DE489181C - Veredelung von Aktivkohlen - Google Patents

Veredelung von Aktivkohlen

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DE489181C
DE489181C DEI32773D DEI0032773D DE489181C DE 489181 C DE489181 C DE 489181C DE I32773 D DEI32773 D DE I32773D DE I0032773 D DEI0032773 D DE I0032773D DE 489181 C DE489181 C DE 489181C
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DE
Germany
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activated carbons
anions
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coal
treated
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Expired
Application number
DEI32773D
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English (en)
Inventor
Dr Walter Niemann
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/354After-treatment
    • C01B32/378Purification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Veredelung von Aktivkohlen Bei der Verwendung von Aktivkohlen, z. B-zur Gewinnung bzw. Wiedergewinnung flüchtiger Stoffe, treten häufig störende Wirkungen in Erscheinung, z. B. in dem Sinne, daß metallische, insbesondere eiserne Apparaturen, welche mit der Aktivkohle und, je nach dem angewendeten Verfahren, noch mit anderen Stoffen, z. B. mit Wasser, in Berührung kommen, Korrosionen erfahren.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch geeignete Behandlung der Aktivkohlen derartige störende Eigenschaften derselben beseitigen oder doch auf ein technisch bedeutungsloses Maß herabdrücken kann. Dieser Erfolg kann z. B. dadurch erzielt werden, daß man die Aktivkohle mit geeigneten Stoffen, wie Salzen, vorzugsweise mit Salzen schwacher Basen, oder auch mit geeigneten freien Säuren, z. B. Salpetersäure, behandelt.
  • Die obenerwähnten ungünstigen Eigenschaften gewisser Aktivkohlen dürften auf der Anwesenheit gewisser Anionen beruhen, welche durch die bekannten Methoden, wie Ausdämpfen, Waschen u. dgl., nur schwer oder gar nicht zu beseitigen sind. Als derartige Anionen kommen z. B. das Chlorion und das Sulfation in Betracht.
  • Die Erfindung beruht nun auf dem Gedanken, derartige störend wirkende Ionen durch andere nichtstörende bzw. leicht zu beseitigende, leichter adsorbierbare Ionen aus dem Adsorbens zu verdrängen. Die zu diesem Zwecke zuzuführenden Anionen sind zweckmäßig so auszuwählen, daß sie ihrerseits wieder leicht, z. B. durch Ausdämpfen oder auf chemischem Wege, beseitigt oder, z. B. durch Zerstören, unschädlich gemacht werden können. Das Verfahren gemäß der Erfindung kann z. B. derart ausgeführt werden, daß die Aktivkohle mit Lösungen geeigneter Salze, welche das betreffende Anion enthalten, unter Bedingungen behandelt wird, bei welchen eine praktisch völlige Verdrängung der zu beseitigenden störenden Anionen erfolgt. Als gut geeignet für derartige Zwecke hat sich z. B. das Nitration erwiesen; weiterhin können z. B. stark adsorbierbare organische Anionen, wie das Acetation, verwendet werden. In gegebenen Fällen kann man auch freie Säuren, z. B. Salpetersäure, anwenden. Man kann die zu veredelnde Aktivkohle mit einer Lösung von Eisennitrat, Zinknitrat oder mit freier Salpetersäure geeigneter Konzentration, gegebenenfalls wiederholt, behandeln, z. B. auskochen. Nachdem die zu beseitigenden Anionen entfernt sind, kann man das eingeführte Ion, z. B. das Nitration, durch geeignete Methode, z. B. durch Ausglühen oder Ausdämpfen der Kohle bei höherer Temperatur oder z. B. durch auf der Kohle erfolgende Reduktion undZersetzung, beseitigen. In manchen Fällen kann man auch mehrere Methoden zur Entfernung bzw. Unschädlichmachung des aufgenommenen Anions miteinander kombinieren. Die Behandlung bei höherer Temperatur läßt sich so leiten, daß sie gleichzeitig als Nachaktivierung wirksam wird. Man erhält auf diese Weise eine Kohle, die nicht nur den erwünschten Ansprüchen auf Reinheit genügt, sondern auch in ihrem Adsorptionsvermögen außerordentlich gesteigert ist.
  • Es hat sich gezeigt, daß die Verdrängung störender Stoffe auf diesem Wege in ausgezeichneter Weise gelingt und däß die erfindungsgemäß veredeltenKohlen störendeEigenschaften, wie Korrosionswirkungen u. dgl., nicht oder nicht mehr in nennenswertem Umfange aufweisen. Das Verfahren ist anwendbar auf Aktivkohle verschiedenster Herkunft und Beschaffenheit, auf aschenfreie, aschenarme und aschenreiche Aktivkohle. Die anzuwendenden Stoffe, z. B. Salz oder Säure, die Mengenverhältnisse, die Behandlungsdauer usw., sind naturgemäß der zu behandelnden Kohle anzupassen. Die erfindungsgemäß behandelten Kohlen eignen sich besonders für die Adsorption von Dämpfen, Gasen oder Gasdampfgemischen, insbesondere dann, wenn in metallischen, insbesondere eisernen Apparaturen gearbeitet wird. Das Verfahren kann aber auch mit Vorteil in solchen Fällen angewendet werden, bei welchen die zu verdrängenden Ionen aus anderen Gründen störend wirken. So kann z. B. die Entfernung solcher Ionen aus Entfärbungskohlen erwünscht sein, um zu vermeiden, daß sie in das zu entfärbende Produkt übergehen.
  • Beispiel 50 g einer nach dem Patent 29o 656 bzw. 378 205 hergestellten körnigen Adsorptionskohle, die z °/o Chlor und 1,4 °/o S04 enthält, wird mit 350 cm3 einer 5 prozentigen HNO3 aufgekocht und dann von der Flüssigkeit getrennt. Die Auskochung mit verdünnter Salpetersäure wird noch zweimal wiederholt und dann die in den Poren der Kohle verbliebene Salpetersäure durch Ausdämpfen bei 45o' entfernt. Die so behandelte Kohle verhält sich in feuchtem Zustande, im Gegensatz, zu .der ursprünglichen, gegen blankes Eisen völlig inert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Veredelung von aktiver Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß man sie mit Elektrolyten behandelt, deren Anionen einerseits stark adsorbierbar, andererseits unschädlich oder wieder leicht zu beseitigen sind, und diese Anionen aus der Kohle schließlich wieder entfernt.
DEI32773D 1927-11-27 1927-11-27 Veredelung von Aktivkohlen Expired DE489181C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2403816A1 (fr) * 1977-09-22 1979-04-20 Kureha Chemical Ind Co Ltd Adsorbant de l'ethylene et procede pour sa fabrication

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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