DE487422C - Laufschienenpaar fuer den Druckzylinder von Flachformschnellpressen - Google Patents

Laufschienenpaar fuer den Druckzylinder von Flachformschnellpressen

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DE487422C
DE487422C DES79484D DES0079484D DE487422C DE 487422 C DE487422 C DE 487422C DE S79484 D DES79484 D DE S79484D DE S0079484 D DES0079484 D DE S0079484D DE 487422 C DE487422 C DE 487422C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/46Details

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)
  • Bearings For Parts Moving Linearly (AREA)

Description

  • Laufschienenpaar für den Druckzylinder von Flachformschnellpressen Die in den letzten Jahren gesteigerte Druckspannung bei Schnellpressen mit ortsfest gelagertem Druckzylinder und einem darunter hin und her bewegten Karren -- Satzbett, Schriftfundament - führt zu einer vergrößerten Beanspruchung und Abnutzung der oberen Lagerschalen der Druckzylinderlager. Die dadurch entstehende Luft in den Lagern macht sich beim Druck unangenehm bemerkbar, indem der Druckzylinder beim Überrollen von einzelnen Schriftzeilen, Druckstößen usw. jedesmal ruckartig angehoben und gegen die Oberschalen seiner Lager gedrückt wird, dann nach Aufhören der Druckspannung sofort wieder auf die Unterschalenherabfällt, dabeiwerden die Kanten der Schriften und Druckstöcke übermäßig abgenutzt und der Abdruck auf dem Papier unsauber.
  • Um diesem Übelstand vorzubeugen, sind die Karren neuerer Maschinen zu beiden Seiten des Schriftsatzes mit Laufschienen, sogenannten Schmitzleisten, versehen, die genau schrifthoch sind. Der Druckzylinder ist dementsprechend mit genau abgedrehten Laufringen, sogenannten Schmitzringen, versehen.
  • Während des Zusammenarbeitens des Fundaments und Druckzylinders findet ein gleitungsfreies Abrollen zwischen den Laufschienen und den Laufringen statt. Der Druckzylinder kann also selbst bei ausgelaufenen Lagern keine Steig-und Fallbewegungen ausführen, da seine Achszapfen ständig an die oberen Lagerschalen angepreßt sind. Die bisher üblich gewesenen Laufschienen (Schmitzleisten) haben jedoch den Nachteil, daß sie keinen oder einen zu kurzen, steilen An- und Ablauf besitzen. Die Abb. z zeigt eine solche Laufschiene, die wie üblich nur wenig länger ist als der Schriftsatz.
  • Der Anlauf A und der Ablauf B sind meist nur durch eineAbrundung der Kante angedeutet. Läuft nun die Maschine sehr schnell, so wird, wenn sich ein solches Laufschienenpaar auf den in ausgelaufenen Lagern hängenden Druckzylinder zu bewegt, dieser ruckartig an die oberen Lagerschalen gepreßt, fällt ebenso ruckartig nach dem Vorbeilauf des Laufschienenpaares wieder auf die Unterschalen zurück. Wenn auch diese Bewegungen nur wenige Zehntel Millimeter betragen, so entstehen bei schnellem Laufe doch Geräusche und Erzitterungen.
  • Den beschriebenen Nachteil hat man dadurch zu vermeiden versucht, daß das Laufschienenpaar vor und nach Bedarf auch hinter der Druck-(Abroll-) Strecke so weit verlängert ist, daß ein sanfter Anlauf von sehr geringer Steigerung geschaffen wird. Um nun einen besonders sanften Anlauf zu schaffen, ist das - Laufschienenpaar gemäß der Erfindung so angeordnet, daß seine frei herausstehenden Enden als federnde Unterstützungen des Druckzylinders dienen. Der Druckzylinder wird also auch bei schnellem Gange verhältnismäßig langsam und geräuschlos an die oberen Lagerschalen herabgelassen, so daß Erzitterungen auch bei ausgelaufenen Lagern vermieden werden.
  • Die Abb.2 gibt eine schematische Ansicht eines nach der Erfindung ausgel:ildeten Schriftfundaments wieder. Die auf dem Karren K paarweise aufgeschraubte Laufschiene ragt nach vorn und, wenn es die Bauart der Maschine ergibt, auch nach hinten über die Karrenenden hinaus. Der Anlauf A, der sonst nur etwa 2 cm lang ist (Abb. r), ist hier bedeutend länger; die Steigerung der schiefen Ebene, auf der der Druckzylinder hinaufgerollt wird, ist demnach viel flacher, so daß das Andrücken der Zylinderachszapfen an ihre oberen Lagerschalen viel sanfter erfolgt. Dies wird noch dadurch unterstützt, daß der herausragende Teil der Laufschiene, die aus Stahl hergestellt ist, als einseitig eingespannte Blattfeder wirkt, indem sie zunächst durch das Gewicht des aufzusetzenden Druckzylinders um einen geringen Betrag -einige Hundertstel Millimeter - nach unten ausweicht, dann aber, je mehr sich bei der Weiterbewegung des Karrens die Federungslänge vermindert, in ihre regelrechte Lage zurückkehrt. Diese federnde Bewegung des Laufschienenpaares dient ebenfalls einem langsamen und stoßfreien Anheben des Druckzylinders.
  • Je nach den Bauverhältnissen der Maschine -mögliche freie Länge der Laufschienen, Druck-.zylindergewicht, voraussichtliche Lagerabnutzung usw. - kann das Laufschienenpaar so ausgestaltet werden, daß es entweder nur die Federung ohne Anlauf oder Anlauf und Federung zusammen aufweist.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRU CFI Laufschienenpaar für den Druckzylinder von Flachformschnellpressen, dadurch gekennzeichnet, daß die vor und hinter der beimDruckzurückgelegtenAbrollungsstrecke des Druckzylinders liegendenEnden des Laufschienenpaares federnd gestaltet und mit oder ohne Schrägung ausgebildet sind, so daß die Druckzylinderlaufringe beim An- bzw. Ablauf federnd unterstützt sind.
DES79484D 1927-04-30 1927-04-30 Laufschienenpaar fuer den Druckzylinder von Flachformschnellpressen Expired DE487422C (de)

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