DE49578C - Selbstthätige seitlich zu bedienende Kuppelung für Eisenbahnwagen - Google Patents

Selbstthätige seitlich zu bedienende Kuppelung für Eisenbahnwagen

Info

Publication number
DE49578C
DE49578C DENDAT49578D DE49578DA DE49578C DE 49578 C DE49578 C DE 49578C DE NDAT49578 D DENDAT49578 D DE NDAT49578D DE 49578D A DE49578D A DE 49578DA DE 49578 C DE49578 C DE 49578C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coupling
chain
spring
head
hook
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT49578D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. R. VlE-HOFER, Lehrer an der Mittelschule in Insterburg
Publication of DE49578C publication Critical patent/DE49578C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61GCOUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
    • B61G1/00Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means
    • B61G1/02Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means having links or bars coupling or uncoupling by rotating around a transverse horizontal axis
    • B61G1/06Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means having links or bars coupling or uncoupling by rotating around a transverse horizontal axis and coupling when the coupling halves are pushed together
    • B61G1/08Control devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die vorliegende Eisenbahnwagenkuppelung kann, ohne dafs der Arbeiter zwischen die Wagen tritt, in einen Zustand versetzt werden, welcher beim Zusammenfahren zweier Wagen von selbst eine Kuppelung der beiden Wagen herbeiführt . und welche mittelst derselben Kurbel, mittelst welcher die Einrichtung in den selbstthätig kuppelungsfähigen Zustand gesetzt wird, nach erfolgter Kuppelung von der Seite des Wagens aus angezogen und auch wieder vollständig gelöst und abgestellt werden kann.
Fig. ι beiliegender Zeichnung zeigt die Kuppelung in oberer Ansicht. Fig. 2 veranschaulicht die bei einer Kuppelung zweier Wagen in Verbindung tretenden Theile. Fig. 3 zeigt den auf der Stellwelle im Kopftheil der Kuppelung befindlichen Schlüssel. Fig. .4 ist eine Seitenansicht der Kuppelung in kuppelungsfähigem Zustande. Fig. 5 zeigt in oberer Ansicht das Endglied der einen Sicherheitskette. Fig. 6 ist eine obere Ansicht der zum Ausgleich der verschiedenen Höhenlagen der zu kuppelnden Theile zweier Wagen dienenden Führungsplatte.
Die Kuppelung besteht im wesentlichen aus einer in der gewöhnlichen Weise angebrachten Zugstange mit Haken a, Fig. 1 und 4, einer, in letzterem hängenden Kuppelkette, welche aus zwei durch eine Schraube d mit einander verbundenen Oesen b und g besteht, und einem in die vordere Oese g eingehängten Schliefskopf h.
Die Schraube d ist frei durch den die beiden Schenkel der Oese b verbindenden Stegtheil c hindurchgeführt und mittelst konischen Kopfes drehbar in einem in die Oese b eingesetzten, entsprechend konisch ausgebohrten Klotz e gelagert.
Der Gewindetheil der Schraube d geht durch den das Muttergewinde enthaltenden Würfel/, welcher mittelst Zapfen in den beiden Schenkeln der Oese g gelagert ist.
Die in die Oese g eingehängte Oese des einseitigen Schliefskopfes h hat eine derart schräge Lage zu der Längsachse des Schliefskopfes, dafs der Angriffspunkt genau in der Zuglinie liegt.
Der Schliefskopf h ruht in einem Kasten ö, welcher von zwei zu beiden Seiten der Kuppelung angeordneten Federn e2 getragen wird, die etwa je 1Y2 Windungen bilden und an Stäben e3 befestigt sind, welche drehbar in Gabeln f" gelagert sind. Letztere sind horizontal an dem Rahmen A des Wagens zu beiden Seiten der Zugstange befestigt.
Die Enden .der Stäbe e3 sind nach oben umgebogen und mit je einem Auge versehen, durch welche ein Schieber k2 hindurchgesteckt wird, welcher sich in am Rahmen A befestigten Oesen P führt und mit einem Griff m2 versehen ist. Dieser Griff ist lose auf dem Schieber drehbar und hängt nach dem Einrücken des Schiebers an der einen Seite und beim Ausrücken des Schiebers an der anderen Seite eines über der Zugstange am Rahmen befestigten Zapfens herab, so dafs in beiden Fällen jede unbeabsichtigte Verschiebung des Schiebers verhindert wird. Die Drehachsen der beiden Stäbe e3 fallen mit der Drehachse der Oese b im Haken α zusammen, so dafs bei einer Ausrückung des Schiebers k2 die Federn e2 mit dem Kasten o, dem Schliefe-
kopf h und der Kette nach unten herabhängen.
