DE498313C - Kartoffelerntemaschine mit Wendeschar und vor diesem angeordnetem Krautumleger - Google Patents

Kartoffelerntemaschine mit Wendeschar und vor diesem angeordnetem Krautumleger

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DE498313C
DE498313C DEK110771D DEK0110771D DE498313C DE 498313 C DE498313 C DE 498313C DE K110771 D DEK110771 D DE K110771D DE K0110771 D DEK0110771 D DE K0110771D DE 498313 C DE498313 C DE 498313C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D13/00Diggers, e.g. potato ploughs

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Harvesting Machines For Root Crops (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Kartoffelerntemaschine, bei welcher ein Wendeschar mit einer Krautentfernvorrichtung zusammenwirkt, und bezweckt, die Wirkungsweise von Maschinen der genannten Art nach der Richtung zu erhöhen, daß die Kartoffeln möglichst von Kraut und Erde frei gewonnen werden. Die ausgehobenen Kartoffeln können dann entweder mit der Hand oder mittels
to einer besonderen Vorrichtung gesammelt werden.
Es ist bereits bekannt, Kartoffelerntemaschinen mit einem Wendeschar und einem Krautumleger zu bauen, bei denen der letztere das Kartoffelkraut nach derselben Seite legt, nach welcher das Wendeschar den Kartoffeldamm umlegt. Das Ernten der Kartoffeln soll dort in der Weise geschehen, daß der Laufkranz einer neben und hinter dem
ao Schar herlaufenden Siebtrommel das Kartoffelkraut an den Boden drückt, während zu gleicher Zeit ein umlaufendes Zinkenrad beim Wiederaufnehmen des Erntegutes die Kartoffeln abreißt. Bei derartigen Erntemaschinen
as besteht indessen der Mangel, daß das vom Krautumleger und vom Wendeschar nach der gleichen Seite gewendete Kraut teilweise unter den Kartoffelbalken zu liegen kommt, so daß von einem wirksamen Andrücken des Kartoffelkrautes an den Boden durch den Trommellaufkranz keine Rede mehr sein
■ kann. Andererseits drückt aber der Laufkranz nur auf einer verhältnismäßig schmalen Fläche das Kartoffelkraut gegen den Boden, so daß auch daraus ein Nachteil insofern sich ergibt, als die durcheinanderliegenden Stränge des Kartoffelkrautes nicht in dem Augenblick angedrückt werden, in dem die an ihnen hängenden Kartoffeln abgerissen werden, so daß besonders bei kurzem Kraut dieses von den Kartoffeln nicht getrennt wird. Erfindungsgemäß ist zur Beseitigung der genannten Mängel seitlich hinter dem an sich bekannten Wendeschar, das den Kartoffeldamm aushebt und ihn dann nach einer Seite hin wendet, ein zweites Wendeschar angeordnet, welches den vom ersten Schar umgelegten Kartoffeldamm unter Abreißen der Kartoffeln vom Kraut nach der entgegengesetzten Seite hin wendet und ihn dabei auf einen in bekannter Weise an das Schar anschließenden Rost wirft, während der vor dem ersten Pflugschar angeordnete Arm das Kraut aus der Bahn des ersten Schares nach der von dessen Streichblech abgewendeten Seite streicht, so daß das Kraut beim Umstürzen des Kartoffeldammes durch das erste Wendeschar unter eine Druckschiene geworfen wird, von der es in dem Augenblick am Boden festgehalten wird, in dem das zweite Schar die obere, die Kartoffeln enthaltende Schicht des umgewendeten Kartoffeldammes wieder nach der Seite des ersten Schares umlegt.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Kartoffelerntemaschine veranschaulicht.
Abb. ι zeigt die Maschine in Seitenansicht und
Abb. 2 in Draufsicht.
