DE25826C - Verfahren zum Behandeln von Fetten und Oelen, um deren Zerlegung zu bewirken - Google Patents
Verfahren zum Behandeln von Fetten und Oelen, um deren Zerlegung zu bewirkenInfo
- Publication number
- DE25826C DE25826C DENDAT25826D DE25826DA DE25826C DE 25826 C DE25826 C DE 25826C DE NDAT25826 D DENDAT25826 D DE NDAT25826D DE 25826D A DE25826D A DE 25826DA DE 25826 C DE25826 C DE 25826C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- filter
- water
- oils
- breakdown
- glycerine
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 6
- 239000003925 fat Substances 0.000 title description 4
- 239000003921 oil Substances 0.000 title description 2
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 title 1
- PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N Glycerine Chemical compound OCC(O)CO PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 35
- 235000011187 glycerol Nutrition 0.000 claims description 17
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 13
- 235000014113 dietary fatty acids Nutrition 0.000 claims description 6
- 229930195729 fatty acid Natural products 0.000 claims description 6
- 239000000194 fatty acid Substances 0.000 claims description 6
- 150000004665 fatty acids Chemical class 0.000 claims description 6
- 238000005406 washing Methods 0.000 claims 1
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 4
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 4
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 4
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 description 1
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 1
- 238000004040 coloring Methods 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000011490 mineral wool Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 239000002244 precipitate Substances 0.000 description 1
- 239000000047 product Substances 0.000 description 1
- CMDGQTVYVAKDNA-UHFFFAOYSA-N propane-1,2,3-triol;hydrate Chemical compound O.OCC(O)CO CMDGQTVYVAKDNA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11C—FATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
- C11C1/00—Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
- C11C1/02—Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils
- C11C1/04—Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils by hydrolysis
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Microbiology (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Filtration Of Liquid (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Zweites Zusatz-Patent zu No. 23464 vom 3. Juni 1882.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. Mai 1883 ab. '■
Längste Dauer: 2. Juni 1897.
Die nach dem im Haupt - Patente beschriebenen Verfahren aus den Fetten dargestellten
Fettsäuren enthalten noch einen geringen Procentsatz Glycerin. Um diese mechanisch
suspendirten Glycerintheilchen. aus den Fettsäuren zu entfernen und das Glycerin auf
nutzbringende Weise zu gewinnen, verfahre ich wie folgt:
Nachdem die Fettsäuren mittelst des Vacuumapparates möglichst vom Glycerin befreit sind, werden
sie mit einem frischen Quantum Wasser gehörig gewaschen oder gespült; es wird dann
nochmals ein Vacuum im Apparat erzeugt und die Masse eine Zeit lang unter dem · Einflufs
des Vacuums gehalten, worauf die Bestandtheile sich nach ihrem specifischen Gewicht absondern.
Diese Operation wird wiederholt, bis sämmtlicbes Glycerin von den Fettsäuren geschieden
ist. Das Glycerinwasser wird nun in dem Apparat, wie im Haupt-Patent beschrieben,
erhitzt und das Wasser so lange verdampft, bis das Glycerin eine Stärke von 18 bis 200B.
zeigt. Hierauf wird das Product abgelassen und unter stetem Rühren mit einem geringen
Quantum Knochenkohle oder anderem geeigneten Filtrir- oder Entfärbungsmaterial innig
gemengt. Nun läfst man die Masse stehen, worauf die Knochenkohle durch ihr Eigengewicht
ausfällt und damit den gröfseren Theil des Farbstoffes und der anderen fremden Substanzen,
die im Glycerinwasser suspendirt waren, mitnimmt. Das Glycerinwasser wird nun in
ein Filter eingeführt, das unter Vacuum arbeitet. Durch den steten Druck, welchen ich
durch Verwenden des Vacuums erziele, wird die Flüssigkeit schnell filtrirt und in einem Behälter
unterhalb des Filters aufgenommen. Das 18 bis 200B. starke, filtrirte Glycerinwasser wird
nun in den Apparat eingeführt und bei Verwendung eines continuirlichen Vacuums auf
eine Temperatur nicht unter 500 C. erwärmt.