Der von der Zuglinie aus einseitig in dem Kasten ο gelagerte Schliefskopf h enthält in dem mittleren verstärkten Theil zwei zusammenhängende Hohlräume. In dem einen ist eine um das vordere Ende als Drehzapfen drehbare Klinke i gelagert, welche am gegenüberliegenden Ende eine zahnartige, zweckmäfsig auswechselbare Nase k trägt. In dem zweiten Hohlraum ist ein mit einem Schneckengang m versehener Schlüssel / gelagert, welcher einen Daumen η trägt und mit einem Vierkantloch versehen ist, Fig. 3. Die Nase k und der Schneckengang m stehen mit einander in Eingriff. Bei der in Fig. 1 dargestellten Lage befindet sich die Nase k am äufseren Ende des Schneckenganges m.
In dem Schlüssel / steckt eine mit einem entsprechenden Vierkant ν versehene Welle s, welche einerseits mittelst des inneren zapfenartigen Endes u in einer Bohrung des Schliefskopfes und andererseits im Kasten 0 drehbar gelagert ist, und auf deren äufserem Ende ein Winkelhebel a1 b1, Fig. 4, befestigt ist.
Ferner ist auf dem äufseren Ende der Welle 5 noch das letzte Glied p2 der einen Nothkette o2 drehbar angeordnet.
Wie Fig. ι zeigt, liegt die Klinke i bei der oben erwähnten Schlüsselstellung vollständig innerhalb des Schliefskopfes und wird in dieser Lage durch das vordere Ende eines Schiebers w festgehalten, welchen eine gegen den Schieberansatz χ wirkende Feder y beständig nach vorn zu schieben sucht. Der Schieber ist in dem Schliefskopf geführt und mit einer zweiten in den freien Raum ρ des Kastens ο vortretenden Nase \ versehen.
Das vor den Kasten 0 vortretende vordere Ende ist zunächst keilförmig zugeschrägt und läuft dann in ein gerades Ende aus. In diesem Theil befindet sich an der Innenseite eine mit der Basis nach vorn zu liegende keilförmige Aushöhlung r.
Der Kasten 0 ist durch ein an der freien verticalen Seite innen befestigtes Pafsstück q derart ausgefüttert, dafs das vordere Ende des am benachbarten Wagen befindlichen Schliefskopfes gerade in den verbleibenden Hohlraum ρ im Kasten 0 pafst. Damit der Schliefskopf in sicherer Weise in den Hohlraum des Kastens ο eintritt, ist sowohl die obere als auch die untere vordere Kante des Kastens nach innen zu abgeschrägt.
Von dem Schenkel a1 des Winkelhebels a1 b1 führt eine Kette c1 durch den Wagenrahmen A nach einer Kettentrommel d\ welche auf einer unter der Zugstange liegenden, quer durchgehenden Welle e1 befestigt ist, die zu beiden Seiten des Wagens Kurbeln f1 trägt. Die Welle e1 ist an den beiden Enden in länglichen Schlitzen g1 in den Längsseiten des Wagenrahmens gelagert. In der Mitte ist die Welle e1 in einem auf der Zugstange hängenden Sattel h1 gelagert, welcher durch einen Stift oder dergleichen mit der Zugstange verbunden ist, so dafs die Welle e1 allen Bewegungen der Zugstange folgen mufs und auch folgen kann. Die Trommel d1 sitzt auf der einen Seite von dem Sattel h1, auf der anderen Seite befindet sich eine Kettenscheibe kl, um welche eine Gelenkkette Z1 läuft, die durch eine Oeffnung im Wagenrahmen hindurchgeht und um eine zweite Kettenrolle n1 läuft, die auf dem äufseren Ende eines in dem einen Schenkel der Kettenöse b befestigten Zapfens v1 drehbar gelagert ist.
Der innere Flantsch der Kettenrolle n1 ist zu einem Rad pl ausgebildet, welches mit einem zweiten auf der Schraube d befestigten Rade q1 in Eingriff steht, so dafs durch Drehen der Welle e1 die Schraube d in Drehung versetzt und damit die Oese g der Oese b genähert werden kann.
