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Verfahren und Einrichtung zur Zeichengebung von Luftfahrzeugen aus
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zusammenlegen von annähernd rechteckig
geformten Aufschriftenflächen und einem Stabilisierungsgewicht für die Aufschriftenfläche
und auf Einrichtungen zur Zeichengebung mittels dieser zusam.mengelegten Aufschriftenflächen
aus der Luft, und zwar findet eine aus nachgiebigem Stoff bestehende Fläche Anwendung,
welche als Tr:iger für die Zeichen .dient, die sichtbar gemacht werden sollen. Diese
Fläche flattert in der Luft, wenn sie ein Luftfahrzeug mit Hilfe eines Kabels hinter
sich herzieht.
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Das Neue ist in den Patentansprüchen niedergelegt.
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Gemäß der Erfindung wird die die Aufschriften tragende Fläche, nachdem
sie eingerollt und zusammengefaltet ist, in mindestens einer Umhüllung einbeschlossen,
so ;laß ein Paket entsteht, welches von dem Luftfahrzeug getragen wird. Die Umhüllung
wird, sobald man das die Anzeigenfläche tragende Kabel losläßt, selbsttätig durch
das: genannte Kabel selbst .durchbrochen, so daß die Anzeigenfläche sich nunmehr
entfalten kann.
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Weiterhin besteht die Erfindung in bestimanten Einrichtungen, die
vorzugsweise mit dem obengenannten Haupterfindungsgegenstande gleichzeitig Anwendung
finden und weiter unten näher erläutert sind. Der Erfindungsgegenstand ist in der
Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen -Abb. i bis 8 in perspektivischer
Darstellung eine Einrichtung, die aus einer .die Anzeigen tragenden, vorn Flugzeug
mitzuschleppenden und -zu entfaltenden Fläche besteht, wobei diese Fläche in acht
Lagen dargestellt ist, die die verschiedenen Arbeitsgänge beim Zu.satnnienfalten
un.:1 Einpacken der Reklamefläche darstellen, Abb.9 zeigt schematisch die Trageinrichtung,
mit deren Hilfe die eingerollte und zusammengelegte Reklamefläche an dem Luftfahrzeug
gehalten wird, und die auch zur Ausbreitung der Reklamefläche dient. Die Abb. io
bis 1a schließlich zeigen perspektivisch zwei Varianten der Erfindung in derjenigen
Stellung, in welcher die Reklamefläche entfaltet ist.
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Gemäß der Erfindung geht .man bei der Schaffung einer Reklamevorrichtung,
die aus einem in horizontaler Richtung flatternden Reklameträger besteht, in folgender
Weise oder ähnlich vor: Die Reklamefläche a besteht zunächst aus einer nachgiebigen,
rechteckigen Fläche, die beispielsweise au,s Leinen besteht. Die Länge der Fläche
ist wesentlich größer als ihre Breite. Diese Fläche wird an einem ihrer
Enden
längs einer Rahe @b, befestigt. An dieser Rahe sind andererseits die Enden einer
gänsefußartigen Haltevorrichtung c befestigt. Diese Halteivorrichtun.g c steht zweckmäßigerweise
übereinen elastischen Teil. (Sandow). d1 mit dem Kabel d in Verbindung, welches
am Flugzeug befestigt ist. Die Länge des Kabels ist größer als die Länge -der Flugmaschine.
Weiterhin sind an den Enden ;der Rahe b zwei Schnüre e1, und zwar vorzugsweise zu
einem Teil mit Hilfe nachgiebiger Mittel befestigt. Die Schnüre e1 greifen an einer
Stange e an, die .geeignet ist, die Fläche, wenn sie von denn Luftfahrzeug im. Flu:ge
ausgebreitet mit sich geschleppt wird, zu stabilisieren.
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Die Reklamefläche wird, bevor sie in das Flugzeug eingebaut wird,
den folgenden Arbeitsgängen unterworfen.
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Zuerst breitet ,man die Reklamefläche auf einer Ebene flach aus, wobei
sich die Reklameanzeigen auf der Oberseite befinden. Man bringt dann das Stabilisationsgeswichte
in einer Aussparung unter, die längs des Mittelteils der Reihe b angeordnet ist.
Hierbei legt man die Schnüre e1, die das Gewicht e tragen (Abb. z), längs der genannten
Rahe in Falten:.
