DE49579C - Kartoffelerntemaschine - Google Patents

Kartoffelerntemaschine

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DE49579C
DE49579C DENDAT49579D DE49579DA DE49579C DE 49579 C DE49579 C DE 49579C DE NDAT49579 D DENDAT49579 D DE NDAT49579D DE 49579D A DE49579D A DE 49579DA DE 49579 C DE49579 C DE 49579C
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Germany
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drum
sieve drum
sieve
shaft
frame
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Expired - Lifetime
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DENDAT49579D
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English (en)
Original Assignee
C. ROBERTS in Three Rivers, Staat Michigan, V. St. A
Publication of DE49579C publication Critical patent/DE49579C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D17/00Digging machines with sieving and conveying mechanisms
    • A01D17/14Digging machines with sieving and conveying mechanisms with cylindrical screens
    • A01D17/18Digging machines with sieving and conveying mechanisms with cylindrical screens without a conveyor spiral

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Harvesting Machines For Root Crops (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In den Zeichnungen ist: Fig. 1 eine Draufsicht der Kartoffelerntemaschine, Fig. 2 ein verticaler Längsschnitt derselben nach der Linie x-x, Fig. ι, Fig. 3 eine Vorderansicht der Schar und der Siebtrommel in gehobenem Zustande, d.h. aufser Thätigkeit, Fig. 4 eine Draufsicht, ähnlich der Fig. 1, npr ist die Hebe- und Senkvorrichtung der Trommel und des Pfluges, sowie die Antriebsvorrichtung für die Trommel fortgelassen, Fig. 5 eine Hinteransicht der Maschine, Fig. 6 eine Seitenansicht derselben, wobei eines der Bodenräder fortgelassen ist, Fig. 7 ein Verticalschnitt nach der Linie y-y, Fig. 2. ,
A ist das Gestell der Maschine, welches die arbeitenden Theile trägt. B ist die Triebachse, welche quer im Gestell in geeigneten Lagern ruht. C sind zwei Laufrader, die sich lose auf der Achse drehen und die Maschine tragen. D sind auf der Achse festsitzende Sperrräder, welche mit geeigneten Sperrklinken versehen sind, um die Laufräder mit den Sperrrädern zu kuppeln, wenn man die Achse mit den Rädern drehen will. E ist die Deichsel zum Anschirren der Pferde; dieselbe ist bei a drehbar und bei b vertical verstellbar, so dafs die Zugrichtung in der Verticalebene geändert werden kann, indem man die Deichsel bei b hebt oder senkt. Dies geschieht zweckmäfsig durch einen geeigneten Handhebel c, der innerhalb des Handbereiches des Führers auf seinem Sitz gelegen ist. - ■ ■ ,'
F (Fig. 2) ist eine verticale Führung, die an einer der Seitenstangeri des Gestelles angebracht ist, G ist die Sterze der Schar, die mit ihrem verticalen Theil in die Führung F eingreift.
Das untere Ende der Sterze ragt seitlich heraus und bildet einen Schuh G1, auf welchem die Schar befestigt ist.
Die Schar H hat im wesentlichen die Beschaffenheit einer Schaufel und ist mit einem geeigneten grofsen mittleren Theil versehen, welcher unter die Kartoffelhäufchen eindringt und sie aufwirft; diese Schar hat eine Spitze d und ihre Vorderkante ist gegen die Zugrichtung geneigt; geeignete schief gestellte Seitenf und g (Fig. 3) halten die Erde auf der Schar und führen sie bei der Vorwärtsbewegung nach rückwärts.
Eine drehbare Siebtrommel ist hinter der Schar angeordnet, um die Erde aufzunehmen und die Kartoffeln von derselben zu trennen. Diese Siebtrommel besteht aus einem Ring / und den spiralförmigen Stangen oder Stäben J, die am Ring in irgend einer geeigneten Weise befestigt sind und nach hinten herausragen, so dafs sie ein Sieb bilden (Fig. 1). Der Ring / besitzt einen ringförmigen, nach aufsen herausragenden Flantsch h (Fig. 2) und ist am Umfang mit Zähnen i versehen. Am inneren Umfang bildet der Ring geeignete Lager für die Rolle K (Fig. 5), auf welcher die Siebtrommel frei ruht.
