DE49375C - Neuerung an der durch Patent Nr. 43544 geschützten Einrichtung zum Zuführen der Papierbogen an Druckmaschinen - Google Patents

Neuerung an der durch Patent Nr. 43544 geschützten Einrichtung zum Zuführen der Papierbogen an Druckmaschinen

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DE49375C
DE49375C DENDAT49375D DE49375DA DE49375C DE 49375 C DE49375 C DE 49375C DE NDAT49375 D DENDAT49375 D DE NDAT49375D DE 49375D A DE49375D A DE 49375DA DE 49375 C DE49375 C DE 49375C
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Germany
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paper
suction device
roller
sheet
cylinder
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DENDAT49375D
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J. MlSSONG in Höchst a. Main
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F21/00Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
    • B41F21/10Combinations of transfer drums and grippers
    • B41F21/102Combinations of transfer drums and grippers with pneumatic means

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  • Delivering By Means Of Belts And Rollers (AREA)
  • Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 16: Druckerei.
Die im Haupt-Patent No. 43544 beschriebenen Speisewalzen L1L2 mit ruckweisem Vorschub des Papieres haben stets gleiche Tourenzahl mit den Druckcylindern, also auch mit den Schneidcylindern, und dieser Umstand ermöglicht es, die Schneid- und Saugvorrichtungen der Schneid cylinder in dieselben zu .legen, so dafs sie gleichzeitig auch als Schneidcylinder benutzt werden können, wodurch gegenüber der Einrichtung Fig. 1 bis 3 des Haupt-Patentes eine Vereinfachung erzielt wird.
Die Construction dieser vereinigten Speise- und Schneidcylinder, welche später erläutert wird, ermöglicht es, den vorderen Bogenrand aufser an eine festliegende auch an eine verstellbare Saugvorrichtung anzusaugen, so dafs der Schneidcylinder, welcher dem Schöndrückbezw. Führungscylinder die Papierbogen zuführt, jede beliebige Lage einnehmen kann.
Bei Anwendung von Speisewalzen mit ruckweisem Vorschub des Papieres, wie bei der Einrichtung Fig. 1 bis 3 des Haupt - Patentes angegeben, liegt die Gefahr vor, dafs bei grofsen Geschwindigkeiten, wie sie bei Rotationspressen vorkommen, ein Reifsen des Papieres erfolgt, und dafs die Längen der einzelnen Bogen nicht genau übereinstimmen.
Diese Uebelstände werden vermieden, wenn vor den Speisewalzen mit ruckweisem Vorschub des Papieres ein zweites Speisewalzenpaar mit beständigem Vorschub des Papieres eingeschaltet wird, so dafs das Papier ununterbrochen von der Rolle abgezogen wird. Zwischen beiden Speisewalzenpaaren (Fig. i) wird eine Vorrichtung eingeschaltet, welche das Papier während der Unterbrechung des Vorschubes seitens des einen, für den ruckweisen Vorschub bestimmten Walzenpaares festklemmt, derart, dafs das Papier sich zwischen den beständig vorschiebenden Speisewalzen NN1 und der Klemmvorrichtung K etwas senkt und die Speisewalzen mit ruckweisem Vorschub MM1 hur das schlaffhängende Papier vorzuschieben haben. Das Walzenpaar MM1 besorgt somit die Arbeit der beiden Walzenpaare C1C2 und Z-1L2, Fig. ι bis 3, des Haupt-Patentes.
Da es unbedingt nöthig ist, dafs die Druckcylinder für den Maschinenmeister leicht und bequem zugänglich sind, um so die Arbeit des Zurichtens der Druckcylinder leicht und bequem zu gestalten, so müssen dieselben zur Hälfte frei liegen, und dies, wird bei Rotationsmaschinen dadurch zweckmäfsiger wie beim Haupt-Patent No. 43544 erreicht, dafs zwischen Schöndruckcylinder S und unterem Schneidcylinder (hier gleichzeitig ruckweise schiebende Speisewalze M1) ein Führungscylinder F mit Saugvorrichtung eingeschaltet wird.
Die Einrichtung ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht, und giebt Fig. 1 die gesammte Anordnung der beständig und ruckweise wirkenden Speisewalzenpaare N N1 bezw.
