DE50301C - Apparat zum Reinigen "für die Stearinfabrikation bestimmter fester Säuren - Google Patents

Apparat zum Reinigen "für die Stearinfabrikation bestimmter fester Säuren

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DE50301C
DE50301C DE188850301D DE50301DA DE50301C DE 50301 C DE50301 C DE 50301C DE 188850301 D DE188850301 D DE 188850301D DE 50301D A DE50301D A DE 50301DA DE 50301 C DE50301 C DE 50301C
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DE188850301D
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Wittwe CH. PETIT, geb. M. V. BRISSET, in St. Denis, Frankreich
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/007Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids using organic solvents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B7/00Separation of mixtures of fats or fatty oils into their constituents, e.g. saturated oils from unsaturated oils
    • C11B7/0075Separation of mixtures of fats or fatty oils into their constituents, e.g. saturated oils from unsaturated oils by differences of melting or solidifying points

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Der neue Apparat (Fig. 1 und 2) stellt einen continuirlich wirkenden Vacuum-FiItrirapparat dar und ist dazu bestimmt, bei der Trennung flüssiger und fester Fettsäuren von der Verseifung pflanzlicher und thierischer OeIe und Fette durch !Crystallisation aus Fettlösungsmitteln die als Krystallbrei sich abscheidenden ■festen Fettsäuren abzufiltriren und von der anhängenden Lösung flüssiger Fettsäuren zu reinigen.
Die Einrichtung des Apparates ist folgende: In einem Trog B ist die Trommel A drehbar gelagert, deren Umfang aus einer gelochten Blechplatte C mit quadratischen Rippen besteht (>)
g>)
Dieser Blechmantel wird mit einem Metallgewebe bedeckt (bei a, Fig. 2, in Ansicht) und dieses schliefslich noch mit einem dicken leinenen oder baumwollenen Tuch (DJ belegt.
Diese Trommel taucht in die' Flüssigkeit des Troges B ein, welche sich in das Tuch D einsaugt und durch dasselbe in das Trommelinnere dringt, während die Krystalle auf der Oberfläche hängen bleiben.
Die so in die Trommel eingedrungene Flüssigkeit wird durch das Rohr G, welches in einer Stopfbüchse durch den Hohlzapfen H in die Trommel eingeführt ist, abgesaugt und in die Behälter / Und J übergeleitet, welche mittelst des Rohres K abwechselnd mit der Luftpumpe verbunden werden.
Die Trommel dreht sich, das Bad passirend, in der Pfeilrichtung weiter und führt die feste Fettsäure, welche sich auf ihrer Oberfläche befindet, unter dem durch das Rohr L eingeführten Gemisch von gesättigtem Alkohol und Stearinsäure hindurch, welches dazu bestimmt ist, sie zu waschen und von allen Spuren von Oelsäure zu befreien, die ihr allenfalls noch anhaftet.
Dann gelangt die Fettsäure an eine sich drehende Bürste E, welche sie von der Trommel abnimmt und in ein Schneckenrohr P wirft.
Um die ganze Trommel zieht sich ein Mantel -R zum Schutz gegen Staub. Der Antrieb erfolgt durch das Zahnrad S.
Zur näheren Begründung der eigenartigen Construction des neuen Apparates werden folgende Erläuterungen in Betreff der gegenwärtig für den gleichen Zweck üblichen Apparate und Verfahrungsweisen, sowie über das bei Benutzung des Apparates angewandte besondere Trennungsverfahren für die Fettsäuren gegeben.
Die aus der Verseifung pflanzlicher oder thierischer OeIe und Fette sich ergebenden Fettsäuren bestehen aus einem Gemisch von festen Säuren wie z. B. Stearinsäure und Palmitinsäure mit flüssigen Fettsäuren.
Um diese Produkte für die Stearinkerzenfabrikation verwerthbar zu machen, ist es erforderlich, die festen Säuren möglichst vollständig von den flüssigen zu scheiden, und dies geschieht gegenwärtig mit Hülfe von Pressen verschiedener Systeme in der Kälte oder in der Wärme.
