DE48680C - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Verzierungen auf Holz - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Verzierungen auf Holz

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DE48680C
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DE
Germany
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wood
molds
brushes
production
arrangement
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48680D
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English (en)
Original Assignee
A. GUATTARI in Asnieres, Seine, 15 Quai du chemin de fer
Publication of DE48680C publication Critical patent/DE48680C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B7/00Machines, apparatus or hand tools for branding, e.g. using radiant energy such as laser beams

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das zu bearbeitende Holz wird so angeordnet, dafs das Bild auf der zu den Fasern senkrechten Fläche hervorgebracht wird. Die so behandelten gebrannten Holzflächen werden alsdann in heifsem Wasser der Einwirkung von rotirenden Bürsten ausgesetzt, hierauf getrocknet, nochmals gebürstet und alsdann in einer Prefsvorrichtung fertig geprefst.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellen die Fig. ι und 2 die Presse und die damit vereinigte Erwärmungsvorrichtung dar. Die Fig. 3 zeigt eine Anordnung der Presse bei Anwendung von hydraulischem Druck, Dampf, verdichteter Luft u. dergl. Die Fig. 5 bis 9 stellen Apparate zum Reinigen und Ausarbeiten der Bildwerke mittelst rotirender Bürsten dar.
Mittelst des in den Fig. 4 und 5 dargestellten Apparates wird das Bildwerk schliefslich vollendet; die Fig. 10 bis 12 zeigen eine Vorrichtung zur Bearbeitung kleinerer HoIztheile. Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Presse wird von Hand betrieben, wobei der Holzblock G durch den im Gestell A verschiebbaren Prefsstempel nebst Zubehör auf eine der Formen / gedrückt wird. Diese Formen / bilden die Matrize für die auf dem Holzblock zu erzeugenden Bildwerke oder Flachornamente u. dergl.; sie sind beständig der Wärmewirkung einer Feuerung M unterworfen, indem die heifsen Gase derselben durch die Leitung N in die nach einem gemeinsamen Kamin führenden Feuerzüge O ziehen; auf diese Weise wird die Erhitzung der Formen / unter Vermeidung jeder Abkühlung bewirkt, welche sonst das Oberflächenbild beeinträchtigen würde. Die Prefsvorrichtung enthält eine unten in eine Grundplatte C endende Schraubenspindel K, welche mittelst des Rades B in Umdrehung versetzt werden kann. Die Platte C drückt auf die Excenter D, welche ihrerseits den Druck auf die den Holzblock G haltende Platte E übertragen; letztere ist an vier starken, mit Federn versehenen Bolzen F an dem in A verschiebbaren, der Spindel K als Mutter dienenden Block aufgehängt; sie gestattet, das Holz ganz schnell von den Formen zu entfernen oder denselben zu nähern, wenn man den Hebel des gezahnten Sectors H bewegt; zu diesem Zweck greift der Sector H in ein Trieb, welches die Excenter D bethätigt, und die Bewegung der letzteren bestimmt den Abstand der Platte E von der Platte C. Sowohl die Welle der Excenter D als die der Hebel H ist an der Platte E gelagert.
Diese Anordnung der Platte E hat den Zweck, die unmittelbare Entfernung des Hebels nach der Pressung von der glühenden Form I ausführen zu können, da sonst das Bild infolge zu langer Berührung mit der Form beeinträchtigt werden würde.
Für den Vorgang des Brennens ist es gut, dafs die Formen lebhaft rothglühend sind; wenn nun eine Form mehrere Male gebraucht ist, so kühlt sie sich allmälig ab, und dies würde das Gelingen des Gebildes sehr beeinträchtigen.
Um diesen Uebelstand zu beseitigen, sind mehrere Formen / neben einander entweder
geradlinig oder kreisförmig angeordnet. Wenn dann eine der Formen eine Zeit lang gebraucht ist, wird der Prefsstempel nebst Zubehör in dem Gestell A verschoben und für die folgende Form benutzt; damit der verschiebbare Theil der Presse stets genau über die gewünschte Form gestellt werden kann, befinden sich an dem Gestell A die Vertiefungen S zur Aufnahme der Stifte P, welche an dem die Spindel K aufnehmenden Block sitzen.
In Fig. 3 ist eine Einrichtung dargestellt, bei der Druckflüssigkeit durch die Röhre A1 zugeführt wird; letztere sind durch die GelenkeΒΛ mit einander verbunden, welche die oben erwähnte Verschiebung des Prefsstempels gestatten. Nach dieser ersten Behandlung des Holzes wird dasselbe in ein Bad von warmem Wasser gebracht, in welchem rotirende Bürsten auf die Oberfläche des Holzes einwirken und alle diejenigen Holztheilchen entfernen, welche die Neigung haben, sich abzulösen.
Nachdem die ausgebrannten Flächen so gereinigt sind, wird das Holz völlig getrocknet und dann der Wirkung eines anderen Apparates unterworfen, welcher in den Fig. 6 bis 9 dargestellt ist. Derselbe besitzt metallische oder andere Bürsten, welche auch aus den kleinsten Höhlungen die Theilchen herausnehmen, welche die Bürsten in dem Warmwasserbade noch dort gelassen haben.