M M1 mit der zwischenliegenden Klemmvorrichtung K, dem Führungscylinder F, der Druckcylinder S und W und der Plattencylinder P und P1. ..
Bei der Einrichtung Fig. ι ist angenommen, dafs die abgeschnittenen Papierbogen, wie bei der Einrichtung Fig. ι bis 3 des Haupt-Patentes dem Schöndruckcylinder S\ in gleicher Weise dem Führungscylinder F durch den unteren Schneidcylinder zugeführt werden. Da hierbei die Saugvorrichtung für den vorderen Bogenrand nicht, wie bei der Einrichtung Fig. 7, 7a, 8 und 9, welche später erläutert werden wird, verstellbar ist, sondern, wie beim Haupt-Patent, fest neben der Schneidnuth liegt, so unterscheidet sich die Construction der vereinigten Speise- und Schneidwalze Af1 nur dadurch von der Anordnung L1, Fig. 5 und 6, des Haupt-Patentes, dafs die Schneidnuth und die daneben liegenden Saugvorrichtungen des Schneidcylinders C1, Fig. 9 und 10 des Haupt - Patentes, wie Fig. 6 des Zusatz-Patentes zeigt, in den auf der Welle festsitzenden Scheiben so angeordnet sind, dafs die verstellbaren Scheiben, wie der punktirte Halbkreis zeigt, die Verstellung zulassen.
Bei der Ueberführung des in die freihängende Lage gebrachten Papierbogens liegt die Gefahr vor, dafs derselbe sich in dem Augenblicke, in welchem ihn der Schneidcylinder Ai1 losläfst, etwas senkt und hierdurch das Register ungenau wird.
Demgemäfs wird das Papier im Augenblicke des Schnittes nicht ganz dicht am hinteren Rande, sondern um die Strecke, welche die Umfange des abgebenden und empfangenden Cylinders während eines vollen Druckausgleiches zurücklegen plus einer Constanten von 9 bis 10 mm vor dem hinteren Rande angesaugt. Nimmt man eine Luftleere von Y2 Atmosphäre an, was nach praktischen Untersuchungen völlig ausreicht, so erfolgt der volle Druckausgleich bei einer Umfangsgeschwindigkeit der Cylinder von 3 m pro Sekunde innerhalb eines Cylinderweges von 14 bis 18 mm, so dafs das Papier um etwa 23 bis 27 mm vor dem hinteren Rande angesaugt werden mufs. Das Mafs dieser Strecke ist natürlich von dem Grade der Luftverdünnung, der Cylinderumfangsgeschwindigkeit und der Länge und den Krümmungen der Saugkanäle abhängig und wird sich ungefähr in Grenzen von 15 bis 30 mm halten.
Die Ueberführung des Bogens möge mit Bezug auf Fig. 2 bis 5, welche das Zusammenarbeiten der unteren, ruckweise vorschiebenden Speisewalze M1 mit dem eingeschalteten Führungscylinder F in den verschiedenen Stadien des Ansaugens und Transportirens zeigen, erläutert werden. In der Cylinderstellung Fig. 2 steht der Kanal 1, ebenso wie 2 des abgebenden Cylinders Af1, noch vollständig mit dem luftverdünnten Raum in Verbindung, und der Kanal 3 des empfangenden Cylinders F, welcher mit. der Atmosphäre in Verbindung steht, wird in diesem Augenblicke mit dem luftverdünnten Raum in Verbindung gebracht. In der Stellung Fig. 3 beginnt der Abschlufs des Kanals 1 vom luftverdünnten Raum durch den Steuerapparat; inzwischen ist das Vacuum im Kanal 3 gewachsen, bleibt jedoch noch schwächer als das im Kanal 1. In der.Stellung Fig. 4 ist das Vacuum im Kanal 3 so grofs, dafs der Papierrand hinter den Saugschlitzen von dem abgebenden unteren Schneid- bezw. Speisecylinder Af1 weg an den empfangenden Führungscylinder F angesaugt wird, so dafs der Bogen jetzt an beiden Cylindern haftet und so lange über dem Kanal 3 hinweggezogen wird, bis das allmälig wachsende Vacuum im Kanal 3 gröfser als im Kanal 1 geworden und in der Stellung Fig. 5 das Vacuum des Kanals 1 unter entsprechendem Arbeiten des Steuerapparates völlig aufgehoben ist. Der untere Schneid- und Speisecylinder Af1, Fig. 6, ist mit einem zweiten, im Haupt-Patent schon erwähnten, aber als unwesentlich nicht eingezeichneten festliegenden Kanal 2 versehen, damit der vordere Bogenrand entsprechend der Bewegung des Steuerschiebers nicht gleichzeitig mit dem hinteren losgelassen wird, sondern etwas später, also dann, wenn der Bogen vollständig zwischen die beiden Cylinder Af1 und F geführt ist.
