DE49578C - Selbstthätige seitlich zu bedienende Kuppelung für Eisenbahnwagen - Google Patents
Selbstthätige seitlich zu bedienende Kuppelung für EisenbahnwagenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Die vorliegende Eisenbahnwagenkuppelung kann, ohne dafs der Arbeiter zwischen die
Wagen tritt, in einen Zustand versetzt werden, welcher beim Zusammenfahren zweier Wagen
von selbst eine Kuppelung der beiden Wagen herbeiführt . und welche mittelst derselben
Kurbel, mittelst welcher die Einrichtung in den selbstthätig kuppelungsfähigen Zustand gesetzt
wird, nach erfolgter Kuppelung von der Seite des Wagens aus angezogen und auch wieder
vollständig gelöst und abgestellt werden kann.
Fig. ι beiliegender Zeichnung zeigt die Kuppelung in oberer Ansicht. Fig. 2 veranschaulicht
die bei einer Kuppelung zweier Wagen in Verbindung tretenden Theile. Fig. 3 zeigt den auf der Stellwelle im Kopftheil der
Kuppelung befindlichen Schlüssel. Fig. .4 ist eine Seitenansicht der Kuppelung in kuppelungsfähigem
Zustande. Fig. 5 zeigt in oberer Ansicht das Endglied der einen Sicherheitskette. Fig. 6 ist eine obere Ansicht der zum
Ausgleich der verschiedenen Höhenlagen der zu kuppelnden Theile zweier Wagen dienenden
Führungsplatte.
Die Kuppelung besteht im wesentlichen aus einer in der gewöhnlichen Weise angebrachten
Zugstange mit Haken a, Fig. 1 und 4, einer,
in letzterem hängenden Kuppelkette, welche aus zwei durch eine Schraube d mit einander
verbundenen Oesen b und g besteht, und einem in die vordere Oese g eingehängten
Schliefskopf h.
Die Schraube d ist frei durch den die beiden Schenkel der Oese b verbindenden Stegtheil c
hindurchgeführt und mittelst konischen Kopfes drehbar in einem in die Oese b eingesetzten,
entsprechend konisch ausgebohrten Klotz e gelagert.
Der Gewindetheil der Schraube d geht durch den das Muttergewinde enthaltenden Würfel/,
welcher mittelst Zapfen in den beiden Schenkeln der Oese g gelagert ist.
Die in die Oese g eingehängte Oese des einseitigen Schliefskopfes h hat eine derart schräge
Lage zu der Längsachse des Schliefskopfes, dafs der Angriffspunkt genau in der Zuglinie
liegt.
Der Schliefskopf h ruht in einem Kasten ö, welcher von zwei zu beiden Seiten der Kuppelung
angeordneten Federn e2 getragen wird, die etwa je 1Y2 Windungen bilden und an
Stäben e3 befestigt sind, welche drehbar in Gabeln f" gelagert sind. Letztere sind horizontal
an dem Rahmen A des Wagens zu beiden Seiten der Zugstange befestigt.
Die Enden .der Stäbe e3 sind nach oben umgebogen
und mit je einem Auge versehen, durch welche ein Schieber k2 hindurchgesteckt
wird, welcher sich in am Rahmen A befestigten Oesen P führt und mit einem Griff m2 versehen
ist. Dieser Griff ist lose auf dem Schieber drehbar und hängt nach dem Einrücken
des Schiebers an der einen Seite und beim Ausrücken des Schiebers an der anderen
Seite eines über der Zugstange am Rahmen befestigten Zapfens herab, so dafs in beiden
Fällen jede unbeabsichtigte Verschiebung des Schiebers verhindert wird. Die Drehachsen
der beiden Stäbe e3 fallen mit der Drehachse der Oese b im Haken α zusammen, so dafs
bei einer Ausrückung des Schiebers k2 die Federn e2 mit dem Kasten o, dem Schliefe-
kopf h und der Kette nach unten herabhängen.
