DE49057C - Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus Fluoresceinchlorid - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus Fluoresceinchlorid

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DE49057C
DE49057C DENDAT49057D DE49057DA DE49057C DE 49057 C DE49057 C DE 49057C DE NDAT49057 D DENDAT49057 D DE NDAT49057D DE 49057D A DE49057D A DE 49057DA DE 49057 C DE49057 C DE 49057C
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Germany
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chloride
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toluidine
fluorescein
preparation
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DENDAT49057D
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FARBWERKE VORM. Meister, Lucius & Brüning in Höchst a. M
Publication of DE49057C publication Critical patent/DE49057C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/24Phthaleins containing amino groups ; Phthalanes; Fluoranes; Phthalides; Rhodamine dyes; Phthaleins having heterocyclic aryl rings; Lactone or lactame forms of triarylmethane dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In analoger Weise, wie Fluoresce'inchlorid mit secundären Aminen unter Bildung von basischen Farbstoffen reagirt, geben auch die Halogensubstitutionsproducte des Fluoresceinchlorids, ζ. B. Dibrom-, Dichlor-, Tetrachlor-, Tetrabromfluoresce'inchlorid, derartige Farbstoffe im Sinne folgender Gleichung:
C6HBr Cl
/O .A ν
>o
C-C6H Br Cl -e 2
C6H-CO-O
: I
2 NR1 = C6 H2 Br \
2HCI+ C—,
\
Von den beispielsweise genannten Chlorsubstitutionsproducten des Fluoresce'ins war bis jetzt das Dichlorfluoresce'inchlorid nicht bekannt. Dieser Körper wird dargestellt durch Behandlung des Dichlorfluoresce'ins (aus Dichlorphtalsä'ure und Resorcin, Annalen 238, S. 357) mit Phosphorpentachlorid. Dieses Chlorid repräsentirt ebenso wie das Tetrachlorproduct im Gegensatz zu den bekannten gebromten Körpern Fluoresce'ine, welche im Phtalsäurerest halogenisirt sind.
Die Fluorescemchloride reagiren nicht nur mit secundären Aminen der aliphatischen Reihe, sondern auch mit primären und secundären aromatischen Aminen und Diaminen unter Bildung von Farbstoffen. Dieselben sind meilweise kaum mehr basisch und unlöslich in Wasser, dagegen leicht löslich in verdünntem Alkohol. Durch Ueberführung in Sulfosäuren können sie leicht wasserlöslich gemacht werden.
Zur Darstellung des Dichlorfluoresce'inchlorids verfährt man in folgender Weise:
40 Theile Dichlorfluorescem und 45 Theile Phosphorpentachlorid werden in einem emaillirten Kessel, der in einem Oelbade steht und mit Abzug versehen ist, gut gemischt, wobei die Reaction unter Entwickelung von Chlorwasserstoffgas alsbald eintritt. Zur Vollendung derselben wird während 4 bis 5 Stunden auf 100 bis 1100C. erhitzt. Das Reactionsproduct wird zur Entfernung der Phosphorverbindungen und des unveränderten Dichlorfluoresce'ins mit verdünnter Natronlauge ausgekocht und darauf getrocknet. Zur weiteren Reinigung wird es aus Toluol krystallisirt. Das Dichlorfluoresceinchlorid schmilzt bei 257°, es ist in Wasser unlöslich, schwer löslich in heifsem Sprit, leicht löslich in heifsem Toluol.
Bei Einwirkung des Dichlorfluorescei'nchlorids, sowie des Dibrom-, des Tetrabrom- und Tetrachlorfluoresceinchlorids (Annalen 238, S. 336) auf Diäthylamin und Dimethylamin entstehen Farbstoffe, die als halogenisirte Rhodamine anzusehen sind; dieselben sind
Einwirkung
schwächer basisch, in Wasser schwerer löslich und färben blaustichiger als Rhodamine, und zwar ist das methylirte Product das blaueste.
