DE508573C - Verfahren zum Behandeln von Seealgen - Google Patents

Verfahren zum Behandeln von Seealgen

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DE508573C
DE508573C DEC43693D DEC0043693D DE508573C DE 508573 C DE508573 C DE 508573C DE C43693 D DEC43693 D DE C43693D DE C0043693 D DEC0043693 D DE C0043693D DE 508573 C DE508573 C DE 508573C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/13Iodine; Hydrogen iodide
    • C01B7/14Iodine
    • C01B7/16Preparation from seaweed

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zum Behandeln von Seealgen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln von Seealgen und insbesondere von Bandalgen zwecks Gewinnung der mineralischen als auch der organischen Bestandteile, die in denselben enthalten sind.
  • Bekanntlich ergibt die Behandlung der Algen mit reinem Wasser keine zufriedenstellenden Resultate, weil die Algen in reinem Wasser quellen und schleimige Stoffe an dasselbe abgeben. Das Auslaugen der Algen erfordert einen großen L'berschuß an Waschwasser, wodurch die Kosten der späteren Konzentrierung wesentlich erhöht werden. Die von dem Wasser mitgenommenen schleimigen Stoffe verhindern anderseits die Abtrennung der Salze, die man übrigens gefärbt erhält.
  • Durch das Verfahren gemäß der Erfindung werden alle diese Unzuträglichkeiten vermieden. Das Verfahren besteht darin, daß man die Algen einer Vorbehandlung mit erdalkalischen Salzlösungen unterwirft, welche das Algin in eine erdalkalische Masse verwandeln, die in Wasser nicht quillt und die, nachdem sie mit Wasser ausgelaugt worden ist, in bekannter Weise mit verdünnter Schwefelsäure behandelt, dann in Wasser gewaschen und schließlich von einer alkalischen Lösung wieder aufgenommen wird, um eine alkalische Alginatlösung zu bilden, die man evtl. filtrieren kann, um die Cellulose davon zu trennen.
  • Aus dieser alkalischen Alginatlösung kann man die Alginsäure mittels einer starken Säure niederschlagen, wenn man nicht vorzieht, dieselbe beispielsweise für die Herstellung unlöslicher Alginate durch doppelte Zersetzung mit geeigneten Salzen zu verwenden.
  • Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren kann in folgender Weise durchgeführt werden: Die Algen werden zunächst zerdrückt, was die spätere Handhabung und Behandlung erleichtert. Sie werden alsdann mit einer Chlorcalciumlösung behandelt. Das Verhältnis von 2,5o% Chlorcalcium des Gewichts der Algen bei 250ilö Feuchtigkeit ergibt gute Resultate. Es ist erforderlich, daß die Lösung die Algen bedeckt, mit welchen man sie eine halbe Stunde in Berührung läßt.
  • Die Algen werden alsdann mit Wasser ausgelaugt, um die löslichen mineralischen Stoffe, die darin enthalten sind, zu entfernen. Man kann sowohl auf warmem als auch auf kaltem Wege arbeiten. Im ersteren Fall gehen die Operationen etwas schneller vor sich, aber man erhält im zweiten Falle etwas höhere Ausbeute an Algin und von einer besseren Qualität.
  • Die mit den Salzen der Algen beladenen Laugen werden bei Siedetemperatur mit Alkalicarbonat behandelt; mit dem ausfallenden Kalk klärt sich die Mutterlauge. Man filtriert und konzentriert alsdann das Filtrat, von welchem man die verschiedenen Salze abtrennt und aus welchem man nach den üblichen Verfahren das Jod gewinnt. Die erschöpften Kalkalgen werden während etwa 6 Stunden in Wasser eingeweicht, welches mit _ etwa 15 % Schwefelsäure von 6o° Be mit Bezug auf das Gewicht der trokkenen Algen, welchen die, mineralischen Stoffe entzögen sind; angesäuert ist. Dieses Bad muß die Algen vollständig bedecken und stets eine leicht saure Reaktion aufweisen, die man nach Bedarf durch Hinzu= fügung von Säure wiederherstellt. Die Arbeitsweise geht auf kaltem Wege vor sich.
  • Die von dem Säurebad getrennten Algen werden in Wasser gewaschen und dann während 12 Stunden mit einer Natriumcarbonatlauge, einer Ätzkalilauge oder einer Magnesiumlauge behandelt, und zwar warm oder kalt. Auf i Gewichtsteil trockener Algen, denen die Mineralstoffe entzogen sind, verwendet man 0,3 Teile Soda und q.o Teile Wasser. Es bildet sich eine zähe Lösung von Natriumalginat, die man filtrieren kann, um die Cellulose abzuscheiden, und die man dann, wie oben angegeben, weiterbehandeln kann.
  • Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die obigen Vorschriften, die nur beispielsweise angegeben worden sind; so kann man an Stelle von Chlorcalcium auch ein anderes lösliches Erdalkalisalz verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:, i. Verfahren zum Behandeln von Seealgen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Algen mit einer hösung eines Erdalkalisalzes behandelt, bevor man sie mit Wasser auslaugt. z. Umwandlung des nach dem Verfahren gemäß Anspruch i erhaltenen festen Rückstandes in Alginate durch Behandlung dieser Rückstände mit verdünnter Schwefelsäure, Waschen und Wiederauslaugen durch eine alkalische Lösung oder eine Magnesiumlauge.
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