Der von der Zuglinie aus einseitig in dem Kasten ο gelagerte Schliefskopf h enthält in
dem mittleren verstärkten Theil zwei zusammenhängende Hohlräume. In dem einen ist
eine um das vordere Ende als Drehzapfen drehbare Klinke i gelagert, welche am gegenüberliegenden
Ende eine zahnartige, zweckmäfsig auswechselbare Nase k trägt. In dem
zweiten Hohlraum ist ein mit einem Schneckengang m versehener Schlüssel / gelagert, welcher
einen Daumen η trägt und mit einem Vierkantloch versehen ist, Fig. 3. Die Nase k und
der Schneckengang m stehen mit einander in Eingriff. Bei der in Fig. 1 dargestellten Lage
befindet sich die Nase k am äufseren Ende des Schneckenganges m.
In dem Schlüssel / steckt eine mit einem entsprechenden Vierkant ν versehene Welle s,
welche einerseits mittelst des inneren zapfenartigen Endes u in einer Bohrung des Schliefskopfes
und andererseits im Kasten 0 drehbar gelagert ist, und auf deren äufserem Ende ein
Winkelhebel a1 b1, Fig. 4, befestigt ist.
Ferner ist auf dem äufseren Ende der Welle 5 noch das letzte Glied p2 der einen Nothkette
o2 drehbar angeordnet.
Wie Fig. ι zeigt, liegt die Klinke i bei der
oben erwähnten Schlüsselstellung vollständig innerhalb des Schliefskopfes und wird in dieser
Lage durch das vordere Ende eines Schiebers w festgehalten, welchen eine gegen den Schieberansatz
χ wirkende Feder y beständig nach vorn zu schieben sucht. Der Schieber ist in
dem Schliefskopf geführt und mit einer zweiten in den freien Raum ρ des Kastens ο vortretenden
Nase \ versehen.
Das vor den Kasten 0 vortretende vordere Ende ist zunächst keilförmig zugeschrägt und
läuft dann in ein gerades Ende aus. In diesem Theil befindet sich an der Innenseite eine mit
der Basis nach vorn zu liegende keilförmige Aushöhlung r.
Der Kasten 0 ist durch ein an der freien verticalen Seite innen befestigtes Pafsstück q
derart ausgefüttert, dafs das vordere Ende des am benachbarten Wagen befindlichen Schliefskopfes
gerade in den verbleibenden Hohlraum ρ im Kasten 0 pafst. Damit der Schliefskopf
in sicherer Weise in den Hohlraum des Kastens ο eintritt, ist sowohl die obere als auch
die untere vordere Kante des Kastens nach innen zu abgeschrägt.
Von dem Schenkel a1 des Winkelhebels a1 b1
führt eine Kette c1 durch den Wagenrahmen A nach einer Kettentrommel d\ welche auf einer
unter der Zugstange liegenden, quer durchgehenden Welle e1 befestigt ist, die zu beiden
Seiten des Wagens Kurbeln f1 trägt. Die
Welle e1 ist an den beiden Enden in länglichen
Schlitzen g1 in den Längsseiten des Wagenrahmens gelagert. In der Mitte ist die
Welle e1 in einem auf der Zugstange hängenden Sattel h1 gelagert, welcher durch einen
Stift oder dergleichen mit der Zugstange verbunden ist, so dafs die Welle e1 allen Bewegungen
der Zugstange folgen mufs und auch folgen kann. Die Trommel d1 sitzt auf der
einen Seite von dem Sattel h1, auf der anderen Seite befindet sich eine Kettenscheibe kl, um
welche eine Gelenkkette Z1 läuft, die durch eine Oeffnung im Wagenrahmen hindurchgeht
und um eine zweite Kettenrolle n1 läuft, die auf dem äufseren Ende eines in dem einen
Schenkel der Kettenöse b befestigten Zapfens v1
drehbar gelagert ist.
Der innere Flantsch der Kettenrolle n1 ist
zu einem Rad pl ausgebildet, welches mit einem zweiten auf der Schraube d befestigten
Rade q1 in Eingriff steht, so dafs durch Drehen
der Welle e1 die Schraube d in Drehung versetzt
und damit die Oese g der Oese b genähert werden kann.
