DE495778C - Maschine zur Herstellung von Bechern aus Papier, Pappe, Karton o. dgl. - Google Patents
Maschine zur Herstellung von Bechern aus Papier, Pappe, Karton o. dgl.Info
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Description
- Maschine zur Herstellung von Bechern aus Papier, Pappe, Karton o. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung v in Bechern aus Pappe, Papier, Karton o. dgl. aus von einem Stapel entnommenen oder in der gleichen Maschine ausgestanzten und gummierten Mantelzuschnitten. Gegenüber den bekannten Bechermaschinen, bei denen die Mantelzuschnitte von-Hand oder selbsttätig um die Formdorne eines Revolvers gelegt wurden, unterscheidet sich die Erfindung dadurch, daß die zugeführten Mantelzuschnitte, nachdem sie durch eine Klebstoffauftragvorrichtung mit Klebstoff an der späteren Schließstelle versehen wurden, dem absatzweise geschalteten Trockentisch übergeben werden, von diesem Trockentisch dann zu den Werkzeugen des Revolvers gelangen und dort zusammen mit den in einer Station vorher gezogenen und in die Werkzeugdorne eingesetzten Böden im Verlaufe der weiteren Schaltung des Drehtisches zu fertigen Bechern geformt werden. Durch die Zwischenschaltung eines absatzweise bewegten Trockentisches werden nicht nur die baulichen Abmessungen der ganzen Anlage kleiner, sondern die Maschine wird auch in ihrem Aufbau wesentlich einfacher. Bei den bekannten Maschinen z. B. sind dort, wo beispielsweise der Zuschnitt unmittelbar aus Rollenkarton hergestellt wird, komplizierte Rollengänge eingeschaltet, die die Maschine verteuern, aber auch den Antrieb überaus schwierig gestalten, so daß stets mit Betriebsstörungen gerechnet werden muß.
- Ein weiterer Vorteil der Erfindung gegenüber dem Bekannten ist, daß der Becherboden vor dem Umlegen des Mantels um den Kern in den Kern eingesetzt wird. Dadurch kann der Bechermantel genau kalibriert werden, was wiederum für ein besseres Umrollen von Mantelzarge und Bodenzarge günstig ist. Bei den bekannten Maschinen muß der Bechermantel, da-er vor dem Einsetzen des Bodens in den Werkzeugkern auf diesen Kern gebracht wurde, an seinem verjüngten Ende zunächst wieder geweitet werden, damit der Boden überhaupt eingesetzt werden kann. Es sind also zunächst einmal komplizierte Vorrichtungen erforderlich, um das verjüngte Ende der Becherzarge zu weiten, dann aber besteht auch die Gefahr, .daß eine gleichmäßige Umrollung nicht stattfindet, da durch das Weiten des verjüngten Endes der Boden nicht mehr straff in dieses sich einführt, sondern lose in diesem Ende sitzt, so daß er sehr leicht schief gedrückt werden kann. Auch das Umfalten des Bechermantels um den Kern ist gemäß der Erfindung einfacher.
- Bei den bekannten Vorrichtungen erfolgt das Umfalten durch Schalen oder ein System von Fingern, die einer einzigen Bechergröße angepaßt sind und für beliebige Bechergrößen nicht verstellt werden können. Jeder Werkzeugkern ist mit einer solchen Faltvorrielltung versehen. Diese Vielzahl von Faltvorrichtungen und ihre komplizierte, nicht verstellbare Ausbildung setzen den Wert einer Bechermaschine natürlich erheblich herab. Diese Mängel sind durch die Erfindung behoben worden, bei der zwei einfache Falzleistenpaare vorgesehen sind, von denen das eine den Becherzuschnitt U-förmig umfaltet, worauf dann anschließend das zweite die Schenkel dieses U-förmig gefalteten Zuschnittes nacheinander um den Dorn. legt. Es ist nur ein Satz von Faltvorrichtungen vorhanden, der leicht für verschiedene Bechergrößen verstellt werden kann. Der Antrieb für diese Vorrichtung ist einfacher und die Maschine dadurch vielseitiger verwendbar.
- Eine Vorrichtung gemäß der Erfindung -ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i eine Ansicht, bei welcher aus dem Stapel ausgestanzte an der Schließnaht bereits gummierte Mantelzuschnitte verwendet werden, Abb.2 eine Draufsicht .auf die Vorrichtung, jedoch für Verwendung ungummierter Mantelzuschnitte, die, ehe sie dem Dorn zugeführt werden, zunächst einen Klebstofiaufstrich erhalten und dann auf einer zwischengeschalteten Trockenvorrichtung getrocknet werden, Abb.3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung mit Vorrichtungen zum Ausstanzen der Zuschnitte aus Rollenkarton, Gummieren und Trocknen auf der zwischengeschalteten Trokkenvorrichtung, Abb. q. die Vorrichtung zum Ausstanzen und Ziehen der Böden in vergrößertem Maßstabe, Abb. 5 einen Becher, wie er mit der Vorrichtung hergestellt wird.
