DE504159C - Verfahren zur Dauerkonservierung von Tieren und Pflanzen - Google Patents
Verfahren zur Dauerkonservierung von Tieren und PflanzenInfo
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Description
- Verfahren zur Dauerkonservierung von Tieren und Pflanzen Die bekannten Verfahren zur Dauerkonservierung von Tieren und Pflanzen waren insofern mangelhaft, als bei ihnen stets eine starke Mumifizierung oder Schrumpfung der Gewebe eintrat, wodurch das natürliche Aussehen und die Möglichkeit einer späteren histologischen Untersuchung der Präparate beeinträchtigt wurde.
- Diese Nachteile zeigen sich auch bei dem )rekannten Verfahren, gemäß welchem die zu konservierenden Objekte zuerst mittels Alkohols o. dgl. entwässert und hierauf mittels Paraffins imprägniert werden.
- Die Erfindung besteht nun im wesentlichen darin, daß man die zu konservierenden Objekte vor dein Entwässern mit einem besonderen Fixiertfngsmittel behandelt, das keine merkliche Schrumpfung der Gewebe herbeiführt. So gelingt es, selbst weichste und empfindlichste Organismen und deren Teile in ihrer natürlichen Gestalt ohne sichtbare Schrumpfung trocken zu konservieren und Präparate zu erhalten, die sowohl gegen mechanische und chemische Einflüsse widerstandsfähig als auch l'histologisch färbbar bleiben, so daß derartige Präparate nach beliebig langer Zeit der histologischen Untersuchung zugeführt werden können. -Dieses Fixierungsinittel, mit dem die zu konservierenden Objekte vor dein Entwässern behandelt werden, ohne dabei zu schrumpfen, besteht vorzugsweise aus einem Gemisch von Eisessig, hochprozentigem Alkohol und Chloroform, dem in geeigneten Fällen auch noch Formaldehyd beigemischt werden kann. Ähnlich, wenn auch weniger vollkommen, wirkt ein Gemisch von 2 Teilen 96°oigem Alkohol und r Teil 40°,""i igem Formaldehyd.
- Das Verfahren wird hiernach wie folgt ausgeführt Die zu konservierenden tierischen Objekte werden möglichst sofort nach Eintritt des Todes, pflanzliche Objekte lebend in jene Stellung gebracht, die sie dauernd einnehmen sollen, und in dieser durch beliebige Hilfsmittel so lange erhalten, bis ihre Gewebe fixiert sind: Diese Fixierung erfolgt bei Pflanzen und Pflanzenteilen sowie bei kleinen Tieren, deren Haut für solche Fixierungsflüssigkeiten genügend durchlässig ist, durch Einlegen in die Fixierflüssigkeit oder bei großen Tieren und Teilen von tierischen Körpern, bei denen die Fixierungsflüssigkeit durch die Haut nicht einzudringen vermag, durch Injektion dieser Flüssigkeit von einem Blutgefäße aus oder, wenn der Körper ganz intakt bleiben soll, durch Einstichinjektion mittels Pravazscher Spritzen, wobei natürlich besonders darauf geachtet werden muß, daß durch die Injektion keine Veränderung der Körperform erfolgt. Nach durchgeführter Injektion werden die Objekte als ganze in die Fixierungsflüssigkeit eingelegt. In dieser- verbleiben sie, bis alle Organe und Organteile gründlich durchfixiert sind:, ein Vorgang, der je nach der Größe der Objekte verschieden lange Zeit (mehrere Stunden bis Tage) in Anspruch nimmt.
- Als Fixierungsflüssigkeit hat sich für die meisten Objekte ein Gemisch von r Teil Eisessig, 6 Teile ioo°/o Alkohol, 3 Teile Chloroform als zweckmäßig erwiesen, da dieses wasserfreie Mittel die natürlichen Farben der Gewebe am besten erhält und vor allem eine rasche Fixierung der Gewebe und daher eine Verkürzung des Verfahrens zur Folge hat. Ein derartiges Flüssigkeitsgemenge ist in der mikroskopischen Technik in seiner Anwendung zum Fixieren bekannt.
