DE51122A - Verfahren zur Darstellung neuer Tanninverbindungen und Verwendung derselben für Druckereizwecke - Google Patents

Verfahren zur Darstellung neuer Tanninverbindungen und Verwendung derselben für Druckereizwecke

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DE51122A
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tanning
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glycosides
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Bayer AG
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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KAISERLICHES
Beim Erhitzen von Tannin mit Glycerin oder Traubenzucker entsteht eine Verbindung, welche in Wasser und verdünnter Essigsäure leicht löslich ist und die für den Zeugdruck werthvolle Eigenschaft zeigt, beim Dämpfen sich wieder in ihre Bestandteile zu zerlegen.
Eine derartige Verbindung, welche Tannin erst im Entstehungszustande (in statu nascendi) zur Wirkung bringt, läfst sich ausgezeichnet überall als Ersatz des Tannins in der Zeugdruckerei verwenden.
Diesbezügliche Druckversuche haben denn auch gezeigt, dafs alle Farbstoffe, welche man bisher mit Tannin druckte, ebensogut mit Tanninglycerid oder Tanninglycosid fixirt werden. Aufserdem vereinigt Tanninglycerid die Vortheile der Beize mit denen eines Lösungsmittels für Tanninlacke, indem es beim Dämpfen nicht nur Tannin, sondern auch Glycerin abspaltet, welches letztere im Entstehungszustande ein ausgezeichnetes Lösungsmittel für die gleichzeitig sich bildenden unlöslichen Tannin-FarbstoffVerbindungen ist und daher beim Dämpfen wasserunlösliche Farbstoffe auf der Faser zur Entwickelung bringt. So z. B. wird ein hervorragender Effect beim Indulindruck unter Verwendung des Tanninglycerids bezw. Tanninglycosids erzielt.
Als Beispiel zur Darstellung dieser von uns »Tanninglyceride« bezw. »Tanninglycoside« genannten Verbindungen möge Folgendes dienen:
50 kg Tannin und 30 kg Traubenzucker werden so lange erhitzt, bis die unter Wasserabspaltung eintretende Reaction vollendet ist. Am besten entstehen die Producte bei einer Temperatur von 1000C. Höhere Temperaturen stören den Procefs insofern, als sich färbende Nebenproducte bilden.
Das Tanninglycosid ist ein fester Körper, welcher mit Wasser einen Syrup bildet und sich in Wasser und verdünnter Essigsäure leicht löst. - '
Ersetzt man den Traubenzucker durch Glycerin, so erhält man das Tanninglycerid als einen farblosen oder schwach bräunlich gefärbten Syrup.
Die Tanninglyceride sowie Tanninglycoside zeichnen sich jedoch nicht nur durch die oben erwähnte interessante Eigenschaft aus, beim Dämpfen Tannin im Entstehungszustande zu erzeugen, sondern ermöglichen auch die Vermeidung jener in der Druckerei bisher sehr unangenehm empfundenen Eigenthümlichkeit der Tannin-Druckfarben, bei längerem Stehen unter Bildung von Tannin-Lacken unbrauchbar zu werden. Sie eignen sich daher vorzüglich zur Darstellung fertiger dauerhafter Druckfarben.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Verfahren zur Darstellung von Tanninglyceriden und Tanninglycosiden, darin bestehend, dafs man Tannin direct oder im Vacuum in molecularen oder anderen Verhältnissen mit Glycerin oder Traubenzucker so lange bei 100 bis 1500 erhitzt, bis alles Wasser abgespalten ist.
    Die Anwendung der im Patent-Anspruch 1. geschützten Tanninglyceride und Tanninglycoside zum Drucken von basischen Farbstoffen an Stelle des Tannins.
    Die Darstellung von fertigen Druckfarben durch directes Mischen der Tanninglycoside bezw. Tanninglyceride mit basischen Farbstoffen.
DE1889F4233 1889-07-05 Verfahren zur Darstellung neuer Tanninverbindungen und Verwendung derselben für Druckereizwecke Pending DE51122A (de)

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