DE493898C - Vorrichtung zum Evakuieren und Fuellen von Hohlraeumen, insbesondere von Zahnwurzeln, mittels einer Vakuumpumpe - Google Patents

Vorrichtung zum Evakuieren und Fuellen von Hohlraeumen, insbesondere von Zahnwurzeln, mittels einer Vakuumpumpe

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DE493898C
DE493898C DEW80248D DEW0080248D DE493898C DE 493898 C DE493898 C DE 493898C DE W80248 D DEW80248 D DE W80248D DE W0080248 D DEW0080248 D DE W0080248D DE 493898 C DE493898 C DE 493898C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C5/00Filling or capping teeth
    • A61C5/50Implements for filling root canals; Methods or instruments for medication of tooth nerve channels

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Evakuieren und Füllen von Hohlräumen, insbesondere von Zahnwurzeln, mittels einer Vakuumpumpe. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Evakuieren und Füllen von Hohlräumen, insbesondere von Zahnwurzeln, mittels einer Vakuumpumpe. Erfindungsgemäß wird eine in an sich bekannter Weise mit Füllkanüle ausgestattete Kolbenpumpe benutzt, von der ein Saughub ausreicht, um den Hohlraum genügend zu evaluieren, wobei zweckmäßig der Saughub durch eine vorgespannte, mittels Arretiervorrichtung festgehaltene, im Bedarfsfalle auslö sbare Feder zwangsläufig erfolgt.
  • Im Gegensatz zu bekannten Vorrichtungen, bei denen z. B. eine Rotationspumpe zum Zwecke der Evakuierung angebracht ist, was zii Erschütterungen und damit verbundenen Dichtungsschwierigkeiten an der Zahnkai ität führt, arbeitet der Apparat nach vorliegender Erfindung-sicher und erschütterungsfrei.
  • Außer zum Entleeren und Füllen von Zahnwurzeln eignet sich der Apparat zur Behandlung erkrankter -Nasen-, Stirn- und Kieferhöhlen, von Knochenfisteln, von Fistelgängen in Weichteilen usw., wobei je nach den anatomischen Verhältnissen die Größe der nötigen Apparatur zu «-ahlen und entsprechende Saub ansätze auszubilden sind.
  • Die Abb. r bis io zeigen die beispielsweise sführung eines Instrumentes zur Zahnwurzelfüllung.
  • Abb. i ist eine Seitenansicht des Instrumentes, Abb. 2 ein Längsschnitt in Schnittebene :1-.1 der Abb. i. Ahb. 3 eine Ansicht von oben, Abb. .t ein Querschnitt in Ebene B-B der Abb. i, Abb. 5 ein Querschnitt durch einen Schalthahn in Ebene C-C der Abb. i, Abb. 6 ein Längsschnitt durch denselben in Ebene D-D der Abb. 5 ; Abt;. 7 und 8 sind verschiedene Längs- und Querschnitte durch ein die Hahnwege enthaltendes Mantelküken und ein Hohlküken; Abb. 9 stellt die Rückansicht des Schalthahnteiles von Abb. i dar und Abb. io schließlich einen Längsschnitt in Ebene A-A mit einer zur Aufnahme von Füllmasse eingelegten Glasampulle.
  • i ist der innen geschliffene Pumpenzylinder, zweckmäßig aus Glas, der oben durch die aufgeschraubte Brillengriffarmatur 2 und unten mittels der Konusarmatur 3 verschlossen ist. Innerhalb des Pumpenzylinders i bewegt sieh der gasdicht eingeschliffene Pumpenkolben q., der durch die Kolbenstange 5 mit der quergestellten Griffstange 6 fest verbunden ist. Die Griffarmatur 2 setzt sich nach oben in das diametral geschlitzte Führungsrohr 7 fort, durch dessen Schlitze der Quergriff 6 beiderseits herausragt, der zur Ebene der Griffbrille um 9o° versetzt ist; am oberen Ende ist das Führungsrohr 7 mit einem Griffring 8 abgeschlossen. Unterhalb des Pumpenkolbens .I ist eine kräftige Schraubendruckfeder 9 untergebracht, vermöge der der Kolben 5 während des Saughubes in die Höhe gedrückt wird. Bis zum Beginn der Pumpenfunktion wird die Feder 9 durch Niederdrücken des Kolbens d. mittels des Oüergriffes 6 gespannt und in der tiefsten Lage im Zylinder durch Einschnappen der Sperrklinke io über den Quergriff festgehalten. Durch Druck auf den in den einen Ring der Griffarmatur 2 ragenden Flügel der Sperrklinke io kann die Feder 9 durch den im Ring liegenden, das Instrument haltenden Finger ausgelöst werden.