Mit der Zugstange ist die Sicherungskette verbunden, Fig. 4 und 5. Dieselbe besteht aus drei Gliedern, der mittelst eines Bolzens u1 drehbar am Kopf der Zugstange angehängten Oese t1, dem Kettengliede v2 und dem Hakenj^S welcher auf der Aufsenseite zu einem Bügel ^1 ausgebildet ist. Dieses Hakenglied ist mittelst zweier in dem Boden des Kastens ο befestigter Hängeeisen x1 mitten unter dem Kasten ' aufgehängt. Der Quersteg des Bügels ^1 wird von einem drehbar gelagerten Bolzen λ2, Fig. 5, gebildet, welcher an der Aufsenseite, einen Hebelarm s1 trägt, dessen Ende durch eine straff angezogene Kette r1 mit dem Ende des auf der 'Stellwelle s sitzenden Hebelarmes bl verbunden ist.
Auf dem inneren Ende des Bolzens a1 sitzt innerhalb eines in dem Hakenschenkel ausgesparten Hohlraumes eine gespannte Spiralfeder c2, die mit dem einen Ende an dem Bolzen d2, mit dem anderen Ende an dem Hakenschenkel befestigt ist. Innerhalb des Bügels ^1 sitzt auf dem Bolzen α2 ein Schliefshaken £2, welcher, sobald die Spiralfeder c2 zur Wirkung kommen kann, in den Hakenj^1 der Sicherheitskette des benachbarten Wagens einfällt, während gleichzeitig der Schliefshaken &2 der Sicherheitskette dieses letzteren Wagens in den Haken y1 der zuerst genannten Sicherheitskette einfällt. Die Angriffspunkte der Schliefshaken b2 und der Hakenyx ragen um 5 mm über den vorderen Rand des Kastens 0 hinaus, so dafs die Haken b% und^1 zweier gegenüberliegender Sicherheitsketten nach erfolgter Kuppelung nicht in wirksamem Eingriff mit einander stehen.
Von den Nothketten o2 endigt die eine, wie bereits oben angegeben, auf der Schlüssel-
welle s in Form eines Bügels p2. Zwischen den beiden Schenkeln dieses Bügels ist auf der Welle s ein Haken r2 befestigt. Die zweite Nothkette o2 endigt in ein gewöhnliches Kettenglied t2, an welchem aufsen ein schwalbenschwanzförmiger Keil s2 befestigt ist, welcher von oben zwischen zwei einen entsprechenden Zwischenraum belassende Leisten eingeschoben wird, die aufsen an der Seite des Kastens ο befestigt sind. Beim Rechtsdrehen der Welle s fällt der Haken r2 in das durch vorerwähnte Einrichtung in horizontaler Lage gehaltene Kettenglied t2 der gegenüberliegenden Nothkette des benachbarten Wagens ein, ebenso fällt der an letzterem befindliche Haken r2 in das Kettenglied t2 des ersteren Wagens ein.
Auf dem Kasten ο ist über derselben Hälfte, in welcher der Schliefskopf gelagert ist, eine Platte u2 befestigt, welche am vorderen Ende nach aufwärts gebogen ist; der horizontale Theil der Platte u1 reicht bis über das vordere Ende des Schliefskopfes h hinaus. Wie aus der oberen Ansicht, Fig. 6, ersichtlich, ist der nach oben gebogene Theil dieser Platte an der inneren Kante nach aufsen zu abgeschrägt und aufserdem an diesem abgeschrägten, sowie auch noch auf eine Strecke des horizontalen Theiles an der inneren Kante mit einem verticalen Flantsch v3 versehen.
Die Platte m2, Fig. 6, dient zum Ausgleich der verschiedenen Höhenlagen der Kuppelungen, sowie einer etwa auiseraxialen Lage derselben, so dafs beim Aneinanderschieben zweier Wagen die Schliefsköpfe unter entsprechender Durchbiegung der Federn e2 unbedingt in diejenige Lage gleiten, welche ein gegenseitiges Eindringen der vorderen Enden der Schliefsköpfe in die entsprechenden Hohlräume ρ der Kästen ο ermöglicht.
Bei der in Fig. ι dargestellten Lage der Theile ist die Kuppelung ausgelöst und in nicht kuppelungsfähigem Zustande. Die Kette c1 befindet sich in gespanntem Zustande und wird durch das Gewicht der in horizontaler Lage stehenden Kurbeln gespannt gehalten. Die Haken b2 und r2 werden in angehobener Lage gehalten. Der Schlüssel / befindet sich in der linksdrehenden Endstellung, Fig. ι; die Klinke i wird durch den Schieber w in eingelegtem Zustande festgehalten.
