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Einrichtung zum Öffnen von Umschlägen Die Erfindung betrifft eine
Einrichtung zum leichten öffnen von Umschlägen und Hüllen aller Art, insbesondere
von Briefumschlägen, Schachteln und Verpackungen für verschiedene Waren, und zwar
sowohl von allseits geschlossenen wie auch bloß teilweise geschlossenen derartigen
Gegenständen.
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Das öffnen von Umschlägen mit Hilfe von in diese eingearbeiteten Einsätzen,
welche nach außen mit einem Greifzipfel hinausragen, ist bekannt. Derartige Öffnungseinsätze
sind vorteilhaft aus steiferem Material, als es die Hüllen aufweisen, verfertigt
und werden bei ihrem Herausziehen aus den Hüllen diese aufgerissen bzw. aufgeschnitten.
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Die erwähnten Öffnungseinsätze verschiedenster Art können in bekannter
Weise mit Reklameaufschriften, Bildern u. ä. versehen werden. Es wurde schon vorgeschlagen,
derartige Reklamezettel o. dgl. an öffnungsfedern zu befestigen, so daß sie beim
öffnen des Umschlages herausgezogen werden. Ferner werden auch Federn verwendet,
. die die Reklamezettel nach dem öffnen des Umschlages ins Blickfeld drücken.
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Gemäß der Erfindung wird eine ungewöhnliche Erhöhung des Reklameeffektes
dadurch erreicht, -daß der Öffnungseinsatz mit einem oder mehreren Teilen, welche
vorteilhaft mit Reklameaufschriften o. ä. versehen sind, verbunden wird und welche
beim öffnen des Umschlages um ihre Biegungskante umgebogen oder in einer anderen
Art relativ zum Öffnungseinsatz bewegt werden, so daß die auf ihnen befindliche
Reklame sichtbar wird. Besonders vorteilhaft ist es, die beweglichen Teile mit dem
Öffnungseinsatz mittels Gummischnürchen, flachen Federn oder anderen elastischen
Hilfsmitteln zu verbinden, welche beim Einlegen des Einsatzes angespannt sind, sich
jedoch beim Herausziehen des Einsatzes während des Offnens des Umschlages zusammenziehen
und dadurch eine plötzliche und unerwartete Bewegung der die( Reklame tragenden
Teile bewirken. Es ist klar, daß eine so.plötzliche und unerwartete relative Bewegung
der die Reklame tragenden Teile einen ungewöhnlich starken Reklameeffekt hervorbringt.
Da eine solche Reklame infolge ihrer allseitigen Verwendungsmöglichkeit und Einfachheit
der Ausführung in die weitesten Kreise der Bevölkereng eindringt, handelt es sich
hier um eine tatsächlich sehr wirksame Art von Reklame.
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Die Formen und Größen der Öffnungseinsätze wie auch der beweglichen
Reklameteile können die verschiedensten sein, ebenso können die beweglichen Teile
in verschiedenster
Art an den öffnungseinsätzen angeordnet sein.
Sehr verschieden sind auch die Verwendungsmöglichkeiten dieser Einsätze bei Verpackungen
aller Art. Auf den beigeschlossenen Zeichnungen sind nur einige Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt.
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Auf Abb. i bis i i sind einige Fälle der Verwendung der Öffnungseinsätze
mit beweglicher Reklame bei einem Briefumschlag veranschaulicht.
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Bei der Ausführung nach Abb. i bedeutet a den am Verschlußlappen b
des Briefumschlages angeklebten oder anders befestigten Einsatz. Der Öffnungseinsatz
ist mit einem Greifzipfel c versehen. Am Einsatz a ist etwa mittels Aufklebens der
Teilt befestigt, an dem mit seinem einem Ende das Gummischnürchen d befestigt ist,
welches mit seinem anderen Ende am Einsatz a angebracht ist. e bedeutet die
Umbiegekante des Teiles 1. In der dargestellten Lage, in welcher der Teilt
auf den Einsatz a umgebogen ist, ist das Gummischnürchen d gespannt, und ha dieser
Lage wird der Verschlußlappen auf den Umschlag umgebogen und zugeklebt. Das öffnen
des Umschlages geschieht mittels Ziehen an dem Zipfel c, wodurch der Verschlußlappen
vom Umschlag abgerissen wird. In diesem Augenblick hat j edoch das Gummischnürchen
d das Bestreben, sich zusammenzuziehen und bewirkt das Aufklappen des Teiles 1 um
seine Umbiegekante ,e (vgl. Abb. z). Diese Bewegung ist scharf und plötzlich und
für den Öffner des' Umschlages vollkommen unerwartet. Infolgedessen wird diese Person
auf den Teil 1, der so plötzlich herausgeschnellt wurde, aufmerksam und bemerkt
die auf dem Teil t befindliche Reklame, welche auf jener Seite angeordnet ist, die
nach dem Aufklappen nach oben kommt.
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Der bewegliche Teil 1 muß nicht in der Achsenrichtung des Öffnungseinsatzes
p.ngeordnet sein, sondern dies kann ebenso@gut .auch auf den Seiten des Einsatzes
geschehen.
