DE49016C - Einrichtung zur Erzielung von Hubpausen an Steuerungen für Wasserhebungsdampfmaschinen - Google Patents

Einrichtung zur Erzielung von Hubpausen an Steuerungen für Wasserhebungsdampfmaschinen

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DE49016C
DE49016C DENDAT49016D DE49016DA DE49016C DE 49016 C DE49016 C DE 49016C DE NDAT49016 D DENDAT49016 D DE NDAT49016D DE 49016D A DE49016D A DE 49016DA DE 49016 C DE49016 C DE 49016C
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Germany
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lifting
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DENDAT49016D
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FR. BECHER in Essen a. d. Ruhr, Kastanien Allee 22
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L27/00Distribution or expansion valve-gear peculiar to free-piston machines or engines and not provided for in F01L21/00 - F01L25/00
    • F01L27/04Delayed-action controls, e.g. of cataract or dashpot type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Fig. 3 ist die Seitenansicht, Fig. 11 der Horizontalschnitt des Dampfcylinders einer horizontalen, rotirenden Wasserhaltungsmaschine mit Schiebersteuerung und Hubpausen.
Die Schiebersteuerung ist, ausschliefslich des Mechanimus zur Hervorbringung der Hubpausen, als Meyer-Steuerung construirt
Der Hubpausenmechanismus begreift in sich: den Oelkatarakt A mit Antrieb, den Klinkhebel B, die verlängerten Grund- und Expansionsschieberstangen mit den Gleit- bezw. Gelenkstücken ρ und 0 und ihrem Support S, die Feder F mit ihrem Support E und dem Buffer g, den Schieberstangenkopf D, in welchem das vordere Ende i der Grundschieberstange (mit Anschlag k) geführt wird.
Der Aufgang des Plungers α beim Katarakt A erfolgt ohne Hemmung durch die verlängerte Expansionsschieberstange; das Ende dieser, sowie das der verlängerten Grundschieberstange ist als Gleitstück ausgebildet und wird in dem Support S geführt; von hier aus bewegt es mittelst der kleinen Zugstange \ die Achse w und den auf dieser fest aufgekeilten Hebel b., welcher den Aufzug des Kataraktes bewirkt. Das Gewicht G veranlafst, nachdem der Hebel b wieder zurückgegangen ist, den Niedergang des Oelplungers. Die Hemmung beim Niedergange wird durch die Stellvorrichtung c nach der jeweilig verlangten Dauer der Hubpause regulirt.
Die Feder F mufs so bemessen sein, dafs sie die Reibungswiderstände des Grundschiebers und seiner Stange leicht überwindet.
Als Umdrehungsrichtung der Kurbelwelle ist Vorwärtsgang angenommen (Fig. 5 und 10).
Während einer Umdrehung der Kurbel, gleich einem Doppelhub, soll eine Hubpause stattfinden, und zwar etwas über der Todtpunktlage der Kurbel nach dem Cylinder zu (Fig. 5 gezeichnet und Fig. 10 punktirt). Der Expansionsgrad mufs so gestellt sein, dafs die Kurbel gerade noch mit geringster Geschwindigkeit über diese Todtpunktlage hinweggeht.
Das Spiel der Steuerung ist nun folgendes: Wenn die Kurbel (Fig. 1 o), die untere halbe Umdrehung ausführend, in die Lage I (Fig. 10) gekommen ist, welche der Mittelstellung des Grundschiebers entspricht (Fig. 9), so treffen auch die Ansätze χ und y der Klinkvorrichtung B und ρ auf einander (Fig. 3 und 6); der Grundschieber wird in dieser seiner Mittelstellung durch den Klinkhebel B festgehalten und statt eines Oeffnens des linken Kanales q (Einlafs) und des rechten Kanales s (Äuslafs) zum neuen Hube bleiben dieselben geschlossen; die im Schwungrad vorhandene lebendige Kraft ■wird durch den eben, beginnenden neuen Hub der Maschine und der Pumpen aufgezehrt: die Maschine bleibt ungefähr in der in Fig. 5 gezeichneten (in Fig. 10 punktirten) Kurbellage II stehen.
