DE125C - Gasmotor - Google Patents
GasmotorInfo
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Links
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Landscapes
- Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
Description
PATENTSCHRIFT
\C
Klasse 46.
- LEO FUNCK in AACHEN. Gasmotor.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. August 1877 ab.
/ Der in den beiliegenden Zeichnungen dargestellte Gasmotor beruht auf den in der Zeitschrift
des \rereines deutscher Ingenieure Band IV,
Jahrgang i860, Heft7 und BandV, Jahrgang 1861,
Heft 9 theoretisch als richtig nachgewiesenen Principien, dafs eine ziemlich grofse Geschwindigkeit
stets eine Hauptbedingung für die Vortheilhaftigkeit
der Gasmaschine bildet; sowie, dafs wenn die kalte Luft un3 das kalte Gas vor dem
Eintritt in die Maschine comprimirt werden, eine weit stärkere Expansion und Ausnutzung der
Verbrennungswärme möglich gemacht wird.
/ Blatt I zeigt den Längendurchschnitt, Blatt II zeigt den Querdurchschnitt und Blatt III zeigt den Grundrifs der Maschine.
/ Blatt I zeigt den Längendurchschnitt, Blatt II zeigt den Querdurchschnitt und Blatt III zeigt den Grundrifs der Maschine.
Wird die Axe A, auf welcher die beiden Schwungräder B sitzen, in eine rotirende Bewegung
gebracht, so saugt die Compressionspumpe C die atmosphärische Luft durch das
Ventil a, das Gas durch die mit der Gasleitung in Verbindung stehende Oeffnung b und das
Ventil c an. Das Gas strömt zum Zwecke einer innigen Mengung, mit der unter das Ventil a
zuströmenden atmosphärischen Luft, zunächst in einen, um das Ventilgehäuse des Luftventils angebrachten,
ringförmigen Kanal, aus welchem es durch eine Anzahl gleichmäfsig vertheilter, kleiner
Oeffhungen unter das Luftventil tritt. Anfang und Dauer der Gaszuströmung bestimmt die Form
der auf der Schwungradwelle sitzenden, unrunden Scheibe d. Dieselbe wirkt aufaen Hebel e,
welcher mit dem Anhubhebel/ auf der gemeinschaftlichen Axe g sitzt. Nachdem die Compressionspumpe
das Gasgemenge angesogen hat, wird letzteres in derselben zusammengedrückt. Bevor jedoch der Kolben der Compressionspumpe
das Ende seines Hubes erreicht hat, wird das comprimirte Gasgemenge durch den mit
der Compressionspumpe in Verbindung stehenden Hahn h und den Kanal i, zwischen die beiden
Arbeitskolben D und Z>, in den mit einem Wassermantel umgebenen Arbeitscylinder E geführt.
Das rechtzeitige Oeffnen und Schliefsen des Hahnes h wird dadurch bewerkstelligt, dafs
der Hahnschlüssel durch das Räderpaar k und kx
in rotirender Bewegung erhalten bleibt. Hat der Kolben der Compressionspumpe das Ende
seines Hubes erreicht, so ist der Hahn // wieder geschlossen. Der mit dem Gasgemenge ausgefüllte
Raum zwischen den beiden Arbeitskolben
bildet einen Bruchtheil des Inhaltes der Compressionspumpe, entsprechend der Compression
des Gemenges. Bei etwas weiterer Drehung der Schwungradwelle, bringt der auf der Schwungradwelle
angebrachte Excenter"/" den Schieber /
in eine solche Stellung, dafs vermittels des Kanals m durch eine äufsere und eine im Innern
des Schiebers brennende Flamme, in bekannter, vielfach angewandter Weise die Entzündung des
Gasgemenges erfolgt. Die beiden Arbeitskolben bieten dem explodirenden Gasgemenge eine
grofse Arbeitsfläche, und werden in entgegengesetzter Richtung gegen die Enden des Cylinders
hin bewegt, wodurch eine rasche Ausdehnung der Verbrennungsproducte ermöglicht wird, was gleichbedeutend mit einer grofsen
Kolbengeschwindigkeit ist, ohne dafs die Schwungradwelle, durch den in Folgendem beschriebenen
Mechanismus, in eine allzugrofse, unzweckmäfsige Geschwindigkeit versetzt wird.