Da die Speisewalze mit gegen einander verstellbaren Scheiben α ax α ax . . . als Schneidcylinder zu benutzen ist, so kann man auch die obere Speisewalze mit dem Cylinder F zusammen arbeiten lassen, wie dies in Fig. 7 und 7 a dargestellt ist. Hier liegt Walze Ai1, die den ruckweisen Papiervorschub bewirkt, oben, und da der Cylinder F denselben Drehungssinn wie der Schöndruckcylinder hat, so kann hier Cylinder F als Schöndruckcylinder direct benutzt werden, ohne dafs die An Ordnung der Druck- und Plattencylinder in Fig. ι geändert wird. Die Ueberführung des Papierbogens erfolgt hierbei nicht in freihängender Lage, wie in Fig. 1 und im Haupt-Patent, und dies gewährt für die Anordnung nach Fig. 7 den Vortheil, dafs die Einrichtung nach Fig. 2 bis 5 wegfällt. Die in Fig. 7 und 7 a oben liegende Speisewalze Af1 ist wie der untere Schneidcylinder C1C3 des Haupt-Patentes bezw. die untere Speisewalze Af1, Fig. ι und 6, der vorliegenden Construction mit zwei Saugvorrichtungen und Nuth für das Messer versehen, unterscheidet sich von jener anderen Anordnung wesentlich dadurch, dafs die Saugvorrichtung für den vorderen Papierrand nicht festliegt, sondern mit den Scheiben α λ1 beim Wechseln des Formates ver-
stellt wird, und dafs diese Saugvorrichtung für die Papierzuführung fast ebenso wichtig ist als die für den hinteren Rand am unteren Schneidcylinder. Die untere Speisewalze M in Fig. 7 und 7 a trägt das Messer mh für das Abschneiden der Papierbogen, eine verstellbare Saugeinrichtung IV und ein verstellbares Messer mv, weshalb auch diese Walze mit verstellbaren Scheiben α α1 versehen sein mufs. Der Zweck des Messers mv der zugehörigen Nuth n" in Walze M1 und der verstellbaren Saugeinrichtung IV wird später erläutert werden.
Die für den hinteren Papierrand bestimmte Saugvorrichtung I der Oberwalze M1 liegt neben Nuth nh und befindet sich an den auf die Welle fest aufgekeilten, mit Schlitz versehenen Scheiben a1. Die Saugvorrichtung II für den Vorderrand befindet sich an den verstellbaren Scheiben α mit der durchgehenden Stange und wird deshalb gleichzeitig mit den Scheiben α verstellt.
Bei dieser Einrichtung wird das Papier im Augenblicke des Schnittes unmittelbar neben der Schnittlinie am hinteren Rande von der Speisewalze M1 angesaugt, und diese Walze giebt dann den hinteren Rand an den mit Saugvorrichtung III versehenen Führungs- bezw. Schöndruckcylinder F ab. Die Saugvorrichtung II der Oberwalze saugt den vorderen Papierrand in dem Augenblicke (Fig. 7a) an, wo sie die Unterwalze passirt.
Die Zuführung des Papieres von der endlosen Rolle erfolgt nach Fig. 1, wie früher beschrieben, bis in die in Fig. 7 gezeichnete Lage des Bogens, bei welcher der vordere Rand bis an die Centrale der beiden Walzen MM1 vorgeschoben ist. In dieser Lage verbleibt der vordere Rand, bis Walze Af1 die Walze M in der Stellung Fig. 7 a wieder berührt; in diesem Augenblicke öffnet sich die Klemmvorrichtung K und es beginnt der ruckweise Papiervorschub.