- Es ist i die Trommel für die Kartonbahn 2, aus welcher in der Stellung I die Bodenscheiben ausgestanzt und gleichzeitig gezogen werden. Dieses Stanzen und Ziehen erfolgt durch Zusammenarbeit des Dornes 3 und des vereinigten Stanz- und Ziehwerkzeuges g. Der Dorn 3 des Revolverkopfes q. besitzt eine Bohrung 5 (Abb. q.), in welcher sich ein Stempel 6 mit Stange 7, die gegen eine Kurvenscheibe arbeitet, verschiebbar bewegen. Dieser Stempe16 ist während des Ziehvorganges sozusagen der Boden des Zugkanals und gleichzeitig Auswerfer, um in einer nächsten Stellung den gezogenen Boden 8 in den gewickelten Mantel des Bechers zu schieben.
- Das vereinigte Stanz- und Ziehwerkzeug, bestehend aus einem Stanzstößelio und einem Ziehstempel i i (Abb. q.) sowie dem Gegenschnittwerkzeug 12 und der Zugbüchse 13 mit Zugkanal 1q., arbeitet während eines Stanz-und Ziehvorganges mit dem heranbewegten Dorn 3 des Revolverkopfes ¢ derart zusammen, daß während des Ziehvorganges der Zugkanal 13 unmittelbar bis an den Dorn 3 sich. heranbewegt, so daß der Zugkanal 1 q., die Zugbüchse 13 und die Ausbohrung 5 des Dornes 3 sozusagen eine einzige Form bilden, wodurch der gezogene Schachtelteil unmittelbar in die Ausbohrung 5 gezogen werden kann. Die Kartonbahn 2 bewegt sich zwischen Gegenschnittwerkzeug 12 und Stanzstempel io und wird absatzweise vorwärts geschaltet. Der Abfallstreifen der Kartonbahn wird weiter zu einer Aufwickelvorrichtung 15 befördert.
- Wurde ein Boden auf diese Weise in den Dorn 3 überführt, so erfolgt eine Schaltung des Drehtisches. Der Dorn 3 bewegt sich bis zur Stellung II, in der das Zuführen der Mantelzuschnitte zum Dorn erfolgt. Diese Mantelzuschnitte können nun in. getrennten Arbeitsgängen auf besonderen Maschinen vorher fertiggestellt oder auch unmittelbar vor dein. Zubringen zum Dorn gummiert bzw. vorher ausgestanzt werden. In Abb. i ist die Vorrichtung so gedacht, daß in getrennten Maschinen ausgestanzte und gummierte Mantelzuschnitte 16 in einem Stapel 17 eingelegt und aus diesem durch an sich bekannte Vorrichtungen, Greifer, Sauger o. dgl. entnommen und dem Dorn 3 zugeführt werden.
- In Abb.2 sind in den Stapel 17 ungummierte Mantelzuschnitte 16 .eingelegt. Mit jeder Schaltung des Revolverkopfes q. wird ein solcher Zuschnitt entnommen, über eine Leimvorrichtung 18 befördert und dabei mit Klebstoff an den Schließstellen versehen und schließlich nach einem Drehtisch ig, zwischen Leisten 20, geführt. Dieser Drehtisch ig ist ein Trockentisch, der geheizt sein kann, um den aufgetragenen Klebstoff zu trocknen. Im übrigen erfolgt die Förderung des Zuschnittes von der Trockenvorrichtung zum Dorn 3 durch die Vorrichtung 21.
- In Abb. 3 wird der Mantelzuschnitt 16 unmittelbar aus Rollenkarton über dem Trokkentisch ig ausgestanzt. Die Kartonbahn wird von der Tromme122 abgezogen, gegebenenfalls in einem Druckwerk 23 bedruckt, durch eine Stanzvorrichtung - bei 24 ausgestanzt und gleichzeitig zwischen die Anlegeleisten 20 gebracht. Die Leimvorrichtung 18 ist hier hinter der Stellung für das Ausstanzen der Zuschnitte vorgesehen, und eine Leimauftragwalze, Leimleisten o. dgl. bewegen sich über den zwischen den Anlegeleisten eingelegten Zuschnitt, um die entsprechenden Kanten oder Flächen mit Klebstoff zu versehen. Der Abfallstreifen, der Kartonbahn wird dann bei 25 wieder aufgewickelt.
- Sobald ein Zuschnitt dem Dorn 3 in Stellung II zugeführt wurde, erfolgt eine neue Schaltung bis zur Stellung III. Faltvorrichtungen, die aus Längs- und Querfaltern 26, 27 bestehen und in Abb. ia in Draufsicht auf den Dorn 3 gezeichnet wurden, bewegen sich gegen den Dorn 3 und legen den Mantelzuschnitt 16 um den Dorn 3 herum. Ist dies geschehen, so bewegt sich eine gesteuerte Festhaltevorrichtung (Leiste o. dgl.) 28 gegen den Dorn und legt sich auf die Verschlußnaht der Becherhülse, um eine innige und dauerhafte Verbindung zu bewirken.