  • Innerhalb der Konusarmatur 3 ist quer zur Zylinderachse der Schaltmechanismus untergebracht. Derselbe ]besteht im wesentlichen aus einem Zweiw egehahn, der jedoch neuartig ausgebildet ist, um mit seinem hohlen Hahnküken zurAufnahme derWurzelfüllmasse oder einer diese enthaltenden Glasampulle dienen zu können. Der kegelförmige Hahnsitz enthält zu diesem Zwecke ein zweiteiliges Hahnküken, und zwar das Mantelküken i i und das eigentliche Hohlküken i2. Diese beiden Hahnteile sind in Abb. 7 und 8 getrennt dargestellt. Das -Maritelküken i i hat ungefähr in der Mitte seiner Wänd zwei. einander gegenüberliegende Löcher b und, um 9o° dazu versetzt, einen nahezu bis ans verjüngte Kegelende reichenden Längsschlitz c. Das Hohlküken, 12, dagegen trägt in seiner Mitte über i8o° seines äußeren Umfanges eine Mut e und an seinem unteren Rande rechtwinklig zu den beiden Nutenenden den Einschnitt d, der die Verbindung zwischen der axialerit Durchbohrung des Hohlkükens 12 nach dem Inneren des darübergeschobenen Mantelkükens ii darstellt. Das Hohlküken rz paßt gasdicht in das Mantelküken i i hinein und ist unter Einhaltung genauer Orientierung der verschiedenen Schlitze und Löcher zueinander festgelötet oder verschraubt. Die so hergestellte Hahneinheit gestattet, wenn sie in den kegelförmig geschliffenen Mahnsitz eingeführt worden ist, die beiden benötigten Leitungswege an dem Instrument herzustellen.
  • In der Evakuierstellung (Purnpenzylinder-Wurzelkanül.e) führt,der Weg aus dem. Zylinder .durch die axiale Bohrung a, durch ,das eine Loch b im Mantelküken über die halbkreisförmige Nut e am Hohlküken, weiter durch das zweite Loch b im Mantelküken, durch die mit a kanaxiale Bohrung f der Konusarmatur zur Wurzelkanüle.
  • Diese Hahnstellung ist in Quer- und Längs-,schnitt in den Abb. 2 und 6 zu sehen und zeigt, wie vermöge. dieser Anordnung der geradlinige 'Weg vom Zylinderinneren zum Kanülenansatz durch Umführung um das den Füllirfassenraum enthaltende Hohlküken 12 hergestellt ist.
  • In. der Füllstellung (Hohlkükeninner es-Wurzelkanüle) geht nach Halmdrehung um 9o° der Weg von der Außenluft durch den axialen Hohlraum des Hohlkükens (Füllmassenraum), durch die untere Einkerbungd über den Längsschlitz c im Mantelküken i i wieder zur axialen Bohrung f im Konusstutzen von 3 und weiter zur Wurzelkanüle.
  • Die aus den beiden Küken i i und 12 bestehende Hahneinheit ragt nach dem Einbau mit einem Achsstummel, dessen Ende als Vierkant ausgebildet ist, drehbar durch die Spannscheibe 13 hindurch. Mittels der Klemmmutter 15 ist der Dreharm 14. fest mit der Hahneinheit verbunden. Zur zwangsläufigen Steuerung des Schaltbahnes ist mit dem Arm 14. die Zugstange 16 gelenkig verbunden; diese Zugstange führt längs des ganzen Pumpenzylinders i und des Führungsrohres 7 bis kurz unter den Griffring 8 und umgreift dort, halbkreisförmig umgebogen, das Führungsrohr 7 derart, daß sie von den aus den Schlitzen von 7 ragenden Quergriffarmen 6 in die Höhe mitgenommen wird, sobald diese zusammen mit dem Pumpenkolben 4 durch die Feder 9 in die Höhe schnellen. Es ist klar ersichtlich, daß am Ende des Saughubes der Pumpe automatisch die Umstellung des Schalthahnes auf' die Füllstellung ohne Dazutun des Operateurs erfolgt.
