DE500884C - Verfahren zur Herstellung giessbarer Sprengladungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung giessbarer Sprengladungen

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DE500884C
DE500884C DED57354D DED0057354D DE500884C DE 500884 C DE500884 C DE 500884C DE D57354 D DED57354 D DE D57354D DE D0057354 D DED0057354 D DE D0057354D DE 500884 C DE500884 C DE 500884C
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DE
Germany
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explosive charges
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charges
castable explosive
castable
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Expired
Application number
DED57354D
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English (en)
Inventor
Dr Ph Naoum
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DYNAMIT AG
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DYNAMIT AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B25/00Compositions containing a nitrated organic compound
    • C06B25/32Compositions containing a nitrated organic compound the compound being nitrated pentaerythritol

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung gießbarer Sprengladungen Zur Herstellung gießbarer Sprengladungen sind bisher ausschließlich aromatische 'Nitrokörper, wie Prikrinsäure, Trinitrotoluol, Dinitrobenzol u. dgl., verwendet worden, wobei man unter Umständen, um eine bequeme und gefahrlose Gießtemperatur sicherzustellen, z. B. bei Pikrinsäure, den Schmelzpunkt des betreffenden :Nitrokörpers durch Zusatz geeigneter anderer 'Nitroverbindungen, die mit demselben ein eutektisches Gemisch zu bilden in der Lage waren, senkte (vgl. Ii a s t , pren- und Zündstoffe, S. 227). So hat man S S z. B. zu Pikrinsäure, um den ziemlich hoch, bei etwa 1210 liegenden Schmelzpunkt derselben zu senken, Trinitrokresol oder \ itronaphthalin hinzugefügt.
  • 7.u1 Bildung derartiger eutektischer Gemische sind bisher aber immer nur artverwandte iihnliche Sprengstoffe verwendet worden. Andererseits sind zur Herstellung gießharer Sprengladungen bisher Salpetersäureester überhaupt noch nicht verwendet worden.
  • lin Patent 336 2`0, welches die Herstellung detonierender Zündschnur mit Bleiumhüllung und einer Füllung vonTetranitropentaerythrit betrifft. @i-ird zwar (laeon gesprochen, daß rlein Tetranitropentaerythrit leichte Schmelzbare Etplosivstofte, z. B. Trinitrotoluol, zugemischt werden :ollen, uni (las Füllen der hinterher zu streckenden Rohre zu erleichtern. Dagegen geht aus den allgemeinen Angaben dieser Patentschrift nichts über die Zusammensetzung solcher Gemische hervor und ob sich dieselben bei einer technisch annehmbaren Temperatur zu einem für Sprengladungen brauchbaren gießbaren Schmelztluß vereinigen lassen.
  • Tun hat sich unter den kristallisierbaren Salpetersäureestern, die mit hoher Kraftleistung uns Brisanz hohe chemische Stabilit ät a und relativ geringe Enipfindlichkeit gegen l# mechanische Einflüsse verbinden, zur Herstellung von Sprengladungen besonders (las Pentaervthrittetranitrat als geeignet erwiesen. Sein hoher Schmelzpunkt (r-lo') verbietet aber seine Verwendung zur Herstellung genossener Ladungen, die bekanntlich bei (leg lfassenerzeugung von «Munition große Vorteile in ökonomischer und sicherheitstechnischer Beziehung darbieten.
  • Im Gegensatz zu den einleitenden Feststellungen, wonach bisher nur artverwandte Sprengstoffe zur Bildung eutektischer Gemische verwendet werden, hat sich nun überraschenderweise ergeben, daß auch das Pentaerythrittetranitrat, obwohl ein Salpetersäureester, mit den artireinden aromatischen itrokörpern in hervorragendem :Maße eutektische Gemische zu bilden in der Lage ist. Diese Gemische erniüglicheit ein bequemes und gefalii-loses Gießen von Sprengladungen, die bei einem hohen Gehalt an Pentaerythrittetranitrat eine entsprechend holte Kraftleistung und Brisanz besitzen tind so alle bisher bekannten gegossenen Sprengladungen, z. ß. aus Pikrinsäure und Triliitrotoltiol, bei «'eiteln übertreffen.
  • So löst z.13. geschmolzenes Trinitrotoluol bei einer Temperatur etwas oberhalb seines Sclinielzpunlctes beträchtliche -Mengen von N itropentaer_ythrit (etwa 3 Teile Nitropentaen-thrit in ..l Teilelf Trinitrotoluol) glatt auf, während sich weitere '.Mengen Nitropentaervtlirit finit dieser Lösulig zu einer lionio-Tenen flüssigen Suspension vereinigen lassen. so daß es ni<iglich ist, Genfenge von Co bis 65 °/,, N itropentaerythrit und 40 bis 35 °/" Trinitrotoluol hei einer Temperatur von ioo° in rorinen zu gießen. Die erhaltenen Spreuladungen haben dieselbe hohe Dichte wie Ladungen aus reinem Trinitrotoluol, nämlich 1,6.
  • Durch die teilweise Auflösung des Nitropentaerythrit im Trinitrotoluol findet eine weitgehende Phlegnnatisierung des ersteren statt, so daßi der erhaltene Schnielzfluß bedeutend unempfindlicher gegen mechanische Ein-. fliisse ist, als Nitropentaerythrit eine L"nenipfindlichkeit aufweist, die ilrnslchcr gegrn I3eschuß macht.
  • Die Kraftleistung und Brisanz der Ladungen entspricht etwa dem Verhältnis der Koniponeuten, ist also bedeutend liölier als diejenige aller bisher verwendeten SprenglasIuiigen aus aromatischen Nitrokörpern allein.
  • In gleicher Weise lassen sich andere schmelzbare aromatische N itrol<cirper," wie z. ß. Trinitrohenzol, Dinitrohenzol, Trinitroanisol und ähnliche \'itrokörper, finit Nitropentaerytlirit zu eutektischen Gemischen vereinigen, aus denen homogene. hochbrisante und heschußsichere Sprengladungen gegossen werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung' gießbarer Sprengladungen aus Gemischen von Pentaerythrittetranitrat einerseits und aromatischen Nitrokörpern, besonders Trinitrotoltiol, andererseits, dadurch gekenn7eichnet, daß Pentaerythrittetranitrat mit den betreffenden Nitrokörpern in einem Verlfältnis zusammengeschmolzen wird, claß die erhaltene Sprengladung mindestens 5o °/" Pentaery thrittetranitrat enthält.
DED57354D 1928-12-19 1928-12-19 Verfahren zur Herstellung giessbarer Sprengladungen Expired DE500884C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1186383B (de) * 1963-08-17 1965-01-28 Wasagchemie Ag Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern aus Sprengstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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