- Stellung IV durchläuft der Dorn 3 mit der aufgesteckten Hülse entweder leer oder es wird eine Kalibriervorrichtung 29 während des Stillstandes des Dornes in dieser Stellung über den Dorn mit dem Mantelzuschnitt zugeschoben, um nochmals ein Nachformen der geschlossenen Hülsen vorzunehmen.
- In der Stellung V erfolgt das Umrallen der Becherränder in bekannter Weise, und zwar bewegt sich zu diesem Zwecke der Stempel 30 gegen den Dorn 3. Das Umrollen des oberen und unteren Becherrandes mit dem Boden erfolgt im Ausführungsbeispiel gleichzeitig -(Abb. 5). Der Sockel 31 für den Dorn 3 sowie der Stempel 3o besitzen hierfür entsprechende ringartige Aussparungen. Das Umrollen der Becherränder kann natürlich auch nacheinander in der gleichen Maschine erfolgen; oder es kann noch ein zweiter Revolver mit entsprechenden Werkzeugen vorgesehen sein, der den einseitig umgerollten Becher .aufnimmt und dadurch den unteren Becherrand mit eingesetztem Boden ebenfalls von außen einrollt. Falls mit ein und derselben Maschine Becher verschiedener Größe usw. hergestellt werden sollen, ist dies getrennte Einrollen sehr vorteilhaft, da nur die Formen ausgewechselt werden müssen, Einstellungen aber so gut wie ganz fortfallen.
- In Stellung VI wird die abklappbare Preßplatte 28 vom Dorn 3 geschwenkt, und der auf dem Dorn sitzende fertige Becher wird durch an sich bekannte Abstreifvorrichtungen abgezogen und fällt auf ein Förderband 32, das ihn dem Paraffinierwerk zuführt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zur Herstellung von Bechern aus Papier, Pappe, Karton o. dgl. aus von einem Stapel entnommenen oder in der gleichen Maschine ausgestanzten und gummierten Mantelzuschnitten, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelzuschnitte zunächst einem absatzweise geschalteten Trockentisch übergeben werden, von dem sie dann den Werkzeugen einer an sich bekannten Revolverpresse zugeführt und zusammen mit den in einer Station vorher gezogenen und in die Werkzeuge eingesetzten Boden im Verlauf der weiteren Schaltung des Drehtisches (Revolvers) zu fertigen Bechern geformt werden.
- 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Ziehdorn eingesetzten Boden nach Umlegen des Bechermantels um den Dorn durch einen im Kern verschiebbar gelagerten Kolben (6,7) bis in den Bechermantel so weit geschoben werden, daß in der Umrollstation der Becherrand mit dem eingesetzten Boden zusammen umgerollt werden kann"
- 3. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Umrollen der Mantelzuschnitte um den Kern durch Faltleisten während der Schaltbewegung des Tisches in der Weise erfolgt, daß während der Bewegung des Tisches der Mantelzuschnitt zunächst U-förmig um den Kern gelegt wird, worauf dann nacheinander arbeitende Faltleisten (27.) die überstehenden Enden fertig um den Dorn herumlegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES80355D DE495778C (de) | 1927-06-24 | 1927-06-24 | Maschine zur Herstellung von Bechern aus Papier, Pappe, Karton o. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES80355D DE495778C (de) | 1927-06-24 | 1927-06-24 | Maschine zur Herstellung von Bechern aus Papier, Pappe, Karton o. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE495778C true DE495778C (de) | 1930-04-10 |
Family
ID=7508824
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES80355D Expired DE495778C (de) | 1927-06-24 | 1927-06-24 | Maschine zur Herstellung von Bechern aus Papier, Pappe, Karton o. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE495778C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023962B (de) * | 1955-03-07 | 1958-02-06 | Continental Can Co | Maschine zur Herstellung kegelfoermiger Papierbecher |
| DE1078863B (de) * | 1958-03-07 | 1960-03-31 | Kartonagenmaschinenwerk Kama V | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern, insbesondere von Bechern, aus Zuschnitten von Papier, Karton od. dgl. |
-
1927
- 1927-06-24 DE DES80355D patent/DE495778C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1023962B (de) * | 1955-03-07 | 1958-02-06 | Continental Can Co | Maschine zur Herstellung kegelfoermiger Papierbecher |
| DE1078863B (de) * | 1958-03-07 | 1960-03-31 | Kartonagenmaschinenwerk Kama V | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern, insbesondere von Bechern, aus Zuschnitten von Papier, Karton od. dgl. |
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