In der Stellung Fig. 7 a erfolgt auch das Beschneiden des vorderen Papierrandes mittelst Schneidvorrichtung m" nv, und im gleichen Augenblicke geschieht auch das Ansaugen des Vorderrandes durch Saugvorrichtung II der Oberwalze. Durch diese. Saugvorrichtung II wird das Papier von der Walze M1 in der angegebenen Drehrichtung aufwärts geführt, und in dem Augenblicke, in welchem die unverstellbare Schneidvorrichtung mh nh in die Centrale von MM1 gelangt, erfolgt das Abschneiden des Bogens und gleichzeitig das Ansaugen des hinteren Randes durch Saugvorrichtung I. Der abgeschnittene Bogen wird also vorn und hinten an M1 angesaugt, bis in die Lage Fig. 7 geführt, wo dann die Saugvorrichtungen I und II beide Ränder loslassen, während die Saugvorrichtung III am Cylinder F den Hinterrand ansaugt und die Bogen weiterführt, wie dies in Fig. 7 a angedeutet ist. In bekannter Weise wird der Bogen dann durch die Maschine weitergeführt.
Die Einrichtung der Oberwalze mit den verstellbaren Scheiben bleibt zwar im wesentlichen so, wie sie bereits vorhin und im Haupt-Patent dargestellt war, jedoch bedingt die zweite verstellbare Saugvorrichtung eine constructive Aenderung, die in den Fig. 8 und 9 durch Wiedergabe eines Längenschnittes der Walze und eines Querschnittes der Achse derselben veranschaulicht ist.
Das Luftrohr gl g2, welches den Steuerapparat mit der im Mantel der Oberwalze in den verstellbaren Scheiben α α befindlichen Aushöhlung r verbindet, bildet ein Knierohr, dessen waagrechter Schenkel mit Spielraum in der Wellenachse geführt ist. Dieser Schenkel ist in den zweiten, aufrecht stehenden radial eingeschraubt, um eine gute Dichtung zu erzielen. Fig. 9 zeigt im Querschnitt, wie der senkrechte zweite Schenkel ausgeführt und wie derselbe in einer Aussparung der Welle angeordnet ist, damit die Verstellung der Saugvorrichtung ermöglicht werde.
Bei der Walze M1 nach Fig. 6 ist sowohl die Saugvorrichtung für den vorderen als hinteren Bogenrand in den auf ihrer Welle festgekeilten Scheiben gelagert, also beide unverstellbar, während bei der Walze M1 nach Fig. 7, 7a, 8 und 9 nur die Saugvorrichtung für den hinteren Bogenrand unverstellbar, die für den vorderen jedoch verstellbar ist, und ist daher die erstere in den auf der Welle festsitzenden Scheiben a' und die letztere in den verstellbaren Scheiben a, Fig. 8, gelagert und wie bei Fig. 6 an den verstellbaren Scheiben hier an den fest aufgekeilten Scheiben am Umfang so viel weggenommen, dafs die Verstellung der ausgehöhlten Stange r, welche in den verstellbaren Scheiben α gelagert ist, ermöglicht wird. Die Luftrohrleitung für die festliegende Saugvorrichtung (für den hinteren Papierrand) wird durch das andere Wellenende, wie Fig. 9 des Haupt-Patentes zeigt, eingeführt.
Es wäre nun unter Umständen möglich, dafs bei der in Fig. 7 dargestellten Construction das. Ansaugen des vorderen Papierrandes bei sehr rasch laufenden Maschinen (Rotationsmaschinen) nicht immer an der gleichen Stelle erfolge, und dies würde eine Nichtübereinstimmung in der Formatgröfse der Bogen zur Folge haben. Deshalb ist noch eine besondere Anordnung getroffen, nach welcher der vordere Bogenrand in dem Augenblicke des Ansaugens an die obere Speisewalze (Fig. 7 a) durch eine zweite Schneidvorrichtung beschnitten und der abgeschnittene schmale Papierstreifen (Fig. 7 a) gleichzeitig aus dem Wege geschafft wird.