Aufser der tragenden inneren Rolle sind noch drei oder mehr Rollen L L1 L2 (Fig. 3 und 5) angebracht," welche entsprechend genuthet sind, um mit dem auf der Aufsenseite des Ringes befindlichen Flantsch h in Eingriff treten zu können, so dafs sie die Trommel fest in ihrer Lage halten und die Drehung derselben um ihre Achse ermöglichen. Die Rollen LL1 sind am Gestell durch geeignete Arme k befestigt
und umfassen den Flantsch h an zwei einander gegenüberliegenden Stellen, so dafs sie das Heben und Senken der Trommel nicht verhindern. Die Rolle L2 umfafst den Flantsch h in der Mitte oberhalb der Trommel und sitzt auf einer Welle M. Diese Welle M liegt parallel zur Achse der Trommel und dreht sich in geeigneten Lagern I (Fig. i), die am drehbaren Rahmen N befestigt sind. Dieser Rahmen ist bei m am Hauptgestell drehbar und ragt seitlich über denselben hinaus, so dafs sein freies Ende in geeigneter Weise, etwa durch ein Seil oder eine Kette n, an der Rolle ο der Welle O befestigt und dadurch nach aufwärts und abwärts verstellt werden kann. Die Welle O ist in geeigneten Lagern am Hauptgestell fest gelagert und wird durch den Handhebel P bethätigt, die an demselben ' in der Nähe des Führersitzes angeordnet ist. , Auf der Welle ist ein Zahnbogen Q befestigt, und dieser greift in eine Zahnstange ρ ein, welche am oberen Ende der Scharsterze an deren Hinterkante angebracht ist. Ein geeigneter Zahnbogen jR mit Einkerbungen ist in Verbindung mit dem Hebel P angeordnet, um diesen Hebel mittelst seiner federnden Sperrklinke in eine gewünschte Lage zu bringen. Die Rolle ο ist auf der Welle O stellbar befestigt, Fig. 7, wo diese Walze lose auf der Welle sitzt und mit einer seitlich vorspringenden Erhöhung q versehen ist, die in das eine oder das andere einer concentrischen Reihe von Stelllöchern q1 an der Seite der festen Scheibe s eingreift, welche auf der Welle befestigt ist. Eine geeignete Mutter t am Ende der Drehwelle hält die Rolle mit der Scheibe s in Eingriff, wenn sie einmal eingestellt ist.
Die Welle M trägt die Kettenräder S und eine Kette T ist um dieses Kettenrad und die Zähne am Ring der Siebtrommel gelegt, um der Siebtrommel Bewegung zu ertheilen. Ein zweites Kettenrad u auf der Welle M steht mit einer Kette V in Eingriff, welche die Bewegung von der Achse der Maschine auf die Welle M überträgt. Zu dem Zweck ist ein Kegelgetriebe ν auf der Achse befestigt; dieses Kegelgetriebe greift in das Kegelgetriebe v1 auf einer Welle W ein, welche gleichfalls mit einem Kettenrad v2 versehen ist. Die Kette V geht um die Räder v2 u und zu den losen Rädern w1 und w1 (Fig. 5), die auf dem Hauptgestell entsprechend gelagert sind, um die Richtung der Kette gegen die Welle M zu ändern, so dafs die Kette sich nicht klemmt, wenn der drehbare Rahmen N gehoben oder gesenkt wird.
Die Tragrolle K der Siebtrommel ist an einem drehbaren Rahmen N1 befestigt, welcher am Rahmen N entsprechend drehbar angebracht ist, aber unabhängig unter demselben und durch die Stange iV2, welche die beiden Rahmen verbindet, genau oder nahezu parallel zum Rahmen N gehalten wird.