Mit der Zugstange ist die Sicherungskette verbunden, Fig. 4 und 5. Dieselbe besteht
aus drei Gliedern, der mittelst eines Bolzens u1
drehbar am Kopf der Zugstange angehängten Oese t1, dem Kettengliede v2 und dem Hakenj^S
welcher auf der Aufsenseite zu einem Bügel ^1
ausgebildet ist. Dieses Hakenglied ist mittelst zweier in dem Boden des Kastens ο befestigter
Hängeeisen x1 mitten unter dem Kasten ' aufgehängt. Der Quersteg des Bügels ^1 wird
von einem drehbar gelagerten Bolzen λ2, Fig. 5,
gebildet, welcher an der Aufsenseite, einen Hebelarm s1 trägt, dessen Ende durch eine
straff angezogene Kette r1 mit dem Ende des auf der 'Stellwelle s sitzenden Hebelarmes bl
verbunden ist.
Auf dem inneren Ende des Bolzens a1 sitzt
innerhalb eines in dem Hakenschenkel ausgesparten Hohlraumes eine gespannte Spiralfeder
c2, die mit dem einen Ende an dem Bolzen d2, mit dem anderen Ende an dem
Hakenschenkel befestigt ist. Innerhalb des Bügels ^1 sitzt auf dem Bolzen α2 ein Schliefshaken
£2, welcher, sobald die Spiralfeder c2
zur Wirkung kommen kann, in den Hakenj^1 der Sicherheitskette des benachbarten Wagens
einfällt, während gleichzeitig der Schliefshaken &2 der Sicherheitskette dieses letzteren
Wagens in den Haken y1 der zuerst genannten Sicherheitskette einfällt. Die Angriffspunkte
der Schliefshaken b2 und der Hakenyx
ragen um 5 mm über den vorderen Rand des Kastens 0 hinaus, so dafs die Haken b% und^1
zweier gegenüberliegender Sicherheitsketten nach erfolgter Kuppelung nicht in wirksamem Eingriff
mit einander stehen.
Von den Nothketten o2 endigt die eine, wie
bereits oben angegeben, auf der Schlüssel-
welle s in Form eines Bügels p2. Zwischen
den beiden Schenkeln dieses Bügels ist auf der Welle s ein Haken r2 befestigt. Die zweite
Nothkette o2 endigt in ein gewöhnliches Kettenglied
t2, an welchem aufsen ein schwalbenschwanzförmiger
Keil s2 befestigt ist, welcher von oben zwischen zwei einen entsprechenden
Zwischenraum belassende Leisten eingeschoben wird, die aufsen an der Seite des Kastens ο
befestigt sind. Beim Rechtsdrehen der Welle s fällt der Haken r2 in das durch vorerwähnte
Einrichtung in horizontaler Lage gehaltene Kettenglied t2 der gegenüberliegenden Nothkette
des benachbarten Wagens ein, ebenso fällt der an letzterem befindliche Haken r2 in
das Kettenglied t2 des ersteren Wagens ein.
Auf dem Kasten ο ist über derselben Hälfte, in welcher der Schliefskopf gelagert ist, eine
Platte u2 befestigt, welche am vorderen Ende nach aufwärts gebogen ist; der horizontale
Theil der Platte u1 reicht bis über das vordere
Ende des Schliefskopfes h hinaus. Wie aus der oberen Ansicht, Fig. 6, ersichtlich, ist der
nach oben gebogene Theil dieser Platte an der inneren Kante nach aufsen zu abgeschrägt und
aufserdem an diesem abgeschrägten, sowie auch noch auf eine Strecke des horizontalen Theiles
an der inneren Kante mit einem verticalen Flantsch v3 versehen.
Die Platte m2, Fig. 6, dient zum Ausgleich
der verschiedenen Höhenlagen der Kuppelungen, sowie einer etwa auiseraxialen Lage derselben,
so dafs beim Aneinanderschieben zweier Wagen die Schliefsköpfe unter entsprechender Durchbiegung
der Federn e2 unbedingt in diejenige Lage gleiten, welche ein gegenseitiges Eindringen
der vorderen Enden der Schliefsköpfe in die entsprechenden Hohlräume ρ der Kästen ο
ermöglicht.
