DE658355C - Verfahren zur Behandlung des aus Kloakenabwaessern ausgeschiedenen Rohschlammes - Google Patents

Verfahren zur Behandlung des aus Kloakenabwaessern ausgeschiedenen Rohschlammes

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DE658355C
DE658355C DEP71521D DEP0071521D DE658355C DE 658355 C DE658355 C DE 658355C DE P71521 D DEP71521 D DE P71521D DE P0071521 D DEP0071521 D DE P0071521D DE 658355 C DE658355 C DE 658355C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F7/00Fertilisers from waste water, sewage sludge, sea slime, ooze or similar masses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung des aus Kloakenahwässern ausgeschiedenen Rohschlammes Zur Verwertung dies aus Kloakenabwässern ausgeschiedenen Schlammes sind bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen und praktisch ausgeübt worden. So hat man z. B. vorgeschlagen, dien aus den Abwässern erhaltenen Schlamm .durch ein sog. nasses Carbionisierungsverfahnen zu behandeln, wodurch er zum Filtrieren in den -,üblichen Filterpressen geeignet und die von den Filterpressen gewonnene feste Masse ;als Düngemittel verwendbar gemacht wird.
  • Nach einem anderen bekannten Verfahren wird der Schlamm in einem Behälter erhitzt, der einen Teil einer Batterie bildet, von der während dieses Vorganges ein zweiter beschickt und der bereits behandelte Inhalt eines dritten Behälters in einer Wärmeaustauschvorrichtung gekühlt und dann, nachdem die in einem Klärgefäß sich über den zu Boden gesunkenen festen Bestandteilen abscheidende Flüssigkeit abgeleitet worden.ist, einer Filterpresse zugeführt wird, in der die festen Bestandteile von der noch vorhandenen Flüssigkeit geschieden werden.
  • Dieses Verfahren besitzt verschiedene Nachteile insofern, als bei der dort vorgenommenen Erhitzung des Schlammes unter atmosphärischem Druck die Zersetzung und Auflösung der festen Bestandteile desselben nur sehr langsam vor sich geht. Ferner wird die Filtervorrichtung, durch welche. der in den Klärgefäßen gewonnene Rückstand geleitet wird, durch die Humus- rund die anderen feinen Teilchen sehr rasch verstopft, so daß die Ausscheidung der noch vorhandenen Flüssigkeit sehr stark beeinträchtigt und verzögert wird.
  • Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren macht von den verschiedenen Arbeitsgängendieses bekannten Verfahrens ebenfalls Gebrauch; aber @es .beseitigt die diesem anhaftenden Übelstände in einer Weise, daß durch die bei dem Verfahren der Erfindung hierzu benutzten Arbeitsvorgänge wesentlich bessere Ergebnisse hinsichtlich. des Feuchtigkeitsgehaltes des gewonnenen Filterkuchens und des hierzu erforderlichen Zeitaufwandes erreicht werden.
  • Diese neuen, in die Vorgänge des bekannten Verfahrens eingeschalteten oder geänderten Arbeitsmaßnahmen bestehen darin, daß der Schlamm unter seinem Druck vorn ungefähr 7 Atm. erhitzt wird und daß der in den Klargefäßen zurückgebliebene Schlamm mit Hilfe von. in diesen Gefäßen angeordneten Rührwerken innig durcheinandergemischt wird, damit bei der weiteren Behandlung des Schlammes, in den Filtervorrichtungen die faserigen Bestandteile desselben auf dem Filtertuch eine Schicht bilden, welche die feinen Bestandteile des Schlammes zurückhält, ohne, die Durchlässigkeit des Filtertuches in ein,-solchen Maße zu beeinträchtigen, d.aß '# Durchgang der Flüssigkeit durch dasselbe' Weise erschwert wird.
  • Die durch das Verfahren der Erfindung gegenüber den bekannten Verfahren erzielten Vorteile bestehen, wie bereits oben erwähnt, darin, d.aß die .in dem zu verarbeitenden Schlamm enthaltene Flüssigkeit in viel Pstärkerem Maße und in beträchtlich kürzerer Zeit abgeschieden wird .als bei den bekannten Verfahren, so daß die nach ihm gewonnenen Filterkuchen einen wesentlich geringeren Feuchtigkeitsgehalt besitzen und die Anlagekosten sowie die Betriebskosten außerordentlich verringert werden.