Während der halben Kurbelumdrehung, welche der eben beschriebenen halben Umdrehung vorhergegangen ist, wurde nun der Oelkatarakt A durch die oben beschriebene Vorrichtung ν \ w und b aufgezogen und der Plunger a in seiner höchsten Stellung zurückgelassen, während bei der zuletzt beschriebenen halben Umdrehung der Hebel b seine ungefähr tiefste Stellung wieder erreicht. Die Stellung des Expansionsexcenters zur Kurbel (wie in
Fig. ίο angedeutet) ermöglicht eine gleichzeitige ' Benutzung desselben zum Aufzug des Kataraktes. ■
Ist nun die Hubpause abgelaufen, d. h. ist Plunger α mit Gewicht G so tief gesunken, dafs Sperrhebel B durch den Finger / der Kataraktstange niedergedrückt und infolge dessen Kantey (Fig..6) frei wird, so bringt Feder F den Anschlag k mit Schieberstangenkopf D wieder in Contact, d. h. die Feder bringt den Grundschieber in eine der Kurbelstellung II der Maschine entsprechende Lage (Fig. 9 punktirt): Kanal q wird zum Dampfeinlafs, Kanals zum Auslafs geöffnet·, es beginnt ein neuer Hub und das Spiel der Steuerung wiederholt sich in der eben beschriebenen Weise.
In Fig. 6 sind in gröfserem Mafsstabe Klinkhebel B und Gleitstück ρ in Einklinkung, also in ihrer Stellung unmittelbar vor und während der Hubpause dargestellt, und ist ihre Stellung, welche sie unmittelbar nach der Hubpause zu einander einnehmen, punktirt. Fig. 7 zeigt ihre Stellung zu einander bei der äufsersten Rechtslage des Grandschiebers, Fig. 8 diejenige der äufsersten Linkslage. rx soll die Excentricität des Grundschieberexcenters bezeichnen; Klinkhebel B wird durch seine Feder d (Fig. 3) stets nach oben gedrückt.
Die Steuerung hat auch den Vortheil, die Maschine bei einer etwaigen eintretenden Entlastung am Durchgehen zu verhindern: Hebel b würde bei zu schnellem Gange der Maschine den Plunger α des Kataraktes A schon wieder aufziehen, bevor überhaupt Plunger f den . Klinkhebel B erreicht hat.
Die Steuerung läfst sich an Eincylinder- wie an W00If-Maschinen anbringen.
Fig. 12 und 13 sollen zeigen, dafs die beschriebene Vorrichtung zur Hervorbringung der Hubpausen, ebenso wie bei Schiebermaschinen, auch bei Maschinen mit Ventilsteuerung angewendet werden kann, bei denen die letztere durch auf der Kurbelachse sitzende Excenter angetrieben wird.
Die in Fig. 12 und 13 angenommene Steue-. rung stellt eine schon bekannte Ventilsteuerung dar: q und s sind die Einlafs- bezw. Auslafsventile, welche von den durch zwei Excenter der Kurbelwelle angetriebenen Winkelhebeln aa' und ee' gesteuert werden. Die den einen Winkelhebel bildenden zwei Arme α und a' . sind jeder für sich mit der in zwei Lagern gehenden Achse a " fest verkeilt; Winkelhebelee' dagegen sitzt lose auf der Achse und ist nur , gegen Verschiebung in der Längsrichtung derselben gesichert. Beide Winkelhebel bewegen sich also ganz unabhängig von einander.
Die Lage der Excenter zur Kurbel ist aus Fig. 13 ersichtlich: rt ist das Excenter zum Antrieb der Hebel a, r2 dasjenige für ee', r3 dient zum Aufzug des Kataraktes und bewegt den Hebel bb'. Von den Kurbel- bezw. Excenterstellungen I, II und 1,1' gilt das mit Bezug auf Fig. 1 bis 11 Gesagte.