Um die Kuppelung verkuppelungsfähig zu machen, wird die Kurbel f1 nach links gedreht, bis sie frei herabhängt, Fig. 4, so dafs sie also 3/4 Umdrehung macht. Hierdurch wird die Kette c1 lose. Obwohl nun die gespannte Spiralfeder c2 das Bestreben hat, den Bolzen a2 und durch Vermittelung des Hebels s1, der Kette r1 und des Hebels b1 auch die Welle s mit dem Schlüssel / nach rechts zu drehen, so kann eine solche Drehung doch so lange nicht eintreten, als der Schieber w die Klinke i gesperrt hält, da die Klinke i hierbei mittelst der Nase k den Schlüssel Z festhält bezw. eine Drehung desselben verhindert, da eine solche zufolge des Eingriffes der Nase k in den ,Schneckengang m nur unter gleichzeitigem Herausdrehen der Klinke i aus dem Schliefskopf eintreten kann.
Sobald nun zwei Wagen, deren Kuppelungen in der vorerwähnten Weise in verkuppelungsfähigen Zustand gebracht sind, zusammengeschoben werden, stöfst je das vordere Ende der beiden an einander entlang gleitenden Schliefsköpfe beim Eindringen in die Kästen 0 gegen die Nase \ des betreffenden Schiebers n> und schiebt letzteren unter Spannen der Feder y zurück, so dafs die Klinken i freigegeben werden. Sobald nun die Schliefsköpfe in diejenige gegenseitige Stellung kommen, in welcher die Ausschnitte r den Klinken i gegenüberliegen, können die gespannten Federn c2 zur Wirkung kommen. Dieselben drehen die Bolzen a2 und die Wellen s mit den Schlüsseln / nach rechts. Bei der Drehung jedes der beiden Schlüssel wird durch den Schneckengang m die Nase k nach einwärts zu verschoben und damit die Klinke i aus dem Schliefskopf herausgedreht, so dafs sie in den gegenüberliegenden Ausschnitt des anliegenden Schliefskopfes tritt und hierdurch beide Schliefsköpfe mit einander gekuppelt werden. Gleichzeitig legt sich die Nase η des Schlüssels / hinter die Nase k der Klinke i, wodurch die Kuppelung verschlossen wird.
Gleichzeitig mit dem Kuppeln der Schliefsköpfe h werden durch die Haken b2 und r2 auch die Sicherheitsketten und Nothketten gekuppelt. Versetzt man nunmehr die Kurbel/1 noch weiter in Linksdrehung, so wird vermittels der Kette ll und des Getriebes pl q1 die Schraube d in Rechtsdrehung versetzt und hierdurch — unter entsprechendem Zusammendrücken der den Kasten ο tragenden Federn e2 — die Kuppelung fest angezogen.
Erleidet die Hauptkuppelung eine derartige Beschädigung, dafs sie aufser Wirkung kommt, so tritt die Sicherheitskuppelung in Kraft; hierbei bleiben die Ketten der Nothkuppelung noeh schlaff. Wird aber auch die Sicherheitskuppelung unwirksam, so kommen die Nothketten zur Geltung. Bei dem in diesem Falle eintretenden Straffziehen der Ketten entsteht zunächst eine Zugwirkung in der Längsrichtung der Welle s, wodurch diese aus dem Schlüssel I herausgezogen und gleichzeitig unter geringer Schrägeinstellung des Kastens ο das Glied i2 mit dem Keil s2 aus der Führung des letzteren ausgehoben wird.
Behufs Entkuppelung werden die Kurbeln/1 so lange nach rechts gedreht, bis die Kette cl straff gespannt ist und die Kurbeln horizontal liegen. Hierbei wird zunächst die Schraube d
wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgedreht und schliefslich unter Spannen der Feder c2 die Sicherheits- und Nothkuppelung entkuppelt.
Gleichzeitig wird der Schlüssel / nach links zurückgedreht und hierbei die Klinke i durch den auf die Nase k wirkenden Schneckengang m in ihr Lager im Schliefskopf zurückgedreht.
Beim Auseinanderschieben der Wagen folgt der Schieber iv dem Ende des Schliefskopfes und verriegelt somit die Klinke i.