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Auf den Abb. 3 bis 5 ist ein Fall dargestellt, wo mit dem Öffnungseinsatz
a drei bewegliche Teile verbunden sind, von denen der eine Teil l in der Achsenrichtung
angeordnet und am Einsatz entweder angeklebt oder angenäht oder in einer anderen
Art befestigt ist, während die Teilei und i1 mit dem Einsatz a ein Stück bilden,
jedoch auf denselben längs der Biegekanten lt und Iti umgebogen sind. e bedeutet
wieder die Umbiegekante des Teiles L, während d das Gummischnürchen
bezeichnet, mittels welchem der Teilt an dem Teil a befestigt ist. Bei der gezeichneten
Anordnung genügt ein einziges Schnürchen für alle beweglichen Teile und .dies dadurch,
daß beim Zusammenlegen des Einsatzes vor dem Schließen des Briefes zuerst der Teil
1 entgegen dem Zug des elastischen; Schnürchens gespannt wird und dann die
beiden Teile i und; i1 umgebogen werden. Abb. 3 veranschaulicht einen so zusammengelegten
Einsatz, während Abb. 5 ein Längsschnitt durch den zusammengelegten Einsatz ist.
Abb.4 stellt den geöffneten Einsatz nach, dem Öffnen des Umschlages dar, wenn infolge
des Zuges des elastischen Schnürchens der Teil l aufklappt und auch die beiden Teile
i und il öffnet. Dadurch wird die Reklame sichtbar, die auf den Flächen a,
1, i und i, aufgedruckt oder anders angeordnet ist.
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Abb. 6 und 7 veranschaulichen einen Einsatz derselben Art, welcher
aus dem eigentlichen Einsatz a und den beweglichen Teilen 1,
i und i, besteht,
die in ähnlicher Art wie die Teile 1, i und il beim Einsatz gemäß Abb. 3
bis 5 zusammengelegt sind. Die Besonderheit dieser Anordnung ist, daß der Einsatz
a länger ist als .die beweglichen Teile 1, i und i1 und an beiden Seiten
mit schmalen Einschnitten o1 und o2 versehen ist. Eine solche Anordnung eignet sich
besonders für Mustersäckchen oder andere an einer odermehreren Seiten offene Verpackungen.
Beim Schließen der Verpackung wird der zusammengelegte Einsatz mit seinen Einschnitten
so auf den Verschlußlappen der Umhüllung aufgesteckt, daß der Greifzipfel nach außen
hervorragt. Der Verschlußlappen wird längs der beide Einschnitte verbindenden Linie
umgebogen und in dieser Anordnung in die Umhüllung eingesteckt, so däß der Greifzipfel
herausragt. Mittels Ziehen 'an diesem Zipfel wird der Verschlußlappen aus dem Umschlag
herausgezogen, und durch weiteres Ziehen wird der Öffnungseinsatz vom Verschlußlappen
abgezogen. Dadurch wird . der Einsatz frei und öffnet sich infolge der Spannung
.des Gummischnürchens d so, wie bereits früher beschrieben wurde.
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Auf Abb. 8 bis i i ist die Verwendung eines derartigen Öffnungseinsatzes
bei einem umschlaglosen Briefpapier dargestellt.
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Das Briefpapier r wird an seinen Längsseiten umgebogen, so daß seitliche
Umbiegeteile r1 und r2 entstehen. Unten werden die Ecken s1 und s2 eingeschlagen
und auf diese Ecken der öffnungseinsatz z aufgeschoben, welcher gemäß Abb. 6 so
angefertigt ist, daß der eigentliche Einsatz nach oben kommt, während die beweglichen
Teile unter die umgeschlagenen Ecken kommen. Auf Abb. i i ist dieser Zustand im
Schnitt nach Linie I-I der Abb. B ersichtlich. Das Briefpapier wird dann in bekannter
Weise zusammengelegt, und zwar' so, daß seine Teile längs der Umbiegelinien
zsi und 2c2 umgebogen werden. Zuerst wird der obere Teil nach innen um die Linie
UI eingeschlagen und dann über ihn der untere Teil längs der Linie u2 umgebogen.
Dann wird
dieser untere Teil noch einmal längs: der Linie V-V, welche
die Einschnitte des öffnungseinsatzes N -verbindet, so eingeschlagen, daß der Öffnungseinsatz
dabei nicht umgebogen wird. Diese Phase wird in der Abb. 9 veranschaulicht, wo die
Umbiegelinie gestrichelt dargestellt ist. Schließlich wird der so umgebogene untere
Teil in die Tasche eingeschoben, welche durch den oberen Teil und seine seitlichen
Umbiegeteile gebildet ist, so daß dann nur der Greifzipfel des Öffnungseinsatzes
herausragt. Dieser Fall ist in der Abb. io in der Ansicht dargestellt.
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Die Öffnungseinsätze können verschiedenster Form und Größe sein und
können nicht nur auf den Verschlußlappen, sondern auch auf der rückwärtigen Seite
des Umschlages angeordnet sein. Ebenso können öffnungsstreifen o. ä. verwendet werden.
Auch können die elastischen Hilfsmittel verschiedenster Art sein. So können z. B.
anstatt der Gummischnürchen flache Federn (Blattfedern) benutzt werden. Ebenso können
mehrere selbständig bewegliche, mittels selbständiger elastischer Hilfsmittel befestigte
Teile verwendet werden, von denen einer vorn und die anderen an den Seiten herausspringen
können usw. Die Öffnungsstreifen können auch die Form von Figuren haben, deren Glieder
durch die beweglichen Teile gebildet werden. -