Zu diesem Zwecke wird die untere Speisewalze so ausgebildet, wie in Fig. 7 und 7a dargestellt ist, d. h. sie erhält aufser dem Schneidmesser mh für den hinteren Rand noch ein zweites Messer mv für das Beschneiden des vorderen Randes und eine Saugvorrichtung IV, welche den vom Vorderrand abzunehmenden Streifen s im Augenblicke des Schnittes ansaugt und durch Aufhebung der Saugwirkung den Schnitzel fallen läfst, wenn derselbe in die tiefste Lage geführt ist. Zu diesem Zwecke mufs dann aber auch die Unterwalze mit gegen einander verstellbaren Scheiben ausgerüstet werden, und zwar so, dafs das erste Messer mh (für das Abschneiden der Papierbogen) an den auf der Achse festsitzenden Scheiben befestigt wird, während das zweite, für das Beschneiden (Egalisiren) des Vorderrandes bestimmte Messer mv sammt der Saugvorrichtung IV für die abfallenden Schnitzel an den verstellbaren Scheiben angebracht wird. Diese verstellbaren Scheiben mit Hülfsschneidmesser und Saugvorrichtung für den Abfall werden dann genau entsprechend der Ansaugvorrichtung der Oberwalze für den Papiervorderrand eingestellt und eventuell mit. jener übereinstimmend verstellt.
Die obere Speisewalze mufs dementsprechend gegen die erstbeschriebene Einrichtung dahin umgeändert werden, dafs sie noch eine zweite, für das Egalisirmesser mv bestimmte Nuth nv erhält, und diese wird neben der Saugvorrichtung II für den vorderen Bogenrand angebracht.
In Fig. ι ο ist die eingangs erwähnte Klemmvorrichtung K dargestellt mit den dazu gehörigen unrunden Scheiben, welche als gegen einander verstellbare Fest- und Losscheibe an einem Ende der nach vorstehender Beschreibung abgeänderten unteren Speisewalze sitzen. Diese unrunden Scheiben sind entsprechend der Stellung Fig. 7 und 7 a für das gröfste Bogenformat gezeichnet; ändert sich das Format, so werden dieselben gleichzeitig mit den verstellbaren Scheiben der Unterwalzen gegen einander verstellt.
Es ist klar, dafs bei der Einrichtung Fig. 7 und 7 a die Speisecylinder, welche gleiche Tourenzahl mit den Druckcylindern haben, bei Rotationsmaschinen gröfser sein müssen als die letzteren, da bei jeder Umdrehung ein Bogen abgeschnitten wird und beim Ansaugen des vorderen Bogenrandes in Fig. 7 a der vorhergehende Bogen schon an den Schöndruckcylinder abgegeben sein mufs. In den Fig. 7 Und 7 a ist die Stellung der verstellbaren Saugvorrichtung II für den Papiervorderrand zu der festliegenden Saugvorrichtung I für den Hinterrand unter Annahme gröfsten Bogenformates gezeichnet.
Bei Anwendung zweier Speisewalzenpaare, von denen das eine das Papier gleichförmig, das andere jedoch ruckweise vorschiebt, mufs die mit gegen einander verstellbaren Scheiben ausgerüstete Walze des letzteren Paares so eingestellt werden, dafs die von ihr vorgeschobene Papierlänge mit der von dem gleichförmig schiebenden Paar gelieferten genau übereinstimmt.
Diese feine Einstellung ist zu vermeiden, wenn man die ruckweise vorschiebenden Walzen sich nur im Augenblicke des Schnittes berühren läfst und die Saugwirkung der verstellbaren Saugvorrichtung für den vorderen Rand nur - so grofs nimmt, dafs das Papier gerade noch gehalten und der Vorderrand darüber hinweggezogen wird, wenn die Papierlänge, welche das gleichförmig vorschiebende Speisewalzenpaar vorschiebt, kleiner ist als die von der verstellbaren Saugvorrichtung vorgezogene.