Wagen, bei welchen die Kette c1 durch das Gewicht der horizontal liegenden Kurbeln f1, Fig. i, gespannt gehalten wird, d. h. Wagen mit abgestellter Verkuppelung können sich gegenseitig nicht verbinden, lassen also ein Abstofsen zu, wie es der Rangirdienst erfordert. Dagegen kann ein einseitiges Kuppeln dadurch erreicht werden, dafs z. B. die an der Rangirlokomotive befindliche Kuppelung in kuppelungsfähigen Zustand versetzt wird. Fährt die Rangirlokomotive nunmehr an einen Wagen mit abgestellter Verkuppelung heran, so fallen sämmtliche Kuppelungsglieder der an der Lokomotive befindlichen Kuppelung in die entsprechenden Theile der am Wagen befindlichen Kuppelung ein. Bei letzterer wird beim gegenseitigen Eindringen der Schliefsköpfe der Schieber w ebenfalls zurückgedrückt und dadurch die Klinke i freigegeben. Dieselbe verbleibt jedoch in ihrer Lage, da die Kurbel f1 die Kette c1 und damit die Feder c2 gespannt erhält, so dafs eine Drehung der Schlüsselwelle s, welche zum Heraustritt der Klinke i unbedingt erforderlich ist, nicht eintreten kann.
Die Tragfedern e2 können, anstatt in sich federnd, wie oben angegeben, auch aus steifem Material bestehen und nur in geeigneter Weise mit Federn derart verbunden sein, dafs sie die oben beschriebenen Bewegungen des Schliefskopfes gestatten. Fig. 7 und 8 veranschaulichen in Seitenansicht und oberer Ansicht einen solchen in sich steifen Träger e2 für den Schliefskopf, dessen Mitte im Ruhezustande 6 cm unterhalb der Mittellinie der Zugstange liegt. Der Träger es ruht auf der in vorgestreckter Lage am unteren Rande des Wagenrahmens A gelagerten Rolle r3, reicht bis hinter das Lager h1 der Kurbelwelle e1 und stützt sich mit einem Bogen e4 von unten gegen die Zugstange. Der Träger e2 geht unter dem Zughaken in eine Gabel über, in welcher bei e5 Scharniere angebracht sind, so dafs nach Beiseiteschieben der die Steifigkeit des Trägers sichernden Ringe r4 und nach Aushaken des Kettengliedes b der Schliefskopf ausgeschaltet und der Wagen mit einem Wagen mit alter Kuppelung verkuppelt werden kann.
Der Träger wird durch Federn fs derart vorgeschoben, dafs die Kuppelungskette b g gespannt ist. Die Federn gestatten, dafs der Schliefskopf mit dem Träger um das Mafs der Zusammendrückbarkeit der Buffer zurückgleiten kann; ebenso gestatten die Federn noch ein weiteres Vorgleiten des Trägers mit dem Schliefskopf um das Mafs, um welches die Zugstange noch weiter heraustreten kann. Der Träger e2 könnte übrigens durchweg doppelt sein; die hinteren Enden würden in diesem Falle parallel zu einander umgebogen sein und durch eine Feder zusammengehalten werden.
Beim Kuppeln zweier gleich schwer beladener Wagen werden die Schliefsköpfe beim Zusammenfahren der Wagen in die Horizontale angehoben und die Träger e2" beider Wagen mit dem Bogen e4 um ein Gleiches von der zugehörigen Zugstange abgehoben. Sind die Wagen ungleich belastet, so wird der Schliefskopf des tiefer stehenden Wagens bis über die Horizontale hinaus angehoben, der Schliefskopf des weniger.belasteten Wagens dagegen nicht ganz bis zur Horizontalen angehoben, so dafs beide Ketten b g in Verbindung mit den beiden Schliefsköpfen in einer geraden Richtung liegen und die Schliefsköpfe somit in durchaus richtiger Lage und mit voller Fläche an einander zu liegen kommen.
Soll der Zughaken freigelegt bezw. die Kuppelung ausgehängt werden, wie dies bei der am Ende eines Zuges befindlichen Kuppelung stets der Fall ist, so wird unter entsprechendem Zusammendrücken der Federn_/3 das Kettenglied b aus dem Zughaken ausgehängt, dann werden die Ringe r4 zur Seite geschoben, so dafs die vorderen gegabelten Theile des Trägers e2 sich mit dem Schliefskopf um die Scharniere e5 nach unten senken können.
