt werden wie die Heizzüge bzw. Heizzugpfeiler 4. In diesem Fall kann der gesamte Ofenbau trotz t Anordnung der Trennwände 5 mit Hilfe von nur zwei verschiedenen Formsteinarten i und 2 durchgeführt werden, da zum Bau der Trennwände 5 die gleichen Formsteine 2 Anwendung finden können, wie sie auch zur Errichtung der Heizzugpfeiler 4 dienen. , In den Abb. 3 und 4 bzw. 6 und 7 sind zwei verschiedene Aufbauweisen der Heizzugpfeiler 4 des Ofens veranschaulicht. Gemäß den Abb. 3 und 6 entspricht die Länge des Formsteines 2 dem Abstand der Innenseite benachbarter Ofenkammern 3 bzw. 6. Wie Abb. 3 erkennen läßt, wird dieser Formstein bei der Errichtung der Heizzugpfeiler in jeder zweiten Steinschicht so verlegt, daß er in beide Wandungen benachbarter Kammern 3 hineinragt und auf diese F Weise Teile der Kammerwände bildet. Zum Ausfüllen der zwischen übereinanderliegenden Bindersteinen 2 einerseits und den entsprechenden Formsteinen i der Kammerwände andererseits entstehenden Hohlräume finden die üb- f lichen Normalsteine 8 Anwendung.
  • Bei der Bauweise nach Abb. 4 und 7 weisen die zur Errichtung der Heizzugpfeiler dienenden Bindersteine 9 nur eine solche Länge auf, daß sie von der Innenwandung der einen Kammer 3 _@ bis zur Außenwandung der benachbarten Kammer 3 reichen. Die Bindersteine g werden nun in unmittelbar übereinanderliegenden Schichten .` so verlegt, daß sie wechselweise in die eine oder die andere Wand der den Heizzügen benachbarten Kammerwände eingreifen. Diese Bauweise hat den Vorzug, einen besonders sicheren und gasdichten Mauerwerksverband ohne Zuhilfenahme von Normalsteinen zu gewährleisten.
  • Das erörterte Aufbauverfahren ermöglicht die i Errichtung eines Ofens aus im wesentlichen nur zwei verschiedenen Formsteinarten, abgesehen von den wenigen erforderlichen Trennwandsteinen oder Normalsteinen, deren Zahl im Verhältnis zur Gesamtmenge der zum Ofenbau i benötigten Formsteine i und 2 nur gering ist.
  • ' Das neue Aufbauverfahren ist natürlich auch bei der Errichtung von Öfen mit geneigt liegenden Entgasungsräumen anwendbar.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufbau eines Ofens zur Erzeugung von Gas bzw. Koks, dessen Kammerwände unter Verwendung von Formsteinen herzustellen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zur Errichtung der Kammerwände ausschließlich Formsteine, und zwar lediglich zwei verschiedene Arten derartiger Steine verwendet werden.
  2. 2. Gemäß dem Verfahren nach Anspruch z errichteter Ofen, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich etwa über die ganze Höhe des Ofens erstreckende Kammer (3) durch in einfacher Lage angeordnete Bindersteine (7) in eine Anzahl voneinander getrennte- Entgasungsräume (6) geteilt ist.
  3. 3. Ofen nach Anspruch 2, dessen E ntgasungsräume und Heizzüge gleiche Breiten haben, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindersteine (7) die gleiche'Form und Größe wie die zum Aufbau der Kammerwände verwendeten Formsteine (2) haben. .l.
  4. Ofen nach Anspruch 2, dessen Entgasungsräume und Heizzüge verschiedene Breiten haben, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindersteine (7) die gleiche Form wie die zum Aufbau der Kammerwände verwendeten Formsteine (.q) haben, jedoch eine beliebige, der Breite der Kammern entsprechende Länge besitzen.
  5. 5. Ofen nach Anspruch z bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Ofenkammern (3) in einzelne Entgasungsräume (6) unterteilenden Bindersteine (7) in den Mauerwerksverband der Kammerseitenwände eingreifen
DEST45167D 1928-12-11 1928-12-11 Verfahren zum Aufbau eines Gas- bzw. Kokserzeugungsofens Expired DE515385C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEST45167D DE515385C (de) 1928-12-11 1928-12-11 Verfahren zum Aufbau eines Gas- bzw. Kokserzeugungsofens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEST45167D DE515385C (de) 1928-12-11 1928-12-11 Verfahren zum Aufbau eines Gas- bzw. Kokserzeugungsofens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE515385C true DE515385C (de) 1931-01-05

Family

ID=7464830

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEST45167D Expired DE515385C (de) 1928-12-11 1928-12-11 Verfahren zum Aufbau eines Gas- bzw. Kokserzeugungsofens

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE515385C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1194551B (de) Aus Fertigteilen zusammengefuegte Wandkonstruktion
DE10158193C2 (de) Feuerfester keramischer Gitterstein
DE515385C (de) Verfahren zum Aufbau eines Gas- bzw. Kokserzeugungsofens
EP0107243A1 (de) Liegender Gitterbesatz für Kammern regenerativ beheizter Öfen
DE1041672B (de) Bausteinsatz
DE338204C (de) Baustein mit mehreren im Querschnitt nebeneinanderliegenden Hohlraeumen
AT334050B (de) Baustein
DE365830C (de) Hohlwand mit gemauerten Pfeilern
DE3408311A1 (de) Hohlblockstein und verfahren seiner herstellung
DE666865C (de) Silo aus Hohlsteinen
AT314164B (de) Verfahren zur Herstellung von Bausteinen mit rauhprofilierter Sichtfläche und nach dem Verfahren hergestellter Baustein
DE572372C (de) Feuerungsgewoelbe
AT309759B (de) Hohlblockstein
AT235549B (de) Kunststeintreppenstufe
DE1089726B (de) Heizwand fuer Verkokungsoefen
AT275812B (de) Wandtafel für Montagebau
DE561117C (de) Holzskelettbau mit durch Steinmassen verkleideten Hohlwaenden
DE911539C (de) Gebrannter grossformatiger Viellochstein
AT316092B (de) Formstein zur Herstellung eines Rauchfangmauerwerkes und Rauchfangmauerwerk hergestellt aus diesem Formstein
AT243478B (de) Hohlstein und unter Verwendung solcher Hohlsteine hergestelltes Mauerwerk
AT86258B (de) Hohlmauer.
AT337958B (de) Verbindung fur aus ziegeln, insbesondere hochlochziegeln, aufgebaute fertigteile
DE385975C (de) Hohlwand aus beiderseitigen Wandplatten und zugehoeriger Formstein
DE689555C (de) Unterstandsbau mit Daempfungseinlagen
DE806482C (de) Mauer aus in Abstand voneinander stehenden, durch Bauplatten gebildeten Schichten