Das zu behandelnde Holz R1 befindet sich auf einem mit einer Einspännvorrichtung versehenen Schlitten, der in der Führung F2 mittelst der Kurbel Q2 verschoben werden kann; die Bürste D2 ist an einer verticalen Welle C2 befestigt, welche unter Benutzung eines Universalgelenkes A2 in rotirende Bewegung versetzt wird, Fig. 6 und 7, so dafs die Bürste D2 sich gleichzeitig mittelst der Handgriffe G2 über die ganze Oberfläche hinwegbewegen läfst. Wenn das Bild eine gröfsere Fläche einnimmt, kann auch die einfache Bürste D2 durch eine Reihe von Bürsten K2 ersetzt werden, welche in der aus Fig. 8 und 9 ersichtlichen Weise angeordnet sind. Die drei Bürsten K2 sind an einer Scheibe J2 gelagert, welche auf die Welle C2 geschoben werden kann, nachdem der untere Bund /2 gelöst ist, Fig. 7. Hierbei kommt auf der verticalen Welle C2 das in der Scheibe J'2 angeordnete Zahnrad T2 zu sitzen, das den concentrisch gelagerten Bürsten K2, welche auf den mit den Trieben B2 versehenen Wellen befestigt sind, die erforderliche Drehung ertheilt. Aufserdem erhält aber auch die Scheibe J2 mittelst Schnur oder Riemen eine Drehung von der Scheibe H2, die auf der Hülfswelle P2 befestigt ist, Fig. 7.
Die Führung des Bürstenhalters von Hand kann auch durch die Wirkung des Excenters Ai2 der Stange L2 und eines Lenkers N2 ersetzt werden, indem durch dieselben die Bürsten auf der Oberfläche des zu bearbeitenden Holzes hin- und herbewegt werden.
Nachdem das Holz den soeben beschriebenen Procefs durchgemacht hat, wird es der Wirkung einer Presse ausgesetzt, welche dem Bilde die schliefsliche Vollkommenheit und Glätte geben soll und in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist.
Die Vollendung der Arbeit durch diese Presse geschieht mittelst der in Fig. 13 dargestellten Form, bei deren Gestaltung der Wirkung der erwärmten Form /, Fig. 1, welche den ersten Eindruck auf, das Holz hervorgebracht hat, Rechnung getragen wird.
Die zur schliefslichen Vollendung dienende Presse bildet ein Walzwerk, zwischen dessen beide Walzen das Holz und die Form gleichzeitig hindurchgeführt werden, wobei der Druck der Walzen die gewünschte Einwirkung der Form auf das Bildwerk erzeugt. Die untere Walze A3 des Walzwerkes ist mit einer Verzahnung versehen und wird durch ein Handrad BB in Umdrehung versetzt. Diese Walze A3 bewegt bei ihrer Umdrehung die glättende Form, Fig. 13, mit sich, zu welchem Zweck letztere gleichfalls eine Verzahnung besitzt.
Die zweite Walze A5 wird mittelst der Schraube C3 und des Schwungrades G3 gegen die ersteren gedrückt, wobei ein Zeiger N3 den Grad des hervorgerufenen Druckes anzeigt. In dem Falle, wo es sich für gewisse Arbeiten empfiehlt, die Walzen A3 und A5 durch ebene Flächen zu ersetzen, hängt man mittelst der Gelenke bei F3 eine Platte E3 an; ebenso wird dann auf Walze A3 eine andere Platte zur Aufnahme der glättenden Form angeordnet.
Um kleine Flächen mit Bildwerk zu versehen, werden die beim Zuschneiden des Holzes für gröfsere Arbeiten vorkommenden Abfälle verwendet; dieselben werden in der aus Fig. 10, 11 und 12 ersichtlichen Weise so zusammengestellt, dafs sich eine der Form gleiche Fläche ergiebt, wobei jedes dieser einzelnen Holzstücke grofs genug ist, um ein vollständiges Bild aufzunehmen. Die einzelnen Holzstücke werden hierbei, wie aus der Figur ersichtlich, durch einen Rahmen zusammengehalten, welcher aus den mit Spitzen oder Klauen versehenen Seitentheilen A^ und den Querstücken ß4 besteht; letztere sind durch Bolzen mit ersteren verbunden, und das eine Querstück trägt eine Druckschraube D4 mit Druckplatte, um den Zusammenhang aller Holzstücke unter einander zu sichern.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Bei der Herstellung von Bildwerken, Flachornamenten u. dergl. auf den zur Faserrichtung senkrechten Holzflächen die An-
    wendung von direct und beständig mittelst heifser Feuergase erwärmten Formen (I), welche geradlinig oder kreisförmig auf einander folgend angeordnet sind, in Verbindung mit einem auf dem Gestell (A) verschiebbaren, oberhalb der einzelnen Formen nach einander festzustellenden Prefsstempel nebst Zubehör.
  2. 2. In Verbindung mit der durch Anspruch i. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung von einer oder mehreren Polirbürsten (D2 bezw. K^) an einer verticalen rotirenden Welle (C2), die mechanisch oder von Hand über die Oberfläche des Holzes geführt wird, während letzteres auf einem Schlitten festgespannt ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT48680D Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Verzierungen auf Holz Expired - Lifetime DE48680C (de)

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