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Man rollt dann die Leinwand über den Reklameanzeigen so: dicht wie
möglich zusammen, indem man an den Längskanten beginnt, die sich parallel zur großen
Achse des die genannte Fläche bildenden Rechtecks erstrecken. Das Einrollen wird
fortgesetzt, bis sich die derart gebildeten Wülste a1 oberhalb ,der genannten Mittelachse
des Rechtecks treffen (Abb. i).
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Man faltet dann die nunmehr aus zwei Wülstenal bestehendeReklamefläche
zickzackförmig zusammen (s. Abb. a) und legt die Reklamefläche dicht gegen die Rahe
b (s. Ablb. 3).
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Man faltet auch die gänsefußartig ausgebildete Verbindung c derart
zusammen, daß sie an der Rahe; b anliegt (Abb. 3). Dann umgibt man das Ganze, wie
dies in Asbb. q. und 5, die den Anfang und .das Ende .des in Rede stehenden Arbeitsganges
veranschaulichen, dargestellt ist, mit einem Bandstreifen f. Dieser Bandstreifen
besteht aus einem leicht zerreißbaren Stoff, beispielsweise Papier. Der Bandstreifen
-wird spiralig um die zusammengefaltete Reklamefläche ,gewickelt, indem man gleichzeitig
dafür Sorge trägt, daß .der elastische Teil dl und infolgedessen auch das Kabel
d, welches sich an dem elastischen Teil anschließt, sich außerhalb des so gebildeten
Pakets befindet.
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Man legt dann das Kabel d auf einer Länge, die mindestens gleich der
Länge des Flugzeuges ist (Abb. 6), zickzackförmig zusammen, so daß es sich gegen
die Rahe legt.
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Das so gebildete Paket .umwickelt man .dann, wie dies in den Abb.
7 und 8 für den Anfang und das Ende des Arbeitsganges dargestellt ist, mit einem
bandförmigen Streifen g, der ebenso wie der schon obenerwähnte bandförmigeStreifen
faus zerreißbaremStoff besteht. Die Umwicklung erfolgt derart, daß der Streifen
g eine Spirale um das genannte Paket herum bildet. Dabei wird dafür Sorge getragen,
daß das freie Ende des Kabels d uan einen gewissen Betrag aus demPaket heraussteht.
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Was nun die Verbindung des Kabels d mit dem Flugzeug selbst anbetrifft,
so ist diese derart zu treffen, @daß die Fläche a, nachdem sie in oben geschilderter
Weise zusammengerollt und eingewickelt ist, von dem Flugzeug an einer solchen Stelle
gehalten wird, daß in keiner Weise die Manövr ierfähigkeit des Flugzeuges weder
beim Start noch beim Fahren in der Luft behindert wird. Außerdem muß die Anordnung
derart getroffen sein, daß die Fläche während .des Fliegens, um in Betriebstellung
zu kommen, ohne Gefahr aufgerollt werden kann. Die genannte Verbindung kann zu den
genannten verschiedenen Zwecken beispielsweise in folgender Weise hergestellt werden:
Das in oben geschilderter Weise hergestellte Paket wird quer unter dem Rumpf des
Flugzeuges symmetrisch zur Rumpfachse (Abb. g) untergebracht, und zwar bettet, man
das Paket in Trägern la, die sichelförmig ausgebildet sind und an, einem Rohr hl-
befestigt sind. Letzteres ist in den Gestellrahmenteilen Ir.'
drehbar gelagert.
Die Gestellrahmen lag .sind entweder an festen Teilen der Flugmaschine, beispielsweise
an dem Rumpf, angebracht, oder sie werden von einem besonders angesetzten Träger
gehalten. Letzteres kann geschehen, wenn das Flugzeug keime untere Tragfläche aufweist
oder auch wenn das Gegenteil der Fall .ist.
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Wie in Abb. 9 :dargestellt ist, ist das Paket auf der Unterseite der
genannten Tragfläche angeordnet, und zwar lagert es in den Trägern lt derart, @daß
sich die Enden der Wülste ai auf der Unterseite befinden. Wäre dies nicht ,der Fall,
so würden sich die Aufschriften und das Stabilisationsgewicht e bei der Entfaltung
der Reklamefläche a an der Oberseite befinden. Die richtige Lage des Pakets in den
genannten Trägern wird dadurch herbeigeführt, daß man es von einem Ende zum andern
umwendet, d. h., .daß das Ende der Rahe b, welches sich auf der linken Seite während
der Einnvicklung auf dem Erdboden befand, nach rechts in die Träger gelegt wird.
