DE488367C - Wachsamkeitsvorrichtung fuer Zugsicherungsanlagen - Google Patents

Wachsamkeitsvorrichtung fuer Zugsicherungsanlagen

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DE488367C
DE488367C DEK112448D DEK0112448D DE488367C DE 488367 C DE488367 C DE 488367C DE K112448 D DEK112448 D DE K112448D DE K0112448 D DEK0112448 D DE K0112448D DE 488367 C DE488367 C DE 488367C
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valve
piston valve
piston
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spindle
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DEK112448D
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Knorr Bremse AG
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Knorr Bremse AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/04Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling mechanically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Wachsamkeitsvorrichtung für Zugsicherungsanlagen, die sich gegenüber bekannten derartigen Einrichtungen durch eine Vereinfachung der Bauart auszeichnet und in bezug auf die Wirkungsweise Unvollkommenheiten vermeidet, die den bekannten Wachsamkeitsvorrichtungen anhaften.
Bei der Wachsamkeitsvorrichtung, die bereits eine Weiterentwicklung derjenigen nach Patent 487878 darstellt, ist neben einer Ventilgruppe, die durch einen Handhebel o. dgl. unmittelbar beeinflußt wird, und die drei Abschlußorgane und einen Steuerkolben umfaßt, noch eine besondere Ventilgruppe vorgesehen, die sich aus einem Steuerkolben, einem Doppelsitzventil und einem einfachen Ventil zusammensetzt.
Demgegenüber besitzt die Wachsamkeitsvorrichtung nach der Erfindung den Vorteil einfacher Bauart, indem sie nur noch die unmittelbar unter dem Einfluß des Handhebels stehende Ventalgruppe aufweist.
Ferner ist eine Vorrichtung vorgesehen, durch die das Gehäuse der Wachsamkeitsvorrichtung mit den zum Wegventil und der Registriervorrichtung führenden Kanälen oder Rohrleitungen entlüftet wird, solange sich die Wachsamkeitsvorrichtung in der Normallage befindet, wobei die Entlüftungsöffnung bei der Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung selbsttätig geschlossen wird.
Schließlich bietet die Wachsamkeitsvorrichtung nach der Erfindung den Vorteil, daß bei einer Zwischenstellung, in die die Ventile durch den Handhebel gebracht werden, nicht wie bei der obenerwähnten bekannten Wadhsamkeitsvorrichtung das Wegventil eingeschaltet wird, während andererseits das Zustandekommen einer Notbremsung verhindert wird; vielmehr hat bei der Wachsamkeitsvorrichtung nach der Erfindung jede Zwischenstellung, die nicht bis zur Öffnung desjenigen Ventils führt, das normalerweise die Verbindung zwischen der Druckluftquelle und demjenigen Raum des Gehäuses der Wachsamkeitsvorrichtung unterbricht, von dem aus die Rohrleitung zum Wegventil und zur Registriervorrichtung führt, praktisch überhaupt keine Bedeutung, während jede darüber hinausliegende Zwisdhenstellung, bei der das eben erwähnte Ventil geöffnet wird, sich genau so auswirkt wie die ordnungsmäßig herbeigeführte Gebrauchsstellung.
Die Wachsamkeitsvorrichtung nach der Erfindung ist auf der Zeichnung im Längsschnitt schematisch dargestellt.
Sie besteht aus einem Gehäuse 1, das mittels des Anschlusses 2 mit dem Hauptluftbehälter in Verbindung steht. Der Anschluß 3 vermittelt die Verbindung zwischen der Wachsamkeitsvorrichtung einerseits und dem bekannten Wegventil und einer Registriervorrichtung sowie dem Bremsleitungsauslaßventil, das als Notventil bezeichnet wird, andererseits. Die Anschlüsse 2 und 3 liegen in verschiedenen Horizontalebenen mit Bezug auf die senkrechte Längsachse der Wachsamkeits-

Claims (3)