Bei der in Fig. ι dargestellten Lage der Theile ist die Kuppelung ausgelöst und in
nicht kuppelungsfähigem Zustande. Die Kette c1
befindet sich in gespanntem Zustande und wird durch das Gewicht der in horizontaler Lage
stehenden Kurbeln gespannt gehalten. Die Haken b2 und r2 werden in angehobener Lage
gehalten. Der Schlüssel / befindet sich in der linksdrehenden Endstellung, Fig. ι; die Klinke i
wird durch den Schieber w in eingelegtem Zustande festgehalten.
Um die Kuppelung verkuppelungsfähig zu machen, wird die Kurbel f1 nach links gedreht,
bis sie frei herabhängt, Fig. 4, so dafs sie also 3/4 Umdrehung macht. Hierdurch
wird die Kette c1 lose. Obwohl nun die gespannte Spiralfeder c2 das Bestreben hat, den
Bolzen a2 und durch Vermittelung des Hebels s1, der Kette r1 und des Hebels b1 auch
die Welle s mit dem Schlüssel / nach rechts zu drehen, so kann eine solche Drehung doch
so lange nicht eintreten, als der Schieber w die Klinke i gesperrt hält, da die Klinke i
hierbei mittelst der Nase k den Schlüssel Z festhält bezw. eine Drehung desselben verhindert,
da eine solche zufolge des Eingriffes der Nase k in den ,Schneckengang m nur unter
gleichzeitigem Herausdrehen der Klinke i aus dem Schliefskopf eintreten kann.
Sobald nun zwei Wagen, deren Kuppelungen in der vorerwähnten Weise in verkuppelungsfähigen
Zustand gebracht sind, zusammengeschoben werden, stöfst je das vordere Ende der beiden an einander entlang gleitenden Schliefsköpfe
beim Eindringen in die Kästen 0 gegen die Nase \ des betreffenden Schiebers n>
und schiebt letzteren unter Spannen der Feder y zurück, so dafs die Klinken i freigegeben werden.
Sobald nun die Schliefsköpfe in diejenige gegenseitige Stellung kommen, in welcher
die Ausschnitte r den Klinken i gegenüberliegen, können die gespannten Federn c2 zur
Wirkung kommen. Dieselben drehen die Bolzen a2 und die Wellen s mit den Schlüsseln /
nach rechts. Bei der Drehung jedes der beiden Schlüssel wird durch den Schneckengang m
die Nase k nach einwärts zu verschoben und damit die Klinke i aus dem Schliefskopf herausgedreht,
so dafs sie in den gegenüberliegenden Ausschnitt des anliegenden Schliefskopfes tritt
und hierdurch beide Schliefsköpfe mit einander gekuppelt werden. Gleichzeitig legt sich
die Nase η des Schlüssels / hinter die Nase k der Klinke i, wodurch die Kuppelung verschlossen
wird.
Gleichzeitig mit dem Kuppeln der Schliefsköpfe h werden durch die Haken b2 und r2
auch die Sicherheitsketten und Nothketten gekuppelt. Versetzt man nunmehr die Kurbel/1
noch weiter in Linksdrehung, so wird vermittels der Kette ll und des Getriebes pl q1 die
Schraube d in Rechtsdrehung versetzt und hierdurch — unter entsprechendem Zusammendrücken
der den Kasten ο tragenden Federn e2 — die Kuppelung fest angezogen.
Erleidet die Hauptkuppelung eine derartige Beschädigung, dafs sie aufser Wirkung kommt,
so tritt die Sicherheitskuppelung in Kraft; hierbei bleiben die Ketten der Nothkuppelung noeh
schlaff. Wird aber auch die Sicherheitskuppelung unwirksam, so kommen die Nothketten
zur Geltung. Bei dem in diesem Falle eintretenden Straffziehen der Ketten entsteht zunächst
eine Zugwirkung in der Längsrichtung der Welle s, wodurch diese aus dem Schlüssel I
herausgezogen und gleichzeitig unter geringer Schrägeinstellung des Kastens ο das Glied i2
mit dem Keil s2 aus der Führung des letzteren ausgehoben wird.