Die Maschine besteht aus einem auf zwei größere Räder 2 und 3 und ein kleineres Rad 4 gestützten Rahmen. Das Rad 2 dreht sich um die rechtwinklig gebogene Achse 5, welche mit einem Arm an der Achse 6 befestigt ist, während das Rad 3 sich um die zweimal rechtwinklig gebogene Achse 7 dreht, welche zugleich im Rahmen 1 drehbar gelagert ist. Auf dem Querbalken 8 des Rahmens ι ist eine Steuerungsvorrichtung angeordnet, die aus einem mit Einkerbungen zur Aufnahme des Zugkettengliedes 10 versehenen Rahmen 9 und einer den Rahmen 9 und den Querbalken 8 umfassenden Klammer 11 zusammengesetzt ist. Die Schraube 12 dient zur Ausübung eines entsprechenden Druckes auf den Querbalken 8 und die Klammer 11. An einem Längsbalken am Winkeleisen 14 ist ein mittels Hakens 16 und Kette 17 an dem Rahmen 1 aufgehängter Krautabstreicher 15 befestigt. Auf der Achse 6 ist ein Hebel 18 aufgekeilt, dessen Zapfenrolle 19 in einen Schlitz des auf der Achse 7 festgekeilten Hebels 20 eingreift. Auf der Achse 7 ist ein Hebel 21 angeordnet, der durch den Stab 22 mit derAchse"7 fest verbunden ist. Ein Handgriff 23 mit selbsttätiger Einfallklirike 24 ist an dem Hebel 21 befestigt. Die Einfallklinke kann in entsprechende Ausnehmungen der an den Rahmen ι festgenieteten Führungsschiene einfallen. Die bisher beschriebenen Einrichtungen sind nicht Gegenstand der Erfindung. Ein Wendeschar 26 ist mit dem Rahmen 1 durch zwei Flacheisenstücke 27 und 28 fest verbunden. Im rückwärtigen Teile des Rahmens ι und seitlich vom Schar 26 ist ein zweites Wendeschar 29 angeordnet, an das sich ein Siebrost anschließt. Dieses Pflug-♦5 schar kann in bezug auf seine Höhenlage eingestellt werden und ist zu diesem Zwecke mit drei Klammern mit Einkerbungen 31, 32 und 33 versehen. Das Rad 4 dreht sich um die im Rahmen 1 festgelagerte Achse 34, auf welcher ein Hebel 35 angeordnet ist, der mit Hilfe eines Verbindungsstückes 36 mit der Achse fest verbunden ist. An der Achse 34 ist eine Andrückschiene 37 befestigt, derart, daß ihre Unterkante ständig in der gleichen waagerechten Ebene wie die Unterkante des Rades 4 gehalten ist. Eine zweckentsprechende gelenkige Aufhängung der Schiene 37 ist mit Rücksicht auf die Übersichtlichkeit der Zeichnung fortgelassen worden.
Die Wirkungsweise der Kartoffelerntemaschine ist folgende:
Der Krautumleger 15 streicht das Kartoffelkraut aus der Scharbahn nach der noch nicht abgeernteten Feldseite. In der kurzen Zeit, die zwischen dem Vorbeistreichen des Krautumstreichers und dem Wirksamwerden des Schares 26 vergeht, richtet sich das Kraut nicht wieder auf. Wird dann der Kartoffeldamm von dem Schar 26 mit dem zur Seite gerichteten Kraut ausgehoben und gewendet, so wird auch das Kraut in dem Bereich der Andrückschiene 37 und des Rades 4 herübergeworfen. Durch diese wird das Kraut in den Boden angedrückt und in dem Augenblick festgehalten, wo das zweite Schar 29 die Kartoffeln aufnimmt. Dieses Schar greift weniger tief in den Boden als das Schar 26 und wirft die erfaßte Bodenschicht mit den Ka5toffeln auf den Rost, wo letztere von der anhaftenden Erde getrennt werden. Hinter dem Rost 30 fallen die Kartoffeln zu Boden und werden von dort mit der Hand oder mit irgendeiner Sammelvorrichtung aufgelesen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Kartoffelerntemaschine mit Wendeschar und. vor diesem angeordnetem Krautumleger sowie einer Vorrichtung zum Festhalten des Krautes bei der Wiederaufnähme des umgelegten Kartoffeldammes durch eine seitlich hinter dem Wendeschar angeordnete Aufnahmevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtung aus einem zweiten, den Kartoffeldamm nach der durch das vordere Schar (26) erzeugten Furche hin wendenden Schar "(29) mit in bekannter Weise an dieses anschließendem Rost (30) besteht, und daß der Krautumleger (15) nach der vom vorderen Scharstreichblech abgewendeten Seite gerichtet ist, während seitlich vom zweiten Wendeschar (29) eine Druckschiene (37) vorgesehen ist, welche das beim Umlegen des Kartoffeldammes durch das vordere Schar gleichzeitig herumgeworfene Kraut in dem Augenblick festhält, wo der Kartoffeldamm vom zweiten Schar (29) wieder aufgenommen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEK110771D 1928-08-15 1928-08-15 Kartoffelerntemaschine mit Wendeschar und vor diesem angeordnetem Krautumleger Expired DE498313C (de)

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