- Sind die zu präparierenden Objekte gut durchfixiert, so wird ihnen alsdann nach einem der gebräuchlichen Verfahren das Wasser entzogen. Am besten eignet sich hierzu die Behandlung der Objekte mit immer höher prozentigem Alkohol. Ist im Präparate das Wasser durch den zum Entwässern dienenden Alkohol ersetzt worden, so daß nur mehr i°/, Wasser vorhanden ist, dann werden dem Alkohol 3 Volumprozente konzentrierte, wasserfreie Carlbolsäure oder Kreosot hinzugesetzt.
- Nach einiger Zeit werden die Objekte aus diesem Medium in ein Paraffinlösungsmittel (z. B. Benzin oder eine ähnliche Flüssigkeit) gebracht, dem ebenfalls 3 Volumprozente wasserfreie Carbolsäure oder Kreosot zugesetzt werden.
- Nach kürzerem oder längerem Verbleiben in diesem Medium werden die Objekte in dasselbe, aber nur reine Paraffinlösungsmittel, wie oben angeführt, übertragen, und dieser Vorgang wird so lange fortgesetzt, bis das zum Entwässern verwendete Medium im Präparate durch das Paraffinlösungsmittel vollständig ersetzt ist.
- Dann sind die Objekte so weit vorbehandelt, daß sie aus dem Paraffinlösungsmittel unmittelbar in durch Erwärmen flüssig gemachtes Paraffin vom Schmelzpunkte 45' C übertragen werden können, das in einem Thermostaten bei einer Temperatur von etwa 45 bis 4.s° C flüssig erhalten wird. Dabei ersetzt das flüssige Paraffin das in den Geweben des Objektes vorhandene Paraffinlösungsmittel wenigstens teilweise. Hierauf wird das Paraffin noch ein- bis zweimal gewechselt. Dadurch bleibt in den Geweben des Präparates von dem Paraffinlösungsmittel kaum mehr etwas übrig, und es ist also praktisch völlig durch das flüssige Paraffin ersetzt. Nun wird das Objekt dem Paraffin entnommen, bleibt aber auf einer Fließpapierunterlage im Thermostaten noch einige Zeit liegen, bis das überschüssige Paraffin abgeronnen ist.
- Ist dies geschehen, so wird das Objekt dem Thermostaten entnommen und bei Zimmertemperatur zum Erkalten gebracht. Hierbei erstarrt das Paraffin, welches das Objekt völlig durchtränkt hat, und dadurch wird letzteres selbst hart.
- Schließlich kann ein auf diese Weise fertig präpariertes Objekt noch mit einem als Staubschutz dienenden Lacküberzuge versehen werden. -Die nach diesem Verfahren hergestellten Präparate von natürlichen Objekten sind vermöge ihrer Vorzüge geeignet, die meisten der in Museen und Schulsammlungen aufbewahrten Spirituspräparate, eine große Zahl von Stopf- und ähnlichen Präparaten sowie zahlreiche Modelle zu verdrängen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Dauerkonservierung von Tieren und Pflanzen verschiedenster Art sowie von einzelnen Teilen derselben durch Entwässern und nachfolgendes Imprägnieren mit Paraffin, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu konservierenden Objekte zuvor mit einem keine Schrumpfung bewirkenden Gemisch von i bis a Teilen Eisessig, 6 bis 1a Teilen hochprozentigem Alkohol und 3 bis 6 Teilen Chloroform bestehenden Fixierungsmittel behandelt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fixierungsmittel Formaldehyd beigemengt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man in dem Fixierungsmittel den Eisessig und das Chloroform durch Formaldehyd ersetzt. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem in bekannter Weise zur Entwässerung verwendeten Alkohol o. dgl. oder dem Lösungsmittel für das Paraffin oder beiden Kreosot oder Karbolsäure zugesetzt wird. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierung der Gewebe außer durch Einlegen in die Fixierungsflüssigkeit durch Injektion derselben in die Gewebe bzw. Blutbahnen oder durch beide Maßnahmen erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH104623D DE504159C (de) | 1925-12-15 | 1925-12-15 | Verfahren zur Dauerkonservierung von Tieren und Pflanzen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE504159C true DE504159C (de) | 1930-08-01 |
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ID=7169573
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE504159C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1002986B (de) * | 1954-07-28 | 1957-02-21 | Deutsches Gesundheits Museum Z | Verfahren zum Einbetten von Insekten in ein Polyesterharz |
-
1925
- 1925-12-15 DE DEH104623D patent/DE504159C/de not_active Expired
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