Der Beschreibung der Zuführung der Papierbogen mit verstellbarer Saugvorrichtung für den vorderen Bogenrand nach Fig. 7 und 7 a liegt die Annahme zu Grunde, dafs die Walze M1 oben und M unten liegt. Denkt man sich nun eine Drehung dieser Einrichtung um einen beliebigen Winkel und in beliebiger Richtung vorgenommen, so sieht man, dafs die Zuführung in jeder Lage der Walzen M und Af1 erfolgen kann.
Dasselbe gilt auch von den Einrichtungen Fig. ι bis 3 des Haupt-Patentes, wenn die Papierbogen durch eine Blasvorrichtung oder Saugvorrichtung an die Mantelfläche des Cylinders C' je nach der Lage, welche derselbe einnimmt, auf einen kleinen oder grofsen Theil angeprefst bezw. angesaugt werden, wobei jedoch stets das Ansaugen des hinteren Bogenrandes behufs Erzielung genauen Registers nöthig ist.
Bei der in Fig. 1 bis 3 des Haupt-Patentes dargestellten Anordnung läfst sich eine sehr wesentliche Vereinfachung und Vervollkommnung erzielen, indem das ruckweise vorschiebende Speisewalzenpaar durch ein gleichförmig vorschiebendes ersetzt und die Saugvorrichtung des unteren Schneidcylinders für den vorderen Papierrand (wie schon beim Haupt-Patent angegeben) von' der für den Hinterrand getrennt wird. Dieselbe wird dann jedoch nicht unmittelbar neben die Schneidnuth gelegt, sondern weiter zurückgesetzt, damit sie das Papier erst ganz kurz vor dem Augenblicke fafst, in welchem die Uebergabe des hinteren Randes vom vorhergehenden Bogen an den Schöndruckcylinder erfolgt. Durch sie soll nämlich das Papier an den unteren Schneidcylinder auf etwa Y6 seiner Mantelfläche mit sehr minimaler Saugwirkung angesaugt werden, so dafs das Papier bei kleinerem als Maximalformat über die Saugschlitze hinweggezogen wird.
Die untere Speisewalze wird hierbei nicht durch die im Anspruch 2. des Haupt-Patentes
gekennzeichnete Speisewalze ersetzt, welche in der Achsenrichtung halbirt ist, sondern durch eine Walze mit unveränderlichem Durchmesser, bei der die dem jeweiligen Format entsprechende Umfangsgeschwindigkeit durch Wechselräderpaare mit fester Achsenentfernung erzielt wird. Das treibende Rad wird hierbei auf die Achse des oberen Schneidcylinders gesetzt, das getriebene auf die Achse der unteren Speisewalze. Hierdurch erreicht man einen erheblichen Vortheil, weil beim Wechsel des Formates keine Verstellung vorzunehmen ist, sondern nur das eben benutzte Wechselräderpaar gegen ein anderes auszuschalten und ein anderes einzuschalten ist, welch letzteres dem neuen Format entspricht.

Claims (1)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    ι . Der Ersatz der in den Ansprüchen ι. und 3. des Haupt - Patentes angegebenen Schneidcylinder C und Speisewalzen L durch ein einziges, gleichzeitig die Schneidvorrichtung mh nh enthaltendes Speisewalzenpaar MM1 zum ruckweisen Vorziehen des Papieres, dessen aus gegen einander verstellbaren Scheiben bestehende Walze M1 bezw. M jetzt die Säugvorrichtung I für den hinteren Bogenrand trägt und zum Führen des vorderen Bogenrandes noch mit einer zweiten, verstellbaren Saugvorrichtung II versehen ist, wobei die Speisewalze M1 . bezw. M nach dem Ansaugen des Hinterrandes des Bogens diesen an den Schöndruck- bezw. Führungscylinder F abgiebt.
    In Verbindung mit der vorstehend angegebenen Anordnung zum Egalisiren des Vorderrandes die Anbringung einer zweiten Schneidvorrichtung mv nv, derart, dafs der von Saugvorrichtung II angesaugte Papiervorderrand durch die Schneidvorrichtung mv nv beschnitten und der entstandene Schnitzel durch eine Saugvorrichtung IV der Unterwalze M abgeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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