DE85694C - - Google Patents
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- DE85694C DE85694C DENDAT85694D DE85694DA DE85694C DE 85694 C DE85694 C DE 85694C DE NDAT85694 D DENDAT85694 D DE NDAT85694D DE 85694D A DE85694D A DE 85694DA DE 85694 C DE85694 C DE 85694C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L31/00—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
- F01L31/02—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00 with tripping-gear; Tripping of valves
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen. /Ii
CARL DIEFFENBACHER in ZURICH. Präcisions-Steuerung für Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1894 ab.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Steuerung für Präcisionsmaschinen
ist auf der beiliegenden Zeichnung durch die
Fig. ι in einer Seitenansicht dargestellt, welche Seitenansicht. einer Endansicht der als
Ausführungsbeispiel angenommenen Corlifsmaschine entspricht. Durch die
Fig. 2 wird ein theilweiser Schnitt durch die
zu der Steuerung gehörige Excenterstange dargestellt, wobei die Stange sich in Verbindung
mit einigen anderen, im Nachfolgenden zu bezeichnenden Constructionstheilen befindet, während
die
Fig. 3 die Oberansicht eines die Bewegungsübertragung zu den eigentlichen Steuerorganen
vermittelnden zweiarmigen Hebels und eines mit diesem verbundenen Stellgestänges ist. Die
Steuerung ist sowohl für den Hochdruck- als Niederdruckcylinder einer Maschine geeignet
und kann erforderlichen Falles durch den Regulator oder auch von Hand während des
Ganges der Maschine verstellt werden..
Ein besonderer Vortheil der neuen Steuerung besteht darin, dafs die Reibungsarbeit beim
Abgleiten des verwendeten activen Mitnehmers von dem passiven Mitnehmer nicht durch den
Regulator mit Hülfe der Massenträgheit desselben geleistet wird, sondern dafs das Steuerexcenter
selbst diese Arbeit mit übernimmt. Der Regulator kann deshalb bei der Maschine sehr leicht, also klein gehalten werden. Er arbeitet
wegen der an ihm auftretenden geringeren Zapfenreibung präciser und kann vor allen Dingen auch billiger sein.
Auf dem von der Steuerwelle W in Umlauf versetzten Excenter α sitzt die Excenterstange b,
welche der Länge nach mit einer Coulisse n versehen und mit ihrem freien Ende mit dem
durch die Fig. 3 im Grundrifs veranschaulichten zweiarmigen Hebel e drehbar verbunden
ist. Dieser Hebel ruht seinerseits in einem mit dem Maschinenrahmen oder dem Cylinder fest verbundenen Arm A und trägt
an dem von der Excenterstange abgewendeten Ende die Klinke oder den sogenannten activen
Mitnehmer g. Dieser wirkt seinerseits auf den passiven Mitnehmer h ein, ^welcher durch eine
Stange ρ mit dem Steuerorgan q verbunden ist. q kann ein Rundschieber, Ventil oder dergl.
sein. Mit h kann nach unten hin, wie Fig. 1 andeutet, die Stange i eines Luftbuffers k verbunden
sein.
Der Mitnehmer g ist mit der Excenterstange b durch eine Stange m und einen
Coulissenstein al verbunden, und je nach der Stellung dieses Steines in der Coulisse n erhält
der Daumen g aufser seiner ein- für allemal durch den Hub der Excenterscheibe h bestimmten
Verticalbewegung eine bestimmte Seitenbewegung um seinen Verbindungszapfen f mit dem Hebel e. Der Coulissenstein
a1 kann entweder durch eine Schraube,
wie bei den bekannten Schieberexpansions-Steuerungen, oder aber mittelst eines Hebels s,
welcher im Punkt w an dem Hebel e drehbar
gelagert ist, und einer Hängestange t durch die Regulatorstange ν verstellt werden.
Die Coulissenanordnung mit Schraube eignet sich mehr für Mittel- und Niederdruckcylinder,
welche im allgemeinen mit wenig veränderter Füllung arbeiten, während die Steuerung mit
vom Regulator veränderbarer Füllung selbstverständlich in erster Linie für den Hochdruckcylinder
in Betracht kommt. Bei der Verstellung des Coulissensteines mittelst einer Schraube kann die Coulisse η auch gerade sein;
in der Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist sie nach einem Radius gleich der Länge der
Stange m gekrümmt. Bei der durch den Pfeil b1
in Fig. ι angedeuteten Drehung der Excenterscheibe α wird der Daumen g, wie sich aus
der Zeichnung ohne Weiteres ergiebt, in' eine stets gleich grofse Verticalbewegung versetzt.
Da alle zwischen der Excenterscheibe und dem Endpunkt der Excenterstange liegenden Punkte
dieser letzteren Ellipsen beschreiben, so ertheilt die Excenterstange der Klinke g aufser der erwähnten
verticalen Bewegung mittelst der Stange m auch die horizontale Bewegung. Während der Aufwärtsgang der Klinke g zum
Mitnehmen des Steuerorganes, also für die Dampfeintrittsperiode, benutzt wird, verläuft der
Niedergang derselben wirkungslos. Gleichzeitig mit der Aufwärtsbewegung des Daumens g
macht dessen wirksame Kante g1, wie die Daumencurven Fig. 4 zeigen, zunächst eine
Linksbewegung, so dafs die Kante g1 unter den passiven Mitnehmer h tritt. Bei Ueberschreitung
des linken, in der Horizontalen liegenden Todtpunktes des Excenters α hört
die Linksbewegung des Daumenpunktes g1 auf und beginnt die Rechtsbewegung desselben,
welche ihn wieder unter dem passiven Mitnehmer h herauszieht.