Hebel α hat, vom :Voreilungswinkel seines Excenters T1 abgesehen, gleiche Bewegungsrichtung mit der Kurbel der Maschine. Zwischen den aus zwei Schilden bestehendeiiHebelarm a' ist ein kleiner Winkelhebel M'und eine denselben' an den Mitnehmerkeil i" andrückende Feder 0 angebracht. Der . die Auslösung bewirkende Daumen t kann durch das Stellrädchen t' nach dem erforderlichen Expansionsgrad gestellt werden.
Beginnt Hebel α seine Bewegung aus der äufsersten Linksstellung nach rechts, was dem Gange der Kurbel von I aus in Richtung des Pfeiles entspricht, so wird z" (und infolge dessen auch Ventil q) durch V gehoben (die Dampfeinströmung also geöffnet), und zwar so lange, bis Hebelarm i an Daumen t stöfst, welcher nun die Auslösung zwischen V und i" und damit den Schlufs des Ventiles herbeiführt.
Der Umstand, dafs Ein- und Auslafsventile durch zwei separate Excenter T1 und r2 gesteuert werden, ermöglicht jeden beliebigen Füllungsgrad.
Das Spiel der Steuerung beim Gange mit Hubpausen ist nun folgendes: Ist Hebel a in seine äufserste Linkslage gekommen, welche der Kurbelstellung I (Fig. 13) entsprechen würde, so klinkt Hebel B in Gleitstück ρ ein, Hebel a wird dadurch in seinem Gange nach rechts verhindert, infolge dessen Ventil q geschlossen bleibt und die Maschine ungefähr bei Kurbelstellung II zum Stillstand kommt.
Katarakt A wurde hier, wie schon oben erwähnt, durch ein besonderes Excenter r3 aufgezogen, welches der Kurbel etwas nacheilt (ungefähr .um den Winkel, den die Kurbel für gewöhnlich während der Hubpause mit der Horizontalen bildet). Löst nun jetzt der mit der Kataraktstange niedergehende- Finger/ den Hebel B aus, so wird, wie bei der Schiebersteuerung. Feder F den Anschlag k mit dem Schieberstangenkopf D wieder in Contact und damit den Winkelhebel aa' in eine der Kurbelstellung II entsprechende Stellung bringen, und das dadurch geöffnete Einlafsventil q läfst nun eine neue Umdrehung der Maschine beginnen;" das Spiel der Steuerung wiederholt sich von neuem.
Auch hier ist ein Durchgehen der Maschine aus dem schon in der Beschreibung der Schiebermaschine angeführtem Grunde unmöglich.
Will man die Maschinen ohne Hubpausen arbeiten lassen, so stellt man den Klinkhebel B in einer Lage, in welcher er vom Gleitstück ρ nicht mehr berührt wird, fest.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zur Erzielung von Hubpausen an Steuerungen für Wasserhebungsdampfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bewegung des von der Kurbelachse aus angetriebenen Dampfeinlafsorganes (Schieber H bezw. Ventil q) unmittelbar vor Beginn der Voreinströmung durch eine Sperrvorrichtung B-p in Verbindung mit dem in D getheilten Steuergestänge aufgehoben wird, dafs ferner bei Schlufs der Hubpause die Sperrung B-p durch den Finger f des abwärts sinkenden Kataraktkolbens α ausgelöst wird und das in D getheilte Steuergestä'nge durch Feder F wieder vereinigt wird, wodurch das Dampfvertheilungsorgan H bezw. q eine Lage erhält, welche der Kurbelstellung (II) der Maschine bei Beginn der Pause entspricht."
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT49016D Einrichtung zur Erzielung von Hubpausen an Steuerungen für Wasserhebungsdampfmaschinen Expired - Lifetime DE49016C (de)

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