Behufs Entkuppelung werden die Kurbeln/1 so lange nach rechts gedreht, bis die Kette cl
straff gespannt ist und die Kurbeln horizontal liegen. Hierbei wird zunächst die Schraube d
wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgedreht und schliefslich unter Spannen der
Feder c2 die Sicherheits- und Nothkuppelung entkuppelt.
Gleichzeitig wird der Schlüssel / nach links zurückgedreht und hierbei die Klinke i durch
den auf die Nase k wirkenden Schneckengang m in ihr Lager im Schliefskopf zurückgedreht.
Beim Auseinanderschieben der Wagen folgt der Schieber iv dem Ende des Schliefskopfes
und verriegelt somit die Klinke i.
Wagen, bei welchen die Kette c1 durch das
Gewicht der horizontal liegenden Kurbeln f1, Fig. i, gespannt gehalten wird, d. h. Wagen
mit abgestellter Verkuppelung können sich gegenseitig nicht verbinden, lassen also ein Abstofsen
zu, wie es der Rangirdienst erfordert. Dagegen kann ein einseitiges Kuppeln dadurch
erreicht werden, dafs z. B. die an der Rangirlokomotive befindliche Kuppelung in kuppelungsfähigen
Zustand versetzt wird. Fährt die Rangirlokomotive nunmehr an einen Wagen mit abgestellter Verkuppelung heran, so fallen
sämmtliche Kuppelungsglieder der an der Lokomotive befindlichen Kuppelung in die entsprechenden
Theile der am Wagen befindlichen Kuppelung ein. Bei letzterer wird beim gegenseitigen Eindringen der Schliefsköpfe der
Schieber w ebenfalls zurückgedrückt und dadurch die Klinke i freigegeben. Dieselbe verbleibt
jedoch in ihrer Lage, da die Kurbel f1
die Kette c1 und damit die Feder c2 gespannt
erhält, so dafs eine Drehung der Schlüsselwelle s, welche zum Heraustritt der Klinke i
unbedingt erforderlich ist, nicht eintreten kann.
Die Tragfedern e2 können, anstatt in sich federnd, wie oben angegeben, auch aus steifem
Material bestehen und nur in geeigneter Weise mit Federn derart verbunden sein, dafs sie die
oben beschriebenen Bewegungen des Schliefskopfes gestatten. Fig. 7 und 8 veranschaulichen
in Seitenansicht und oberer Ansicht einen solchen in sich steifen Träger e2 für den
Schliefskopf, dessen Mitte im Ruhezustande 6 cm unterhalb der Mittellinie der Zugstange
liegt. Der Träger es ruht auf der in vorgestreckter Lage am unteren Rande des Wagenrahmens
A gelagerten Rolle r3, reicht bis hinter das Lager h1 der Kurbelwelle e1 und stützt
sich mit einem Bogen e4 von unten gegen die
Zugstange. Der Träger e2 geht unter dem Zughaken in eine Gabel über, in welcher bei
e5 Scharniere angebracht sind, so dafs nach Beiseiteschieben der die Steifigkeit des Trägers
sichernden Ringe r4 und nach Aushaken des Kettengliedes b der Schliefskopf ausgeschaltet
und der Wagen mit einem Wagen mit alter Kuppelung verkuppelt werden kann.
Der Träger wird durch Federn fs derart
vorgeschoben, dafs die Kuppelungskette b g gespannt ist. Die Federn gestatten, dafs der
Schliefskopf mit dem Träger um das Mafs der Zusammendrückbarkeit der Buffer zurückgleiten
kann; ebenso gestatten die Federn noch ein weiteres Vorgleiten des Trägers mit dem Schliefskopf
um das Mafs, um welches die Zugstange noch weiter heraustreten kann. Der Träger e2
könnte übrigens durchweg doppelt sein; die hinteren Enden würden in diesem Falle parallel
zu einander umgebogen sein und durch eine Feder zusammengehalten werden.
Beim Kuppeln zweier gleich schwer beladener Wagen werden die Schliefsköpfe beim
Zusammenfahren der Wagen in die Horizontale angehoben und die Träger e2" beider
Wagen mit dem Bogen e4 um ein Gleiches von der zugehörigen Zugstange abgehoben.