Jeder Irrtum beim Einsbau des Pakets wird vermieden, wenn man auf den Enden der
Rahe die in der Zeichnung nicht dargestellten Zeichen R (rechts) und L (links) anbringt,
clie
anzeigen, welches Ende auf der rechten Seite und welches Ende
auf der linken Seite des Flugzeuges liegen muß. Die sichelförmigen Träger h werden
derart aufgehängt, daß ein Passagier, der sich in dem Flugzeug befindet, nach Belieben
diese Träger und die eingewickelte Reklamefläche, welche von den Trägern gehalten
wird, nach hinten verschwenken kann. Diese Schwenkbewegung kann man dadurch ermöglichen,
daß man am hinteren Teil der genannten sichelförmigen Träger eines der Enden einer
Schnur i anhakt, deren anderes Ende eine Öse bildet, die in einen Karabinerhaken
j eingreift. Letzterer ist an einem festen Halter angebracht und mit einem Verschlußring
j1 versehen, mit dem man den Karabinerhaken öffnen kann. Diese üffnung geschieht
entgegen einer Rückzugsfeder j2. sobald der Passagier einen von unten nach oben
wirkenden Zug auf eine Schnur k ausübt, die vertikal angeordnet ist und mit ihrem
einen Ende an dem Ring il befestigt ist, während :der Passagier das andere freie
Ende in seiner Hand hält.
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Das freie Ende dies Kabels d ist an eines der Enden eines weiteren
Kabels L angeschlossen. Letzteres ist durch ein Führungsrohr sza hindurchgeführt,
so daß das andere En 1e des Kabels l in der Nähe des Passagiers mündet. Das aus
dem Rohr in hervortretende Ende des Kabels l ist mehrere Male um eine Welle n herumgewickelt.
Die Zahl der Windungen ist eine Funktion des Abstandes, welchen die Reklamefläche
a hinter dem Flugzeug haben soll, wenn sie ausgebreitet in der Luft flattert. Die
Welle ia ist horizontal gegenüber dem genannten Passagier angeordnet und trägt an
ihrem Umfang einen Haken n', mit dem das freie Ende des Kabels i, «-elches als Öse
ausgebildet ist, in Eingriff steht. Sobald die obenerwähnte Kippbewegung der zu
einem Paket zu,sam.mengewickelten Reklameflächen stattfindet, wird die Welle veranlaßt,
sich um ihre Achse zu drehen. Hierbei kann sie mit Hilfe einer geeigneten Bremse
entweder völlig oder teilweise abgebremst werden. Diese Bremse besteht beispielsweiseauseinerBandbremseo
(s. Abb.9)-. Die Teilbremsung der Wellte erhält man, wenn man auf den Handgriff
@desHebels o1 einwirkt. Zur vollständigen Stillsetzung der Welle dreht man einen
mit Gewinde versehenen, gekord:elten Knopf p in geeigneterDrehrichtung. Dieser Knopf
ist an dem genannten Hebel befestigt und in einem .mit Gewinde versehenen, an einem
festen Pfosten angebrachten Träger eingeschraubt.
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Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Einrichtung ist die
folgende: Das Paket, welches die Reklamefläche a enthält, wird zuerst in seinen
Haltern h gelagert. Sobald das Luftfahrzeug eine Höhe erreicht hat, bei der die
Entfaltung der Aufschriftenflächegeschehen kann, zieht der hiermit bietraute Mitfahrer
an der Schnur k und wirkt infolgedessen auf den Karabiner j derart ein, daß die
genannten Träger eine Schwenkbewegung nach hinten ausführen. Diese Bewegung wird
noch durch den beim Fahren auftretenden Wind unterstützt. Durch die Schwenkbewegung
wird das die Aufschriftenflächeenthaltende Paket veranlaßt, in -den freien Raum
zu fallen.
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Das Mitnahmekabel d spannt sich infolgedessen und zerreißt die Papierhülle
g, so daß das Kabel d auf einer Länge frei wird, die ungefähr der Länge des Luftfahrzeuges
entspricht.
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Der Rest des Pakets, der die Rahe b, di,e Stabilisierungeinrichtung
e, die Auf schriftenfläche und die Halteeinr icht.ung c enthält, ist noch in Takt
und befindet sich noch innerhall.) der Papierhülle f. Infolgedessen kann ein vorzeitiges
Entrollen der Aufschriftenfläche nicht eintreten und infolge-l.essen auch kein Unglücksfall
dadurch geschehen, daß der Paketinhalt irgendwo anhakt.