Die Rolle L1 ist mit einem Abstreifer r versehen, und ein ähnlicher Abstreifer r1 ist nahe an der Tragrolle K angebracht, um die Bahn dieser Rollen auf dem Ring der Siebtrommel vor diesen Rollen zu reinigen. Da die Anordnung und Construction der verschiedenen Theile das vordere Ende der Siebtrommel auf eine Seite drängt, so zieht es der Erfinder vor, die Siebtrommel schief gegen die Zugrichtung zu stellen, so dafs ihr hinteres Ende wieder in die Mitte kommt.
Die beschriebenen Theile wirken wie folgt: Der Führer kann von seinem Sitz aus den Hebel P controliren; durch Auslösung dieses Hebels aus seinem mit Einkerbungen versehenen Bogen R kann der Führer ihn nach vorwärts oder rückwärts umlegen, um die Schar und die Siebtrommel gleichzeitig zu senken oder zu heben. Die Schar wird durch Vermittelung des Zahnbogens Q in den Boden gesenkt oder aus demselben ausgehoben, indem dieser in die Zahnstange an der Scharsterze eingreift, während gleichzeitig die Siebtrommel entsprechend gehoben oder gesenkt wird, und zwar durch das Auf- oder Abwickeln der Kette oder Schnur η auf der Scheibe 0, welche die Rahmen N und N1 in beiden Richtungen bethätigt. Der letztere Rahmen trägt die Siebtrommel mittelst der Tragrolle K. Die zum Heben und Senken der Schar erforderliche Bewegung, welche gröfser ist als die für die Siebtrommel nothwendige, wird dadurch hervorgebracht, dafs man den Halbmesser der Rolle O kleiner macht als den Radius des Zahnbogens Q, z.B. nur halb so grofs. Ist es daher nothwendig, die Schar um 15 cm zu heben, um ihn aus dem Boden zu bringen, so steigt die Siebtrommel nur um 7,5 cm. Da die Siebtrommel in der Ruhestellung gegen das hintere Ende der Schar eine bestimmte Stellung einnehmen mufs, so dafs die Erde von der Schar in die Siebtrommel gelangt, so ist es nothwendig, für eine Einstellung zwischen ■ der Schar und der Siebtrommel Sorge zu tragen, damit die richtige gegenseitige Lage der beiden wieder erzielt werde, wenn die Schar in einer anderen Tiefe graben soll, als derjenigen, für welche sie eingestellt ist; zu dem Ende ist die Scheibe 0 stellbar auf der Welle befestigt.
Beim Ausheben von Kartoffeln wird der Achse dadurch Bewegung ertheilt, dafs man die Klinken der Sperrräder D eingreifen läfst. Von der Achse wird hierauf die Bewegung der Welle W mitgetheilt, und zwar durch die Vermittelung der Zahnräder ν und y1, und von der Welle W aus wird dann durch Vermittelung der Kette V die Bewegung auf die Kette T übertragen, welche um den Ring der Siebtrommel geht. Diese Kette ist nur straff genug
gespannt, um der Siebtrommel Bewegung 'zu ertheilen, trägt aber nicht das Gewicht der Siebtrommel, sondern hierzu dient eine geeignete Spannvorrichtung w-z (Fig. 3) am drehbaren Rahmen N1.
Wenn die Schar unter den Kartoffelhäufchen vor der Siebtrommel gräbt, so wird die ganze Erde sammt den Kartoffeln nach aufwärts und in die Siebtrommel geführt. Da die Schar mit den aufgebogenen Seiten f und g versehen ist, so kann die Erde nicht an den Seiten der Schar herabfallen ■ und, um eine freie Bahn für die ganze Breite der Siebtrommel zu lassen, ohne dafs mehr Erde in dieselbe geführt wird, als nothwendig ist, ist an der Schar ein äufserer Abstreifer H1 angebracht, welcher die Erde und Unkraut der Trommel aus dem Wege räumt. Die Schar geht nach hinten zu in die runde, dem Ring der Siebtrommel entsprechende Form über, zum Zweck, die Erde leicht und ohne Verstopfung in die Siebtrommel einzuführen. Ebenso schnell, als die Erde mit den Kartoffeln in die Siebtrommel geführt wird, bezweckt die rasche Drehung der letzteren die Trennung; die Erde geht durch die Zwischenräume zwischen den Stäben, und die Kartoffeln rollen hinten heraus. Die nothwendige Neigung zur Erzielung der richtigen Trennung wird vom Führer durch Vermittelung des vor ihm befindlichen Hebels geregelt, durch welchen er die Siebtrommel neigen kann, um sie der Neigung des Bodens anzupassen.