Die gerade geführten Kolbenstangen versetzten zunächst durch Vermittlung eine's Gelenkstiickes,
die auf den Axen G und Gt aufgekeilten Hebel H, Hx, J, Jx ["in eine schwingende Bewegung.
Die Bewegung der Zapfen der Hebel J und Jx wird durch Pleuelstangen auf die
in den Schwungradnaben befestigten Kurbelzapfen η und nx übertragen, wodurch die Axe A
in eine rotirende Bewegung versetzt wird. Während des Rückganges der beiden Kolben,
welcher durch die in den Schwungrädern angesammelte lebendige Kraft erfolgt, ist das Abblaseventil
ο durch die auf dasselbe einwirkende, auf der Schwungradwelle sitzende, unrunde
Scheibe / geöffnet und den Verbrennungsproducten freier Abzug gestattet. "~*
Die durch den auf der Schwungradwelle sitzenden Excenter K, die Excenterstange q,
die HebelJV und s und die Pleuelstange /. in
Bewegung gesetzte Compressionspumpe, hat unterdessen wieder das zur Explosion' zu bringende
Gasgemenge angesogen, und die Thätigkeit des Organismus der Maschine wiederholt sich in
vorbeschriebener Weise. Da die Zapfen der beiden Hebel / und /,, deren Bewegung auf
die Kurbelzapfen vermittelt wird, in entgegengesetzter Richtung schwingen, so wird die Druckwirkung
auf die Lager der SchwungradweUe zum gröfsten Theil ausgeglichen, ein Umstand, der
bei Explosionsmaschinen von grofser Wichtig-
\Z5
keit ist. Nicht minder wichtig ist, daß im
Augenblick der Explosion die beiden Kurbelzapfen den todten Punkt nicht unbedeutend überschritten
haben, also die beiden Pleuelstangen in günstiger Stellung zu den Kurbelzapfen angreifen.
In dem Gehäuse des Abblaseventil ist ein Luftventil // angebracht, wodurch eine Gasverdünnung
zwischen den beiden Arbeitskolben verhütet wird. Hierdurch wird das Anlassen der Maschine
durch Drehen der Schwungräder von Hand erleichtert. Zu demselben Zwecke ist die Länge
des Hebels r veränderlich gemacht; hierdurch ist es ermöglicht, die Dichtigkeit des Gasgemenges
auf jeden beliebigen Grad zu bringen. Die Regulirung der Maschine geschieht in der Weise,
dafs, wenn bei zu raschem Gange derselben sich die Kugeln des, durch die auf der Schwungradwelle
sitzenden Riemscheibe L in Bewegung gesetzten Regulators heben, der Hebel ν des
Winkelhebels, auf welchen die Bewegung der Regulatorhülse durch den Hebel 10 und die
Stange χ übertragen ist, so weit zur Seite gedreht wird, dafs der Anhubhebel / bei seiner
Bewegung zum Zwecke der Oeffnung des Gasventils, den Hebel ν nicht mehr trifft, das Gasventil
also geschlossen bleibt. In diesem Falle würde die Compressionspumpe nur Luft ansaugen
resp. in den Arbeitscylinder drücken. Es würde so lange keine Explosion erfolgen, und also kein
Gas verbraucht werden, bis die Maschine wieder ihre normale Geschwindigkeit erlangt hat. Die
noch auf der Schwungradwelle angebrachte Riemscheibe M ist die Betriebsriemscheibe.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE125T | 1877-08-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE125C true DE125C (de) |
Family
ID=70917876
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000000125DA Expired - Lifetime DE125C (de) | 1877-08-20 | 1877-08-20 | Gasmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE125C (de) |
-
1877
- 1877-08-20 DE DE000000000125DA patent/DE125C/de not_active Expired - Lifetime
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