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Sobald das Paket einen Weg zurückgelegt hat, der umgefähr gleich :der
Länge .des Luftfahrzeuges ist, spannt sich das Kabel d von neuem, und die Halteeinrichtung
c zerreißt die Papierumhüllung f, so daß die Aufschr.iftenfläch.e a frei wird. Diese
entfaltet sich zuerst von vorn nach hinten und dann nach der Seite. Gleichzeitig
verläßt das Stabilisierungsgewicht e sein La, -er in der Rahe b,
welches
nach unten zu gerichtet ist, und fällt auf die untere Seite .der Einrichtung, so
daß diese in einer annähernd horizontalen Lage stabilisiert wird (s. Abb. io). In
diesem _Ioinent übt der durch .das Mitschleppen der entfalteten Reklamefläche erzeugte
Widerstand eine verhältnismäßig große Kraft auf das Mitnahmekabel d aus. Diese Kraft
wird einerseits durch den nachgiebigen Teil dl des Kabels und andererseits vor allem
durch die Abrollbewe:gu.ng der Welle n absorbiert. Vorsichtshalber hat man die Bremse
in eine solche Stellung gebracht, daß sie die Bewegung der Welle m. nicht blockiert.
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Der Flugzeuginsasse läßt das Kabel d um einen bestimmten Betrag ablaufen;
.dann übt er eine sanfte Bremswirkung aus, und schließlich hält er die Abrollbewegung
an un,1 blockiert die Bremse mit Hilfe des Knopfes p.
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Das Flugzeug fliegt dann durch die Luft, indem es die Aufschriftenfläche
aus Stoff hinter sich her schleppt. Letztere ist entfaltet, und ihre Aufschriften
sind vom Erdboden aus sichtbar. Dabei läuft,das Flugzeug nicht Gefalir, aus seiner
Bahn geworfen zu werden, vielmehr bewahrt es völlig seine Steuerfähigkeit
und
seine Eignung, sowohl Bewegungen nach oben und unten als auch nach der Seite auszuführen.
Man muß nur dafür Sorge tragen, daß die Zuglinie des Mitnahmekabels d durch das
Gravitationszentrum des Flugzeuges hindurchgeht.
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Wenn der Reklameflug beendet ist und das Flugzeug über seinen Landungsplatz
zurückgekehrt ist, löst der Flugzeuginsasse den Knopf p, der die Bremse der Welle
n blockierte. Die Wellen läßt nun, indem sie sich frei dreht, das noch auf ihr aufgewickelte
Kabel ablaufen. Am Ende der Abwickelbewegung löst sich das Ende des Kabels 1, welches
bis dahin auf dem Haken. yal :der Wellen aufgeschoben war, selbsttätig von dem genannten
Haken. Die Reklamefläche a fällt dann vertikal auf den Boden herab. Die Fallgeschwindigkeit
der Aufschriftenfläche ist gering, da die Luftreibung, die auf die große Oberfläche
der Aufschriftenfläcbe wirkt, die Fallbewegung stark abbremst.
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DieReklamefläche wird dann aufgesammelt, um von neuem verwendet zu
werden, und in der schon beschriebenen Weise eingerollt, zusammengefaltet, in ein
Paket verschnürt und schließlich in den am Luftfahrzeug angebrachten Trägern untergebracht
und mit der Welle verbunden. Nachdem dies geschehen ist, ist alles zu einem neuen
Reklameflug bereit.
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Im folgenden sind einige weitere Einrichtungen beschrieben, welche
gegebenenfalls auch für sich allein benutzt -werden können.
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Der Luftstrom des Propellers bewegt sich hinter dem Flugzeug im wesentlichen
in Form einer Spirale und hat das Bestreben, die Aufschriftenfläche um ihre Längsachse
zu drehen. Weiterhin wirkt bei einer Kurve nach links die auf das Stabilisierungsgewicht
e ausgeübte Zentrifugalkraft dieser Tendenz des Luftstromes entgegen, so daß die
Rekla:m:efläche a in ihrer gewünschten Stellung verbleibt. Bei einer Kurve nach
rechts jedoch haben Zentrifugalkraft und Wirbelbewegung dieselbe Wirkrichtung. Infolgedessen
wird die Wirkung des Stabilisiergewichts ungenügend, so daß eine Drehbewegung der
Rekla.inefläche eintritt. Um nun die Wirksamkeit des Stabilisiergewichts zu vergrößern,
ohne dieses wesentlich schwerer zu machen, ordnet man es unsymmetrisch mit Bezug
auf die Längsachse .der Reklamefläche .an, und zwar auf der Seite, ,auf der es das
Drehmoment der Luftschraube ausgleicht.