Befindet sich der Coulissenstein α x im
obersten Ende der Coulisse η, so schwingt . die Klinke g am weitesten seitlich aus, wobei
sie, von ihrer untersten Lage beginnend, zunächst nur sehr wenig links und darauf sehr
bedeutend nach rechts geht. Die Daumen^ kante g1 tritt hierbei zwar in den Verticalschlitz
cl des passiven Mitnehmers h ein und hebt den Mitnehmer h auch so weit in die
Höhe, dafs der Schieber eben im Begriff steht, Dampf in die Maschine einzulassen. In diesem
Augenblicke verläfst gl jedoch den Schlitz c\
so dafs' der Mitnehmer h mittelst der Stange i durch den Luftbuffer wieder heruntergezogen
wird. Die Füllung ist in diesem Falle, da eine eigentliche Eröffnung des Dampfzutrittkanals
nicht stattgefunden hat, gleich Null. Den Augenblick des Abgleitens der Kante g1
von dem Mitnehmer h deutet der Punkt d1 der
äufsersten rechten Daumencurve in Fig. 4 an.
Befindet sich der Coulissenstein in seiner tiefsten Lage, so macht die Klinke g den
kleinsten seitlichen Ausschlag. Die Kante g1 tritt, wie die Fig. 4 andeutet, ziemlich früh in
den verticalen Schlitz e1 des passiven Mitnehmers
h ein und verbleibt darin während des gröfsten Theiles der Drehung des Excenters
a. Die Füllung erreicht hierbei den gröfsten durch die gegebenen gegenseitigen Abmessungen
der Steuerung erreichbaren Werth.
Wie aus Fig. 1 ebenfalls hervorgeht, wird durch eine Verdrehung des Hebels s in Bezug
auf den Hebel e auch eine Lagenänderung des Coulissensteines und dementsprechend eine
Aenderung des Füllungsgrades der Maschine erreicht.
Wählt man den ideellen Angriffshebel für die Regulatorstange an dem um w drehbaren
Hebel s derart, dafs derselbe gleich der Entfernung des Punktes w von dem Drehungspunkte d des Hebels e ist, so ist, wie die Fig. 1
erkennen läfst, eine Stellung des Hebels s möglich,
in welcher der Angriffspunkt u der Regulatorstange
genau die Verlängerung der geometrischen Achse d bildet; bei dieser Stellung
der Steuerung, wenn gleichzeitig auch der Endpunkt des Hebels s in die geometrische Achse
durch den Excenterstangen - Angriffspunkt e1
geht, werdenjjar keine Rückwirkungen auf den
Regulator ausgeübt.
Hat ein Ausschlag des Hebels s nach oben oder unten stattgefunden, so findet allerdings
eine kleine Bewegung in der Coulisse n statt, weil der Schwingungsmittelpunkt f1 des Steines
nicht mehr mit dem Punkte e1 zusammenfällt, jedoch ist die hierbei vom Regulator gewissermafsen
geleistete Reibungsarbeit sehr viel kleiner als diejenige, welche an den Gleitflächen zwischen
g und h geleistet wird. Der Regulator kann daher in gleichem Mafse leichter und
auch empfindlicher gemacht werden als bei anderen Steuerungen, bei denen die Reibung
zwischen dem activen und passiven Mitnehmer durch die Trägheit des Regulators überwunden
werden mufs.
Die vorliegende Steuerung kann für Füllungen zwischen ο und 95 pCt. benutzt werden; sie
ergiebt ein rasches Eröffnen des Dampfeintrittskanals und constantes Voröffnen, wie es für
mit gleich bleibender Umdrehungszahl laufende Betriebsmaschinen erwünscht ist, und die gegenseitige
Berührung der Stofsflächen erfolgt ruhig kurz nach Anfang des Daumenhubes, also während
der Daumen verhältnifsmäfsig langsam aufwärts geht.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Steuerung für Dampfmaschinen, bei denen das Steuerexcenter (a) durch einen zweiarmigen Hebel (e) und einen Mitnehmer (g) den Abschlufstheil (Hahn, Ventil etc.) bethätigt, dadurch gekennzeichnet, dafs der Mitnehmer (g) durch einen Lenker (m) mit der Excenterstange (b) derart verbunden ist, dafs er aufser seiner zur Oeffnung des Hahnes etc. benutzten Hubbewegung eine seitliche Schwingung ausführt, wodurch ervon dem mitgenommenen Theil (h) gelöst wird.Eine Ausführungsform der Steuerung nach Anspruch i, bei der das an der Excenterstange befestigte Ende des Lenkers (m) zur Aenderung des Füllungsgrades der Maschine in einer in der Längsrichtung der Excenterstange verlaufenden Coulisse verschieden eingestellt werden kann.
Eine Ausführungsform der unter i. und 2. gekennzeichneten Steuerung, bei der der Lenker (m) an der Excenterstange vom Regulator durch ein Gestänge ν s t verstellt wird, dessen Hebel fs) zwischen dem Drehpunkte (d) und dem Mitnehmerpunkte ff) des zweiarmigen Hebels (e) gelagert ist, und dessen Stangen (v und tj, an Punkten (u und f1) des Hebels (s) angreifen, die bei paralleler Lage der Hebel (e und s) in die geometrischen Drehungsachsen (d und e1) des Hebels (e) und der Excenterstange (b) fallen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE85694C true DE85694C (de) |
Family
ID=357808
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT85694D Active DE85694C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE85694C (de) |
-
0
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