Die Anwendung spiralförmiger Stäbe soll die Länge des für die Trennung der Erde von den Kartoffeln verfügbaren Raumes vor dem Austreten der letzteren am hinteren Ende der Siebtrommel erhöhen, ohne dafs die Siebtrommel selbst verlängert würde. Die Siebtrommel soll gleichzeitig als Schraube wirken, um die Erde nach rückwärts zu befördern, sobald sie in die Zinken eintritt. Diese Wirkung ist wünschenswert!), um die Siebtrommel von Unkraut freizuhalten und ein sicheres Auswerfen nach hinten zu ermöglichen. Bei geraden Stäben würde das Auswerfen lediglich von einer Neigung nach hinten abhängen, welche entweder dadurch erzielt wird, dafs man die Stäbe mehr oder weniger nach aufsen kehrt, oder dadurch, dafs man die Siebtrommel nach hinten neigt. Dies erscheint aber nicht wünschenswerth, da es schwierig ist, die Neigung auf unebenem Boden stets gleich zu erhalten, weil die Siebtrommel höher gestellt werden mufs, um sich frei über dem Boden drehen zu können.
Bei der früheren Anwendung von drehbaren Siebtrommeln zum Trennen der Kartoffeln von der Erde wurde das Material an der Innenseite herumgeführt und beim Austreten der Erde zwischen den Zinken wurde auch ein Theil der Erde am äüfseren Umfang herumgeführt und wurde auf alle arbeitenden Theile der Maschine geschleudert und erzeugte in trocknem Boden eine Staubwolke, zum grofsen Unbehagen des Führers. Die vorliegende Construction soll diese Nachtheile beseitigen, da sowohl die Innenfläche, als auch die Aufsenfläche und die Zwischenräume zwischen den Stäben sämriitlich dieselbe Wirkung auf den Staub ausüben, um ihn nach rückwärts zu schrauben und das Herumschleudern und Ausstreuen der Erde auf diese Weise zu vermeiden. Die Kartoffeln und anderes Material, das nicht zwischen den Stäben hindurchfallen kann, wird nach rückwärts auf einen kleinen Raum hinausgedrängt, von welchem die Kartoffeln mit der halben Mühe aufgelesen werden können.
Dadurch, dafs man die Achse der Siebtrommel schief gegen die Richtung der Zugkraft stellt, werden die Kartoffeln in der Mitte der Maschine abgelegt, so dafs sie beim Ausheben der nächsten Reihe nicht in der Bahn des Rades liegen; es wird aber auch dadurch zu erreichen gesucht, dafs die KartofFelhäufchen, wenn sie in die Siebtrommel eintreten, schief zerrissen werden, da· die Verbindung zwischen der Schar und der Siebtrommel nicht senkrecht zur Zugrichtung steht.
Dadurch, dafs man die Deichsel vertical verstellbar macht und sie unter der Controle des Führers steht, kann man die Schar der Beschaffenheit des Bodens anpassen. Wenn z. B. in sehr feuchtem, zähem Boden gearbeitet wird, so kann man durch Heben der Deichsel den Winkel der Schar gegen den Boden derart verändern, dafs man einen stärkeren Druck auf die Scharfläche erzielt. Hierdurch ruft man eine scheuernde Wirkung auf die Schar hervor, welche dieselbe im zähesten Boden rein hält.