  • Nimmt man z. B. an, daß der von den Ablagerungsbehältern für gewöhnlich erhaltene Rohschlamm einen Wassergehalt von 95% besitzt, so weist der bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung nach dem Kochgin, Kühlen -Luid Abstehen in den Klärgef.äßlen und nach dem Abziehen der-in diesen Gefäßen ausgeschiedenen Flüssigkeit gewonnene Schlamm nur noch einen Wassergehalt von 85 0;'o auf, -,voraus hervorgeht, daß schar allein durch diese Arbeitsvorgänge die Ausgangsmenge an Rohschlamm bereits zwei Drittel ihres Wassergehaltes verloren hat; denn der Prozentsatz von 15 % an festen Bestandteilen in dem aus den Klärgefäßen gewanncnen Schlamm gegenüber einem Prozentsatz von 5 0i0 an festen Bestandteilen in dem aus den Ablagerungsbehältern zugeführten Rohschlamm entspricht dem Anteil der festen Bestandteile der dreifachen. Ausgangsmenge von Robgchlamm. Es' wird aber nicht ,nur diese große Wassermenge entfernt, sondern die Beschaffenheit des durch diese Arbeitsvorgänge erhaltenen Schlammes wird auch gleichzeitig derart verändert, daß ihm nach dem in den Klärgefäßen vorgenommenen Misch- und Rührvorgang in der Filterpresse weitere große Wassermengen entzogen werden können, so daß die von der Filterpresse erhaltenen Kuchen nur noch einen Flüssigkeitsgehalt van q.00/0 aufweisen und daher im Vergleich mit den durch die bekannten Verfahren erhaltenen Kuchen als sehr trocken bezeichnet werden können. Dabei nimmt der zur Erzielung von Filterkuchen solcher Beschaffen= heiterforderliche Preßvorgang nur eine Zeit von r o bis 15 Minuten in Anspruch im Gegensatz zu ,anderen Verfahren, welche hierzu einen Zeitaufwand von mehreren Stunden benötigen.
  • Hieraus ist. zu ersehen, daß durch das neue Verfahren der .als Ausgangsstoff dienende Schlamm mit einem Wassergehalt von 95 zu einem Kuchen von einem Zwölftel des Rauminhalts der Ausgangsmenge bei einem ,Wassergehalt von 40% umgewandelt worden .. :Eine solche Verringerung des Wassergehaltes und eine dadurch bewirkte beträchtliche Raumverminderung des fertigen Kuchens zu erreichen ist mit den bekannten Verfahren nicht möglich. Sto besitzen die nach einem in Amerika gebräuchlichen Verfahren erhaltenen Kuchen einen Wassergehalt von 8o%, woraus hervorgeht, daß, wein der als Ausgangsstoff benutzte, Schlamm ebenfalls einen Wassergehalt von 950;'o aufweist, der ,erhaltene Kuchen ein Viertel des Rauminhalts der Ausgangsmienge besitzt. Bei nach einem ,anderen Verfahren verhaltenen Kuchen, bei welchem der Schlamm durch Zentrifugen ausgeschleudert wird, beträgt der Wassergehalt 5 %, so daß sie unter den gleichen Voraussetzungen wie vorher ein Fünftel des Rauminhalts der Ausgangsmenge besitzen.
  • Ein weiterer Vorteil dies neuen Verfahrens besteht :darin, daß infolge der sehr vermehrten Entziehung von Wasser in der Filterpresse die Stoffe in einem für die weitere Bkhandlung durch Trocknen für die Verwendung als Brennstoff oder als Düngemittel wesentlich geeigneteren Zustande zurückbleiben -und daß, da dieses auf künstlichem Wege bewirkt werden kann, die hierfür aufzuwendenden Kosten sehr gering sind.
  • In der Zeichnung ist eine zur Ausübung der Erfindung dienende Anlage an Handeines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht.
  • Der zu verwertende Schlamm wird aus der Schlammgrubea mittels einer Pumpe b durch eine Leitung c gepumpt und durch eine einen Teil eines Wärmeaustauschers bildende Leitung d einem Ventile zugeführt, durch welches er dem einen Behälter, z. B. f1, einer aus mehreren, z. B. drei Behältern f 1, f z, f 3 bestehenden Batterie zufließt, während der Schlamm aus einem ,anderen der Behälter, z. B. aus dem Behälter f 2, durch das Ventile und ein Rohr g durch eine zweite Pumpe lz abgesaugt -und über eine Leitung j, die ebenfalls einen Teil des genannten Wärmeaustauschers bildet, an das eine Gefäß einer aus mehreren, z. B. drei Klärgefäßen k1, k2, k3. bestehenden Batterie, z. B. an das Gefäß k1, abgegeben wird,' aus welchem die .oberstehende Flüssigkeit dann durch geeignete Rohrleitungen ml, m°, nz3, die mit einem nach einem Erhitzer o für Kesselspeisewasser führenden Rohrn verbunden sind, abgesaugt und dann durch ein Rohr p abgeleitet wird.