  1. vorrichtung; die Mündung des Anschlusses 2 wird gegen den oberhalb derselben gelegenen Teil des Innenraumes des Gehäuses ι durch ein Kolbenventil 4 geschlossen gehalten, das mit Bohrungen 4« versehen ist, die so angeordnet sind, daß die durch den Anschluß 2 in das Gehäuse eintretende Hauptbehälterluft das Kolbenventil 4 gegen den ringförmigen Sitz eines halsartigen Verbindungskanals innerhalb des Gehäuses 1 drückt und dadurch den Anschluß 2 gegen den Innenraum des Gehäuses 1 sperrt. Oberhalb des Kolbenventils 4 befindet sich eine Spindel 5 in dem Gehäuse, auf der ein verschiebbar geführter Kolbenschieber 6 angeordnet ist, der durch eine Belastungsfeder 7 auf einem nach innen vorspringenden Rand des Gehäuses gehalten wird. Die Spindel 5 endet einerseits kurz über dem Kolbenventil 4 und andererseits unter einem Ventil 8, das mit einem Führungsstift aus dem durchbohrten Gehäuse 1 heraus- und in den Bewegungsbereich eines Handhebels 9 hineinragt, der als Kipphebel ausgebildet und auf dem Gehäuse 1 angeordnet ist. Das Ventil 8 verschließt in der Normalstellung einen ins Freie führenden Auslaß 10. Es wird mit Führungsansätzen 11 'im Gehäuse 1 geführt. Zwischen den Führungsansätzen 11 sind Lücken vorgesehen, durch die die Druckluft in den über dem Kolbenschieber 6 befindlichen Raum des Gehäuses 1 gelangen kann. Ein in der Gehäusewandung befindlicher Kanal 12 verbindet den unter dem Kolbenschieber 6 befindlichen Raum 13 mit dem über dem Kolbenschieber 6 befindlichen Raum. Die Spindel 5 besitzt einen Ansatz, mit dem sie in der Normallage ein Ventil 15 von der Mündung des Entlüftungskanals 14 abhebt, das bei niedergedrückter Spindel 5, also bei Benutzung der Wachsamkeitsvorrichtung, den Entlüftungskanal 14 verschließt. Ein Ventil 16 wird durch die durch die Löcher 4" in den Raum unter dem Kolbenventil 4 eindringende Druckluft gegen die Wirkung einer Feder 18 niedergedrückt und verhütet das Entweichen der Druckluft durch die Kanäle 19 und 20. Der Kolben 17 dient zur Rückstellung des Kolbenventils 4 durch ein bei Zugiiberwachungsvorrichtungen bekanntes Wegventil oder durch ein Druckknopfventil bzw. durch das Leitungsauslaßventil (Notventil).
    Die Wirkungsweise der Wachsamkeitsvorrichtung nach der Erfindung ist die folgende: Bemerkt der Lokomotivführer bei Annäherung an ein Vorsignal, daß dieses sich in Warnstellung befindet, so drückt er mittels des Hebels 9 das Ventil 8 und die Spindel 5 kurz nieder und läßt sie wieder in die Normallage zurückkehren. Dadurch wird das Kolbenventil 4 nach unten gestoßen. Der Druck beiderseits des Kolbenventils gleicht sich nunmehr auis, und es verbleibt in der gewonnenen Lage. Der Kolbenschieber 6 wird unter Zusammendrücken der Feder 7 nach oben verschoben. Gleichzeitig gelangt Druckluft durch den Kanal 12 und durch die zwischen " den Führungsvorsprüngen 11 befindlichen Lücken in den Raum oberhalb des Kolbenschiebers 6; Sobald auf dessen beiden Seiten Druckgleichheit herrscht, schiebt dije Feder 7 den Kolbenschieber 6 nach unten, und es besteht nun eine Verbindung zwischen dem Hauptluftbehiälter und dem Wegventil über den Anschluß 2, das geöffnete Kolbenventil 4, den Kanal 12 und Anschluß 3. Das Wegventil wird demnadh in bekannter Weise in Wirksamkeit gesetzt; gleichzeitig erfolgt eine Registrierung. Das Ventil 15 hält die Auslaßbohrung 14 geschlossen, bis durch die Einwirkung des Wegventils oder des. Streckenbeeinflussungspunktes die Rückstellung des Kolbenventils 4 erfolgt. Die Rückstellung der Wachsamkeitsvorrichtung· in die Normallage erfolgt in bekannter Weise durch das Wegventil oder durch Beeinflussung von der Strecke her.
    Wird die Wachsamkeitsvorrichtung unvorschriftsmäßig bedient, indem etwa der Lokomotivführer in der irrigen Ansicht, dadurch eine Zwangsbremsung verhüten zui können, mittels des Hebels 9 das Ventil 4 längerle Zeit offen hält, so gibt auich das Ventil 11 den Auslaß 10 frei, und die über das geöffnete Kolbenventil 4 einströmende Druckluft hebt den Kolbenschieber 6 gegen die Wirkung der Feder 7 in die Höhe und sperrt dadurch den AnschlußstUitzen 3 ab. Die Wirkung der Wachsamkeitsvorrichtung auf das Wegventil wird dadurch aufgehoben. Die durch den Kanal 12 strömende Druckluft wird durch die Öffnung 10 ins Freie abgeleitet; es kann also beiderseits des Kolbenschiebers 6 keine Dru'c'kgleichheit eintreten, und die Wachsamkehrvorrichtung bleibt wirkungslos, solange der Hebel 9 niedergedrückt wird, d. h. 'eine Zwangsbremsung kann nicht verhütet werden.
    β Patentansprüche:
    i. Wachsamkeitsvorrichtung für Zugsicherungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Betätigutngsspindel (5) für das die Verbindung1 zwischen dem Hauptluftbehälter einerseits und dem Wegventil sowie gegebenenfalls der Registriervorrichtung andererseits in normalem Zustand geschlossen haltende Kolbenventil (4) ein durch eine Feder (7) belasteter Kolbenschieber (6) vorgesehen ist, der beim Öffnen des Kolbenventils (4)
    durch die ihn beaufschlagende Hauptbehälterluft so eingestellt wird, daß er zunächst die Mündung des zum Wegventil und zur Registriervorrichtung führenden Kanals (3) verschließt uffid erst freigibt, wenn nach Rückkehr des Betätigungsihebels (9) und dadurch herbeigeführter Schließung eines beim Niederdrücken der Spindel (5) geöffneten Ventils (8), das die Verbindung zwischen dem über dem Kolbenschieber (6) gelegenen Raum und dem Fredluftkanal (10) beherrscht, beiderseits des Kolbenschiebers (6) Druckgleichheit durch einen die Räume beiderseits des Kolbenschiebers (6) verbindenden Kanal herbeigeführt ist, um zu verhüten, daß durch Festhalten des Hebels (9) in der Gebrauchslage eine Zlwangsbremsung verhindert wird.
  2. 2. Wachsairikeitsvorrichtung für Zug-Sicherungsanlagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Entlüftungsventil (15) vorgesehen ist, das bei normaler Stellung der Ventilspindel (5) das Gehäuse (1) entlüftet, beim Niederdrücken der Spindel (5) geschlossen wird.
  3. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEK112448D 1928-12-08 1928-12-08 Wachsamkeitsvorrichtung fuer Zugsicherungsanlagen Expired DE488367C (de)

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