Die Erfahrung hat auch gezeigt, dafs die veränderte Einstellung der Siebtrommel, welche durch die Veränderung der Neigung der Schar hervorgebracht wird, für die Siebtrommel noth-. wendig ist, um derselben Bodenbeschaffenheit zu genügen, da, wenn die Erde feucht und zähe ist, sie in der Siebtrommel länger verbleiben mufs, um von den Kartoffeln getrennt zu werden, bevor das Material hinten austritt; bei leichtem Boden wird die umgekehrte Einstellung den Arbeitsbedingungen genügen.
Beim Arbeiten bergauf oder bergab kann man das Herausrollen der Kartoffeln aus der Siebtrommel dadurch verhindern, dafs man die Zugrichtung höher oder tiefer stellt.
Obgleich die Schar und die Siebtrommel von einander unabhängig sind, so stellen sie sich doch beide in einer Verticalen ein; auf diese Weise wird ihre richtige gegenseitige Lage leicht erhalten und die Construction und Arbeit wird sehr vereinfacht. Wenn man
wünscht, so kann man jederzeit die Einstellung zwischen der Schar und der Siebtrommel ändern, und zwar durch die Rolle o, Fig. 7, indem nach dem Losschrauben der Mutter t die Aufwinderolle von der Scheibe s losgemacht und auf der Welle O vor- und zurückgedreht werden kann, um in ein anderes Stellloch in der Scheibe s einzutreten; die Aufwinderolle ist der leichteren Einstellung wegen mit einem Griff ol versehen, um das Gewicht der Siebtrommel leichter heben zu können. Der andere Zahnbogen Q, welcher die Schar aufser Eingriff mit dem Ständer setzt, ist gleichfalls auf der Welle O stellbar befestigt, und zwar durch eine Klemmschraube oder in anderer Weise, so dafs die Schar unabhängig von der Siebtrommel eingestellt werden kann. Durch diese Einstellungen kann die relative Lage der Siebtrommel gegen die Schar für jede Furchentiefe erhalten werden, für welche man die Schar einstellen will.
Die Anordnung der Rahmen N und 2V1 zum Heben der Siebtrommel ist gleichfalls von besonderem Vortheil. Die Verbindung mit dem Hebel P hebt den oberen Rahmen N und die Stange N2 (Fig. 3), welche den oberen und den unteren Rahmen verbindet, und hebt den unteren Rahmen, der die Rolle K trägt, von welcher die Siebtrommel getragen wird. Auf diese Weise hebt die Rolle k die Siebtrommel genau oder nahezu vertical innerhalb der erforderlichen Grenzen. Auf diese Weise hebt und senkt sich die Siebtrommel frei, ohne die Ketten zu spannen oder sich zwischen den Rollen festzuklemmen.
Die Art der Unterstützung und Drehung der Siebtrommel ist sehr wichtig, da alle Hindernisse, in welchen sich Unkräuter verfangen, oder in welchen Erde oder Steine hängen bleiben könnten, dadurch zu vermeiden gesucht werden, und da die zur Drehung der gefüllten Trommel erforderliche Arbeit eine sehr grofse ist, so mufs alle Reibung und Möglichkeit der Entstehung derselben thunlichst vermieden werden. Dies sucht man dadurch zu erreichen, dafs man die Siebtrommel ganz auf Rollen lagert, welche Antifrictionslager bilden, während gleichzeitig ihre Anordnung an der Aufsenseite und oberhalb der Siebtrommel die Möglichkeit beseitigt, dafs sie sich in Unkraut oder Ranken verwickeln oder durch Erde und Steine verlegen. Die Anwendung von Abstreifern, wo diese erforderlich sind, beseitigt leicht die anhaftende Erde. Diese Einrichtungen beabsichtigen, die Anwendung der Maschine auf jedem Feld zu gestatten, auch auf solchen mit Unkraut, Ranken und Steinen, sowie bei nassem und zähem Boden. Es ist keine vorspringende Ecke oder ein hinderndes Lager in der Maschine vorhanden, an welchen das Unkraut hängen bleiben könnte. Die Kette V kann etwas locker laufen und klemmt sich nicht, wenn Erde zwischen den Ring der Siebtrommel und die Kette gelangen sollte.