Es empfiehlt sich, an dem Zughaken unten einen Nebenhaken anzubringen, in welchen in diesem Falle das Kettenglied b eingehängt werden kann, so dafs der Träger selbst entlastet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine selbsttätige Eisenbahnwagenkuppelung, gekennzeichnet durch einen auf herabklappbaren, federnden Trägern e2 angeordneten, mit vortretendem Schliefskopf h versehenen Kasten 0, Fig. 1 und 4, welcher die aus einer unter Federwirkung stehenden Klinke i, Fig. 2, und aus einem Ausschnitt r bestehenden Verschlufsorgane enthält, in Verbindung mit den den Ausgleich der verschiedenen Lagen bewirkenden keilartigen Führungswinkeln κ2 ν3, Fig. 6, welche beim Zusammenschieben zweier Wagen die Verschlufsorgane in die für die Verkuppelung erforderliche gegenseitige Lage bringen, wobei gleichzeitig der die Federwirkung bis dahin verhindernde Schieber w zurückge-
    drückt wird, so dafs sich nunmehr die Kuppelung durch Eintritt der Klinken i in die Ausschnitte r vollziehen kann.
    Bei der durch Anspruch ι. gekennzeichneten Kuppelung die Uebertragung der Spannkraft der Feder c2, Fig. 4, auf den die Klinke i beim Kuppeln herausdrehenden Schlüssel I durch die den Schliefshaken der Sicherheitskuppelung tragende Welle α2, Fig. 5, und die den Schliefshaken der Nothkuppelung tragende Welle s, in Verbindung mit der zum Rückdrehen der Wellen s und α2 dienenden, an der Zugstange gelagerten Kurbelwelle' e1/1 mit Kette c\ derart, dafs einerseits beim Kuppeln der Hauptkuppelung gleichzeitig auch die Sicherheits- sowie die Nothkuppelungen selbstthätig eingehakt, andererseits alle drei Kuppelungen von der Seite des Wagens aus einfach durch Drehen der Kurbel f1 gemeinsam entkuppelt werden können, wobei die Feder c2 gleichzeitig wieder gespannt wird und aufserdem — bei abgestellter Kuppelung — letztere durch auf den Wagen wirkende Stöfse nicht von selbst in kuppelungsfä'higen Zustand treten kann.
    Die Verbindung der im Anspruch 2. genannten, zum Entkuppeln dienden Kurbelwelle elfl mit einem Kettengetriebe k111 n\ Fig. i, zu dem Zweck, unter Vermittelung eines auf die Schraube d wirkenden Zahnradgetriebes p1 q1 mit ein und derselben Kurbelwelle e1/1 die Kuppelung in kuppelungsfähigen Zustand setzen, nach erfolgter Kuppelung die Kette anziehen und beim Entkuppeln wieder lösen zu können.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT49578D Selbstthätige seitlich zu bedienende Kuppelung für Eisenbahnwagen Expired - Lifetime DE49578C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE49578C true DE49578C (de)

Family

ID=324494

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT49578D Expired - Lifetime DE49578C (de) Selbstthätige seitlich zu bedienende Kuppelung für Eisenbahnwagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE49578C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE49578C (de) Selbstthätige seitlich zu bedienende Kuppelung für Eisenbahnwagen
DE19620068C1 (de) Kupplungsanordnung für Schienenfahrzeuge, insbesondere Rangierlokomotiven
DE2201812A1 (de) Anhaengevorrichtung des schaftzuges am webschaftrahmen
DE2233506A1 (de) Sattelkupplung
DE311373C (de)
DE935370C (de) Kupplung fuer Kleinbahnfahrzeuge, insbesondere fuer Foerderwagen
DE3403343A1 (de) Hakenkette fuer haengebahnsysteme des untertagebetriebes
DE52037C (de) Selbstthätige seillich zu bedienende Kuppelung für Eisenbahnfahrzeuge
DE193770C (de)
DE91549C (de)
DE73548C (de) Selbstthätige Kuppelung für Eisenbahnwagen
DE252793C (de)
DE350053C (de) Eisenbahnkupplung
DE3814922C2 (de)
AT11292B (de) Pufferkupplung.
DE466370C (de) Selbsttaetige Eisenbahnkupplung
DE36089C (de) Stofsverbindung für transportable Eisenbahngeleise
DE1455235C3 (de) Kupplung für Förderwagen
AT41671B (de) Selbsttätige Kupplung für Eisenbahnwagen.
DE156682C (de)
DE1530221C (de) Übergangskupplung für Schienenfahrzeuge
DE868754C (de) Kupplung fuer Schienenfahrzeuge, insbesondere Bergwerkswagen
DE923771C (de) Einradanhaengerkupplung
DE122422C (de)
DE180032C (de)