DE5052C - Selbstthätige Facetten - Schleifmaschine für Hohlgläser - Google Patents

Selbstthätige Facetten - Schleifmaschine für Hohlgläser

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DE5052C
DE5052C DENDAT5052D DE5052DA DE5052C DE 5052 C DE5052 C DE 5052C DE NDAT5052 D DENDAT5052 D DE NDAT5052D DE 5052D A DE5052D A DE 5052DA DE 5052 C DE5052 C DE 5052C
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DE
Germany
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glass
lever
grinding machine
stone
ground
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DENDAT5052D
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English (en)
Original Assignee
VOLPP, SCHWARZ & CO. in Freiburg i. B
Publication of DE5052C publication Critical patent/DE5052C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B19/00Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group
    • B24B19/02Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group for grinding grooves, e.g. on shafts, in casings, in tubes, homokinetic joint elements
    • B24B19/03Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group for grinding grooves, e.g. on shafts, in casings, in tubes, homokinetic joint elements for grinding grooves in glass workpieces, e.g. decorative grooves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

1878.
VOLPP, SCHWARZ & CO. in FREIBURG i. Br. Selbstthätige Facetten-Schleifmaschine für Hohlgläser.
Zusatz-Patent zu No. 3407 vom 29. November 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Januar 1878 ab. Längste Dauer: 2. März 1892.
Das Schleifen von Facen und ähnlichen Flächen an Hohlglaswaaren erfolgte bisher mit Sand an rotirenden eisernen Scheiben,. indem das Glas mit freier Hand gegen die Eisenscheibe gehalten wurde. Die Mängel dieses Verfahrens bestehen in nicht zu . vermeidender Unregelmäfsigkeit der Arbeit, herbeigeführt durch den Umstand, dafs es der Geschicklichkeit des Arbeiters überlassen bleibt, den Umfang eines Glases in so viel Theile zu theilen, als Flächen eingeschliffen werden sollen. Diese Flächen selbst werden in der Regel nicht hohl, wie dies das Schleifen am Umfang einer kreisrunden Scheibe erwarten läfst, sie zeigen vielmehr mehr oder weniger grofse Unregelmäfsigkeiten.
Die Arbeit an und für sich ist für den Arbeiter eine in hohem Mafse anstrengende und gesundheitsschädliche, da der Sand, mit Glastheilchen vermischt, gegen das Gesicht des Arbeiters geschleudert wird.
Diesen thatsächlichen Unvollkommenheiten gegenüber ist es von Bedeutung, dafs Gläser auch mittelst Steinen geschliffen werden können.
Solche Steine von geeigneter Beschaffenheit, d. h. von scharfem feinen Korn, finden sich in einem Steinbruch zu Grimbach bei Reichenbach im badischen Schwarzwalde.
Die ausschliefsliche Anwendung von Steinen, unter Beseitigung der Handarbeit, erfordert eine Maschine zur Festhaltung und Bewegung des Glases. Die Einrichtung dieser neuen Glasschleifvorrichtung ist nun folgende:
Auf einem tischartigen Gestell befinden sich zwei Lägerböcke A A1 zur Aufnahme der in Spitzen laufenden Welle B BK Diese Welle trägt die Riemscheibe R und den Stein S.
Die Tourenzahl dieser Welle beträgt 200 bis 400 in der Minute, der Durchmesser des Steines 50 bis 80 cm.
Vor dem Stein und gleichfalls auf dem Tisch befestigt steht die Glasschleifmaschine. Der Fufs FF1 derselben ist mittelst Schrauben und in Schlitzen des Tisches verschiebbar angeschraubt.
Auf dem Fufse FF1 ruht das kreisrunde Stück G, um eine verticale Axe drehbar. Diese Bewegung wird durch die Schraube ohne Ende D vermittelt; ihr Zweck ist, das zu schleifende Glas gegen den Stein genau richtig zu stellen. Auf G befestigt ist der Support M, dessen Bewegungsrichtung gegen den Stein gerichtet ist. Der Schlitten des Supports trägt endlich das Prisma PP1, auf dem die beiden Träger T und T1 verschiebbar sind, und zwar T1 mittelst einer Spindel und Kurbel KK
Diese Constructionstheile bilden das Gerüst der Maschine, auf der das Glas G zwischen den Trägern T T1 eingespannt und mittelst des Supports M gegen den Stein geführt wird. Hierbei dient die Schraube D zur Richtigstellung der Seitenfläche des Glases gegen den Stein.