Der neue Apparat bezweckt die Reinigung der Fettsäuren unter neuen und günstigeren
Bedingungen, als die bisher angewandten Mittel boten; das bei seiner Benutzung angewandte Verfahren gründet sich auf die Eigenschaft der festen Säuren, aus gewissen Lösungsmitteln auszukrystallisiren, während die flüssigen Fettsäuren, welche diese Eigenschaft nicht besitzen, in dem Lösungsmittel gelöst bleiben.
• Alle neutralen Lösungsmittel können verwendet werden, also z. B. Benzin, Terpentingeist, Petroleumäther, Holzgeist, Aceton, Aethyl-Alkohol, Propyl-, Butyl- und Amyl-Alkohol, entweder für sich oder mit einander gemischt, sowie Schwefelkohlenstoff oder Aether.
Wird ein Lösungsmittel benutzt, welches nicht oder nur wenig in Wasser löslich ist, so löst man in demselben das Fettsäuregemisch in der Wärme auf, so dafs eine gesättigte Lösung entsteht, welche man alsdann bei gewöhnlicher Temperatur oder unter künstlicher Abkühlung erkalten läfst, wobei die feste Fettsäure auskrystallisirt.
Die zurückbleibende Flüssigkeit giefst man ab und wäscht die Krystalle mit vorher in der Kälte mit Fettsäure gesättigtem Lösungsmittel aus, um die letzten Spuren flüssiger Fettsäure zu entfernen.
Endlich wird das noch anhaftende Lösungsmittel mit Hülfe eines Dampfstrahls entfernt.
In vielen Fällen empfiehlt es sich aber, ein in Wasser lösliches Lösungsmittel zu benutzen, und man verwendet dasselbe alsdann entweder rein oder mit Wasser versetzt. Im letzteren Falle ist die Menge des beizufügenden Wassers derart zu bemessen, dafs die Mischung im Stande ist, die zu behandelnden Fettsäuren aufzulösen und in der Kälte die flüssigen Fettsäuren in Lösung zu halten, so zwar, dafs alsdann ein weiterer kleiner Wasserzusatz genügt, um die flüssigen Fettsäuren abzuscheiden, welche alsdann nach der Krystallisation der festen Säuren in der Flüssigkeit zurückbleiben. ' Die Menge des zu verwendenden Lösungsmittels und des beizufügenden Wassers richtet sich nach der Natur der zu reinigenden Säure und ihrem Gehalt an flüssiger Säure.
Bei Alkohol und Holzgeist z. B. benutzt man ι bis io Theile einer Lösung, welche 65 bis 80 Theile Alkohol bezw. Holzgeist und 35 bis 20 Theile Wasser enthält, um die rohe Fettsäure in derselben bei einer Temperatur von 30 bis 400 C. aufzulösen und dann auf 6 bis io° erkalten zu lassen.
Die nach der Krystallisation zurückbleibende Flüssigkeit läfst die flüssige Säure obenauf schwimmen und der Alkohol bezw. Holzgeist wird concentrirt und von neuem verwendet.
Wünscht man eine weitergehende Reinigung, so krystallisirt man nochmals urn, und die aus dieser Krystallisation zurückbleibende Flüssigkeit enthält eine so geringe. Menge flüssiger Fettsäure, dafs man sie ohne Weiteres zur Hervorrufung einer ersten Krystallisation verwenden kann.
Zur praktischen Durchführung des Trennungsverfahrens wurden die verschiedenen mechanischen Mittel geprüft, welche sich zum Trennen der auskrystallisirten festen Säuren von der zurückbleibenden Flüssigkeit am besten eignen.
Hierbei war vor allen Dingen zu beachten, dafs die festen Fettsäuren, gleichgültig, aus welchen Rohstoffen sie gewonnen wurden, bei dem Krystallisiren im Lösungsmittel in Gestalt von sehr kleinen losen Krystallen erhalten werden , welche oftmals die auf den gewünschten Kältegrad gebrachte Mischung die Form einer halbfesten Masse annehmen lassen.
