DE25826C - Verfahren zum Behandeln von Fetten und Oelen, um deren Zerlegung zu bewirken - Google Patents

Verfahren zum Behandeln von Fetten und Oelen, um deren Zerlegung zu bewirken

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DE25826C
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A. MARIX in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/02Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils
    • C11C1/04Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils by hydrolysis

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Zweites Zusatz-Patent zu No. 23464 vom 3. Juni 1882.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. Mai 1883 ab. '■ Längste Dauer: 2. Juni 1897.
Die nach dem im Haupt - Patente beschriebenen Verfahren aus den Fetten dargestellten Fettsäuren enthalten noch einen geringen Procentsatz Glycerin. Um diese mechanisch suspendirten Glycerintheilchen. aus den Fettsäuren zu entfernen und das Glycerin auf nutzbringende Weise zu gewinnen, verfahre ich wie folgt:
Nachdem die Fettsäuren mittelst des Vacuumapparates möglichst vom Glycerin befreit sind, werden sie mit einem frischen Quantum Wasser gehörig gewaschen oder gespült; es wird dann nochmals ein Vacuum im Apparat erzeugt und die Masse eine Zeit lang unter dem · Einflufs des Vacuums gehalten, worauf die Bestandtheile sich nach ihrem specifischen Gewicht absondern. Diese Operation wird wiederholt, bis sämmtlicbes Glycerin von den Fettsäuren geschieden ist. Das Glycerinwasser wird nun in dem Apparat, wie im Haupt-Patent beschrieben, erhitzt und das Wasser so lange verdampft, bis das Glycerin eine Stärke von 18 bis 200B. zeigt. Hierauf wird das Product abgelassen und unter stetem Rühren mit einem geringen Quantum Knochenkohle oder anderem geeigneten Filtrir- oder Entfärbungsmaterial innig gemengt. Nun läfst man die Masse stehen, worauf die Knochenkohle durch ihr Eigengewicht ausfällt und damit den gröfseren Theil des Farbstoffes und der anderen fremden Substanzen, die im Glycerinwasser suspendirt waren, mitnimmt. Das Glycerinwasser wird nun in ein Filter eingeführt, das unter Vacuum arbeitet. Durch den steten Druck, welchen ich durch Verwenden des Vacuums erziele, wird die Flüssigkeit schnell filtrirt und in einem Behälter unterhalb des Filters aufgenommen. Das 18 bis 200B. starke, filtrirte Glycerinwasser wird nun in den Apparat eingeführt und bei Verwendung eines continuirlichen Vacuums auf eine Temperatur nicht unter 500 C. erwärmt. Das in Dampf verwandelte Wasser wird in einen geeigneten Behälter abgeführt und condensirt, so dafs reines Glycerin von 300 B. gewonnen wird.
Es ist aus vorhergehendem Verfahren ersichtlich, dafs das aus den Fettsäuren geschiedene Glycerinwasser zuerst so weit concentrirt wird, bis dasselbe eine solche Consistenz erhält, welche am besten geeignet ist, das Filtriren und Entfernen der färbenden und verunreinigenden Substanzen zu erleichtern, worauf das Glycerinwasser nochmals in den Apparat eingeführt und die darin enthaltenen Wassertheile durch Verwenden eines nur geringen Wärmegrades und eines continuirlichen Vacuums verdampft werden.
Das Wasser wird sehr schnell und bei niedriger Temperatur übergeführt, so dafs ein Brennen oder Ueberhitzen des Glycerins, wie es bei anderen Processen der Fall ist, nicht vorkommen kann.
Es werden keine Chemikalien angewendet, und wird das ganze in Fett vorhandene Glycerin ohne jeden Verlust gewonnen.
Fig. ι ist ein Verticalschnitt meines Filters. Dasselbe ist auf zwei passende Böcke gestellt und mit Filtrirmasse versehen, wie z. B. einem Gemenge von Kohle und Schlackenwolle. Dasselbe ist so angeordnet, dafs es leicht um den Schildzapfen bezw. die Welle umgedreht und die Filtrirmasse von Unreinigkeiten befreit werden kann. Ist die Masse so mit Unreinigkeiten geschwängert, dafs das correcte Filtriren verhindert wird, so werden die Verbindungen gelöst, es wird der Apparat umgekehrt und ein Strom heifsen oder kalten Wassers oder Dampf in den Raum e ex eingeführt. Das Wasser oder der Dampf gehen durch die Filtrirmasse hindurch und spülen die sämmtlichen darin enthaltenen Unreinigkeiten aus, worauf das Filter nochmals mit dem Vacuumapparat verbunden wird, so dafs das Filtriren von neuem beginnen kann. Der Trichter α zum Speisen des Filters wird auf den Filterhals aufgeschraubt, und zwar unmittelbar über dem Hahn oder Ventil b, welches fest mit dem Filterdeckel verbunden ist. Der obere Theil e des Filters wird durch Bolzen etc. mit dem eigentlichen Filterraum h verbunden. Zwischen den beiden Theilen h und e befindet sich eine durchlochte Platte f, deren untere Fläche mit einem geeigneten Sieb versehen werden kann. Das Filter ist mit geeigneten Schildzapfen und mit Getriebe versehen, oder die Achse i kann durch das ganze Filter hindurchlaufen und in den Lagern / gelagert werden, wobei die Muttern k Leckage verhindern.
Der untere Theil des eigentlichen Filters ist ebenfalls mit Sieb und durchlochter Platte/1 versehen.
Die beiden durchlochten Platten ff* werden durch geeignete Bolzen und Muttern g mit einander verbunden. Der untere Theil des Filters ist dem Theil e gleich, d. h. er besteht aus dem Raum e1, Hals c1 und Hahn oder Ventil bl. Die Ringe dd} sind an dem Deckel und Boden des Filters angebracht, so dafs, falls das Filter reparaturbedürftig werden sollte, der zur Zeit oben stehende Theil durch Flaschenzüge und Ketten gehoben werden kann; auch können die Ringe d dl und die Flaschenzüge dazu verwendet werden, um eine zu schnelle Drehung und ein Wenden des Filters zu verhindern. Die Gewindegänge zum Hahn oder Ventilrohr sind an beiden Enden genau gleich, so dafs es gleichgültig ist, welcher Theil des Filters oben steht. Sämmtliche Operationen des Filtrirens bei Verwendung meines Apparates werden unter Anwendung eines continuirlichen Vacuums ausgeführt.
Nach diesem Verfahren bin ich auch im Stande, OeIe und andere schweren Substanzen zu filtriren und dieselben von ihrem Farbstoff und anderen in Suspension gehaltenen Unreinigkeiten zu befreien.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Behandeln der nach dem im Haupt-Patent beschriebenen Verfahren gewonnenen Fettsäuren durch wiederholtes Waschen und Behandeln im Apparat, bis sämmtliches Glycerin daraus entfernt ist, und das Verwandeln des Glycerinwassers in wasserfreies Glycerin unter Verwendung eines continuirlichen Vacuums.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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