Die Vorrichtungen zum Einspannen des Glases sind abhängig von der Form des letzteren; man bedient sich hierbei der Zulagen h und hK die zweckmäfsig aus Korkholz gefertigt werden, deren Form sich nach dem Glase richtet und welche daher leicht ausgewechselt werden können.
Das concentrische Einspannen wird auf der Fufsseite des Kelches g durch Anwendung eines Centrirfutters erreicht, das nach den Principien der bei Drehbänken u. s. w. üblichen .Vorrichtungen construirt ist.
Der Mechanismus zum selbstthätigen Vor- und Zurückbewegen des Glases ist wie folgt construirt:
Die Spindel E des Supports M ist eine viergängige Schraube von bedeutender Ganghöhe (ca. 20 mm); eine Vierteldrehung dieser Schraube genügt, um das Glas hinreichend weit zu bewegen. Auf dieser Spindel ist ein mit einer beliebigen Anzahl Einschnitte versehenes Rädchen d befestigt; ferner steckt drehbar auf derselben der Hebel mit Gewicht H, Durch
einen kleinen Siegel i, Fig. 2, wird dieser Hebel gegen das Rädchen d und damit gegen die Spindel E festgestellt; es kann also Έ durch eine Bewegung von H gedreht werden.
Die Zeichnung zeigt den Hebel in seiner untersten Lage, wobei also der Support M so weit gegen den Stein geschoben ist, dafs eine Face geschliffen wurde. Das Anschleifen einer weiteren Face bedingt nun das Aufheben des Hebels, sowie das Drehen des Glases um einen entsprechenden Theil seines Umfanges.
Wir nehmen der leichten Uebersicht wegen zunächst an, das Drehen des Glases werde mit der Hand bewerkstelligt.
Der Hebel H wird nun durch folgenden Mechanismus selbstthätig gehoben. Mit dem Hebel fest verbunden ist der Zahn Z, Fig. 1 und 2. Seitlich von der Supportspindel befindet sich fest am Maschinengestell der runde Zapfen /, auf dem die Hülse N steckt. An dieser Büchse N befindet sich der Bund t, der Daumen J und die Rolle O, Büchse, Rolle und Daumen werden durch eine auf / steckende Spiralfeder stets nach hinten, d. h. gegen den Support gedrückt.
Wird nun die Rolle O von dem kleinen Vorgelege V V her in rotirende Bewegung versetzt, so wird in der Stellung, welche die Zeichnung angiebt, der Daumen J den Zahn Z ergreifen und damit den Hebel H heben.
Hat der Hebel seinen höchsten Punkt erreicht, so wird er nicht plötzlich losgelassen, sondern gleitet langsam, durch Vermittelung von Z, auf der Rückseite des Daumens J abwärts, bis sich das inzwischen von Hand gedrehte Glas mit einer ungeschliffenen Stelle sanft an den Stein anlegt.
Bei fortdauernder Drehung der Rolle O müfste nun jede Umdrehung derselben den Hebel, der durch sein Niedersinken das Schleifen des Glases bewirkt, wieder in seine höchste Stellung bringen. Da nun aber das Schleifen einer Face nicht von der Umlaufszeit der Rolle O, sondern nur von der schleifenden Thätigkeit des Steines abhängig sein darf, so darf auch der Hebel H erst dann wieder gehoben werden, wenn er seinen tiefsten Punkt erreicht hat.
Dies wird erreicht durch eine Auslösevorrichtung. Auf der Rückseite des Daumens befindet sich eine, nach der Form einer Cylinderschubcurve geformte Fläche x, gegen welche der Stift η anläuft, so dafs, wenn der Daumen y seine Fünctionen verrichtet hat, Rolle und Daumen nach aufsen geschoben werden, so dafs J und Z aüfser Eingriff kommen. In dieser Lage verharrt N mit J und O, Weil der kleine Hebel ν υ hinter den Bund / fällt.