Das in Dampf verwandelte Wasser wird in einen geeigneten Behälter abgeführt und condensirt,
so dafs reines Glycerin von 300 B. gewonnen wird.
Es ist aus vorhergehendem Verfahren ersichtlich, dafs das aus den Fettsäuren geschiedene Glycerinwasser
zuerst so weit concentrirt wird, bis dasselbe eine solche Consistenz erhält, welche am
besten geeignet ist, das Filtriren und Entfernen der färbenden und verunreinigenden Substanzen
zu erleichtern, worauf das Glycerinwasser nochmals in den Apparat eingeführt und die darin
enthaltenen Wassertheile durch Verwenden eines nur geringen Wärmegrades und eines continuirlichen
Vacuums verdampft werden.
Das Wasser wird sehr schnell und bei niedriger Temperatur übergeführt, so dafs ein
Brennen oder Ueberhitzen des Glycerins, wie es bei anderen Processen der Fall ist, nicht
vorkommen kann.
Es werden keine Chemikalien angewendet, und wird das ganze in Fett vorhandene Glycerin
ohne jeden Verlust gewonnen.
Fig. ι ist ein Verticalschnitt meines Filters. Dasselbe ist auf zwei passende Böcke gestellt
und mit Filtrirmasse versehen, wie z. B. einem Gemenge von Kohle und Schlackenwolle. Dasselbe
ist so angeordnet, dafs es leicht um den Schildzapfen bezw. die Welle umgedreht und
die Filtrirmasse von Unreinigkeiten befreit werden kann. Ist die Masse so mit Unreinigkeiten
geschwängert, dafs das correcte Filtriren verhindert wird, so werden die Verbindungen gelöst,
es wird der Apparat umgekehrt und ein Strom heifsen oder kalten Wassers oder Dampf
in den Raum e ex eingeführt. Das Wasser oder der Dampf gehen durch die Filtrirmasse hindurch
und spülen die sämmtlichen darin enthaltenen Unreinigkeiten aus, worauf das Filter
nochmals mit dem Vacuumapparat verbunden wird, so dafs das Filtriren von neuem beginnen
kann. Der Trichter α zum Speisen des Filters wird auf den Filterhals aufgeschraubt, und zwar
unmittelbar über dem Hahn oder Ventil b, welches fest mit dem Filterdeckel verbunden
ist. Der obere Theil e des Filters wird durch Bolzen etc. mit dem eigentlichen Filterraum h verbunden.
Zwischen den beiden Theilen h und e befindet sich eine durchlochte Platte f, deren
untere Fläche mit einem geeigneten Sieb versehen werden kann. Das Filter ist mit geeigneten
Schildzapfen und mit Getriebe versehen, oder die Achse i kann durch das ganze Filter
hindurchlaufen und in den Lagern / gelagert werden, wobei die Muttern k Leckage verhindern.
Der untere Theil des eigentlichen Filters ist ebenfalls mit Sieb und durchlochter Platte/1
versehen.
Die beiden durchlochten Platten ff* werden durch geeignete Bolzen und Muttern g mit einander
verbunden. Der untere Theil des Filters ist dem Theil e gleich, d. h. er besteht
aus dem Raum e1, Hals c1 und Hahn oder
Ventil bl. Die Ringe dd} sind an dem Deckel
und Boden des Filters angebracht, so dafs, falls das Filter reparaturbedürftig werden sollte, der
zur Zeit oben stehende Theil durch Flaschenzüge und Ketten gehoben werden kann; auch
können die Ringe d dl und die Flaschenzüge dazu verwendet werden, um eine zu schnelle
Drehung und ein Wenden des Filters zu verhindern. Die Gewindegänge zum Hahn oder
Ventilrohr sind an beiden Enden genau gleich, so dafs es gleichgültig ist, welcher Theil des
Filters oben steht. Sämmtliche Operationen des Filtrirens bei Verwendung meines Apparates
werden unter Anwendung eines continuirlichen Vacuums ausgeführt.
