DE48566C - Entzinnung von Weifsblechabfällen - Google Patents

Entzinnung von Weifsblechabfällen

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DE48566C
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DE
Germany
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sulfur
detinning
tin
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waste
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Expired
Application number
DENDAT48566D
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English (en)
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E. carez in Brüssel, Nr. 72 Rue du Marais
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Publication of DE48566C publication Critical patent/DE48566C/de
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B25/00Obtaining tin
    • C22B25/06Obtaining tin from scrap, especially tin scrap
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
EUGENE CAREZ in BRÜSSEL. Entzinnung von Weifsblechabfällen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Januar 1889 ab.
Das vorliegende Verfahren zur Entzinnung von Weifsblechabfällen besteht im wesentlichen darin, das Zinn vom Eisen mittelst der PoIysulfurete der Alkalien- abzulösen, wobei das Eisen durch einen Zusatz von Chlorammonium gegen den Angriff der Sulfurete geschützt, vorhandenes Eisenoxyd als unlösliches Schwefeleisen und der Bleigehalt als unlösliches Schwefelblei niedergeschlagen wird.
Zur Ausführung des Verfahrens bediene ich mich vorzugsweise, und zwar des billigeren Preises halber, der Natriumpolysulfurete, obschon die Kaliumpolysulfurete bezüglich der Reaction mit gleich gutem Erfolge anwendbar sind. Als Rohmaterial dienen Natriumsulfurete. Herkunft desselben ist beliebig, da Verunreinigungen die Reaction nicht stören; sie können in den Rückständen desLeblanc-Sodaprocesses bestehen, oder man kann sie aus Gemischen von Calciumsulfureten und Calciumhyposulfit durch Umsetzung mit kohlensaurem Natron (in Natriumsulfurete und Natriumhyposulfit) darstellen, oder man nimmt das etwas natriumnitrathaltige, aus der Fabrikation des Bariumnitrates mittelst Bariumsulfurete und Natriumnitrat erhaltene oder beliebig anders gewonnene, mehr oder weniger reine Natriumsulfuret.
Das zur Verwendung stehende Natriumsulfuret wird zunächst durch Kochen mit schwachem Schwefelüberschufs in Polysulfuret übergeführt. Die erhaltene Polysulfuretlösung wird in einer mittelst Dampfes geheizten Kufe auf etwa 300B. concentrirt und auf etwa 50 bis 6o° C. erwärmt gehalten. Man versetzt sie mit einem gewissen Procentsatz Chlorammonium.
Die Weifsblechabfälle werden in aus Eisendraht geflochtene Körbe gefüllt, welche beispielsweise an einer endlosen Kette angehängt sind, die mittelst Winde, Krahnes oder anderer geeigneter Vorrichtung gehoben und gesenkt werden kann. Man taucht die mit den Abfällen beschickten Körbe in die heifse Polysulfuretlösung ein und läfst sie etwa 3 bis 4 Minuten lang deren Einwirkung ausgesetzt. Hierbei löst das Polysulfuret das Zinn unter Umwandlung in Schwefelzinn vollständig ab. Infolge, der Gegenwart des Chlorammoniums greift die Lösung das metallische Eisen selbst nicht an, nur vorhandenes Eisenoxyd wird in Schwefeleisen umgewandelt, das indefs, durch das Chlorammonium an Lösung verhindert, zu Boden fällt; ebenso wird das im Zinn nie fehlende Blei als Schwefelblei unlöslich ausgeschieden, und nur das Zinn geht in Lösung^ indem sich dasselbe eines Theiles des Schwefels des Polysulfuretes bemächtigt und Schwefelzinn bildet, das, als Sulfosäure wirkend, sich mit Natriumsulfuret zu sehr leicht löslichem Sulfostannat verbindet.
Da man den Gehalt der Polysufuretlösung und ebenso den Procentsatz des auf den Abfällen befindlichen Zinnes kennt, kennt man auch die Menge Abfall, welche zur Sättigung der Lösung erforderlich ist. Ist letzteres er-

Claims (2)

  1. reicht, so hebt man die Abfälle aus der Lauge und führt sie zum· Waschen in mit Wasser gefüllte Bottiche über; das gewaschene Eisen wird dann zum Einschmelzen ausgeschüttet.
    Die Lösung des Sulfostannates wird vom unlöslich niedergefallenen Schwefeleisen und Schwefelblei und sonstigen Rückständen durch Decantiren getrennt und dann mit wenig Salzsäure versetzt, wodurch reines Schwefelzinn ausgefällt wird, welches man nun zur Gewinnung von metallischem Zinn oder von Zinnsalzen in bekannter Weise weiter verarbeitet.
    Patenτ-Ansprüche:
    ι . Chlorammoniumzusatz zu einer heifsen Lösung von Alkalipolysulfureten behufs Entzinnung von Weifsblechabfällen.
  2. 2. Behandlung der gemäfs Patent-Anspruch i. gewonnenen Natriumsulfostannatlösung mit Salzsäure behufs Gewinnung reinen Schwefelzinns. ■
DENDAT48566D Entzinnung von Weifsblechabfällen Expired DE48566C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1186220B (de) * 1961-03-13 1965-01-28 M & T Chemicals Inc Verfahren zum Entzinnen von Abfaellen, vorzugsweise von Weissblechabfaellen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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