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Eine weitere Ausführungsform hat zum Zweck, zu verhindern, daß das
Klatschen des hinteren Teiles der Aufschriftenfläch.e ein Zerreißen der ganzen Leinwand
herbeiführt. Gemäß dieser weiteren Ausführungsform bringt man am hinteren Ende der
Aufschriftenfläche ein Gewebe, beispielsweise ein Zellgewebe an, welches an seinem
Ende eine gewisse Zahl von dreieckförmi-gen Flächen a' aufweist; in Abb. to sind
drei solcher Dreiecksflächen angebracht, mit deren Hilfe das Klatschen der Leinwand
gemildert und ein Zerreißen der Aufschriftenfläche verhindert wird.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird die Anordnung derart .getroffen,
daß die ausgebreitete Aufschriftenfläche, welche bisher immer horizontal, d. h.
parallel zum Boden, lag, sich in einer vertikalen Ebene, d. h. senkrecht zum Boden,
einstellt. Diese senkrechte Einstellung ist insbesondere dann anzuwenden, wenn die
Flughöhe des Flugzeuges verhältnismäßig gering ist. Um dies zu erreichen, bildet
man die Rahe b derart aus, daß sie an, einemEnde schwerer ist als am anderen, so
daß die Ralie das Bestreben hat, sich vertikal einzustellen und dabei die Fläche
a, die an der Rahe befestigt ist, mitzunehmen. Wie in, Abb. I I dargestellt
ist, ist an der Rahe b zu .dem genannten Zweck ein Gewicht. q angeordnet.
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Ein anderes Mittel zur Vertikalstellung der Aufschriftenfläche besteht
darin, die gän:sefußartige Befestigungseinrichtung c aus der Mitte derart zu verschieben,
.d.aß das von der Rahe b und .den äußeren Fäden der Befestigungseinrichtung gebildete
Dreieck nicht mehr glteich.schenklig ist. Die ganze Einrichtung wird derart getroffen,
daß beim Fliegen das Zugseil d vorzugsweise die Verlängerung der Halbierenden des
Winkels bildet, der durch die beiden äußeren Seile der Mitnehmereinrichtung e gebildet
wind.
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Häufig ist es auch zweckmäßig, zu den beiden genannten Mitteln zu
greifen, d. h. :sowohl das Beschwerungsgewicht q anzubringen, :als auch die gänsefußartige
Befestigungseinrichtung c unsymmetrisch an.zuordnen.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform, die in beiden Fällen angewendet
werden bann, wenn die Aufschriftenfläche horizontal oder vertikal fliegen soll,
ist dafür Sorge getroffen, daß die Wellenbewegungen der Aufschriftenfläche gedämpft
werden. Dies gesdhieht mit Hilfe von Luftschläuchen r; die sich längs der größeren
Kanten der Aufschriftenfläche von vorn nach hinten .erstrecken. Jeder dieser Luftschläuche
weist eine Eintrittsöffnung auf, ,die größer ist als die Austrittsöffnung. Ain Eintrittsende
ist zweckmäßvgerweise ein Ring s vorgesehen, der seinerseits von einem der Enden
der Rahie b getragen wird. Die Luftschläuchen werden entweder derart angeordnet,
@daß sie einander parallel sind, oder sie werden derart angeordnet, daß ihreAchsen
sich von vorn nach hinten nähern. Die Aufschriftenfläche bildet in letzterem Fall
ein
längliches Trapez, dessen größere Basis vorn an der Rahe liegt.
Der Wind, welcher sich in den Luftschläuchen fängt, bläst diese auf, so daß .die
Luftschläuche, während sie sich in die Strömungsrichtung dies Windes zu stellen
suchen, gespannt werden. Hierdurch erhält .die ganze Aufschriften.fiäche eine Spannung
in Richtung ihrer Breite.
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Die Erfindung beschränkt sich keineswegs auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
und auch nicht auf die Einzelheiten .der dar-"estellten Ausführungsformen; vielmehr
sind wesentliche Abänderungen möglich, ohne daß der Erfindungsgedanke selbst davon
berührt wird.