Dieser Vorgang hat zur Folge, dafs Rolle und Daumen leer laufen, so lange nicht durch Heben von ν ν das Wiedereinrücken bewerkstelligt wird. Erreicht nun der Hebel H seine tiefste Stellung, so wird dieses Wiedereinrücken erforderlich und auch erreicht durch die Verlängerung p, welche der Hebel H nach rückwärts trägt; / hebt nämlich mittelst eines Stiftes den Hebel ν ν hinter dem Bunde t heraus, so dafs durch die Wirkung der Spiralfeder auf L das Wiedereinrücken erfolgt und damit die beschriebene Aufhebung von H wiederum geschehen kann.
Sind so nach und nach sämmtliche Flächen an ein Glas geschliffen, so ist es erforderlich, diesen selbsttätigen Mechanismus zum Stillstand zu bringen, damit nicht eine schon geschliffene Fläche den Stein wieder erreichen, oder gar, weil sie durch einen gewissen kleinen Weg gegen den Stein fallen würde, beschädigt werde.
Hierzu dient die Zählscheibe y; jedes Niedersinken des Hebels dreht diese Scheibe um einen Zahn, so dafs das Anstofsen dieser Scheibe gegen den Stift dann erfolgt, wenn die vorher auf der Zählscheibe eingestellte Anzahl Flächen an das Glas geschliffen ist und die erste wieder an die Reihe kommt.
Der Sperrkegel i, am Hebel H befestigt, dient zur Drehung dieser Zählscheibe und hält andererseits den Hebel in einer Lage fest, welche das Wiedereinrücken von O, also die Fortsetzung der automatischen Thätigkeit der Maschine, verhindert.
Es wurde oben die Annahme gemacht, dafs die Drehung des Glases mit der Hand geschehe; die Maschine dreht indessen auch das Glas wie folgt:
Am hinteren Ende der Büchse iV-auf L ist ein kleiner Arm k fest, der den verstellbaren Hebel CC1 bei jeder Umdrehung von O um eine gewisse Gröfse hebt. Die Drehungsaxe von C C1 ist die vierkantige Stange r r', auf der auch der weitere Hebel Q derart steckt, dafs er mit dem Träger T verschiebbar ist. Eine Bewegung von CC1 bewegt also auch Q, dieser aber wieder den letzteren Hebel Q\ an dem eine Sperrklinke q zum Zwecke der Drehung der Theilscheibe Th befestigt ist.
Da sich nur Th mit dem Glase dreht, so darf man nur Theilscheiben mit verschiedenen Zähnezahlen aufstecken und die Bewegung von g durch die verstellbare Verbindung von Q und Q1 (durch die Klemmschraube ^1) reguliren, um Th jedesmal um einen Zahn zu drehen, so oft CC1 einen Hub macht.
Noch ist zu bemerken, dafs das Ausrücken von N auch k von C C1 abrückt, so dafs auch die Functionirung des oben beschriebenen Schaltwerkes davon abhängig ist, dafs der Hebel H seinen tiefsten Punkt erreiche, d. h. eine Face geschliffen ist.
Die Vortheile dieser Erfindung bestehen nun neben der Beseitigung der Eingangs erwähnten Nachtheile der bisherigen Methode in der Herstellung geometrisch genauer, geschliffener
Gläser, deren Facen, der Krümmung der Umfangsflächen des Steines entsprechend, ein wenig hohl sind, dabei aber vom Stein zum Poliren unmittelbar geeignet und fein geschliffen sind. Versuche haben ergeben, dafs mit einem noch unvollkommenen Modell und bei zwölfstündiger Arbeitszeit hundert Gläser mit je dreizehn Flächen geschliffen werden konnten. Drei Arbeiter fertigen dagegen von Hand in derselben Zeit ebenso hundert Stück Gläser. Ein Arbeiter kann ohne besondere Geschicklichkeit bis zu zehn Maschinen bedienen.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Die Construction dieser »selbstthätigen Hohlglas-Schleifmaschine«, im wesentlichen wie beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT5052D Selbstthätige Facetten - Schleifmaschine für Hohlgläser Active DE5052C (de)

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