  • Das Ventil e ist so angeordnet, daß, wählend der eine Behälter, z. B. f1, mit Hilfe der Pumpe b mit Schlamm beschickt wird, der durch das Rohr d des Wärmeaustauschers geleitet worden ist und dabei Wärme aufgenommen hat, ein ;anderer Behälter, z. B. f2, mit Hilfe der Pumpe !a durch das Rohr j des Wärmeaustauschersentleert wird, so daß sein Inhalt dort Wärme abgibt, bevor @er zu dem Klärgefäß k1, k°- oder k3 gelangt, und der Schlamm in dem dritten Behälter, z. B. /3 , der Wärmebehandlung unterworfen wird. Dieser Behälter 13 war vorher mit Schlamm beschickt worden, während ein anderer Behälter, z. B. il, entleert wurde und der Schlamm in dem dritten Behälter, z. B. f=, der Einwirkung der Wärme ausgesetzt war.
  • In jedem der Klärgefäße ki, k2 und k3 ist eine nicht dargestellte Mischvorrichtung von irgendeiner geeigne:en Bauart angeordnet, deren Einwirkung der Rückstand ausgesetzt wird, nachdem die darüberstehende Flüssigkeit abgelasszn worden ist, worauf dieser Rückstand durch das dem betreffenden Gefäß zugeiardnete Rohr g1, e loder g3, welches mit einem Rohr r verbunden ist, der einen einer aus z. B. drei Filterpressen s1, s2, s3 bestehenden Batterie zugeleitet wird, worauf der durch das Filter ,ausgepreßte Flüssigkeitsgehalt durch das entsprechende Rohr il, ,oder 13 nach dem Rohrn, dem Kesselspeisewassererhitzer 9 und dem Rohr p zugeleitet wird, während die in dem Rückstand enthaltenen festen Stoffe in der Presse zu Kuchen gepreßt und durch eine Fördervorrichtung a einer Kachenbrechvorrichtung v und von da durch leine Fördervorrichtung w einer Tnokkenvorrichtungx zugeführt ,werden. Von dort gelangen die getrockneten und zerkleinerten Kuchen übereinen Elevator y, nach einem höher gelegenen Bunker z, von dem aus sie den Feuerungen der Kessel i i, i i zugeführt werden. Die Verbrennungsgase der Kesselfeuerungen werden dem die Rohre d, j umschließ-enden Ofen und der Trockenvorrichtung x in dein erforderlichen Maße zugeleitet und schließlich durch einen Schornstein 1z abgeführt, während der in den Kesseln i i erzeugte Dampf teilweise zum Kochen des Schlammes in seinem der Behälter f1, f= Moder f3 und heilweise zum Antrieb von mit elektrischen Generatoren verbundenen Dampfmaschinen verwendet wird. Die zerkleinerten, getrockneten Schlammkuchen können auch ;als Düngemittel in der Landwirtschaft Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung des ,aus Kloakenabwässern ausgeschiedenen R.ohschlammes, bei welchem der Schlamm in einem einen Teil einer Batterie bildenden Behälter erhitzt wird, wähnend ein zweiter Behälter beschickt und der bereits behandelte Inhalt seines dritten Behälters der Batterie meiner Wärmeaustauschvorrichtung gekühlt und dann einer Filterpresse zugeführt wird, in der die festen Bestandteile von der Flüssigkeit geschieden werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlamm unter einem Druck von ungefähr 7 Atm. in einem der Behälter der Batterie erhitzt und der gekühlte Schlamm in bekannter Weise einem Klärgefäß zugeleitet wird, aus welchem die sich Hoben abscheidenäe Flüssigkeit abgeleitet wird, worauf .der zurückgebliebene Schlamm mit Hilfe Beines in dem Gefäßangeordneten Rührwerkes innig durchgemischt wird, damit bei der darauffolgenden, in bekannter Weise in einer geeigneten Filtervorrichtung vorgenommenen Behandlung des Rückstandes die faserigen Bestandteile desselben auf dem Filtertuch eine Schicht bilden, welche die feinen Bestandteile zurückhält.
DEP71521D 1935-02-28 1935-07-09 Verfahren zur Behandlung des aus Kloakenabwaessern ausgeschiedenen Rohschlammes Expired DE658355C (de)

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