Sind die Wagen ungleich belastet, so wird der Schliefskopf des tiefer stehenden Wagens bis
über die Horizontale hinaus angehoben, der Schliefskopf des weniger.belasteten Wagens dagegen
nicht ganz bis zur Horizontalen angehoben, so dafs beide Ketten b g in Verbindung mit den beiden Schliefsköpfen in einer
geraden Richtung liegen und die Schliefsköpfe somit in durchaus richtiger Lage und mit voller
Fläche an einander zu liegen kommen.
Soll der Zughaken freigelegt bezw. die Kuppelung ausgehängt werden, wie dies bei
der am Ende eines Zuges befindlichen Kuppelung stets der Fall ist, so wird unter entsprechendem
Zusammendrücken der Federn_/3
das Kettenglied b aus dem Zughaken ausgehängt, dann werden die Ringe r4 zur Seite
geschoben, so dafs die vorderen gegabelten Theile des Trägers e2 sich mit dem Schliefskopf
um die Scharniere e5 nach unten senken können.
Es empfiehlt sich, an dem Zughaken unten einen Nebenhaken anzubringen, in welchen in
diesem Falle das Kettenglied b eingehängt werden kann, so dafs der Träger selbst entlastet
wird.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine selbsttätige Eisenbahnwagenkuppelung, gekennzeichnet durch einen auf herabklappbaren, federnden Trägern e2 angeordneten, mit vortretendem Schliefskopf h versehenen Kasten 0, Fig. 1 und 4, welcher die aus einer unter Federwirkung stehenden Klinke i, Fig. 2, und aus einem Ausschnitt r bestehenden Verschlufsorgane enthält, in Verbindung mit den den Ausgleich der verschiedenen Lagen bewirkenden keilartigen Führungswinkeln κ2 ν3, Fig. 6, welche beim Zusammenschieben zweier Wagen die Verschlufsorgane in die für die Verkuppelung erforderliche gegenseitige Lage bringen, wobei gleichzeitig der die Federwirkung bis dahin verhindernde Schieber w zurückge-drückt wird, so dafs sich nunmehr die Kuppelung durch Eintritt der Klinken i in die Ausschnitte r vollziehen kann.
Bei der durch Anspruch ι. gekennzeichneten Kuppelung die Uebertragung der Spannkraft der Feder c2, Fig. 4, auf den die Klinke i beim Kuppeln herausdrehenden Schlüssel I durch die den Schliefshaken der Sicherheitskuppelung tragende Welle α2, Fig. 5, und die den Schliefshaken der Nothkuppelung tragende Welle s, in Verbindung mit der zum Rückdrehen der Wellen s und α2 dienenden, an der Zugstange gelagerten Kurbelwelle' e1/1 mit Kette c\ derart, dafs einerseits beim Kuppeln der Hauptkuppelung gleichzeitig auch die Sicherheits- sowie die Nothkuppelungen selbstthätig eingehakt, andererseits alle drei Kuppelungen von der Seite des Wagens aus einfach durch Drehen der Kurbel f1 gemeinsam entkuppelt werden können, wobei die Feder c2 gleichzeitig wieder gespannt wird und aufserdem — bei abgestellter Kuppelung — letztere durch auf den Wagen wirkende Stöfse nicht von selbst in kuppelungsfä'higen Zustand treten kann.Die Verbindung der im Anspruch 2. genannten, zum Entkuppeln dienden Kurbelwelle elfl mit einem Kettengetriebe k111 n\ Fig. i, zu dem Zweck, unter Vermittelung eines auf die Schraube d wirkenden Zahnradgetriebes p1 q1 mit ein und derselben Kurbelwelle e1/1 die Kuppelung in kuppelungsfähigen Zustand setzen, nach erfolgter Kuppelung die Kette anziehen und beim Entkuppeln wieder lösen zu können.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49578C true DE49578C (de) |
Family
ID=324494
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49578D Expired - Lifetime DE49578C (de) | Selbstthätige seitlich zu bedienende Kuppelung für Eisenbahnwagen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE49578C (de) |
-
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- DE DENDAT49578D patent/DE49578C/de not_active Expired - Lifetime
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