  • Die zur Wurzelfüllung dienende Masse wird ins Innere des Hohlkükens 12 eingefüllt und dort mittels des durchbohrten Steckdeckels 2.4 festgehalten.
  • Zweckmäßig ist erfindungsgemäß die Verwendung von in Glasampullen eingeschlossenen Füllmassen. Wie Abb. io zeigt, wird eine Ampulle 25 mit beiderseits abgebrochenen Spitzen in das Hohlküken 12 eingeführt und mittels der um das Schräubchen 27 schwenkbaren Kappe 26 festgehalten. Auf dieser Abbildung ist auch .der Leitungsweg in Füllstellung deutlich zu sehen.
  • Die Konusarmatur 3 setzt sich nach unten in einen konisch ausgedrehten Ansatz fort, in dem- der Steckkonus 18 der Wurzelkanüle 2o mittels der Überwurfmutter ig schwenkbar gehalten werden kann. Die dargestellte rechtwinklig gebogene Wurzelkanüle 2o (besonders für untere Zähne) trägt nahe ihrem Ende den kleinen Ringflansch 22, gegen den sich der weiche Dichtungsring 2i abstützt. Das Kanülenende 23 überragt ein wenig den Dichtungsring, damit derselbe beim Anpressen in die Öffnung des Wurzelkanals beiderseits gegen starre Wände zu liegen kommt.
  • Vor Gebrauch wird die Vorholfeder 9 durch Niederdrücken des Quergriffes 6 bis zum Einschnappen der Klinke io gespannt, wodurch der Schalthahn die Evakuier stellung einnimmt. Sodann wird die Füllmasse ummittelbar oder in Ampullenform in das Innere des Hohlkükens 12 eingebracht und eingeschlossen. Das mit der passenden Wurzelkanüle versehene Instrument faßt der Operateur, indem er mit Zeige- und Mittelfinger in den Brillengriff 2, mit dem Daumen in den Griffring 8 eingreift und das Instrument mit dem Kaniilenende in den zu füllenden Wurzelkanal führt: nach genauem Ansetzen löst er mit dem haltenden Zeigefinger die Sperrklinke io aus, «-orauf ganz zwangsläufig zunächst die Evakuierung und unmittelbar darauf nach Umsteuerung des Schalthahnes die Einfüllung der Füllmasse in den Wurzelkanal durch den atmosphärischen Luftdruck erfolgt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i: Vorrichtung zum Evakuieren und Füllen von Hohlräumen, insbesondere von Zahnwurzeln, mittels einer Vakuumpumpe, gekennzeichnet durch eine in an sich bekannter Weise mit Füllkanüle ausgestattete zur Schaffung des Vakuums dienende, nur einen Saughub zum Evakuieren des Hohlraumes benötigende Kolbenpumpe.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Saughub derKolbenpumpe -durch eine vorgespannte, mittels Arretiervorrichtung festgehaltene, im Bedarfsfalle auslösbare Feder (9) zwangsläufig erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch r und 2 finit einem Hohlküken zur Aufnahme von Füllmasse versehenen Umschalthahn, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschaltliahn mit dem Pumpenkolben (d.) durch eine Zugstange (i6) o. dgl. derart zwangsläufig verbunden ist, daß der sich bewegende Pumpenkolben (.I) erst am Ende seines Saughubes, d. h. nach Beendigung des Evakuierungsvorganges die Zugstange (i6) mitnimmt und den Hahn umsteuert. d.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Hohlküken (i i, 12) des Hahnes so ausgebildet ist, daß eine in an-sich bekannter Weise die Füllmasse enthaltende Ampulle (25) derart im Kükeninneren untergebracht «-erden kann, daß der Ampulleninhalt durch den Luftdruck in den zu füllenden Hohlraum (Wurzelkanal) gedrückt wird. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis :a., dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Kanüle (20) einen kleinen Gummizylinder (2I) trägt, der sich gegen einen auf der Kanüle (2o) angebrachten Flanschring (22) o. dgl. abstützt.
DEW80248D 1928-08-28 1928-08-28 Vorrichtung zum Evakuieren und Fuellen von Hohlraeumen, insbesondere von Zahnwurzeln, mittels einer Vakuumpumpe Expired DE493898C (de)

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