Diese feinste Zertheilung der festen Körper ist zwar deren Reinigung sehr günstig, allein sie erschwert die Scheidung der festen Masse von der flüssigen sehr, und diese Scheidung wird noch dadurch erschwert, dafs die verwendeten Lösungsmittel flüchtig sind, so dafs die Operation nur dann ökonomisch vortheilhaft durchgeführt werden kann, wenn der Verlust an Lösungsmitteln auf das geringste Mafs zurückgeführt wird.
Aus diesem Grunde mufs auch die Scheidung in möglichst hermetisch geschlossenen Apparaten vorgenommen werden, nämlich in Pressen, Apparaten, welche mit Vacuum arbeiten, oder Centrifugen.
Was die Pressen betrifft, so ist es bei der feinen Vertheilung der Krystalle und ihrer grofsen Verfilzbarkeit nicht möglich, die Pressung mit grofsen Massen vorzunehmen; man mufs deshalb Pressen mit grofsen Oberflächen benutzen. Am geeignetsten sind die continuirlichen Pressen und die Filterpressen.
Die Tücher der continuirlichen Pressen müssen von sehr dichtem Gewebe sein. Die mit den Krystallen beladene Flüssigkeit wird auf das endlose Tuch der Presse in dünner Schicht ausgebreitet, derart, dafs nach der Pressung' die feste Fettsäureschicht nur einige Millimeter dick ist. Eine mechanische Vorrichtung (jz. B. eine rotirende Bürste oder ein Messer), welche am Ende, wo das Tuch wieder zurückgeht, angebracht ist, nimmt die feste Schicht von dem Tuch ab.
Die Filterpressen müssen: eine sehr grofse Oberfläche und sehr schmale Kammern haben. Das Auswaschen der Prefskuchen erfolgt in der Presse selbst.
Auch die Ceatrifugen können verwendet werden. Sie· bewirken die Scheidung sehr vollkommen und. man kann bei denselben unter ' hermetischem. Verschlufs arbeiten.
Was die Apparate betrifft, welche mit Vacuum; arbeiten, so sind dieselben intermittirend oder continuirlich. Die iratermittirenden bestehen aus Kästen mit filtrirenden Oberflächen·, deren
Inneres mit einer Luftpumpe in Verbindung steht.
Die mit den Krystallen beladene dicke Flüssigkeit wird in dünner Schicht auf die Filteroberfläche gebracht, welche aus einem dichten Gewebe besteht.
Die Flüssigkeit wird dabei durch die Luftpumpe continuirlich angesaugt, und die getrockneten festen Fettsäuren werden abgenommen, nachdem sie vorher mit abgekühltem Lösungsmittel ausgewaschen worden sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zur Scheidung der auskrystallisirten festen Fettsäuren von der Flüssigkeit, bestehend aus dem hohlen, mit Drahtgewebe und Filtertuch bespannten, in einem Troge B rotirenden Cylinder A, dessen Innenraum mit einer Luftpumpe in Verbindung, steht, während eine rotirende Bürste E die sich auf der Cylinderfläche bildende feste Fettsäureschicht continuirlich ablöst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188850301D 1888-07-22 1888-07-22 Apparat zum Reinigen "für die Stearinfabrikation bestimmter fester Säuren Expired DE50301C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE50301T 1888-07-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE50301C true DE50301C (de) 1899-01-10

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ID=325164

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE188850301D Expired DE50301C (de) 1888-07-22 1888-07-22 Apparat zum Reinigen "für die Stearinfabrikation bestimmter fester Säuren

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DE (1) DE50301C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1257146B (de) * 1963-09-18 1967-12-28 Metallgesellschaft Ag Verfahren zum Auswaschen von mit Wasser nicht mischbaren Mutterlaugen aus wasserschwerloeslichen Filterkuchen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1257146B (de) * 1963-09-18 1967-12-28 Metallgesellschaft Ag Verfahren zum Auswaschen von mit Wasser nicht mischbaren Mutterlaugen aus wasserschwerloeslichen Filterkuchen

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