Nach diesem Verfahren bin ich auch im Stande, OeIe und andere schweren Substanzen
zu filtriren und dieselben von ihrem Farbstoff und anderen in Suspension gehaltenen Unreinigkeiten
zu befreien.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das Behandeln der nach dem im Haupt-Patent beschriebenen Verfahren gewonnenen Fettsäuren durch wiederholtes Waschen und Behandeln im Apparat, bis sämmtliches Glycerin daraus entfernt ist, und das Verwandeln des Glycerinwassers in wasserfreies Glycerin unter Verwendung eines continuirlichen Vacuums.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25826C true DE25826C (de) |
Family
ID=302248
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25826D Active DE25826C (de) | Verfahren zum Behandeln von Fetten und Oelen, um deren Zerlegung zu bewirken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25826C (de) |
-
0
- DE DENDAT25826D patent/DE25826C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0076871A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur kontinuierlichen Fest-Flüssig-Extraktion | |
| DE69018091T2 (de) | Verfahren zum Behandeln von Kohlenstoffmaterial. | |
| DE2841146A1 (de) | Automatischer hochdruck-blitzkocher | |
| DE25826C (de) | Verfahren zum Behandeln von Fetten und Oelen, um deren Zerlegung zu bewirken | |
| DE667267C (de) | Verfahren und Anlage zum Vorbereiten von in teigigem Zustand ueberfuehrbarer Kohle | |
| DE857489C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion von Schwefel aus schwefelhaltigen Massen, insbesondere Gasreinigungsmassen, mittels eines Loesungsmittels | |
| DE331267C (de) | Verfahren und Stoffgrube zur Aufbereitung von Zellstoff nach beendeter Kochung | |
| DE2901389C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Waschen und Schleifen von Rohseife | |
| DE628240C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Auslaugen von in einem Loesungsmittel aufgeschlaemmten Stoffen | |
| DE321809C (de) | Behandlung von Abwaessern durch Hefezusatz | |
| DE48502C (de) | Filtervorrichtung | |
| DE402853C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Klaeren von Kalkmilch | |
| DE608200C (de) | Vorrichtung zum ununterbrochenen Nassschmelzen von Rohfetten, insbesondere fuer Nahrungszwecke | |
| AT149994B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung der Rohstärkemilch. | |
| DE4318875A1 (de) | Verfahren zur Reinigung und zum Recycling von Altsalz aus Konservierungsprozessen | |
| DE50301C (de) | Apparat zum Reinigen "für die Stearinfabrikation bestimmter fester Säuren | |
| DE270458C (de) | ||
| AT141878B (de) | Verfahren und Vorrichtung, um Öl- und Fettstoffe aus vegetabilischen Rohmaterialien bzw. diese Stoffe sowie Leimstoffe aus animalischen Rohmaterialien auszuscheiden. | |
| AT127815B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum schnellen und verlustlosen Abtrennen von Zellstoff, Holzschliff u. dgl. nach inniger Mischung mit beliebigen Behandlungsflüssigkeiten. | |
| DE53075C (de) | Centrifugalfilter | |
| DE127832C (de) | ||
| DE658355C (de) | Verfahren zur Behandlung des aus Kloakenabwaessern ausgeschiedenen Rohschlammes | |
| DE848680C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Fett aus tierischen Weichgeweben | |
| DE514298C (de) | Verfahren zur Herstellung von Faserstoff aus den Rueckstaenden bei der Staerkegewinnung aus Kartoffeln | |
| DE360928C (de) | Verfahren zur Gewinnung der Bestandteile von Emulsionen aus Fluessigkeiten |