Die Uebertragung der Bewegung von der Welle W auf die Welle M mittelst der Kette V gestattet das freie Heben und Senken des Rahmens N beim Heben und Senken der Siebtrommel ; der Vortheil des Hebens und Senkens der Schar samtnt der Siebtrommel mittelst eines einzigen Hebels während der Arbeit gewährt dem Führer eine sehr bedeutende Erleichterung und vereinfacht die Construction. Die unabhängige Einstellung ist nur selten nothwendig.
Dadurch, dafs man die Siebtrommel schief zur Zugrichtung stellt, erzielt man noch einen Vortheil; man kann nämlich eine Schar benutzen, die der gewöhnlichen näher kommt, d. h. eine solche, bei welcher die untere oder schneidende Kante des Streichbrettes gegen die Schneide zurücktritt. Eine solche. Schar erfordert weniger Zugkraft als der gewöhnliche Schaufelpflug. Die vorliegende Schar hebt den Boden, statt ihn zu wenden. Wenn diese Pflugschar an der hinteren Kante senkrecht zur Zugrichtung abgeschnitten würde, so würde man finden, dafs sie nahe an der Sterze weit höher wäre als an der anderen Seite. Dadurch, dafs man sie an der hinteren Kante schief abschneidet, pafst sich diese hintere Kante der kreisförmigen Gestalt der Siebtrommel an.
Durch Befestigung der Stäbe der rotirenden Siebtrommel an den vorderen Enden allein bleiben die Zwischenräume zwischen denselben von vorn bis hinten frei und es wird besser verhindert, dafs die Unkräuter und Kartoffelpflanzen in der Siebtrommel hängen bleiben.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    Eine Kartoffelerntemaschine, an welcher nachstehende Einrichtungen gleichzeitig vorhanden sind:
    1. Eine Siebtrommel, bestehend aus schraubenförmig laufenden Stäben, welche sich von einem Ringe (I) aus frei und unabhängig von einander erstrecken, zu dem Zwecke, die Kartoffeln behufs ihrer Reinigung einen längeren Weg durchlaufen zu lassen, das Herum schleudern von Erdtheilen zu verhindern, die Trommel von Unkraut zu befreien und ein sicheres Auswerfen nach hinten zu ermöglichen, ohne dafs das Sieb nach hinten geneigt ist.
    2. Die Einstellung der Siebtrommel und der Pflugschar von einem Punkte aus in der Weise, dafs man die Trommel an einem drehbaren Rahmen (N) anbringt, dessen eines Ende durch ein Seil oder eine Kette mit einer Rolle (o) einer Welle (O)ver-
    bunden ist, welche ein mit der gezahnten Pflugsterze in Eingriff stehendes Zahnsegment (Q) trägt, wobei durch die Verstellbarkeit der R^olle (o) und des Zahnseg- - mentes (Q) die Einstellung zwischen der Pflugschar und der Siebtrommel geändert werden kann.
    Die Uebertragung der Drehbewegung auf die Siebtrommel in der Weise, dafs man den Siebtrommelring mit seiner inneren Kante auf einer Rolle (K) lagert, an seiner äufseren Kante dagegen von Rollen (L L1 L2 . . .), welche auf einer Welle (M) des Rahmens (N) und an dem Maschinengestell angebracht sind, eingeschlossen hält und mit genannter Welle (M) in Verbindung bringt, welche ihre Drehbewegung von der Triebwelle aus mittelst Kegelräder (ννλ), Kette (V), Kettenräder (v2· u) und loser Räder (w1 n>2) empfängt, zu dem Zwecke, das Innere des Trommelringes von Unkraut freizuhalten, jede Reibung möglichst zu vermeiden und das Heben und Senken des Rahmens während der Arbeit zu gestatten.
    4. Die Stellung der Siebtrommel schief zur Zugrichtung zu dem Zwecke, die in die Trommel eintretenden Kartoffelhäufchen schief zu zerreifsen und die Kartoffeln in der Mitte der Maschine abzulegen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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