Beispiel: 8 Theile Dichlorfluorescemchlorid, 5 Theile salzsaures Diäthylamin und 2,3 Theile ■ Aetzkalk oder 6,8 Theile entwässertes essigsaures Natron werden mit (5 Theile) oder ohne Chlorzink, mit oder ohne Sprit ca. 12 Stunden auf 220° C. erhitzt. Die Schmelze wird in Sprit gelöst, filtrirt, der Sprit zum gröfsten Theil abdestillirt und der Rückstand wiederholt mit Sodalösung ausgekocht. Aus diesen Lösungen wird der Farbstoff, nach dem Ansäuern mit Salzsäure, durch Kochsalz abgeschieden.
Statt die Schmelze in Sprit zu lösen, kann dieselbe auch in concentrirter Schwefelsäure gelöst und aus der Lösung der Farbstoff durch Eingiefsen in Wasser ausgefällt werden.
Die Farbstoffe, welche durch
primärer und secundärer aromatischer Monamine auf die Fluoresce'inchloride, auch die halogenisirten, entstehen, sind, wie oben angedeutet, nur noch sehr schwach basisch und wasserunlöslich. Leichter löslich in Wasser und von basischer Natur sind die analogen Reactionsproducte mit aromatischen Diaminen.
Die so erhaltenen Farbstoffe zeigen folgende Nuancen:
Fluorescei'nchlorid mit o-Toluidin, Xylidin (aus Theerxylol), as. m-Xylidin, Pseudocumidin: roth; mit Anilin, Monomethylanilin, Monoäthylanilin, α - Naphtylamin, Phenylhydrazin: rothviolett; mit p-Toluidin, β-Naphtylamin, m-Phenylendiamin, p-Phenylendiamin: violett; mit Paraamidodiphenylamin: blau.
Beispiel: 3,7 Theile Fluoresce'inchlorid (1 Molecül), 1,9 Theile Anilin (2 Molecule), 3 Theile Chlorzink werden gut gemischt und ι bis 2 Stunden auf 210 bis 2200 C. erhitzt. Die Schmelze wird in mit Salzsäure angesäuertem Sprit (ca. 8 Theile) oder ϊη 6 bis Theilen concentrirter Schwefelsäure bei circa 50° C. gelöst. Aus der Lösung wird der Farbstoff durch Eingiefsen in Wasser, dem man zweckmäfsig etwas Kochsalz zugesetzt hat, abgeschieden.
Die Operation kann auch in einer Mischung mit Glycerin ausgeführt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen, darin bestehend, dafs man bei dem durch das Patent No. 48367 geschützten Verfahren das Diäthylamin ersetzt durch andere Amine, und zwar auf Fluoresce'inchlorid in der Wärme einwirken läfst: Anilin, o-Toluidin,
■ p-Toluidin, Xylidin (aus technischem Xylol), α-m-Xylidin, Pseudocumidin, a-Naphtylamin, β-Naphtylamin, m-Phenylendiamin, Phenylhydrazin, m-Nitranilin, Monomethylanilin, Monoäthylanilin oder ρ - Amidodiphenylamin.
2. Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen, darin bestehend, dafs man bei dem durch das Patent No. 48367 geschützten Verfahren an Stelle von Fluoresce'inchlorid Substitutionsproducte desselben verwendet, und zwar werden beansprucht diejenigen Farbstoffe, welche entstehen:
a) aus Dichlorfluorescemchlorid durch Einwirkung von Dimethylamin, Diäthylamin, p-Toluidin, Monoäthylanilin und' Phenylhydrazin;
b) aus Tetrachlorfluorescemchlorid durch Einwirkung von Diäthylamin, Monoäthylanilin und p-Toluidin;
c) aus Eosinchlorid (Tetrabromfluoresceinchlorid) durch Einwirkung von Anilin und p-Toluidin.
DENDAT49057D Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus Fluoresceinchlorid Expired - Lifetime DE49057C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1987006138A1 (en) * 1986-04-11 1987-10-22 President And Fellows Of Harvard College Dihydrorhodamines and halogenated derivatives thereof

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1987006138A1 (en) * 1986-04-11 1987-10-22 President And Fellows Of Harvard College Dihydrorhodamines and halogenated derivatives thereof

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