DE48731C - Neuerungen in dem Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus der Gruppe des Meta-amido-phenolphtale'ins - Google Patents

Neuerungen in dem Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus der Gruppe des Meta-amido-phenolphtale'ins

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DE48731C
DE48731C DENDAT48731D DE48731DA DE48731C DE 48731 C DE48731 C DE 48731C DE NDAT48731 D DENDAT48731 D DE NDAT48731D DE 48731D A DE48731D A DE 48731DA DE 48731 C DE48731 C DE 48731C
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Badische Anilin and Sodafabrik AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/24Phthaleins containing amino groups ; Phthalanes; Fluoranes; Phthalides; Rhodamine dyes; Phthaleins having heterocyclic aryl rings; Lactone or lactame forms of triarylmethane dyes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
amidophenolphtaleins.
Fünfter Zusatz zum Patent M, 44002 vom 13. November 1887.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 1. Februar 188g ab. Längste Dauer: 12. November 190a.
Nach dem Verfahren des Haupt-Patentes Nr. 44002 entstehen aus den monoalkylirten m-Amidophenolen bei der Condensation mit Phtalsä'ureanhydrid die entsprechenden symmetrisch dialkylirten Rhodamine.
I. Darstellung des symmetrischen
Dimethylrhodamins.
10 kg Monomethyl-m-amidophenol, 10 kg Phtalsäureanhydrid und 5 kg Chlorzink werden in einem emaillirten Kessel bei möglichst verhindertem Luftzutritt unter Rühren bei 170 bis i8o° G. verschmolzen, bis die Schmelze Neigung zum Erstarren zeigt. Es resultirt eine metallisch glänzende Masse, welche nach dem Erkalten fein gepulvert und durch Waschen mit Wasser vom Chlorzink möglichst befreit wird. Man schlemmt hierauf in ca. 200 1 Wasser auf, giebt 50 kg Ammoniak von 0,92 spec. Gew. hinzu und digerirt 24 Stunden erst in der Kälte, schliefslich unter Erwärmen. Hierbei scheidet sich die Farbbase krystallinisch aus. Man filtrirt, wäscht und trocknet. Zweck mäfsig stellt man dann aus der Farbbase das leichter lösliche basische Chlorhydrat dar, indem man sie in sehr verdünnter kochender Salzsäure auflöst und die filtrirte Lösung des Farbstoffes krystallisiren läfst.
Das auf diese Weise erhaltene basische Chlorhydrat des symmetrischen Dimethylrhodamins bildet bläulichrothe Nadeln von violettem Glanz. Es löst sich leicht in Alkohol mit rother Farbe und intensiver Fluorescenz. Concentrirte Salzsäure löst es mit orangegelber, concentrirte Schwefelsäure mit rein gelber Farbe.
In kaltem Wasser ist das Salz ohne Zersetzung mit bräunlichrother Farbe löslich. Von heifsem Wasser wird es in beträchtlicher Menge mit rother Farbe aufgenommen. Die nicht zu verdünnten Lösungen erstarren beim Erkalten zu einer rothbraunen Gallerte. Durch Zusatz von kaustischen Alkalien zur heifsen Lösung fällt die Farbbase in rothvioletten, grünlich schillernden rhombischen Täfelchen aus. Dieselben sind in Wasser kaum, in Holzgeist leicht mit rother Farbe und intensiv grüngelber Fluorescenz löslich. Weingeist nimmt sie in der Kälte nur spärlich auf. Benzol löst die Farbbase farblos und in sehr geringer Menge. In Aether ist sie nahezu unlöslich. Durch Zinkstaub und Ammoniak werden wässerige Lösungen des Farbstoffes rasch entfärbt. Ferricyankalium stellt die ursprüngliche Farbe wieder her.
II. Darstellung des symmetrischen
Diäthylrhodamins.
Die Darstellung .dieses Farbstoffes geschieht unter Anwendung von Monoäthyl-m-amidophenol an Stelle von Monomethyl-m-amidophenol in allen Punkten in derselben Weise wie diejenige des symmetrischen Dimethyl-
rhodamins. In eben derselben Weise wird auch die zunächst resultirende Farbbase in das wasserlösliche basische Chlorhydrat übergeführt.
Dieses Salz löst sich leicht in Alkohol mit rother Farbe und intensiver Fluorescent auf. In kaltem Wasser angerührt, löst es sich in geringer Menge, sehr bald aber tritt eine Ausscheidung der Farbbase in violett schimmernden Krystallen ein. In heifsem Wasser löst sich das Chlorhydrat ohne Ausscheidung von Farbbase. Hingegen krystallisirt letztere beim Erkalten in rhombischen ''Blättern, ohne Gelatiniren der Flüssigkeit, theilweise aus.
Die vorstehend genannten Rhodamine färben Wolle und Seide in gelbrothen Tönen. Auf Seide namentlich zeichnen sich die Färbungen durch hervorragende Fluorescenz aus. Geölte oder tannirte Baumwolle fixirt die Farbstoffe in ebenfalls rothen Tönen.
Beim Erhitzen mit Alkylhalogenen gehen sie leicht in die im Haupt-Patente beschriebenen tetraalkylirten Rhodamine bezw. in deren Homologen über.
Zur Darstellung von symmetrischem Dimethylbezw. Diäthylrhodamin kann statt Phtalsäureanhydrid ebenfalls Phtalsäure verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung des symmetrischen Dimethyl- bezw. Diäthylrhodamins, darin bestehend, dafs an Stelle der in dem Patent-Ansprüche 3. des Haupt-Patentes genannten 2 Molecule Dimethyl- bezw. Diäthyl-m-amidophenol 2 Molecule Monomethyl- bezw. Monoäthyl-metä-amidophenol mit 1 Molecül Phtalsäureanhydrid mit Ausschlufs oder in Gegenwart von Condensationsmitteln condensirt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6254396B1 (en) 1999-09-28 2001-07-03 Delta Education, Inc. Teaching device for science experiments

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6254396B1 (en) 1999-09-28 2001-07-03 Delta Education, Inc. Teaching device for science experiments

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